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Feliz

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Veröffentlicht am 01.02.2019

Spannendes Setting, angenehme Geschichte

American Royals - Verbunden mit dir
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Das Cover ist nichts Besonderes, auch wenn es bei näherem Hinsehen deutlich edler erscheint als auf den ersten Blick. Trotzdem hätte ich es nicht weiter beachtet, wenn ich es im Laden gesehen hätte.

Mit ...

Das Cover ist nichts Besonderes, auch wenn es bei näherem Hinsehen deutlich edler erscheint als auf den ersten Blick. Trotzdem hätte ich es nicht weiter beachtet, wenn ich es im Laden gesehen hätte.

Mit der Geschichte verhält es sich ähnlich wie mit dem Cover: Sie ist einen zweiten Blick wert. Maddie will einfach nur die Welt verbessern, das ist aber gar nicht so leicht, wenn man die Tochter des Präsidenten ist und sich gerade auf einer Polizeiwache befindet. Zur Strafe muss sie Sozialstunden ableisten und das ausgerechnet bei Jake, dem Sohn der Vizepräsidentin. Dieser ist seit einem Kriegseinsatz nicht mehr der perfekte Vorzeigesohn und nicht gerade begeistert, dass er nun Maddie an der Backe hat. Doch nach und nach merken die beiden, dass sie mehr füreinander empfinden, aber für die beiden kann es kein Happy End geben oder?

Ich mochte den Schreibstil von Anfang an sehr gerne, er ist angenehm und leicht, sodass man man das Buch gut in einem Zug lesen konnte. Dennoch sticht er nicht unbedingt heraus.

Das Setting fand ich von Anfang an spannend, weil es mal etwas Anderes war. Maddie als eine Art moderne Prinzessin als Tochter des amerikanischen Präsidenten, die sich in den Sohn der größten Gegnerin ihres Vaters verliebt. Maddie war mir von Beginn an sympathisch. Ich hatte eigentlich eine verwöhnte Prinzessin erwartet, die einfach nur aus Spaß Blödsinn macht, doch sie hat gute Gründe. Sie versucht Welpen zu befreien, die getötet werden sollen und wird dabei erwischt. Sie hat ein gutes Herz und will einfach etwas Positives bewirken. Aus diesem Grund sieht sie die Sozialstunden auch als etwas Positives an und stürzt sich mit vollem Elan in die Arbeit. Auch Jake mochte ich richtig gerne. Man merkt ihm noch immer an, wie sehr er unter seinem Kriegseinsatz zu leiden hat und dass das Verhalten seiner Mutter bei der Verarbeitung nicht gerade hilfreich ist. Er ist von Anfang an sehr verschlossen, doch Maddies fröhliches Wesen schafft es, innerhalb kürzester Zeit ihn aus seinem Schneckenhaus zu holen.
Auch die Thematisierung von PTBS und deren dramatischen Auswirkungen, auf dich ich nicht weiter eingehen will, um nicht zu spoilern, war teilweise sehr berührend und emotional. Dennoch war mir das Ende zu perfekt und der Funke bei den Charakteren sprang nicht so richtig über.

Alles in allem mochte ich die Geschichte, weil der Schreibstil angenehm und flüssig war, dennoch habe ich nicht so richtig mitgefiebert und die Geschichte blieb nicht so richtig im Gedächtnis.

Veröffentlicht am 01.02.2019

Liebesgeschichte, die ans Herz geht und im Kopf bleibt

All In - Tausend Augenblicke
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In das Cover habe ich mich von Anfang an verliebt. Die warmen Farben, die durch durch ein Streichholz hervorgehoben werden, passen perfekt zu der Geschichte und lassen das Cover aus der Masse der Bücher ...

In das Cover habe ich mich von Anfang an verliebt. Die warmen Farben, die durch durch ein Streichholz hervorgehoben werden, passen perfekt zu der Geschichte und lassen das Cover aus der Masse der Bücher hervorstechen.

Die Story ist ebenso besonders wie das Cover: Kacey ist Bassistin einer aufstrebenden Girlband, die seit kurzem immer mehr Erfolge feiert. Doch Kacey kommt mit dem Druck nicht klar und kompensiert die Angst vorm Versagen mit viel zu viel Alkohol und wahllosen Männerbekanntschaften. Als sie nach einem Konzert, das völlig außer Kontrolle gerät, auf der Couch des Limofahrers Jonah aufwacht, erkennt sie erstmals, dass ihr Leben auch anders aussehen könnte. Doch Jonah hat ein Geheimnis, das das Leben beider für immer verändern wird.

Ich habe mich mit den ersten Sätzen in den Schreibstil von Emma Scott verliebt, der es schafft, dass man sich direkt in der Geschichte wiederfinden kann. Durch den leichten und flüssigen Stil fliegen die Seiten nur so dahin, er schafft es aber ebenso Emotionen zu wecken, die einen dazu bringen, mit den Figuren mitzufiebern.

Ich hatte eigentlich eine Rockstar-Geschichte aus der weiblichen Perspektive erwartet und nicht damit gerechnet, dass Jonahs Welt einen deutlich größeren Teil einnimmt als die von Kacey. Das hat mich allerdings nicht enttäuscht, sondern gerade dadurch, dass die Geschichte nicht vorhersehbar ist, vielmehr noch mehr für das Buch begeistert.
Dadurch dass man das Buch sowohl aus der Sicht von Kacey als auch aus der von Jonah liest, fiebert man mit beiden gleichermaßen mit und verliebt sich Stück für Stück in sie. Weder Kacey noch Jonah wollen sich aus unterschiedlichen, nur zu gut nachvollziehbaren, Gründen ineinander verlieben, was natürlich trotzdem passiert. Man weiß allerdings schon von Anfang an, auf welches Ende die Geschichte zusteuert und hofft, dass es anders kommt. Jeder einzelne Charakter ist so wunderbar gestaltet, dass man mit ihnen feiert, liebt und weint.

Alles in allem ist es ein wundervolles Buch, das voller Emotionen steckt und durch einen perfekt gestaltete Charaktere vollkommen in seinen Bann zieht.

Veröffentlicht am 30.01.2019

Für mich der schwächste Teil der Reihe

Die letzte erste Nacht
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Das Cover passt natürlich hervorragend den anderen zwei Teilen und fügt sich somit perfekt in die Reihe ein. Auch die Covermodels passen gut zu Trevor und Tate.

Trevor hat sich geschworen auf Tate aufzupassen, ...

Das Cover passt natürlich hervorragend den anderen zwei Teilen und fügt sich somit perfekt in die Reihe ein. Auch die Covermodels passen gut zu Trevor und Tate.

Trevor hat sich geschworen auf Tate aufzupassen, seit er sie kennen gelernt hat. Auf keinen Fall hätten sie miteinander im Bett landen sollen, doch beide können das Prickeln zwischen ihnen nicht ignorieren. Trevor kann es allerdings nicht zulassen, ihr zu nahe zu kommen, hat Tate doch das Ziel, endlich herauszufinden, wie ihr Bruder starb. Dies muss Trevor allerdings um jeden Preis verhindern, ist sie seinem Geheimnis doch schon viel zu nahe gekommen.

Der Schreibstil ist wie bei jedem Buch von Bianca Iosivoni wunderbar leicht und flüssig, sodass die Seiten von Anfang an nur so dahin fliegen. Sie schafft es ab der ersten Seite, dass man in die Geschichte eintauchen kann und vollkommen mit Tate und Trevor mitfiebern kann.

Ich mag die Charaktere von Tate und Trevor unglaublich gerne. Sie sind sich so ähnlich, dass sie einfach dauernd aneinander geraten müssen. Dennoch merkt man in jeder ihrer Auseinandersetzungen schon die Funken zwischen den beiden, sodass man sich einfach wünscht, dass die beiden endlich aufhören, gegen ihre Gefühle anzukämpfen. Ich konnte die Gründe von Trevor durchaus verstehen, weiß er ja von Anfang an, dass er den Tod von Tates Bruder verschuldet hat und dass Tate dessen Umstände unbedingt aufklären will. Genau diese Geschichte ist leider auch, was mich nicht so ganz zu fesseln vermag. Man weiß im Prinzip schon von Anfang an, dass Trevor etwas mit Jamies Tod zu tun hat und dass das das Problem in deren Beziehung werden wird. Das hat für mich einen Großteil der Spannung genommen, weil man schon viel zu genau wusste, was passieren würde.

Alles in allem war mir die Story in diesem Teil viel zu vorhersehbar, das wird allerdings durch die gut gestalteten Charaktere und den wunderbaren Schreibstil ausgeglichen, sodass mich das Buch durchaus zu fesseln wusste, wenn auch nicht zu begeistern.

Veröffentlicht am 30.01.2019

Am Ende dann vielleicht eine Wendung zu viel

Deine letzte Lüge
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Das Cover mag ich, nachdem ich das Buch gelesen habe, tatsächlich noch ein bisschen lieber als zuvor. Das liegt vor allem daran, dass bei Cover und Story gleichermaßen alles anders erscheint als auf den ...

Das Cover mag ich, nachdem ich das Buch gelesen habe, tatsächlich noch ein bisschen lieber als zuvor. Das liegt vor allem daran, dass bei Cover und Story gleichermaßen alles anders erscheint als auf den ersten Blick.

Anna Johnson hat im letzten Jahr innerhalb weniger Monate beide Elternteile durch Selbstmord verloren. Erst stürzte sich ihr Vater von den Klippe von Beachy Head, bevor ihre Mutter ihm auf genau die gleiche Art folgte. Anna versucht noch immer mit diesen Verlusten umgehen zu können, als sie am Jahrestag des Selbstmordes ihrer Mutter plötzlich eine Karte erhält, die den Eindruck erweckt, ihre Mutter habe sich gar nicht umgebracht. Daraufhin wendet sich die junge Mutter hilfesuchend an die Polizei und trifft auf den pensionierten Beamten Murray, dem sein Instinkt sofort sagt, das an dieser Sache etwas nicht stimmt. So beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln und stößt auf einen Fall, bei dem nichts so ist, wie es scheint.

Der Schreibstil hat es ab der ersten Seite geschafft, mich abzuholen. Er lässt sich flüssig und leicht lesen, sodass man recht schnell in die Geschichte zu finden vermag. Ich habe das Buch dadurch trotz einiger folgender Kritikpunkte recht schnell und angenehm lesen können.

Der Rest der Geschichte ist leider nicht so gut wie der Schreibstil, was sowohl an den Charakteren als auch an der Geschichte an sich liegt. Obwohl Anna die Hauptperson des Buches ist und es abwechselnd aus ihrer, Murrays und der Sicht einer dritten Person erzählt wird, konnte ich mich mit ihr nicht so richtig anfreunden. Sie blieb für mich einfach in ihren Handlungen teilweise unverständlich und manchmal konnte ich über sie nur den Kopf schütteln. Für sie war das letzte Jahr natürlich hart, erst verliert sie ihren Vater, dann ihre Mutter, dann lernt sie ihren Freund Mark kennen und bekommt dann innerhalb kurzer Zeit mit ihm ein Baby, dennoch ist sie mir besonders Mark gegenüber viel zu gutgläubig und naiv. Mir fiel es einfach schwer ihr gesamtes Verhalten miteinander in Einklang zu bringen.
Mit Murray hingegen konnte ich voll und ganz mitfiebern. Er vertraut von Anfang an seinem Instinkt und will Anna trotz seiner Pensionierung helfen. Auch wie er sich um seine psychisch kranke Frau Sarah kümmert, hat mich tief berührt. Er ist viel greifbarer als jede andere Figur, da auch die Nebencharaktere eher blass bleiben.

Dies trägt leider auch dazu bei, dass man Wendungen in der Geschichte nicht so richtig nachvollziehen kann. Diese sind zwar durchaus überraschend, das liegt aber vor allem daran, dass auch keine Hinweise auf eine Möglichkeit dieser Wendung gegeben werden. Man hat die ganze Zeit das Gefühl nur die Oberfläche der Geschichte zu streifen und nicht tiefer eintauchen zu können, sodass man keine Personen und somit auch mögliche Täter oder Beteiligte näher kennen lernen kann. Zum Stocken des Leseflusses trägt auch bei, dass die Autorin immer wieder versucht, die Leser bewusst hinters Licht zu führen, was hervorragend gelingt, leider aber einmal (oder zweimal) zu oft versucht wird. Man ist am Ende selbst eher verwirrt und fragt sich, was man noch noch glauben soll, ohne dass es aber endgültig aufgelöst wird.

Alles in allem kann man sagen, dass das Buch von der Idee viel Potenzial gehabt hätte, leider wurde dieses aber durch am Ende zu viele Irrungen und Wirrungen zunichte gemacht und man bleibt als Leser ein wenig verwirrt zurück.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 29.01.2019

Nettes Jugendbuch

Rosengift
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Das Cover finde ich zwar für die Reihe der Arena Krimis durchaus passend, mir gefällt die Farbgebung allerdings überhaupt nicht, sie wirkt vielmehr ziemlich altbacken.
Die Geschichte ist aber doch besser ...

Das Cover finde ich zwar für die Reihe der Arena Krimis durchaus passend, mir gefällt die Farbgebung allerdings überhaupt nicht, sie wirkt vielmehr ziemlich altbacken.
Die Geschichte ist aber doch besser als es das Cover vermuten lässt. Matilda ist nach dem Tod ihrer Eltern zu ihrer Tante und ihrem Cousin nach Hannover gezogen. Dort hat sie nach einiger Eingewöhnungszeit schnell Freunde gefunden und auch die Aufmerksamkeit des Schullschwarms Patricks auf sich gezogen. Nach einem Kuss lässt Patrick dann nicht mehr so richtig locker und überhäuft sie mir kleinen Aufmerksamkeiten. Dabei findet Matilda den älteren Chris viel interessanter und dann werden die kleinen Geschenke plötzlich zu Drohungen und Matilda kann niemanden mehr vertrauen.
Matilda als Hauptperson mochte ich erstaunlich gerne. Sie war ernst und wirkte schon sehr erwachsen, wahrscheinlich auch weil sie es notgedrungen durch den frühen Tod ihrer Eltern werden musste. Sie bleibt trotz der Drohungen vergleichsweise ruhig und reagiert nicht total hysterisch. Ansonsten ist die Geschichte mir im Endeffekt etwas zu vorhersehbar. Man rätselt man zwar die ganze Zeit mit, wer Matildas Stalker ist, mir war es aber dann doch schon recht früh klar und am Ende zu konstruiert. Zudem kam das Ende etwas zu abrupt, da hätte man die Spannung ein wenig besser aufbauen können.

Alles in allem ist das Buch ein angenehmes Jugendbuch, das man schön nebenbei lesen kann, ohne allzu sehr über den Inhalt nachzudenken.