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Veröffentlicht am 09.04.2025

Eigentlich eine gute Romance, jedoch fehlte mir der Versprochene „Suspense-Faktor“.

Say My Name
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Die Nacht ihres 25. Geburtstags wird Vida Torres niemals vergessen, was nicht zuletzt daran liegt, dass sie in dieser nur knapp einem Übergriff entkommen ist. Auch ihr Retter – Krystian Mazur, widersprüchlich ...

Die Nacht ihres 25. Geburtstags wird Vida Torres niemals vergessen, was nicht zuletzt daran liegt, dass sie in dieser nur knapp einem Übergriff entkommen ist. Auch ihr Retter – Krystian Mazur, widersprüchlich in seinem Auftreten und seinen Handlungen, trägt dazu bei, dass sie sich immer an diesen Abend erinnern wird. Der Schock über das, was hätte passieren können, und die Irritation darüber, dass sie samt mordsmäßigem Kater und Filmriss gerade im Bett jenes Eisprinzen aufwacht, der Vida wenige Stunden zuvor schroff abgewiesen, jedoch stets beobachtet hat, hallen noch lange in der Calltakerin nach. Und während sich ein Funke Hoffnung in ihr daran klammert, dass er trotz Unstimmigkeiten der Gute in ihrer Geschichte ist, ist Krystian, allen Versuchen, Vida zu vergessen, bereits verloren…

Erzählt wird hauptsächlich aus Vidas Sicht. Zwischendurch mischen sich zwar Krys’ Gedanken und Empfindungen ein, die machen es aber nicht leichter, den Schmuckdesigner zu greifen und zu durchschauen. Zusätzlich wird die Romance von einer Perspektive gespickt, die 5 Jahre zurückliegt und eine verletzte Teenagerin zeigt, die sich nach und nach veränderte, düsterer wurde, weniger. Je besser Vida ihre Zufallsbekanntschaft kennenlernt, je mehr sie sich auf den wechselhaften Mann einlässt, umso inniger und intensiver wird ihr Verhältnis. Trotz der Gewissheit, dass Krystian etwas verheimlicht, dass ihn etwas belastet, kann sie sich der Anziehung, seiner aufmerksamen, liebenswerten Art, nicht verwehren. Doch wird ihr Herz noch immer höher schlagen, wenn sie sein Geheimnis kennt?

Franci Edens Stil war hervorragend, oft humorvoll und durchweg authentisch. Es war leicht, sich in die Story, die mit allerhand kleinen Details gespickt war, fallen zu lassen, Vidas Zweifel zu teilen, sich in Krys zu verlieben und zeitgleich auf den Knall zu warten, der alles zusammenbrechen lässt… Vida, gezeichnet von ihrer letzten Beziehung, ist ebenso stark und taff wie gemütlich und rücksichtsvoll. Sie hat einen Hang zu Zucker und Kaffee und kann kitschigen Liebesromanen nur wenig abgewinnen – im Gegensatz zu Kry. Sie ist das Chaos in seiner ordentlich-sauberen Welt, die einzige, die an seiner Beherrschung kratzt, gegen die er sich wehren sollte…

Wenn der männliche Loveinterest auch einer angespannten Greenflag gleichkommt, schafft es Eden doch, dass ein unbekannter Haken groß aufleuchtet, der Grund für Krystians Verhalten, für die Dinge, die nicht passen.
Die Atmosphäre ist ziemlich oft cozy, romantisch und soft. Hauptsächlich sind es Clarisses Worte, die für eine ungute Vorahnung sorgen, Fragen aufwerfen, die eine Antwort verlangen. Zwar sind kleinere Spannungselemente in der Geschichte verstreut, das Wissen um etwas Verborgenes, vielleicht Gefährliches, und ein Schwall Misstrauen, jedoch empfand ich die Inszenierung für eine Romance-Suspense als schwach – mir fehlte es großflächig an Spannung(en), Beklemmung und signifikanten Ereignissen.
Versteht mich nicht falsch: „Say my Name“ liest sich wirklich klasse, die Kapitel sind recht kurz, was die Story insgesamt flott vorantreibt, es gibt Witz, Spice und die Autorin spricht zahlreiche wichtige Punkte an, u.A. (Cyber)Mobbing, psychischen und physischen Missbrauch, Stalking und K.-o.-Tropfen. Die wechselnden Perspektiven wurden stimmig platziert, die Protagonistin sehr nahbar ausgearbeitet und Sam und Alec, zwei Freunde, die wünschenswert sind, bereichern den Verlauf ungemein. Dennoch fiel es mir aufgrund des Mangels an Höhepunkten und Geschehnissen schwer, interessiert zu bleiben, weswegen ich auch deutlich länger gebraucht habe, dieses Buch zu beenden, als für mich üblich. So gut der Stil von Eden ist, so häufig dümpelt der Verlauf, der bei knapp 500 Seiten nicht allzu kurz ist, gemütlich vor sich hin.
Gegen Ende nimmt die Handlung gezielt Fahrt auf, Fäden verbinden sich, Wahrheiten und Erkenntnisse überraschen und tauchen alles, was geschah, in ein anderes Licht. …

Fazit: „Say my Name“ ist durchaus eine empfehlenswerte Romance, die echte Probleme behandelt und eine häufig unterhaltsame Geschichte erzählt. Jedoch wurde meine Erwartung an den Suspense-Faktor in keiner Weise erfüllt.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Spannend, märchenhaft und wendungsreich.

The Half King
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Eine Göttin, die einst alles Leben erschaffen hat – und verraten wurde.
Vier Reiche, regiert von verfluchten Dynastien.
Eine junge Frau, deren Bestimmung es ist, Generationen zu befreien.
Doch wie, wenn ...

Eine Göttin, die einst alles Leben erschaffen hat – und verraten wurde.
Vier Reiche, regiert von verfluchten Dynastien.
Eine junge Frau, deren Bestimmung es ist, Generationen zu befreien.
Doch wie, wenn niemand die Wahrheit kennt?



„𝐓𝐡𝐞 𝐇𝐚𝐥𝐟 𝐊𝐢𝐧𝐠“ ist ein abenteuerlicher Fantasy-Roman, für den eine interessante, von fanatischem Glauben und Intrigen durchzogene Welt erbaut wurde.


Nur noch drei Monde trennen Cerise von ihrem zwanzigsten Lebensjahr – nur noch diese kurze Zeitspanne bleibt der Seherin in Ausbildung, um endlich ihre Fähigkeiten als Orakel zur Schau zu stellen. Alles anrufen der Großen Göttin, alles Training blieb bisher erfolglos – sollten sich ihre Kräfte nicht zeigen, wartet auf Cerise ein Leben als unbegabte Zweitgeborene. Als eine seltene Offenbarung die Ehrwürdige Mutter ereilt, ändert sich Cerises Weg: Statt auf ihre erste Vision zu warten, wird sie als neue Tempelbotschafterin nach Mortara gesandt. Mit der ungesagten Bürde, die Flüche zu brechen und das tragische Schicksal der Adeligen und Erstgeborenen der vier Dynastien zu wenden.

Neben Verpflichtung und Ehre kommen Cerise mit dem Aufbruch in die Fremde Zweifel: Denn hier, im Tempel, lag ihr Lebensmittelpunkt – ihre Vergangenheit, Gegenwart und ihre Zukunft. Was, wenn sie dieser gewaltigen Aufgabe, der Rolle als »Gesegnetes Orakel«, nicht gerecht wird?

Melissa Landers führt uns in eine Welt des Glaubens und der Buße, verflucht und verdammt. Die Reiche Solon, Petros, Calatris und Mortara sind geprägt von Religion und (politischen) Konflikten. Die Verehrung der Göttin und die Furcht vor (ihren) Strafen sind allgegenwärtig. Gleichzeitig wird durch TempeldienerInnen und Priester das Bild einer Frau gezeichnet, die es zu unterdrücken, zu vernichten gilt. Dementsprechend finden sich F*natismus und ideologische Züge in der Handlung – vor allem nimmt sich die Autorin Zeit, um Glauben, bedingungslose Verehrung und die durch den Menschen selbst geschaffenen Regeln und Richtlinien gekonnt zu hinterfragen und zum Nachdenken anzuregen. Diese Aspekte wurden durch klare Hierarchien und Ideologien unterstrichen. Vielen Elementen und Themen haftet eine gewisse Originalität an, waren faszinierend und auf verständliche Weise inszeniert. Stilistisch zieht uns ein angemessener Ton, detailreiche und einfühlsame Beschreibungen in das Geschehen, in dem das System, die Magie sowie der „Ursprung“ der Flüche und die verschiedenen Schicksale interessant dargelegt wurden.

Kaum in ihrem neuen Zuhause angekommen, bestrebt, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um ihre Pflichten zu erfüllen, bekommt Cerise einen Vorgeschmack von Ungerechtigkeit und Hinterlist, wird Teil von Anschlägen und spürt den Hass, der König Kian zuteilwird. Dabei ist sein Los ein hartes und sein Tod nah. Mit diesem wird der Thron der Mortara-Dynastie zum ersten Mal unbesetzt sein – die Konsequenzen? Verheerend.

Bei ihrer Recherche stößt Cerise auf ein von Shiera selbst verborgenes und geschütztes Artefakt, welches die Lösung all ihrer Probleme sein könnte. Doch es hat einen Grund, wieso bisher niemand das Petrus-Schwert erringen konnte. Gemeinsam mit Nero, Kian, Daerick, Vater Padron, General Petros und dem wundersamen Welpen Blue macht sich die Botschafterin auf den Weg. Zeit und Druck, die unberechenbaren Gefahren im Nacken … Als das Ziel zum Greifen nah, Cerise bereit ist, ihre vermeintliche Bestimmung zu erfüllen und Hoffnung durch die Lande pulsiert – bleibt die Frage, wie viele Rückschläge und Wahrheiten die junge Frau noch ertragen kann. Wie viele Lügen in ein Leben passen?

Abgesehen von Cerise, die trotz ihrer einengenden, richtungsweisenden Erziehung nicht auf den Kopf gefallen, frei in ihrem Denken ist und sich mehrfach behauptet, wurden vor allem ihre Mitreisenden ausreichend, teilweise greifbar, teilweise undurchschaubar ausgearbeitet. Die Suche ist beschwerlich, hält Hürden bereit und vermittelt Cerise doch das lang ersehnte Gefühl von Zugehörigkeit, führt sie näher zu sich selbst und gibt ihr Antworten. Zugleich verfestigt sich ihre Beziehung mit dem verfluchten König. War der Wechsel von kalt zu heiß abrupt und schwer zu fassen, gab es später etliche innige, echte Momente. Lediglich die gewählte Darstellung der körperlichen Szenen empfand ich als unpassend – dabei entging mir Landers Ziel, die gepredigte Enthaltsamkeit/die Verteufelung von und die „Beschmutzung“ durch Intimitäten kritisch zu beäugen, nicht.

„The Half King“ ist ein spannender Fantasy-Roman, in dem Unterhaltung, Stärke und Romantik nicht zu kurz kommen. Tiefere Themen – u.A. Verfolgung von „Minderheiten/Anomalien“, Unterdrückung der Frau, Manipulation und Selbstverletzung –, Ereignisse, echte Emotionen und Informationen halten sich angenehm die Waage. Hinzu kommen Verzweiflung, Verluste, Verrat und etliche Twists, begründet in sinnigen, unerwarteten Offenbarungen und Einblicken. Die geschaffene Mythologie, Cerises Besonderheiten und ein stetiges Misstrauen sorgen für eine geheimnisvolle Atmosphäre, während Zeitdruck und Gefahren die Storyline vorantreiben. Zwar wird in diesem Buch nicht alles zur Gänze abgeschlossen, jedoch ist es hauptsächlich der Epilog, der auf eine Fortsetzung hindeuten lässt. Wir dürfen gespannt sein – bis dahin gibt's eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Cozy-Story, die nicht als Dystopie überzeugen kann.

The Last Bookstore on Earth
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„The Last Bookstore on Earth“ ist das Debüt von Lily Braun-Arnold und entführt uns in ein postapokalyptisches Szenario, in eine Welt, die durch unberechenbare Wetterphänomene zerstört wurde, in der die ...

„The Last Bookstore on Earth“ ist das Debüt von Lily Braun-Arnold und entführt uns in ein postapokalyptisches Szenario, in eine Welt, die durch unberechenbare Wetterphänomene zerstört wurde, in der die wenigen Überlebenden bereit sind zu tun, was getan werden muss … Ausgenommen der 17-jährigen Elizabeth, die sich seit dem „Sturm“ in einer Buchhandlung verbarrikadiert, hin und wieder mit BesucherInnen Literatur oder ihren „Post-Service“ gegen Nahrung und potenziell nützliche Sachen tauscht.
Seit Eva aufgebrochen ist, um eigene Wege zu gehen, ist Liz allein, hat sich eine Routine geschaffen, einen fragilen Safe-Place, den sie nicht aufgeben will. Bis eine ungehobelte Einbrecherin ihren Alltag durcheinander und neben Diskussionen und Konflikten auch Gefahren mit sich bringt. Und ein längst vergessenes Gefühl von Gemeinsam in Liz weckt …
Doch der nächste „Sturm“ wird kommen – egal, ob die marode Bleibe einer neuerlichen Welle ätzenden Regens und wütendem Unwetter standhalten kann.

„Wir schreiben über uns. Wir schreiben alles auf. Wir schreiben, bis alles andere verschwindet, nur für den Fall, dass wir es auch tun.“

Vorab: Das Konzept Dystopie wurde hier nicht konsequent durchgezogen, der Verlauf ist größtenteils eher unspektakulär, gar langsam und geizt an für die Storyline zuträglichen Informationen. Eine »atemberaubende Thrilleratmosphäre« fand ich hinter dem wunderschönen Cover ebenso wenig wie eine »berührende Liebesgeschichte«.

Erzählt wird einzig von Elizabeth – naiv und unbeholfen, bedacht darauf, weder mit Gewohnheiten zu brechen, noch ihre moralischen Grenzen der neuen Realität anzupassen. Kurz: wie sie bisher überlebte, vor Maeves eindringen, bleibt fraglich. Liz lebte in den Tag hinein, klammert sich an die Hoffnung „Alles wird sich fügen“, hat im letzten Jahr keinen Gedanken an Wasser und Nahrung – das Wegfallen von beiden – verschwendet und die Reparaturen am Gebäude? Pah! Erst ihre neue Mitbewohnerin rückt all das, das Überleben, in den Vordergrund.
Trotz der harschen, distanzierten Fassade, der Tatsache, dass Maeve „Dinge“ getan und Geheimnisse hat, ist ihre Verletzlichkeit, ihre Erschöpfung zu spüren. Genau wie jene Müdigkeit von Elizabeth. Während die eine versucht, mit Härte und Arbeit gegen Erinnerungen und Gedanken anzukommen, flüchtet sich die andere zwischen Buchdeckeln, schreibt über die, die ihr Heim aufsuchten. Je mehr Tage vergehen, umso näher rücken die zwei unterschiedlichen Mädchen zusammen. Dabei hat sich Liz geschworen, niemals wieder einen anderen zu brauchen, haben sie doch bisher alle verlassen …
Und vielleicht sollte sie wirklich keiner Fremden vertrauen.

„The Last Bookstore on Earth“ basiert auf einer originellen Idee, deren Potenzial leider kaum angerührt wurde. Sowohl die Katastrophe selbst als auch die Figuren und das „davor“ werden auf eine Art oberflächlich behandelt, die es schwer macht, mitzufiebern -und zufühlen. Anekdoten und weitere Erinnerungen, die die gegenwärtige Handlung rege unterbrechen, minimieren zusätzlich das Vorankommen und die Spannung; auch die Kapitel, die uns in die Monate vor den ersten „Sturm“ führen, sind nur bedingt relevant, jedoch zumindest so aufschlussreich, dass wir einen Eindruck von Liz’ familiärer, angespannter Situation bekommen und uns gewahr werden, dass die Menschen wussten, dass sie ahnten, das etwas Zerstörerisches kommen wird.
Da weder Elektrizität noch technische Errungenschaften vorhanden bzw. funktionsfähig sind, und wir lediglich durch Liz, die in New Jersey lebt(e), und durch Maeve, die aus New York stammt, einen Eindruck von den Ausmaßen der Naturkatastrophe bekommen, bleibt fraglich, wie es um andere Kontinente steht. Wirkt dieser Umstand frustrierend und lückenhaft, ist er doch logisch. Dennoch fehlte mir „mehr“ – über die Ursachen und Auswirkungen, über Empfehlungen und Maßnahmen der Obigen – solche Informationen hätten die Rückblenden aufgewertet und dem Szenario Tiefe verliehen.
Die beiden Hauptfiguren, ihre jetzigen Versionen, wurden hingegen nahbar ausgearbeitet, ihre freundschaftliche Entwicklung war oft humorvoll und stellenweise herzerwärmend. Obgleich es zwischen Maeve und Liz leise knistert, sind romantische Empfindungen nur zu erahnen.
In den letzten Kapiteln steigt das Tempo signifikant an, die Zeit läuft, die Gefahren sind zu nah – es wird emotional und mitreißend. Bis ein – mMn – unbefriedigendes, zu schnelles Ende die Geschichte beendet.
Positiv möchte ich den Stil von Lily Braun-Arnold erwähnen, der einfach wunderbar zu lesen war und mich trotz meiner Kritik an der Geschichte durch die Seiten zog. Gefühlvoll, modern, mit passendem Zynismus und einem sarkastischen Unterton, sorgt die Autorin trotz aufwallender Beklemmung und Tristesse für unterhaltsame Lesestunden.

Dieses Buch ist keine übliche Dystopie, umfängt uns nicht mit der typisch drückenden, vorsichtheischenden Atmosphäre. Auch stehen weder Ereignisse noch Spannung im Vordergrund. Eher nehmen Liz „Wachsen“, ihre Gedanken den Fokus ein, die Frage, was Menschen bereit sind zu tun, wenn sie keinen Ausweg mehr sehen, ihnen nicht anderes übrig bleibt als zu kämpfen.
Lily Braun-Arnold thematisiert Freundschaft und Vergebung, appelliert daran, das Glück zu suchen, wenn auch die Welt untergeht. Die Schönheit im Schrecken zu finden.

„Es sieht schön aus. Ich bin jedes Mal überrascht, in diesen Tagen Schönheit zu finden. Die Ästhetik der Apokalypse ist nicht immer ansprechend, aber dieser Sonnenuntergang ist wunderschön. Pinterestwürdig. Eine Pinterest-Pinnwand zum Walduntergang.“

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Wunderschöne Verpackung, deren Inhalt zu wünschen übrig lässt.

Fatal Secrets
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„Fatal Secrets“ in der erste Dark-Romance aus der Feder von Sarah Saxx und kommt in einer wunderschönen Aufmachung daher.

Als Jaxon Ragsdale eines Nachts erfährt, dass seine Schwester von einer Party ...

„Fatal Secrets“ in der erste Dark-Romance aus der Feder von Sarah Saxx und kommt in einer wunderschönen Aufmachung daher.

Als Jaxon Ragsdale eines Nachts erfährt, dass seine Schwester von einer Party verschwunden und nicht mehr auffindbar ist, versucht er alles, um sie, endlich frei von sämtlichen Verdächtigungen seiner Person, ausfindig zu machen. Wie hätte er ahnen können, in welches tödliche Wespennest er sticht?
Erst seit wenigen Wochen in den Staaten, fällt die Französin Soléne plötzlich aus den Rosa Wolken, als sie Nachrichten aus der Heimat erhält, die in ihr nichts anderes als den Fluchtinstinkt auslösen. Hauptsache weg, weg von dem Mann, den sie glaubte zu lieben...

Abwechselnd verfolgen wir das Geschehen in der Gegenwart aus der Ich-Perspektive beider. So lernen wir den vor Wut rasenden Jaxon kennen, sind Teil seiner Versuche, die Unfähigkeit der Ermittelnden auf eigene Faust auszugleichen, bekommen einen Einblick in Solénes Leben und sind dabei, wenn sich ihre Wege auf unschöne Weise kreuzen. Nicht zum letzten Mal. Schon bald helfen sie einander, denn die junge Frau braucht Schutz und sie könnte diejenige sein, die Jaxon zu seiner Schwester führt – durch Abgründe und Gräuel. Höhen und Tiefen.

Saxx' Stil empfand ich als überraschend einfach und unspektakulär, sodass Gefühle und Spannung nur teilweise ihre Wirkung entfalten konnten. Sowohl der Story selbst als auch den Charakteren fehlte es an Tiefe, dafür konnte ich mich nicht des Eindrucks verwehren, dass irrelevante Szenen künstlich in die Länge gezogen wurden und hier und da der eigentliche Fokus verloren ging. Abgesehen von den berührenden, leider nie an Aktualität und Wahrheit verlierenden Themen, die die Grundlage des Romans bilden, von Entführung, Menschenhandel, Missbrauch und Demütigung, finden wir im ersten Band der Dilogie Blut und Tod, Verfolgung, Flucht und Rettung. Diese Ereignisse sorgen für Tempo, bringen die kurzweilige Story flott voran, während Ermittlungen und die Frage nach Carolines Verbleib, nach Romains Wahrheiten das Interesse gewissermaßen aufrechterhalten. Eher im Hintergrund blieben der Romance-Aspekt und die (romantische) Entwicklung. Prinzipiell für mich nicht schlecht, aber Knistern und greifbare Emotionen hätten dieser Dynamik deutlich mehr Authentizität verliehen.
Die einen oder anderen spannenden, aufregenden Sequenzen samt der von Misstrauen und Vorsicht durchzogenen Atmosphäre fand ich gut inszeniert, auch dem Schock, der Angst und Verzweiflung konnte ich mich nicht entziehen. Saxx beendet den Auftakt der Dilogie mit einem dramatischen Cliffhanger, der neugierig darauf macht, wie es in dem Alptraum, in dem sich Jaxon und Soléne befinden, weitergeht …

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Sehr gekonnter Mix aus Geheimnissen, Spannung und Romantik.

Kodiak Echoes – Hide me
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Nachdem die Software-Entwicklerin Brynn Callahan ein schweres Verbrechen aufgedeckt hat, taucht sie im Zeugenschutzprogramm unter. Ihre neue Identität führt sie nach Kodiak Island, Alaska. Genauer gesagt ...

Nachdem die Software-Entwicklerin Brynn Callahan ein schweres Verbrechen aufgedeckt hat, taucht sie im Zeugenschutzprogramm unter. Ihre neue Identität führt sie nach Kodiak Island, Alaska. Genauer gesagt in die beschauliche und äußerst gemütlich wirkende Kleinstadt Echo Cove. Doch was so soft und ruhig anmutet, entpuppt sich bald als Ort mit einer grauen Vergangenheit, voller menschlicher Abgründe.

Mit „Kodiak Echoes – Hide Me“ gelang Julia Pauss ein mitreißender Roman, in dem sich Romantik und Spannung angenehm die Waage halten. Während wir in die atmosphärische Kulisse eintauchen, dringen wir tiefer in die Geschichte von Echo Cove und in die Geheimnisse der BewohnerInnen ein.

Brynn, ihre Zweifel und inneren Kämpfe, wurden authentisch und nahbar dargelegt – die IT-lerin ist weder besonders mutig noch tapfer, ringt mit ihren Überzeugungen und ihren Gefühlen, sehnt sich danach, die Kontrolle über sich und ihr Leben zurückzugewinnen. Dafür schwillt in ihr ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, der sie auch in ihrem neuem zu Hause nicht loslässt.
Archer Flint, der seit einem Vorfall, der ein Jahrzehnt zurückliegt, von den eigenwilligen Einheimischen gemieden wird, ist ein verschlossener Wildhüter, einsam und nicht gewillt, Vorurteile und Gerüchte an sich heranzulassen. Beide kämpfen mit dem, was ihnen widerfahren ist, und vielleicht ist es das, was sie zueinander führt …

Brynn und Archer lernen sich langsam kennen, aus ihren Begegnungen entwickelt sich eine echte Dynamik, die von Respekt und Verständnis, von (Für)Sorge und Vertrauen geprägt wird. Nach und nach sieht sich Brynn in der Pflicht, den damaligen Ereignissen nachzugehen, für Archer. Für den Mann, den sie in ihm sieht. Doch die Erforschung dieses Cold Cases bietet allerhand Gefahren und Risiken, gibt es zu viele Menschen, die diesen Fall nicht erneut aufrollen wollen …

Pauss baut Stück für Stück Spannung auf, die sich wunderbar in die Wildnis Alaskas, in das starre, verschwiegene Echo Cove schmiegt. Neue Erkenntnisse und Entdeckungen sind sinnvoll platziert und Reaktionen und Konsequenzen nachvollziehbar inszeniert. Etliche Wendungen sorgen für Überraschungen, während die Autorin die LeserInnen gekonnt mit Hinweisen ködert, sie voll und ganz in die Story und das Netz aus Lügen zieht. Misstrauen und eine unterschwellige Gefahr, eine bedrohliche Stimmung begleiten das Geschehen, in dem die Romance authentisch mit fließt, ohne überdramatisiert und konstruiert zu wirken. Ebenso hervorragend gelang die Charakterzeichnung und die individuelle wie zwischenmenschliche Entwicklung. Dass einzelne Nebenfiguren samt deren Eigenheiten stärker herausgearbeitet wurden, gibt der Handlung, wie auch die aufgedeckten Geheimnisse, Griffigkeit.

Fazit: Ein spannender, durchdachter Roman, der mit Abwechslung und einer wunderschönen Kulisse, nahbaren Figuren und einer Fülle an Emotionen überzeugen kann.

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