Profilbild von Frigg

Frigg

Lesejury Star
offline

Frigg ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Frigg über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2025

Fehlgriff

Married into Magic: Deal with the Elf King
0

Mein König, mein König und siehst du nicht dort
die schlechte Romanze am düstern Ort? –
Mein Weib, mein Weib, ich seh’ es genau:
Die alten Klischees, sie tragen sie zur schau.

Ungefähr das kommt mir in ...

Mein König, mein König und siehst du nicht dort
die schlechte Romanze am düstern Ort? –
Mein Weib, mein Weib, ich seh’ es genau:
Die alten Klischees, sie tragen sie zur schau.

Ungefähr das kommt mir in den Sinn, wenn ich das Buch zusammenfassen müsste. Es bedient viele Klischees. Allen voran den Duft von Sandelholz, Moos und der Duft nach etwas Frischem, wie die Luft vor einem Sturm, erdig und berauschend. Da hat sich die Autorin nicht Lumpen lassen die auszugraben und ihren Erfindergeist freien Lauf zu lassen.
Männer duften eben grundsätzlich nur nach Sandelholz.

Aber auch sonst, strotzte das Buch nur so voller nicht gegebener Tiefe und Emotionen.
Stockholsyndrom ala Belle aus „Die Schöne und das Biest“ lässt grüßen und Persephone Vibes sprühen ebenfalls mit.

Luella ist als Protagonistin für mich sehr überdramatisierend und emotional nicht greifbar. Sie handelt von einer Szene zur nächsten Widersprüchlich und ich als Leser konnte die Gefühle, die dahinter stecken sollen einfach nicht nachvollziehen.

Die Szene mit Luke, ihrem besten Freund, ist dabei das Beste Beispiel. Zuerst handelt sie im negativen Sinne, dann setzt sie sich doch für ihn ein und dann ein paar Sätze später doch gegen ihn zu handeln.
Dann wird sie nicht müde zu betonen, dass sie von Männern ja nur manipuliert wird und als wäre ein ganz großes Trauma in ihrem Leben.
Das war drei Seiten zuvor und sie hat bisher nur mit Luke und dem Elfenkönig diese Erfahrung gemacht, beide hatten ihre Gründe und vor allem Lukes Grund empfinde ich nicht unbedingt als manipulieren und besitzergreifend, sondern sogar in ihrem Sinne. Aber er hat sie manipuliert und jetzt ist auch der Stein von seinem Geschenk ein ganz böser Stein.
Die Gründe vom Elfenkönig waren überlebenswichtig für sein Volk, was ich in dem Fall auch zu seinen Gunsten auslege, weil Madame keine drei Meter weiter denken möchte, kann und will.
Auch das Thema mit dem Stein war ein paar Seiten zuvor und wie viel Zeit verging? 5 Minuten? Eine Stunde?
Aber so wie Luella die Dinge dann erzählt, klingt es wie ein Trauma von vor zig Jahren und einfach übertrieben und überspitzt.

Konflikte werden ebenfalls überdramatisiert, dass man als Leser nur noch die Augen rollen kann.

Der Elfenkönig selbst ist ebenfalls eine sehr unnahbare Person geblieben. Es gab ein paar Sätze, wo vielleicht etwas Tiefe aus ihm herauskommen sollte oder Spannung, aber das war so schnell vorbei und er blieb dann in Luellas Perspektive ziemlich arrogant und abweisend.

Die Romantik oder Spice zwischen den beiden kam bei mir nicht an.

Die Welt selbst wird oberflächlich erklärt. Am Anfang hatte ich sogar das Gefühl, ich hätte einen Folgeband vor mir, weil alles sehr unklar war. Erst Stück für Stück kommt Licht ins Dunkel und wenn man als Leser seine Hirnzellen anstrengt, ist schon nach 150 Seiten klar, worauf das ganze hinaus läuft.

Die Charakterdynamik auch mit anderen Charakteren ist mehr als schwach umgesetzt und natürlich muss der Bruder vom König böse ihr gegenüber sein. Welch Überraschung.

Der Schreibstil ist im ganzen okay, doch das Buch hat nicht wirklich animiert weiter zu lesen. Nach knapp der Hälfte habe ich es abgebrochen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2025

Band 28

Ewig geliebt
0

Der zweite Teil von Rhage und Mary hat nicht mich so von den Socken gehauen, wie der erste Teil. Er war zäh, langatmig und Marys gefährliches Geheimnis ist nicht mal ansatzweise so gefährlich, wie es dargestellt ...

Der zweite Teil von Rhage und Mary hat nicht mich so von den Socken gehauen, wie der erste Teil. Er war zäh, langatmig und Marys gefährliches Geheimnis ist nicht mal ansatzweise so gefährlich, wie es dargestellt wird. Der Klappentext ist dramatischer als das Buch ist und würde ich nicht die nächsten Bände hinfiebern, würde ich die Reihe abbrechen mit diesem Band.
Denn es war so viel Drama versprochen worden. Grade Rhages Probleme, dass er keine Luft bekam, sich Mary nicht mehr so nahe fühlt und dass die Bestie eine Rolle spielt, schien so viel Tiefe zu bergen, die hier nicht erfüllt wurde.
Es gab kaum Spannung im zweiten Teil der Geschichte, da sich Mary und Rhage oft im Kreis drehten und viel mehr miteinander hätten sprechen müssen.
Ich hatte erwartet, dass eventuell das Thema aufkommt, dass sie sich trennen oder Rhage eine Vampirin zu Hilfe nehmen möchte für das Problem, aber nichts. Es lief auf einen Punkt hinaus, der absolut vorhersehbar war.
Lediglich Assail brachte als Nebenstrang mit dem Blutsklaven Markcus Spannung hinein und dass Zsadist sich dessen mit annimmt. Aber hier wurde auch nur kurze Szenen gezeigt und leider nicht die Sicht des Bruders, die mit Sicherheit noch mal eine neue Tiefe von ihm gebracht hätte.
Das Thema Xcor war hier tatsächlich nicht groß aufgebaut und Layla war zum Glück nur eine wirklich kleine Nebenrolle, doch auch hier bahnt sich das nächste Drama mit ihr und Xcor an. Tohrment scheint ebenfalls darin eine Rolle zu spielen und es ist hierbei schon offensichtlich, was das Geheimnis ist, was Layla herausgefunden hat.
Auf das Buch von ihr und Xcor freue ich mich so gar nicht, da ich sie als sehr nervigen Charakter empfinde und keine Sympathie zu ihr habe.
Das Ende fand ich etwas abrupt und ich hätte mir vor allem mit dem Thema Trauerverarbeitung noch etwas mehr Zeit gewünscht. Für mich hat Bitty eine nicht nachvollziehbare 180 Grad Wendung gemacht. Von einem stillen Kind wurde sie plötzlich so aufgeschlossen, als wäre nie etwas passiert. Es gab nur wenige Momente der Trauer und das erschien mir sehr knapp.
Dazu sehe ich Bitty als sehr kleines Mädchen und nicht wie eine halbe Teenagerin.
Süß ist dabei Rhages Beschützerinstinkt gewesen und dass er sofort meinte, dass sie sich nie mit einem Vampir vereinigen würde. Das war niedlich.

Ansonsten bot das Buch eben wenig Spannung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.03.2025

Band 27

Krieger im Schatten
0

Schon seit mehreren Bänden geht es in Black Dagger nicht mehr nur um die Lesser und Omega, sondern auch um Intrigen und zwischenmenschliche Gefühle, Wünsche, Ängste und Weiterentwicklung der Charaktere.

„Krieger ...

Schon seit mehreren Bänden geht es in Black Dagger nicht mehr nur um die Lesser und Omega, sondern auch um Intrigen und zwischenmenschliche Gefühle, Wünsche, Ängste und Weiterentwicklung der Charaktere.

„Krieger im Schatten“ beginnt direkt spannend und actionreich. Schon im vorherigen Band kündigte sich an, dass Rhage und Mary ihren zweiten Teil bekommen. Rhage hat deutliche Probleme und es wird nicht besser, als V dafür sorgt, dass er kopflos in den Kampf rennt.

Schon auf den ersten Seiten habe ich Tränen in den Augen gehabt, als es um meinen Lieblingscharakter ging. Die ersten hundert Seiten vergingen wie im Flug. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Es gab kaum eine Atempause.
Im Fokus der Story stehen vor allem die Beziehungsprobleme von Rhage und Mary. Dem Krieger wird klar, dass er nicht nur eine Bestie hat, die einen gefährlich Ausbruch hatte, sondern dass in ihrer Beziehung etwas fehlt.
Unabhängig voneinander stoßen sie auf das Problem.

Eigentlich sehe ich die beiden in einer starken, gefestigten Beziehung. Rhage trägt Mary auf Handy und ist so zärtlich zu ihr, dass einem das Herz wegschmilzt.
Umso herzzerreißender ist es, dass beide miteinander nicht über die Probleme sprechen wollen und können und gleichzeitig die Nähe des anderen suchen.
Die Szenen, in denen sie sich nahe sind, sind einfach zärtlich und berührend. Dazu kommen die witzigen Momente mit den anderen Brüdern, die sich gegenseitig auf den Arm nehmen, Sprüche klopfen und füreinander da sind.

Ein weiterer sehr guter Aspekt in der Story ist, dass wir mehr über die Bestie erfahren, die Rhage beherbergt, sie einen Namen hat und wie sie genau aussieht.
Es gib noch viele weitere Momente voller Zärtlichkeiten und Liebe, die nicht nur Mary vorbehalten sind. Es ist niedlich, wie er versucht zurückhaltend zu sein und seine Unsicherheiten hervor kommen.

Neben Rhage und Mary werden auch die anderen Handlungsstränge weiter verknüpft und bilden die Basis für die kommenden Bücher. Xcor und Assail sind inzwischen fester Bestandteil der Bücher. Besonders Assail entwickelt sich zu einem interessanten Charakter, dessen innere Dämonen auf jeden Fall noch für Spannung sorgen werden.

Mein größter Kritikpunkt ist jedoch, dass ich die beiden Protagonisten nie in der Rolle gesehen habe, auf die es sich zubewegt. Für mich macht es den Anschein einer Art „Gruppenzwang“, dass auch sie als Paar diesen Weg gehen müssten und das nur dieser Weg völliges Glück in der Beziehung bedeuten würde.
Gleichzeitig geht die Autorin damit ein Thema an mit dem auch viele andere Paare zu kämpfen haben.


Der erste Teil der Story ist einfach nur unglaublich gut, bewegend und was fürs Herz.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.01.2025

Wichtige Lektüre

Einsatz am Limit
0

Luis Teichmann ist seit Jahren im Rettungsdienst tätig und ich kenne ihn von diversen kurzen Videos von Instagramm oder Youtube.
In den Videos bekommt man schon einen guten Einblick in den Alltag des Rettungsdienstes ...

Luis Teichmann ist seit Jahren im Rettungsdienst tätig und ich kenne ihn von diversen kurzen Videos von Instagramm oder Youtube.
In den Videos bekommt man schon einen guten Einblick in den Alltag des Rettungsdienstes und mit den Problemen, die nicht nur Patienten mit sich bringen. Er bringt die Herausforderung des Alltags näher und zeigt auch Bagatelleinsätze, die psychische Belastung, Übergriffe und die Probleme in der internen Hierarchie durch falsche Einarbeitung und Vorgesetzte

Die Eindrücke in diesem Hörbuch sind ungeschönt und echt. Luis Teichmann lässt dabei nichts aus, um zu zeigen, dass das System viele Fehler hat und an den falschen Stellen gespart wird.
Dabei beschreibt er verschiedene Optionen zur Verbesserungen im System und das vor allem Digitalisierung dringend nötig ist.
Die Probleme sind auch besonders während der Corona Zeit deutlich geworden, wo mehrere Krankenhäuser angefahren werden mussten, um einen Patienten unterzubringen und der Rettungsdienst sich überlegen musste, was man tun kann, um das zu vermeiden.
Das Buch ist nicht nur interessant über das Thema Rettungsdienst, sondern auch ein Weckruf für die Gesellschaft und den Stellen, die die Macht haben etwas zu ändern.

Ein großes Manko ist jedoch die Vertonung des Hörbuches. Die Stimme war an vielen Stellen trocken und so monoton einschläfernd, wie in einer 90iger Jahre Dokumentation, die man sich auf alten Fernsehern in der Schule antun muss.
Natürlich ist es schwer etwas sachliches spannend vorzutragen, doch das sorgte dafür, dass es an vielen Stellen sehr trocken und zäh wurde, wo es wichtiger war, dass der Zuhörer dabei blieb.

Dennoch ist es ein wichtiges Buch mit bleibenden Eindruck und viel Realität, die man oft nicht erwartet. Es zeigt, wie dringend Veränderungen vorgenommen werden müssen, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern und die Versorgung von Patienten zu sichern.
Ein Buch, was hoffentlich, viele zum umdenken bewegt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 11.01.2025

Band 1 des Spin offs

Kuss der Dämmerung
0

Black Dagger Legacy ist ein Spin off zur Hauptreihe. Man sollte die Reihe auf jeden Fall lesen, wenn man die vorherigen Bände auch kennt. Dieser Band spielt direkt nach den Geschehnissen von Band 26.
Statt ...

Black Dagger Legacy ist ein Spin off zur Hauptreihe. Man sollte die Reihe auf jeden Fall lesen, wenn man die vorherigen Bände auch kennt. Dieser Band spielt direkt nach den Geschehnissen von Band 26.
Statt jedoch die Brüder in der Hauptrolle zu sehen, bekommen wir als Hauptcharaktere die neuen Rekruten aus dem Trainingsprogramm. Einige von ihnen sind bereits in den Hauptreihen als Nebencharaktere aufgetreten und konnten uns schon mit ihrer Sichtweise beehren.
So ist Paradise kein unbekanntes Blatt mehr und Craeg hatte ebenfalls schon einen kurzen Gastauftritt.

In diesem Buch haben wir also die Hauptsicht von Craeg und Paradise, sowie Butch und Marissa.
Paradise ist die Tochter von Wraths obersten Berater und stammt aus der Glymera. Damit ist sie eine Tochter von Wert und das Kämpfen zu lernen, gehört nicht dazu.

Craeg dagegen gehört dem normalen Volk an und hat seine eigenen Ambitionen am Trainingsprogramm teilzunehmen. Dabei ist er auf die Glymera nicht besonders gut zu sprechen.

Butch und Marissa ist kein neues Pärchen, doch diesmal sehen wir, wie es nach ihrem Happy End weiter geht und das ein glückliches Ende nicht immer bis in alle Ewigkeit anhält.
Es gibt Beziehungsprobleme, Missverständnisse, Ängste, Sorgen und die Chance alles besser zu machen.
Das ist ein sehr schöner Nebenstrang in diesem Buch, der auch zeigt, dass nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, sondern Beziehungen gepflegt und gehegt werden müssen, um zu wachsen und weiterzukommen, wenn es Probleme gibt. Es gibt dabei nicht wenige Probleme, die zwischen der Aristokratin und ihrem Hellren stehen.
Es ist also auch eine kleine Fortsetzung ihrer Geschichte.
Vor allem Butchs Können als ehemaliger Cop findet hier seine Widerauferstehung. Denn Marissa hat eine misshandelte Vampirin gefunden und es gilt den Täter zu finden.
Dabei gibt es immer wieder kleine Hinweise und Puzzlestücke, die sich langsam ineinander fügen. Besonders ein Puzzleteil grenzt den Täterkreis schnell ein.

J. R. Ward schreibt hier nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern nimmt dabei Themen aus dem Alltag auf, wie Standesunterschiede, Vorurteile und auch psychische Probleme werden aufgegriffen.
Sie schafft dabei einen interessanten Handlungsrahmen und gibt uns als Leser immer wieder wundervolle Charaktere mit an die Hand, sowie das Wiedersehen mit den bekannten Charakteren.
Immer wieder begeistert mich der familiäre Zusammenhalt der Bruderschaft und wie eng alle zusammenhalten und sich blind Vertrauen.

Ein weiteres Highlight hier ist der gefallene Engel Lassiter, der immer wieder einen Spruch auf Lager hat und seine Witze macht. An einer Stelle beim Aufnahmeprogramm musste ich sehr herzlich lachen bei der Beschreibung seines Auftrittes.

Es gibt einige Vorwürfe, dass das Buch viel Werbung enthält, aber ich muss sagen, dass ich es in einem früheren Band schlimmer und nerviger fand, als dass es jetzt der Fall ist. Zumal die Nennung realer Marken einen angenehmen Bezug zu unserer Alltagswelt schafft und man vielleicht auch genannte Filme oder Serien selbst kennt und sich damit den Charakteren näher fühlen kann.

Auch das Schema ist nichts Neues und das Trope wird nur wieder neu gewürfelt und verpackt. Dazu kommen spannende Aspekte, die mehr Einblick in die Welt der Black Dagger bietet, wie den Aufnahmetest und dass wir Einblick in die normale Schicht der Vampire bekommen, ist spannend. Denn bisher war die Glymera sehr im Fokus. Vor allem spürt man auch die Veränderung in den Reihen, dass der Stillstand, der die Vampirgesellschaft gefangen gehalten hat, aufhört und alles ins Rollen kommt.

Mit diesem Spin Off öffnet J. R. Ward eine neue Generation für die Bruderschaft und vielen Veränderung, um die Vampirrasse zu retten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere