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Veröffentlicht am 17.03.2025

Glücklich

Du hast ein Recht darauf, glücklich zu sein
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Ein Reisebereicht über das Thema glücklich sein.
Statt den Jakobsweg wie Harpe Kerkeling zu gehen, hat Nicole einen Roadtrip gemacht und berichtet in diesem Buch von ihren Erfahrungen, Gedanken und Erlebnisse ...

Ein Reisebereicht über das Thema glücklich sein.
Statt den Jakobsweg wie Harpe Kerkeling zu gehen, hat Nicole einen Roadtrip gemacht und berichtet in diesem Buch von ihren Erfahrungen, Gedanken und Erlebnisse mit anderen Menschen.
Vor allem wie es ist als mehrgewichtiger Mensch unterwegs zu sein und von anderen grundlos beleidigt zu werden.
Dieses Buch ist eine Umarmung für alle, die mit dem Leben kämpfen, struggeln und das Gefühl haben, es geht nicht voran.
Das Buch ist eine Achterbahn der Gefühle und mehr als einmal saß ich mit Tränen in den Augen da und habe all das gefühlt, wovon sie berichtet hat. Wut, Enttäuschung, Verzweiflung, Angst…
Es ist kein Ratgeber zum glücklich sein und es gibt am Ende auch keine große Offenbarung, wie das Glück funktioniert. Wer mit dieser Erwartung an das Buch geht, ist hier falsch und man muss als Leser oder Hörer damit rechnen, dass der Tonfall auch etwas derber wird.
Er ist ungeschönt und kein „alles ist happy und die Welt ist ein rosa Ponyhof“. Man sollte mit der Wahrheit, wie Menschen sich gegen andere benehmen, die nicht der Norm entsprechen, klar kommen können.
Beschimpfungen sind dabei noch das harmloseste.
Doch es gibt auch wunderbare Momente, die einen das Herz wärmen, tolle Begegnungen und Gedanken, die Nicole hier mitteilt.
Einige Sätze aus dem Buch, sind einfach sehr schön. „Es endet mit uns...es ist okay, nicht okay zu sein...Entspannung ist für jeden und jeden Körper.“

Nicole ist während des ganzen Buches authentisch und nahbar als Mensch. Leider ist das Buch sehr kurzweilig und schnell durch und so schwer das Thema auch ist, möchte ich am liebsten noch mehr hören.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Fehlgriff

Married into Magic: Deal with the Elf King
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Mein König, mein König und siehst du nicht dort
die schlechte Romanze am düstern Ort? –
Mein Weib, mein Weib, ich seh’ es genau:
Die alten Klischees, sie tragen sie zur schau.

Ungefähr das kommt mir in ...

Mein König, mein König und siehst du nicht dort
die schlechte Romanze am düstern Ort? –
Mein Weib, mein Weib, ich seh’ es genau:
Die alten Klischees, sie tragen sie zur schau.

Ungefähr das kommt mir in den Sinn, wenn ich das Buch zusammenfassen müsste. Es bedient viele Klischees. Allen voran den Duft von Sandelholz, Moos und der Duft nach etwas Frischem, wie die Luft vor einem Sturm, erdig und berauschend. Da hat sich die Autorin nicht Lumpen lassen die auszugraben und ihren Erfindergeist freien Lauf zu lassen.
Männer duften eben grundsätzlich nur nach Sandelholz.

Aber auch sonst, strotzte das Buch nur so voller nicht gegebener Tiefe und Emotionen.
Stockholsyndrom ala Belle aus „Die Schöne und das Biest“ lässt grüßen und Persephone Vibes sprühen ebenfalls mit.

Luella ist als Protagonistin für mich sehr überdramatisierend und emotional nicht greifbar. Sie handelt von einer Szene zur nächsten Widersprüchlich und ich als Leser konnte die Gefühle, die dahinter stecken sollen einfach nicht nachvollziehen.

Die Szene mit Luke, ihrem besten Freund, ist dabei das Beste Beispiel. Zuerst handelt sie im negativen Sinne, dann setzt sie sich doch für ihn ein und dann ein paar Sätze später doch gegen ihn zu handeln.
Dann wird sie nicht müde zu betonen, dass sie von Männern ja nur manipuliert wird und als wäre ein ganz großes Trauma in ihrem Leben.
Das war drei Seiten zuvor und sie hat bisher nur mit Luke und dem Elfenkönig diese Erfahrung gemacht, beide hatten ihre Gründe und vor allem Lukes Grund empfinde ich nicht unbedingt als manipulieren und besitzergreifend, sondern sogar in ihrem Sinne. Aber er hat sie manipuliert und jetzt ist auch der Stein von seinem Geschenk ein ganz böser Stein.
Die Gründe vom Elfenkönig waren überlebenswichtig für sein Volk, was ich in dem Fall auch zu seinen Gunsten auslege, weil Madame keine drei Meter weiter denken möchte, kann und will.
Auch das Thema mit dem Stein war ein paar Seiten zuvor und wie viel Zeit verging? 5 Minuten? Eine Stunde?
Aber so wie Luella die Dinge dann erzählt, klingt es wie ein Trauma von vor zig Jahren und einfach übertrieben und überspitzt.

Konflikte werden ebenfalls überdramatisiert, dass man als Leser nur noch die Augen rollen kann.

Der Elfenkönig selbst ist ebenfalls eine sehr unnahbare Person geblieben. Es gab ein paar Sätze, wo vielleicht etwas Tiefe aus ihm herauskommen sollte oder Spannung, aber das war so schnell vorbei und er blieb dann in Luellas Perspektive ziemlich arrogant und abweisend.

Die Romantik oder Spice zwischen den beiden kam bei mir nicht an.

Die Welt selbst wird oberflächlich erklärt. Am Anfang hatte ich sogar das Gefühl, ich hätte einen Folgeband vor mir, weil alles sehr unklar war. Erst Stück für Stück kommt Licht ins Dunkel und wenn man als Leser seine Hirnzellen anstrengt, ist schon nach 150 Seiten klar, worauf das ganze hinaus läuft.

Die Charakterdynamik auch mit anderen Charakteren ist mehr als schwach umgesetzt und natürlich muss der Bruder vom König böse ihr gegenüber sein. Welch Überraschung.

Der Schreibstil ist im ganzen okay, doch das Buch hat nicht wirklich animiert weiter zu lesen. Nach knapp der Hälfte habe ich es abgebrochen.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Band 28

Ewig geliebt
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Der zweite Teil von Rhage und Mary hat nicht mich so von den Socken gehauen, wie der erste Teil. Er war zäh, langatmig und Marys gefährliches Geheimnis ist nicht mal ansatzweise so gefährlich, wie es dargestellt ...

Der zweite Teil von Rhage und Mary hat nicht mich so von den Socken gehauen, wie der erste Teil. Er war zäh, langatmig und Marys gefährliches Geheimnis ist nicht mal ansatzweise so gefährlich, wie es dargestellt wird. Der Klappentext ist dramatischer als das Buch ist und würde ich nicht die nächsten Bände hinfiebern, würde ich die Reihe abbrechen mit diesem Band.
Denn es war so viel Drama versprochen worden. Grade Rhages Probleme, dass er keine Luft bekam, sich Mary nicht mehr so nahe fühlt und dass die Bestie eine Rolle spielt, schien so viel Tiefe zu bergen, die hier nicht erfüllt wurde.
Es gab kaum Spannung im zweiten Teil der Geschichte, da sich Mary und Rhage oft im Kreis drehten und viel mehr miteinander hätten sprechen müssen.
Ich hatte erwartet, dass eventuell das Thema aufkommt, dass sie sich trennen oder Rhage eine Vampirin zu Hilfe nehmen möchte für das Problem, aber nichts. Es lief auf einen Punkt hinaus, der absolut vorhersehbar war.
Lediglich Assail brachte als Nebenstrang mit dem Blutsklaven Markcus Spannung hinein und dass Zsadist sich dessen mit annimmt. Aber hier wurde auch nur kurze Szenen gezeigt und leider nicht die Sicht des Bruders, die mit Sicherheit noch mal eine neue Tiefe von ihm gebracht hätte.
Das Thema Xcor war hier tatsächlich nicht groß aufgebaut und Layla war zum Glück nur eine wirklich kleine Nebenrolle, doch auch hier bahnt sich das nächste Drama mit ihr und Xcor an. Tohrment scheint ebenfalls darin eine Rolle zu spielen und es ist hierbei schon offensichtlich, was das Geheimnis ist, was Layla herausgefunden hat.
Auf das Buch von ihr und Xcor freue ich mich so gar nicht, da ich sie als sehr nervigen Charakter empfinde und keine Sympathie zu ihr habe.
Das Ende fand ich etwas abrupt und ich hätte mir vor allem mit dem Thema Trauerverarbeitung noch etwas mehr Zeit gewünscht. Für mich hat Bitty eine nicht nachvollziehbare 180 Grad Wendung gemacht. Von einem stillen Kind wurde sie plötzlich so aufgeschlossen, als wäre nie etwas passiert. Es gab nur wenige Momente der Trauer und das erschien mir sehr knapp.
Dazu sehe ich Bitty als sehr kleines Mädchen und nicht wie eine halbe Teenagerin.
Süß ist dabei Rhages Beschützerinstinkt gewesen und dass er sofort meinte, dass sie sich nie mit einem Vampir vereinigen würde. Das war niedlich.

Ansonsten bot das Buch eben wenig Spannung.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Band 27

Krieger im Schatten
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Schon seit mehreren Bänden geht es in Black Dagger nicht mehr nur um die Lesser und Omega, sondern auch um Intrigen und zwischenmenschliche Gefühle, Wünsche, Ängste und Weiterentwicklung der Charaktere.

„Krieger ...

Schon seit mehreren Bänden geht es in Black Dagger nicht mehr nur um die Lesser und Omega, sondern auch um Intrigen und zwischenmenschliche Gefühle, Wünsche, Ängste und Weiterentwicklung der Charaktere.

„Krieger im Schatten“ beginnt direkt spannend und actionreich. Schon im vorherigen Band kündigte sich an, dass Rhage und Mary ihren zweiten Teil bekommen. Rhage hat deutliche Probleme und es wird nicht besser, als V dafür sorgt, dass er kopflos in den Kampf rennt.

Schon auf den ersten Seiten habe ich Tränen in den Augen gehabt, als es um meinen Lieblingscharakter ging. Die ersten hundert Seiten vergingen wie im Flug. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Es gab kaum eine Atempause.
Im Fokus der Story stehen vor allem die Beziehungsprobleme von Rhage und Mary. Dem Krieger wird klar, dass er nicht nur eine Bestie hat, die einen gefährlich Ausbruch hatte, sondern dass in ihrer Beziehung etwas fehlt.
Unabhängig voneinander stoßen sie auf das Problem.

Eigentlich sehe ich die beiden in einer starken, gefestigten Beziehung. Rhage trägt Mary auf Handy und ist so zärtlich zu ihr, dass einem das Herz wegschmilzt.
Umso herzzerreißender ist es, dass beide miteinander nicht über die Probleme sprechen wollen und können und gleichzeitig die Nähe des anderen suchen.
Die Szenen, in denen sie sich nahe sind, sind einfach zärtlich und berührend. Dazu kommen die witzigen Momente mit den anderen Brüdern, die sich gegenseitig auf den Arm nehmen, Sprüche klopfen und füreinander da sind.

Ein weiterer sehr guter Aspekt in der Story ist, dass wir mehr über die Bestie erfahren, die Rhage beherbergt, sie einen Namen hat und wie sie genau aussieht.
Es gib noch viele weitere Momente voller Zärtlichkeiten und Liebe, die nicht nur Mary vorbehalten sind. Es ist niedlich, wie er versucht zurückhaltend zu sein und seine Unsicherheiten hervor kommen.

Neben Rhage und Mary werden auch die anderen Handlungsstränge weiter verknüpft und bilden die Basis für die kommenden Bücher. Xcor und Assail sind inzwischen fester Bestandteil der Bücher. Besonders Assail entwickelt sich zu einem interessanten Charakter, dessen innere Dämonen auf jeden Fall noch für Spannung sorgen werden.

Mein größter Kritikpunkt ist jedoch, dass ich die beiden Protagonisten nie in der Rolle gesehen habe, auf die es sich zubewegt. Für mich macht es den Anschein einer Art „Gruppenzwang“, dass auch sie als Paar diesen Weg gehen müssten und das nur dieser Weg völliges Glück in der Beziehung bedeuten würde.
Gleichzeitig geht die Autorin damit ein Thema an mit dem auch viele andere Paare zu kämpfen haben.


Der erste Teil der Story ist einfach nur unglaublich gut, bewegend und was fürs Herz.

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Veröffentlicht am 27.01.2025

Wichtige Lektüre

Einsatz am Limit
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Luis Teichmann ist seit Jahren im Rettungsdienst tätig und ich kenne ihn von diversen kurzen Videos von Instagramm oder Youtube.
In den Videos bekommt man schon einen guten Einblick in den Alltag des Rettungsdienstes ...

Luis Teichmann ist seit Jahren im Rettungsdienst tätig und ich kenne ihn von diversen kurzen Videos von Instagramm oder Youtube.
In den Videos bekommt man schon einen guten Einblick in den Alltag des Rettungsdienstes und mit den Problemen, die nicht nur Patienten mit sich bringen. Er bringt die Herausforderung des Alltags näher und zeigt auch Bagatelleinsätze, die psychische Belastung, Übergriffe und die Probleme in der internen Hierarchie durch falsche Einarbeitung und Vorgesetzte

Die Eindrücke in diesem Hörbuch sind ungeschönt und echt. Luis Teichmann lässt dabei nichts aus, um zu zeigen, dass das System viele Fehler hat und an den falschen Stellen gespart wird.
Dabei beschreibt er verschiedene Optionen zur Verbesserungen im System und das vor allem Digitalisierung dringend nötig ist.
Die Probleme sind auch besonders während der Corona Zeit deutlich geworden, wo mehrere Krankenhäuser angefahren werden mussten, um einen Patienten unterzubringen und der Rettungsdienst sich überlegen musste, was man tun kann, um das zu vermeiden.
Das Buch ist nicht nur interessant über das Thema Rettungsdienst, sondern auch ein Weckruf für die Gesellschaft und den Stellen, die die Macht haben etwas zu ändern.

Ein großes Manko ist jedoch die Vertonung des Hörbuches. Die Stimme war an vielen Stellen trocken und so monoton einschläfernd, wie in einer 90iger Jahre Dokumentation, die man sich auf alten Fernsehern in der Schule antun muss.
Natürlich ist es schwer etwas sachliches spannend vorzutragen, doch das sorgte dafür, dass es an vielen Stellen sehr trocken und zäh wurde, wo es wichtiger war, dass der Zuhörer dabei blieb.

Dennoch ist es ein wichtiges Buch mit bleibenden Eindruck und viel Realität, die man oft nicht erwartet. Es zeigt, wie dringend Veränderungen vorgenommen werden müssen, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern und die Versorgung von Patienten zu sichern.
Ein Buch, was hoffentlich, viele zum umdenken bewegt.

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