"Mich in Bowen zu verlieben bedeutet, dass […] alles sehr viel schwerer sein wird. Es ist ein törichtes Unterfangen, ein Spiel, bei dem ich nur verlieren kann. Vielleicht habe ich bereits verloren."
Enemies ...
"Mich in Bowen zu verlieben bedeutet, dass […] alles sehr viel schwerer sein wird. Es ist ein törichtes Unterfangen, ein Spiel, bei dem ich nur verlieren kann. Vielleicht habe ich bereits verloren."
Enemies to Lovers auf hoher See? Say no more! Mehr brauchte ich vorab nicht zu wissen - ich war absolut hooked und wollte die Story um Evelyn & Bowen, aus deren beider Perspektive erzählt wird, unbedingt lesen.
On paper hatte das fantastische Abenteuer unheimlich viel Potential. I mean … Piraten, Magie, der unendliche Ozean einer mystischen Zwischenwelt … das nenne ich mal einen höchst außergewöhnlichen Mix!
Aber: Leider ist der Funke bei mir nicht übergesprungen, was ich unfassbar schade fand. - Der Schreibstil war einfach nicht mein Geschmack. Speziell die Wortwahl in manchen Dialogen (oder Spice-Szenen) fühlte sich für mich eher grob als sinnlich an. Und: Es tut mir von Herzen leid … aber die gegenderte Sprache las sich zum Teil einfach anstrengend. - Ist wichtig und richtig, I know - also steinigt mich bitte nicht, aber Fakt ist: für meinen persönlichen Lesegeschmack liest sich das schlichtweg nicht schön.
Ich konnte zu keiner der Figuren eine wirkliche Herzensnähe aufbauen, was mich letztlich immer wieder aus der Geschichte herausgerissen hat, leider. Das erhofft-feurige Prickeln, die Chemistry zwischen den beiden Hauptprotas las sich blass, überhaupt blieben beide farblose Charaktere für mich.
Was ich hingegen gerne mochte:
♡ die kreative Grundidee
♡ den stark ausgeprägten Diversitäts-Aspekt in der Handlung (nicht: Sprache)
♡ Evelyns Erinnerungen an ihre Oma "Bunny"
Bitte beachtet die Triggerwarnung.
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Für Fans von modernen, expliziten Romantasy-Werken mit düster-magischem Setting wird dieser Reihenstart gewiss ein unterhaltsamer Read sein. Für mich persönlich war es leider nicht das richtige Buch - manchmal passen Leser:in und Geschichte einfach nicht zusammen. Und auch das darf okay sein.
Dieses wunderhübsche Werk hatte mich - trotz Nichtkenntnis des Vorgängerbandes -, thematisch dermaßen angelacht, dass ich mein Glück kaum fassen konnte, als es bei mir einziehen durfte. Ich freute mich ...
Dieses wunderhübsche Werk hatte mich - trotz Nichtkenntnis des Vorgängerbandes -, thematisch dermaßen angelacht, dass ich mein Glück kaum fassen konnte, als es bei mir einziehen durfte. Ich freute mich riesig!!
Magie, Herzschmerz, gefährliche Nähe - "Shadows of Perl" bringt genau das mit: düstere Mächte, eine geheime Akademie, eine verbotene Liebe - und mittendrin Quell, die junge Magierin, deren Kräfte ebenso gefürchtet wie faszinierend sind.
Das Worldbuilding habe ich als EXTREM komplex empfunden. Ohne den enorm hilfreichen Anhang (Begriffslexikon, Geschichten der verschiedenen Häuser) hätte ich es definitiv nicht gepackt - es ist eine ganz eigene Welt, in der man komplett versinken kann. Leider hatte ich aufgrund des ständigen Nachblätterns oft das Gefühl, mehr zu beobachten als zu fühlen. (Mega schade, insbesondere was den Romance-Aspekt betrifft, der so viel Potential hatte - denn eigentlich bedeutet Enemies to Lovers für mich: 99,9%ige Highlight-Garantie. Hier blieb das Ganze jedoch eher unterkühlt.)
Nach der Lektüre bin ich zwar noch immer begeistert von der traumhaft schönen Gestaltung des edlen Hardcovers (- auch die Charakterkarte gehört zu den bezauberndsten, die ich je gesehen habe), aber … eine tiefere Bindung zu den Figuren ist für mich essenziell … ohne wahren Bezug zu den Protas wird es schwierig.
Was mir hingegen super gefallen hat:
♡ die wirklich ungemein kreative Grundidee
♡ die gut durchdachten Magiekonzepte und Begriffe - Detailreichtum pur!
♡ die düstere, elitäre Stimmung
Eigentlich liegen mir Quereinstiege, aber wer weiß … Vielleicht hätte ich das Buch nochmal anders empfunden, hätte ich tatsächlich mit "House of Marionne" begonnen.
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: In puncto Ausstattungsdetails und Grundidee ein Highlight, nur emotional bin ich leider nie ganz angekommen. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus für Fans von (Forbidden) Magic, Geheimnissen & Intrigen, verbotener Liebe und dunklen Fantasy-Vibes.
Ich habe im Laufe der Jahre nun schon mehrere historische Romane aus der Feder von Michelle Marly gelesen (insbesondere ihre Romanbiografie "Romy und der Weg nach Paris" hatte ich geliebt), daher wusste ...
Ich habe im Laufe der Jahre nun schon mehrere historische Romane aus der Feder von Michelle Marly gelesen (insbesondere ihre Romanbiografie "Romy und der Weg nach Paris" hatte ich geliebt), daher wusste ich im Vorfeld, dass der Schreibstil mir sehr wahrscheinlich zusagen würde.
Der Inhalt klang vielversprechend:
♡ eine Undercover-Mission gegen Ende des 19. Jahrhunderts,
♡ im Fokus: pensionierte Künstler:innen sowie eine junge Krankenschwester - interessant auch im Hinblick auf die Rollenverteilung in der Gesellschaft,
♡ Setting: die charmante und kulturell ansprechende Stadt Weimar - Heimat von Johann Wolfgang von Goethe, dessen Figur in "Die Leiden des jungen Werther" Lotte ihren Namen verdankt.
Was mir nicht gefallen hat - wobei dies keineswegs der Autorin anzulasten ist: Der Klappentext nimmt zu viel Information vorweg. Meiner Meinung nach hätte beispielsweise der Tod Marie Seebachs darin überhaupt nicht erwähnt werden müssen, da er sich erst ziemlich spät in der Handlung ereignet und somit ein wichtiges Spannungselement der Story direkt zunichte gemacht wird.
Weiterhin haderte ich ein wenig mit der Vielzahl an Perspektiven. Von der alternden Diva (und Auftraggeberin) Marie und ihrer Pflegerin Lotte war ich ausgegangen, doch hinzu kamen auch die Sichtweisen von Thea, Dorothee, Bernhard … Mir wären maximal zwei Perspektiven lieber gewesen, aber das ist natürlich Geschmackssache. Die Figuren waren technisch gut ausgearbeitet, gekonnt vermischt die Autorin Fakten mit Fiktion.
Die zart aufkeimende Romanze und die atmosphärischen Beschreibungen ließen die eigentliche Story - die Aufklärung der Geschehnisse in der Villa - für mich in den Hintergrund rücken. Dafür war das Ende kein übertriebener Zuckerguss, sondern überzeugte durch eine realistische Entwicklung.
Mein liebstes Zitat:
»[…] Im Gespräch findet man schneller eine Lösung als im einsamen Nachdenken.«
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Solider, gut recherchierter historischer Roman - von mir gibt es eine Empfehlung für Fans des Genres und Weimar-Begeisterte.
Der für mich erste Band der Dork-Diaries-Reihe (mit peppigem knallpinken Farbschnitt) hat mich ein ums andere Mal schmunzeln und an meine eigenen frühen Teenie-Jahre zurückdenken lassen … das waren noch ...
Der für mich erste Band der Dork-Diaries-Reihe (mit peppigem knallpinken Farbschnitt) hat mich ein ums andere Mal schmunzeln und an meine eigenen frühen Teenie-Jahre zurückdenken lassen … das waren noch Zeiten!
Zunächst einmal der große Aha-Moment für mich: Der gesamte Innteil des Romans ist tatsächlich wie ein Tagebuch gestaltet. Eine coole Idee! Gut lesbare Schreibschrift auf Linienpapier, super niedliche Schwarz-Weiß-Comicbilder auf beinahe jeder Doppelseite - so fliegen die immerhin fast 340 Seiten locker dahin. … was ich für junge Bücherwürmer durchaus als einen stattlichen Umfang betrachte. Apropos: Das vom Verlag empfohlene Lesealter (10 Jahre) passt in meinen Augen perfekt. Aufgrund der sehr, seeeehr jungen Ausdrucksweise würden ältere Leser:innen es wahrscheinlich als zu kindisch bzw. übertrieben empfinden.
Die elementaren Themen: Ein außer Kontrolle geratener Klopapier-Streich, erste Verliebtheit/Schwärmerei/Eifersüchteleien (Stichwort: Brandon), Drama mit der Schulzicke und freundschaftlicher Zusammenhalt.
Was mir enorm gut gefallen hat: Beim Wahrheit-oder-Pflicht-Spiel steht Nikki dazu, sich ihrer Pflicht-Aufgabe nicht stellen zu wollen und möchte lieber als feiges Huhn gelten, als sich gröberen Ärger einzuhandeln - und wird von ihren Freundinnen in dieser Haltung bestärkt (statt verurteilt). Was für eine wunderbare, starke Message! Wahre Freunde setzen dich nicht unter Druck, stacheln dich nicht zu etwas an, was negative Folgen für dich haben könnte.
Kreativ und witzig - das gilt sowohl für den Schreibstil der Autorin als auch für Nikkis Antworten an all die Ratsuchenden, die sich per Brief an ihre Miss-Schlauberger-Kolumne wenden. Die Anliegen reichen von Verknalltsein in einen Star über heimliche Hobbys bis hin zu Mobbing-Erlebnissen. (Idaho-Girl tat mir so leid!) Glücklicherweise findet Nikki stets die richtigen Worte … weshalb die Ratgeber-Kolumne gigantische Ausmaße annimmt - die Kummerkästen quellen über mit mehr als 200 Briefen pro Tag! Obendrein sorgt die eingebildete MacKenzie regelmäßig für Stress-Momente und scheint immer mit ihren fiesen Intrigen durchzukommen … oder etwa nicht?
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Unterhaltsam, ideenreich und absolut altersgemäß - klare Leseempfehlung für die empfohlene Zielgruppe!
"Lieben bedeutet nicht, immer auf derselben Wellenlänge zu schwimmen, sondern den anderen auch dann zu unterstützen, wenn man nicht alles nachvollziehen kann. Das nennt man Vertrauen, und ohne Vertrauen ...
"Lieben bedeutet nicht, immer auf derselben Wellenlänge zu schwimmen, sondern den anderen auch dann zu unterstützen, wenn man nicht alles nachvollziehen kann. Das nennt man Vertrauen, und ohne Vertrauen ist die Liebe nichts."
Ach, war das nett!! Schon das entzückende Cover hat mich rundum verzaubert – am liebsten wollte ich direkt hineinschlüpfen und in diese Welt aus Schnee, Licht und träumerischer Stille abtauchen. Allein die weihnachtlichen Dekorationen, I love it!
Und auch nach der Lektüre kann ich festhalten: Dieses Buch glich einer liebevollen Umarmung und ließ mich inmitten größter Sommerhitze von besinnlichen, glitzernden Wintertagen träumen.
Der bildreiche Schreibstil der Autorin wirkte an den richtigen Stellen zart und und strotzte nur so vor poetisch schönen Formulierungen, von scheinbar alltäglichen Szenen, die dennoch im Gedächtnis bleiben:
"Und doch war sie in diesem Augenblick die schönste Frau, die er je gesehen hatte. Denn sie war da, sah ihn an und lächelte. Es war ein trauriges Lächeln voller Wehmut.
Ein Lächeln, das sagte »mir geht's nicht gut, aber schön, dass du da bist«, und gerade das machte es kostbar. Wie leicht war es, anderen die beste Seite von sich zu zeigen?"
Die größte Besonderheit: Nicht die Vibes der Vorweihnachtszeit. Nicht die Love Story. - Maggie. Sie ist keine typische Romanheldin, sondern verletzlich, in sich gekehrt, voller Ängste. Und gerade deshalb so unglaublich stark, weil sie sich dennoch nicht davon unterkriegen lässt. Aus diesem Grund steckt sie all ihre Energie in den jährlichen Weihnachtsdekowettbewerb - und findet sich wider Erwarten in neckischen Streichen wieder, die sie und Vincent einander spielen … ausgelöst durch ein kleines Scheren-Fiasko. (Stichwort: Fake-Palme)
"»Ich bin ein Freak! Ich verlasse seit über drei Jahren das Haus nur in absoluten Notfällen. Meine Einkäufe ordere ich größtenteils online, die meisten meiner Freunde kenne ich nur übers Internet. Ich arbeite remote von zu Hause, selbst in meinen Garten traue ich mich nur frühmorgens oder wenn es schon wieder dunkel wird. Allein der Gedanke, mit dir in ein Restaurant zu gehen, hat mich in Panik versetzt.«"
Die bücherliebende Maggie leidet unter einer Angststörung, die sie mithilfe von Therapie und Medikamenten zu bewältigen versucht, und die Autorin beschreibt ihre damit einhergehende Verzweiflung und Frustration so ehrlich, dass man gar nicht anders kann, als mit ihr mitzufühlen. Maggies Unsicherheit, ihre Zweifel, aber auch ihre Hoffnung, ihr Wunsch nach Nähe, nach Liebe, nach einem Leben, das größer ist als ihre Angst – all das geht unter die Haut.
Ein weiteres Plus: Die sympathischen Nebenfiguren aus Vincents Zug-Clique. Ich musste so schmunzeln über ihr Kennenlernen! Small Talk im Zug, zunächst komplett einseitig, der schließlich zu wunderbaren Bekanntschaften führt, die sein Leben enorm bereichern. - Gerade Vincent, der erst vor Kurzem einen schweren persönlichen Verlust erlitten hatte, gönnte ich diese Entwicklung von Herzen.
Die Dialoge sind modern, authentisch, oft humorvoll und immer voller Gefühl. Hier habe ich noch ein paar Zitate für euch herausgesucht, die mich ganz besonders berührt haben:
"» Ein mitfühlendes Herz ist kein Charakterfehler, mon chéri, es ist eine Tugend, die du dir bewahren solltest. «"
"»Ich mag Geschichten. Punkt. […] Jedes Genre hat seine Berechtigung. […]«"
"Vielleicht musste das Leben nicht bunt und laut und überbordend sein und konnte trotzdem das Beste für sie sein. Vielleicht wurde Glück generell überbewertet und Zufriedenheit war das eigentliche Ziel. Das warme Gefühl im Bauch, wenn man wusste, dass es jemanden - viele Jemande - gab, die einem den Rücken stärkten, wenn man eine Schulter zum Anlehnen brauchte. Die Gemütlichkeit, wenn man sich in eine Decke kuschelte und die funkelnden Weihnachtslichter betrachtete. Das Lächeln auf dem Gesicht eines geliebten Menschen, dem man eine Freude bereitet hat."
Einziger, winziger Kritikpunkt: Das Weihnachtsfeeling hätte gern noch einen Hauch intensiver sein können, aber sei's drum. Ich hatte trotz allem ein herrlich entspannendes Leseerlebnis.
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Ein cozy, herzerwärmender Roman, der voller Wärme und Mitgefühl steckt, zum Nachdenken anregt, sanft heilt und viel tiefgründiger war, als man aufgrund des Covers und Klappentextes vermuten würde. Klare Leseempfehlung für Winterherzen, Fans von Liebesromanen mit Mental-Health-Fokus und für alle, die wissen, dass das größte Wunder manchmal einfach darin besteht, gesehen zu werden.