Seitdem alle Welt im Bridgerton-Fieber ist, darf ich mehr denn je die Präsenz meiner geliebten Regency-Epoche in Literatur und Film genießen - I love it.
Bestsellerautorin Julia Quinn legt stetig nach ...
Seitdem alle Welt im Bridgerton-Fieber ist, darf ich mehr denn je die Präsenz meiner geliebten Regency-Epoche in Literatur und Film genießen - I love it.
Bestsellerautorin Julia Quinn legt stetig nach und sorgt dafür, dass uns Fans von Penelope & Co. der Lesestoff nicht ausgeht: Mit dem gelungenen Auftakt ihrer Bevelstoke-Trilogie bleibt sie ihrem von Humor, einem Hauch angenehmer Vorhersehbarkeit und einnehmend erschaffenen Hauptfiguren geprägten Schreibstil treu.
ABER:
Mirandas Schwärmerei für den wesentlich älteren Bruder der besten Freundin (à la "das herrlichste Wesen, das sie je gesehen hatte") hat mich mit der Zeit zunehmend ermüdet. Abgesehen davon, dass ich seinen ersten Eindruck – als er sie lediglich als "komisches" bzw. "frühreifes kleines Mädchen" wahrgenommen hat – nie ganz abschütteln konnte … er behandelt sie später wirklich teilweise echt herablassend und mit abstoßender Arroganz = war mir schlichtweg wenig sympathisch. Folglich blieb mir ihre anhaltende Verzückung ein Rätsel.
Nichtsdestotrotz: Quinns Talent, in ihren Dialogen Witz und Gefühl harmonisch zu kombinieren, ist auch hier spürbar. Wer leichte, charmante Regency-Romane mit Tagebuch-Elementen und einer Prise Gesellschaftsklatsch liebt, wird sich bei diesem Auftakt herrlich unterhalten fühlen.
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Eine solide Quinn'sche Romance - ideal für alle, die sich genauso gerne in glitzernde Ballsäle träumen wie ich.
Ein Irland-Roadtrip mit entzückender Fellnase als Reisebegleitung? Sounds perfect to me!!
Seit jeher träume ich von einer Reise auf die grüne Insel und dank Julie Larsens traumhaft malerischen Beschreibungen ...
Ein Irland-Roadtrip mit entzückender Fellnase als Reisebegleitung? Sounds perfect to me!!
Seit jeher träume ich von einer Reise auf die grüne Insel und dank Julie Larsens traumhaft malerischen Beschreibungen fühle ich mich Irland nun mehr verbunden denn je. Es war so, so schön!! Am liebsten würde ich sofort mein Köfferchen schnappen und in den nächsten Flieger steigen.
Macht euch bereit, dem einzigartigen Zauber der unvergleichlichen, rauen irischen Landschaft zu erliegen und haltet euer Herz gut fest … speziell dann, wenn sich ein Kanu nähert, hihi.
Glaubt aber bitte nicht, es handele sich hier lediglich um eine süße Love Story à la liebenswerte, dynamische weibliche Hauptfigur wagt einen Neuanfang und stolpert direkt ins Glück … Weit gefehlt! Ich war hingerissen von der Authentizität, die in jeder Zeile mitschwang. Realistische Dialoge, die wie aus dem wahren Leben gegriffen wirken, nachvollziehbare Verhaltensweisen der ohnehin herrlich vielschichtig angelegten Charaktere … und eine ganz gewisse Storyline rund um eine toxische Beziehungsdynamik, die mich bis zuletzt an die Seiten gefesselt hat - ich hoffte so sehr mit Callum mit, wollte ihn in Bezug auf Elisabeth am liebsten schütteln und litt still mit ihm mit.
Kürzlich hatte ich irgendwo folgenden Spruch gelesen, der mir während der Lektüre von Callums Passagen immer wieder in den Sinn kam:
Manchmal muss man als Erwachsener die Entscheidung treffen: "Das ist das letzte Mal, dass diese Menschen mich so fühlen lassen" - und dabei bleiben.
Egal ob es sich um Familie, eine Beziehung oder eine Freundschaft handelt.
Ja, ja und nochmals ja!! Und wo wir schon bei bedeutungsschweren Sprüchen sind - mein Lieblingszitat stammt von Callums bester Freundin Aisling:
"»Du redest die ganze Zeit, als wären Freiheit und Liebe Gegenteile. Dabei ist das doch Bullshit! Klar, bis zu einem gewissen Grad kann Liebe abhängig machen, weil man den anderen nicht verletzen will und so. Aber Freiheit bedeutet doch nicht, alles tun zu können, was man will. Freiheit bedeutet, die Wahl zu haben. Freiheit bedeutet Selbstverwirklichung und Selbsterkenntnis […]«"
Dieser lebensbejahende Roman hat mich einmal mehr daran erinnert, wie essenziell es ist, die eigenen Träume niemals aufzugeben - und sich nicht aus lauter Empathie, Pflichtgefühl und Gutmütigkeit selbst zu verlieren. Klar ist es eine feine Sache, zum Glück anderer beizutragen - aber nicht auf Kosten des eigenen Seelenfriedens. Bedingungslose Liebe bedeutet nicht bedingungslose Toleranz von verletzendem Verhalten.
Keine Sorge, die Romantik bleibt nicht auf der Strecke, versprochen! (Für mich war allerdings Mary Puppins das heimliche Highlight, wuff!)
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: New Beginnings, Grumpy meets Sunshine, Forced Proximity … und gaaaanz viel Irland-Liebe. Klare Leseempfehlung!
Sommerrode ist ein schickes Fleckes, in dem auf Sauberkeit und Ordnung geachtet wird … Hübsche Häuschen, kein Vorgarten ohne gestutzte Grashalme, Nachbarn die darauf bedacht sind, dass Hundehinterlassenschaften ...
Sommerrode ist ein schickes Fleckes, in dem auf Sauberkeit und Ordnung geachtet wird … Hübsche Häuschen, kein Vorgarten ohne gestutzte Grashalme, Nachbarn die darauf bedacht sind, dass Hundehinterlassenschaften korrekt entsorgt werden. Für mich als Mama klingt das zugegebenermaßen recht einladend - à la "Ach, das ist aber ein schöner Ort zum Aufwachsen - so idyllisch, so gepflegt … toll!" Aus Kindersicht bedeutet Sommerrode nur eins: Langeweile!
Kein Wunder, dass die Freundesgruppe, die sich 'die wilden Robbins' nennt (orientiert an Robin Hood, das doppelte 'b' blieb aufgrund eines Schreibfehlers) selbst für Action sorgt und sich ein eigenes Spielreich erschaffen will: ein cooles Baumhaus. Wer das weniger cool findet, ist die rivalisierende Kiddie-Gang ('die Ritter auf Rädern'). Und überhaupt scheint die eigentliche Rolle des Feindes in diesem wirklich niedlich illustrierten Werk nur einem zuzukommen: den Erwachsenen, gegen die es sich zu verbünden gilt.
Was mir gefallen hat:
♡ die peppig-süßen Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Iris Hardt, die der Geschichte zumindest optisch jene Leichtigkeit verleihen, welche mir inhaltlich abging,
♡ die Grundidee: zwei verfeindete/zerstrittene Kindergruppen schließen sich zusammen, um ein gemeinsames Ziel voranzutreiben,
♡ die Einbindung des Themas Naturschutz,
♡ die fürs Vorlesen sehr angenehme Schriftgröße.
Doch leider gab es auch mehrere Elemente, die mir in diesem frech-kreativen Kinderabenteuer sauer aufgestoßen sind und dafür gesorgt haben, dass das Buch mich letztlich nicht überzeugen konnte:
❏ der Erzählton wirkte zu verkrampft "cool" und war dadurch weder realistisch noch lustig
❏ zwischen vermeintlich clever-ulkigen Plänen und Kinderstreichen, die oft nicht harmlos blieben, ging der liebevolle Kern der Geschichte für mich unter - das Herunterspielen von gefährlichem Verhalten ist aus Mama-Sicht ein absolutes No-Go für mich,
❏ die Wiederholung von körperbezogenen Kommentaren irritierte mich sehr - ich empfand es als grenzwertig, permanent zu betonen, wie "dünn" alles an Bretti war - "sogar seine Haare" (- in Zeiten von Mobbing Kindern solche Vorlagen zu vermitteln, selbst wenn es hier vielleicht harmlos gemeint gewesen ist, geht einfach gar nicht),
❏ das Ende hatte einen schalen Beigeschmack, da es zu keiner wirklichen Versöhnung zwischen den Kindern kommt.
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Jede Menge unkontrolliertes kindliches Chaos und eine zwar gut gemeinte Rebellion, aber viel zu wenig Feingefühl. Für uns war es leider nix - schade.
Wenn es nicht gerade um American Football oder Basketball geht, gilt für mich: Sport bitte icy, Romance bitte spicy … und beide Kriterien hat Band zwei der Vancouver-Storm-Reihe voll und ganz erfüllt! ...
Wenn es nicht gerade um American Football oder Basketball geht, gilt für mich: Sport bitte icy, Romance bitte spicy … und beide Kriterien hat Band zwei der Vancouver-Storm-Reihe voll und ganz erfüllt!
(Vorab muss ich schnell ein riesengroßes Lob zur Gestaltung loswerden. WOW!! Der voll auf die Sportart Eishockey abgestimmte Farbschnitt ist einfach ein Traum!)
Welch Ironie, dass gerade ich Sport-Null mittlerweile regelrecht süchtig nach Sports-Romance-Werken geworden bin! Umso mehr ärgert es mich, dass ich den Auftaktband dieser tollen NA-Romance-Reihe aus der Feder von Stephanie Archer verpasst habe - "Behind the Net" wandert definitiv auf meine Wunschliste.
Hazel und Rory sind sympathische Figuren, in die ich mich sofort gut hineinversetzen konnte. Bereits zu Beginn ist die prickelnde Chemistry zwischen ihnen spürbar, sie harmonieren wundervoll miteinander.
Wer nun glaubt, es handele sich hier lediglich um eine niedliche Fake-Dating-Romanze mit ein bisschen Hockey-Hintergrund, irrt gewaltig. - Gleich mehrere wichtige Themen verleihen der Geschichte ein überraschendes Level an Tiefe, so wurden beispielsweise Body Positivity und Selbstliebe sowie Umgang mit Leistungsdruck und Selbstzweifeln geschickt von der Autorin in die Handlung eingebunden.
Im Juni 2025 soll (in englischer Sprache) bereits der vierte Vancouver-Storm-Band erscheinen ("Gloves off"), wir dürfen uns also bereits jetzt auf Lesenachschub freuen.
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Viel Spice, tolle Charakterentwicklungen und eine angemessene Dosis Sport. Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt und spreche eine klare Empfehlung für alle Fans von NA- und Sports-Romance-Werken aus.
"[…] die Aufgabe eines öffentlichen Schreibers beläuft sich nicht auf Schönschrift. Natürlich sind formale Ästhetik und Präzision gefragt, wenn es um Glückwünsche, Urkunden oder Lebensläufe geht. Doch ...
"[…] die Aufgabe eines öffentlichen Schreibers beläuft sich nicht auf Schönschrift. Natürlich sind formale Ästhetik und Präzision gefragt, wenn es um Glückwünsche, Urkunden oder Lebensläufe geht. Doch handgeschriebene Schriftstücke besitzen eine individuelle Note, eine seelische Komponente, die über reine Schönheit hinausgeht."
Die Leseprobe zu diesem internationalen Bestseller hatte mich umgehauen. Als Japan-Interessierte stand für mich sofort fest: Hier handelt es sich um ein Must-Read. ... und im Hinblick auf alle inhaltlichen Elemente zur japanischen Kultur (Traditionen und Rituale, gesellschaftliche Verhaltensweisen und Ansichten, etc.) bin ich noch immer dieser Meinung. Eine große Besonderheit waren die inkludierten Briefe, die stets in Originalzeichen sowie auf Deutsch abgedruckt waren, wobei manche Schriftarten leider etwas schwierig zu entziffern waren, was meinen Lesefluss durch das in vier Abschnitte unterteilte Buch etwas verlangsamte.
Wir erleben gemeinsam mit der sympathischen Hauptfigur Hatoko, Spitzname Poppo, die vier Jahreszeiten und begleiten die junge Frau zudem bei ihrer persönlichen Weiterentwicklung. Der von ihrer Großmutter übernommene Schreibwarenladen, in welchem sie sämtliche Schreibaufträge (von Trennungsbriefen über klassische Grußkarten und saisonale Grüße bis hin zu Briefen 'aus dem Himmel') voller Hingabe und Pflichtgefühl erledigt, nimmt den Großteil ihres Lebens ein. Zwar gibt es eine herzliche Nachbarin (Barbara), die Poppos beste Freundin ist, aber abgesehen davon ... An ihre Mutter hat sie keine Erinnerungen, das Verhältnis zu ihrer Oma, die sie stets ihre "Vorgängerin" nennt, war eher von Respekt und Distanz geprägt als von liebevollen Momenten.
Schreibstil: Ganz eigen! Voller poetischer Schönheit, sanft und ruhig. Melancholisch, teilweise fast schon schwermütig und zugleich lebensbejahend, voller bildreicher Details und strotzend vor Japan-Flair. Allerdings konnte ich bis zuletzt keine Bindung zu Hatoko aufbauen. Ich mochte sie, doch sie blieb mir relativ fremd. Insgesamt gab es ein, zwei Momente der Rührung - ansonsten spürte ich kaum emotionale Tiefe.
Handlung: Sehr ruhig und gemächlich. Der Fokus liegt ganz klar auf dem Thema Schreiben - hier eröffnet sich ein wahrer Wissensschatz bzw. strenger Regelkatalog, denn es gibt so viel zu bedenken: welches Papier, welche Tinte, welches Schreibutensil, welche Schriftart, sollen Tränen das Papier benetzen, welche Extras unterstreichen das Geschriebene symbolisch ... und natürlich kommt es immer auf die Hintergrundgeschichte jener Person an, die Hatoko den Schreibauftrag erteilt, welche Formulierungen letztlich verwendet (oder zwingend vermieden) werden sollten.
Mein Lieblingszitat:
"»Sie denken wahrscheinlich, dass es kindisch sei, in meinem Alter eine Freundschaft zu kündigen. Aber das zeichnet das Erwachsenenleben geradezu aus und macht es so angenehm: Man muss sich nicht mit Menschen abgeben, die man nicht leiden kann. […] Wir können unsere Freunde selbst wählen. Wenn man sich zwingt, mit jemandem auszukommen, den man nicht mag, führt das zwangsläufig zu Spannungen und laugt die Beteiligten nur aus. Genau das will ich vermeiden - eben weil ich erwachsen bin.«"
Fazit: Wunderschön und kunstvoll geschrieben, doch für mich persönlich zu nüchtern - die Geschichte und ihre Figuren erreichten mein Herz nicht. Ich nahm den Roman als eine Hommage an das geschriebene Wort und an die japanische Kultur wahr - daher kann ich ruhigen Gewissens eine solide Empfehlung an alle Japan-Begeisterten aussprechen. Wer jedoch eine mitreißende Handlung erwartet, sollte lieber zu anderen Werken greifen - und das meine ich überhaupt nicht böse, sondern lediglich als Hinweis, um unnötiger Enttäuschung vorzubeugen.