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Veröffentlicht am 10.12.2021

Herrlich dramafreier, süßer NA-Roman

Step into my Heart
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Ihr größter Traum ist zum Greifen nah, sein Traum ist unwiderruflich zerstört…

Ich hatte schon viel Positives über die Move District-Reihe aus der Feder von Maren Vivien Haase gehört und fand ihre Idee, ...

Ihr größter Traum ist zum Greifen nah, sein Traum ist unwiderruflich zerstört…

Ich hatte schon viel Positives über die Move District-Reihe aus der Feder von Maren Vivien Haase gehört und fand ihre Idee, eine trendige New Yorker Tanzschule als das Hauptsetting einer Buchreihe auszuwählen, einfach genial. So sehr ich das New-Adult-Genre liebe, muss ich doch zugeben, dass die Romaninhalte sich oft wiederholen, und mit der sympathischen Clique um Olivia, Jade, Austin & Co. hat die Autorin nun etwas erfrischend anderes erschaffen. Zwar ist das Themengebiet Tanzen nicht vollkommen neu (so gibt es z.B. etliche Bücher über Ballett), wohl aber der Schwerpunkt Hip-Hop.

Ich kannte den Vorgängerband nicht, er ist erst nachträglich bei mir eingezogen, allerdings konnte ich der Story, die den 2. Band der beim Blanvalet Verlag erschienenen Reihe bildet, problemlos folgen.

Erzählt wird aus der Perspektive von Olivia, einer begnadeten, sehr ehrgeizigen Tänzerin, die drauf und dran ist, sich für die Konzert-Tour der berühmten Sängerin Lyla Sage zu qualifizieren. Das ist ihre große Chance, der Durchbruch, auf den sie immer gehofft hat, für den sie viele Jahren hart gearbeitet hat. In ihrer Familie gilt Olivia als das schwarze Schaf – im Gegensatz zu ihren Geschwistern ist ihr Lebenstraum nämlich nicht das Jurastudium an einer Elite-Uni und ein prall gefülltes Bankkonto, sondern einzig und allein das Tanzen. Einziger Wermutstropfen an ihrem neuen Engagement: der Choreograf! Ausgerechnet Dax soll sie für ihren Auftritt vorbereiten. Dax, der einst Teil ihrer Clique gewesen war. Mit dem sie noch vor ein paar Jahren Seite an Seite getanzt hatte, ehe ein schwerer Unfall sein Leben für immer verändert hatte. Dax, in den sie heimlich verknallt gewesen war und der immer noch so unverschämt gut aussieht. Leider ist aus dem warmherzigen Jungen von damals ein unnahbarer, verbitterter Mann geworden, der seine Tanzcrew bis zum Umfallen drillt, übertrieben perfektionistisch ist und Olivia von Anfang an auf dem Kieker zu haben scheint. Als sie unverhofft einen Blick hinter seine knallharte Fassade erhascht, ist es bald nicht mehr nur der Beat der Musik, der ihr Herz schneller schlagen lässt…

Ich mochte die Tatsache, dass Olivia sehr selbstbewusst ist und sich durch nichts von ihrem Traum abbringen lässt. 'Richtig so!', wollte ich ihr begeistert zurufen, als sie ihre Leidenschaft fürs Tanzen gegenüber ihren spießigen, einzig auf ihren guten Ruf bedachten Eltern verteidigte. Endlich mal eine Protagonistin, die toxische Beziehungen nicht hilflos und ergeben akzeptiert, nur weil man blutsverwandt ist. Ein Kind sollte niemals um Elternliebe betteln müssen, diese Message finde ich so wichtig.

Die jugendlich-lockere Wortwahl in den Dialogen ist dem Alter der Protagonisten angemessen, überhaupt ist der Schreibstil angenehm umgangssprachlich, nicht zu verschnörkelt, aber auch nicht zu nüchtern. Speziell die Szenen in der Tanzschule sind wunderbar authentisch ausgearbeitet worden; man bekommt richtig Lust, die Musik aufzudrehen und selbst eine Runde zu tanzen!

Abgesehen von ein, zwei kleinen Schwächen hat mir der Erzählstil sehr gefallen. Zum einen musste ich irgendwann schmunzeln über die Vielzahl von Farbadjektiven – gefühlt wurde jedes Kleidungsstück, jeder Einrichtungsgegenstand und vor allem die jeweilige Haarfarbe der Figuren permanent erwähnt. Zu Beginn mag das Sinn machen - während uns die Charaktere vorgestellt werden -, aber als Olivia zum x-ten Mal über ihre blauen Haare sinnierte à la 'ich strich mir meine HELLBLAUEN Haare zurück', wurde es mir langsam zu viel. Ja, Message angekommen, sie hat blaue Haare. Immerhin passte dies perfekt zum wunderschönen blauen, mit kleinen Glitzerpartikeln verzierten Cover.

Olivias Eltern fand ich in ihren Eigenschaften leicht überzeichnet. Mir ist schon bewusst, dass sie den 'bösen Gegenpart' darstellen sollten, allerdings erschien mir ihr Verhalten durch diese Übertreibung zu unglaubwürdig. Weiterhin genoss ich, dass es kein unnötiges Drama gab, doch ein bisschen mehr Spannung, meinetwegen durch andere, positive Entwicklungen, hätte der Roman schon beinhalten sollen. So verlief mir die ganze Handlung, von der mir insbesondere die anfängliche Kabbelei zwischen Olivia und Dax besonders intensiv in Erinnerung geblieben ist, einen Tick zu unspektakulär. So, das war jetzt Meckern auf hohem Niveau! Insgesamt hat mich das Werk herrlich unterhalten und ich fühlte mich total wohl mit den Figuren.

Fazit: Diese gefühlvolle Geschichte über Freundschaft, zweite Chancen, große Gefühle und die Liebe zum Tanzen ist ein Muss für alle Fans von süßen New-Adult-Romanen! Ich freue mich schon darauf, die anderen zwei Bände zu lesen!

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Veröffentlicht am 02.12.2021

Einer der besten New-Adult-Romane ever!

The Dream Of Us
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Ich bin so verliebt in dieses Buch!! Liebe Yvy Kazi, wo hast du nur bisher gesteckt? Was für ein mega Debütroman! Noch während ich die Leseprobe verschlungen habe, wanderten alle Folgebände der St. Clair-Campus-Buchreihe ...

Ich bin so verliebt in dieses Buch!! Liebe Yvy Kazi, wo hast du nur bisher gesteckt? Was für ein mega Debütroman! Noch während ich die Leseprobe verschlungen habe, wanderten alle Folgebände der St. Clair-Campus-Buchreihe direkt auf meine Wunschliste.

Ich kann mich nicht erinnern, jemals direkt zu Beginn eines Werkes dermaßen begeistert gewesen zu sein! Und der mitreißende Einstieg wurde sogar noch übertroffen; mit jeder weiteren Zeile verlor ich mein Herz an diese einzigartige Story, das malerische Setting Fair Haven und die so vielschichtig ausgearbeiteten, klischeefreien, liebenswerten Figuren, allen voran Drew. Er ist…unglaublich. – Warmherzig, spontan, gebildet, aufrichtig, loyal, mit herrlichem Humor gesegnet, verständnisvoll, schlagfertig, charismatisch, charmant und so sexy, dass man sich einfach wie magnetisch von ihm angezogen fühlen muss. Die Liste ließe sich ewig fortsetzen! Er hat es aufgrund einer gesundheitlichen Einschränkung nicht leicht im Leben, musste doppelt so hart für seinen Traum kämpfen, um es eines Tages hoffentlich in die NFL zu schaffen. Nie hat er sich auf den Lorbeeren seines berühmten Bruders ausgeruht oder sich etwas auf das Vermögen seiner Familie eingebildet, ist immer für seine Freunde da und ist eine Seele von Mensch. Ab sofort zählt er zu meinen all-time-favorite-Bookboyfriends, und wer mich in ein Gespräch über New-Adult-Romane verwickeln sollte, kann sich schon mal auf einen stundenlangen Vortrag über dieses unfassbar gut geschriebene Buch gefasst machen. Ich war wie im Rausch und flog nur so durch die Seiten!

Yvy Kazi hat ein Händchen dafür, die Individualität und Glaubwürdigkeit der Figuren hervorzuheben, ohne dass es aufgesetzt wirkt (à la 'Schaut mich an, ich habe die Eigenschaft XYZ und das macht mich so besonders!', wie ich es leider schon oft in anderen NA-Stories erlebt habe). Das bezieht sich nicht nur auf die Hauptcharaktere, auch die Nebenfiguren haben mich restlos begeistert. Ob Julys Liebe zu Alliterationen oder ihre Abneigung gegen Eiswürfelfreies Wasser, Bos katzenhaftes Lächeln und sein Mut, trotz Gegenwind am College zu seiner Sexualität zu stehen, Haleys wunderbar direkte Art und ihr Talent für Mode, oder Mateos freche Sprüche – hier wirkt alles so realistisch, dass ich die ganze Zeit einen Film vor Augen laufen hatte.

Erzählt wird ausschließlich aus Julys Perspektive, was ich traumhaft erfrischend fand; es passte perfekt zur Geschichte, da wir uns somit gemeinsam mit July an Drew herantasten, mit ihr das unverwechselbar reizvolle Flirt Game genießen, das sich immer bei einer ersten Annäherung zwischen zwei Menschen abspielt, wenn man noch keine Ahnung hat, wie der andere wirklich tickt, und umso mehr mit July zittern, als sie vor einer schwerwiegenden Entscheidung steht. Der Autorin ist es außerdem gelungen, die Einarbeitung von Textnachrichten in einen Roman auf ein ganz neues Level zu heben. Grandios!! Mein armes Herz! Mir liefen die Tränen bei Drews Nachrichten – sooooo schön! Endlich mal ein Protagonist, der kommunizieren kann.

Dieser überaus tiefgründige, überraschend spannende, lebensnahe, rundum perfekte Roman ist alles andere als die typische 08/15-College-Romanze! Falls der Klappentext um eine beliebte Cheerleaderin und einen heißen Star-Quarterback euch abschreckt, weil ihr vielleicht nicht auf Sport-Romances steht, seid beruhigt: Ja, American Football und competitive Cheerleading spielen eine Rolle, jedoch ist dies eher das Beiwerk dieser emotionsgeladenen, hinreißenden New-Adult-Geschichte, die nicht nur die Frage 'Karriere oder Liebe?' aufwirft, sondern auch ernste Themen anspricht. Vertraut mir, ihr wollt euch dieses Werk, das ganz klar zu meinen Jahreshighlights und fortan Lieblingsbüchern zählt, auf gar keinen Fall entgehen lassen!

Yvy Kazi spielt schreibtechnisch locker in der gleichen Liga wie Brittainy C. Cherry, wobei ihr Roman mir dahingehend sogar besser gefällt, weil zwar auch Schicksalsschläge vorkommen, diese allerdings so einfühlsam und stimmungsvoll behandelt werden, dass sie mich nicht runtergezogen haben beim Lesen, was ein riesengroßes Plus ist für mich!

Fazit: Besser geht es nicht, dieses Buch macht süchtig! Hinter dem edlen Cover verbirgt sich ein Feuerwerk der Gefühle - Gänsehautmomente, unerwartete Wendungen, Action und Humor inklusive! 'July wie der Sommer' und 'Mr. Alabama' haben mir den graukalten Herbst versüßt! Ich kann es nicht erwarten, Band 2 (The Reason of Love) zu lesen, der im Februar 2022 erscheinen soll, und hoffe so sehr auf eine Fortsetzung des Nebenplots um Julys Bruder Bo! Ganz, ganz, ganz große Liebe!!

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Veröffentlicht am 01.12.2021

Weihnachtlicher Wohlfühlroman für Katzen-Fans

Schneeflocke und das große Weihnachtsglück
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Wenn zwei meiner liebsten Romanfeatures aufeinandertreffen – tierische Protagonisten und Weihnachten –, gibt es für mich kein Halten mehr. Folglich freute ich mich riesig, die bezaubernde Feel-Good-Story ...

Wenn zwei meiner liebsten Romanfeatures aufeinandertreffen – tierische Protagonisten und Weihnachten –, gibt es für mich kein Halten mehr. Folglich freute ich mich riesig, die bezaubernde Feel-Good-Story "Schneeflocke und das große Weihnachtsglück" (FISCHER Taschenbuch, Sept. 2021) aus der Feder von Kristen McKanagh lesen zu dürfen, die zudem in einem meiner Lieblingsorte spielt, Estes Park in Colorado.

Bereits das in winterlichem Blau gehaltene, mit Glitzerpartikeln verzierte Cover versetzte mich in die richtige Lesestimmung und begeistert registrierte ich direkt zu Beginn der Lektüre, dass jenes im Buchtitel erwähnte Kätzchen nicht lediglich zum niedlichen Plüschknäuel degradiert wurde, das hier und da am Rande in Erscheinung treten darf, sondern aktiv in die Geschichte eingebunden worden ist. Tatsächlich ist die kleine Fellnase mit den blauen Augen das zentrale Element der Geschichte und bereichert den Roman nicht nur mit ulkigen Episoden, sondern treibt auch die Story entscheidend voran in ihrer Entwicklung. Von diesen Erlebnissen lesen wir regelmäßig in der Ich-Perspektive Schneeflöckchens (im Präsens); die Sichtweisen der beiden menschlichen Hauptfiguren, Köchin Emily und Fotograf Lukas, sind in der 3. Person (im Präteritum) geschrieben. Natürlich ahnt man von Anfang an, wie die Geschichte um ein in die Jahre gekommenes B&B und die zunächst frostige Bekanntschaft zweier Personen enden wird, aber gerade bei Wohlfühlromanen mit Happy-End-Garantie ist schließlich der Weg das Ziel.

Mit Emily wurde ich leider überhaupt nicht warm. Sie wirkte auf mich in ihrer Art oft von oben herab und war mir schlichtweg unsympathisch. Ich kann verstehen, dass sie sich der B&B-Besitzerin Tilly sehr verbunden fühlt, da diese für sie so viel mehr als nur ihre Chefin ist, nämlich Vertraute, gute Freundin und eine Art Oma-Ersatz. Mit ihrer eigenen Familie steht Emily aktuell eher auf Kriegsfuß. Ihr Wunsch, sich mit einer eigenen Bäckerei selbstständig zu machen, ist in den Augen ihrer Eltern ein zu riskantes Unterfangen, zumal Emily in der Vergangenheit bereits damit auf die Nase gefallen war, weil sie den falschen Menschen vertraut hatte. Tilly hingegen ermutigt sie, ihren Traum nicht aufzugeben. Kurz vor Weihnachten taucht Tillys Neffe Lukas auf, ein erfolgreicher Fotograf, den Emily bisher nur vom Hörensagen kennt und der sich – ihrer Meinung nach – viel zu wenig um Tilly kümmert. "»Wie schwer kann es sein, sich ein paar Tage für die Frau freizunehmen, die einen großgezogen hat?«", fragt sie sich, und in diesem Punkt stimme ich ihr zu. Allerdings ist Emily generell etwas vorschnell mit ihrem Urteil. Ahnt Lukas überhaupt, wie ernst es um Tillys Gesundheit und das renovierungsbedürftige B&B steht? Während Lukas' Gedanken auf mich durchaus nachvollziehbar wirkten (und ich seine Engelsgeduld und Höflichkeit gegenüber Emily bewunderte), konnte ich über die weibliche Hauptfigur nur den Kopf schütteln. Kaum dass sie Lukas zum ersten Mal trifft, begegnet sie ihm übertrieben kühl, ist beleidigt, dass er lieber das Kätzchen fotografieren möchte als sie und bildet sich sehr viel auf ihre eigene Unterstützung von Miss Tilly ein. "Schließlich war sie diejenige, die mit Tilly alles durchrechnete, die die lecken Wasserhähne reparierte und im Frühjahr und Sommer das riesige Grundstück mähte. Emily war diejenige, die sich um alles kümmerte. […] Und wo war er? Reiste durch die Gegend und ließ es sich gut gehen." Ja, es ist nett, dass sie Tilly mit allem hilft, aber erstens zwingt sie niemand dazu und zweitens hat Emily kein Recht, sich in Familienangelegenheiten einzumischen (vor allem, da sie selbst ganz allergisch darauf reagiert). Der arme Lukas muss wie auf Eierschalen um sie herumlaufen. Erst macht sie ihm heftige Vorwürfe, anschließend ist sie genervt von seiner Hilfsbereitschaft. "Wie oft sollte er ihr […] noch versichern und sich dafür entschuldigen, dass seine Tante von ihm unbemerkt derart in finanzielle Schwierigkeiten geraten und das Haus so verfallen war?"

Ich komme nicht gut klar mit Sarkasmus und Emily war mir mit ihrer feindseligen Gereiztheit einfach zu oft zu pampig, bissig und anstrengend. Die Art, mit der ihre Gesten beschrieben worden sind, sei es ein "hämisches Grinsen", ein "verschlagenes" Lächeln, ein schnaubendes Lachen, ein gehobenes Kinn oder ihre mal gespitzten, mal zusammengekniffenen Lippen, hat diesen Eindruck von ihr nur verstärkt.

Zum Glück haben mich die putzigen Passagen aus der Sicht von Schneeflocke immer wieder erheitert und die Story gut aufgelockert. Das Kätzchen hat sich fest vorgenommen, ihren Lieblingsmenschen zum Glück zu verhelfen. "Zwei Menschen, die ich mag, sollten sich auch gegenseitig mögen, finde ich. Vielleicht muss ich ihnen ein bisschen auf die Sprünge helfen, damit sie es selbst merken."

Schade fand ich, dass es von Estes Park kaum atmosphärische Beschreibungen gab, wo der idyllische kleine Ort und die wunderschöne umliegende Natur doch wie geschaffen dafür sind, als Backgroundkulisse eines solchen Romans zu diesen.

Fazit: Eine angenehme, eher ruhige weihnachtliche Romanze, deren Highlight ganz klar die Szenen des süßen Kätzchens sind. Ideal für Katzenliebhaber und Fans von gemütlich-leichter Lektüre.

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Veröffentlicht am 28.11.2021

Vielversprechender Auftakt

Die skandalöse Verwechslung
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Als großer Jane-Austen-Fan habe ich natürlich ein Faible für Romane, die in der Regency-Zeit angesiedelt sind und freute mich daher riesig, als der EDEL Elements Verlag mich auf die Regency-Heroes-Buchreihe ...

Als großer Jane-Austen-Fan habe ich natürlich ein Faible für Romane, die in der Regency-Zeit angesiedelt sind und freute mich daher riesig, als der EDEL Elements Verlag mich auf die Regency-Heroes-Buchreihe hinwies, deren erster Band im November 2021 erschienen ist. Für mich war es gleichzeitig auch das erste Buch aus der Feder von Autorin Sophia Farago und bereits das geschmackvoll gestaltete, in gedeckten Farben gehaltene Cover traf genau meinen Geschmack! Auch das Innencover (samt Karte) kann sich sehen lassen. Die Idee zum Buchtitel, nämlich dass die Bezeichnung H.E.R.O. auf den Namen Harold, Elliot, Reginald und Oscar basiert, ließ mich schmunzeln und erinnerte mich direkt an die L.O.V.E.-Reihe von Ivy Andrews.

Gesucht und gefunden? Wohl kaum! Harold möchte seinem Freund Oscar aus der Bredouille helfen – dessen Schwester ist nämlich auf und davon, möchte unstandesgemäß mit einem Hauslehrer durchbrennen. Schockierend! Selbstverständlich gilt es, diese Schmach zu verhindern. Dumm nur, dass die hübsche junge Dame, die er rettet, gar nicht Oscars Schwester ist. Eine Verwechslung, deren sich auch Lady Amabel Cavendish zunächst nicht bewusst ist, sie wähnt sich auf dem Rückweg zu ihrem geliebten Bruder Sebastian. Es folgen humorvolle Irrtümer, Romantik und unerwartet viel Spannung.

Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn das Figurenregister gleich zu Beginn des Romans eingefügt worden wäre und nicht erst im Anhang, da gerade am Anfang einer Geschichte mit einer Vielzahl von Protagonisten leicht Verwirrung aufkommen kann, aber das ist reine Geschmackssache. Die Fachbegriffe im Anhang gefielen mir auf jeden Fall super, ich habe mich sozusagen herrlich verlustiert!

Ich finde es immer großartig und gerade bei in der Vergangenheit spielenden Werken so wichtig, dass die Formulierungen, sowohl in den Beschreibungen als auch in den Dialogen zwischen den Protagonisten, authentisch wirken und tatsächlich zur betreffenden Zeit umgangssprachlich waren. Das Gleiche gilt für die allgemeinen gesellschaftlichen Normen. In beiden Fällen hat die Autorin hier alles richtig gemacht – wunderbare Wortwahl und absolut glaubwürdige Ansichten (- insbesondere im Hinblick auf die Rolle der Frau, z.B. die Empörung darüber, wenn eine junge, unverheiratete Frau ohne Anstandsdame unterwegs war oder worauf man achten muss, ehe sie in die Gesellschaft eingeführt werden darf).

Meine Lieblingsfiguren waren Reginald, dessen Pragmatismus und furztrockenen Humor ich geliebt habe, und die Mutter von Major Harold Westfield, Baronin Tetbury. Letztere war unerträglich anstrengend mit ihrer direkten, unnachgiebigen Art, aber eben auch ein echtes Unikat; und wenn man nicht in Amabels Position steckt, hätte man sich über die Sprüche ihrer Ladyschaft des Öfteren amüsieren können. Außerdem erinnerte sie mich mit ihren Kuppelambitionen teilweise an Mrs. Bennet aus "Stolz und Vorurteil".

"»Hast du eine Vorstellung davon, wie ermüdend und enttäuschend es ist, keine Tochter zu haben, deren Debüt man ausrichten und für die man einen passenden Gatten finden kann? Glaub mir, ich werde mich mit Feuereifer in die Aufgabe stürzen!« […] »Sie wollen mich schnellstmöglich unter die Haube bringen?«, wiederholte Amabel erschrocken […] »Selbstverständlich!« Ihre Ladyschaft nickte so stark, dass ihre Armbänder klimperten. »Wozu ist eine Anstandsdame denn sonst gut? Ich will all meinen Freudinnen beweisen, dass ich darin erfolgreicher und schneller bin als sie.«"

Mein einziger Kritikpunkt ist die Einleitung, die in meinen Augen nicht ganz rund war. Ich brauchte eine Weile, bis ich in die Story reinkam und mit den Figuren warm wurde.

Fazit: Wer sich für Regency-Romane interessiert und/oder ein Fan der Netflix-Serie Bridgerton ist, wird von dieser Reihe gewiss angetan sein. Aber Achtung: Am Ende wartet ein böser Cliffhanger!

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Veröffentlicht am 27.11.2021

Ein Muss für alle Janeites und Regency-Fans

Von ganzem Herzen ...
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Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass Jane Austen zu Recht zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen der Literaturgeschichte gehört. Als bekennende Janeite ich habe ihre Romane schon unzählige ...

Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass Jane Austen zu Recht zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen der Literaturgeschichte gehört. Als bekennende Janeite ich habe ihre Romane schon unzählige Male gelesen und verliebe mich doch jedes Mal aufs Neue in ihren einzigartigen, von Schalk, Ironie, trockenem Humor und scharfsinniger Beobachtungsgabe geprägten Schreibstil, der bis heute unübertroffen bleibt. Selbstverständlich war dieses von Penelope Hughes-Hallett liebevoll und in gebührender Ehrfurcht gegenüber der in meinen Augen besten Autorin aller Zeiten zusammengestelltes Werk ein absolutes Must-Read für mich!

Bereits der edel gestaltete Einband des hochwertigen Hardcovers gibt einen Vorgeschmack auf die durch und durch stimmige Aufmachung dieses Schmuckstücks. Ich hatte mich darauf eingestellt, dass wahrscheinlich nur wenige jener Briefe, die Jane einst an ihre liebsten Vertrauten verfasst hatte, erhalten geblieben waren und die dazu passenden Romanausschnitte sowie biographischen Erläuterungen den Großteil der 160 großformatigen Seiten einnehmen würden. Weit gefehlt! – Glücklicherweise sind eine beachtliche Anzahl an Briefen und Briefauszügen inkludiert, die – chronologisch orientiert an den Meilensteinen ihres Lebens – in sechs große Abschnitte eingeteilt sind und uns einen einzigartigen, intimen Blick in die Gemütswelt jener Frau ermöglichen, deren grandiose Romane sie unsterblich gemacht haben. "Sie mehren unser Wissen über Jane Austen, ihre Einstellungen, ihren Charakter und ihre äußeren Lebensumstände, den erweiterten Familienkreis, die Häuser, in denen sie ihr Leben verbrachte, die Lebensführung selbst."

Die meisten dieser Briefe sind an Janes geliebte Schwester Cassandra gerichtet und jede Zeile, ob geschwisterlich neckend, informierend, gratulierend oder tröstend ist ein Zeugnis ihrer überaus innigen Bindung zueinander. Cassandra bezeichnete Jane als die Sonne ihres Lebens; ich kann mir nur zu gut vorstellen, dass Jane tatsächlich über solch eine bemerkenswerte Präsenz verfügte. Sie war eine unglaublich kluge, warmherzige und empathische Frau. Wie gerne hätte ich sie einmal kennengelernt! Dank dieser mit stimmungsvollen Illustrationen ihrer Zeit ausgeschmückten Biografie habe ich nun Gelegenheit dazu, begleite Jane auf ihrem Reifeprozess bis hin zu ihren schriftstellerischen Erfolgen, erfahre interessante Details über ihre Familie und staune über die Fülle an detaillierten Beschreibungen, welche die Regency-Ära vor meinem inneren Auge lebendig werden lassen; ob Berichte von vergnüglichen Bällen, Teegesellschaften und Ausflügen, die Diskussion aktueller Modetrends oder der neueste Klatsch und Tratsch ihres Umfelds – Jane beherrscht die Kunst der Worte und lässt selbst alltägliche Kleinigkeiten wie ein Meisterwerk klingen.

Mein einziger Kritikpunkt ist die zu klein geratene Schrift, die den Lesefluss etwas erschwerte.

Fazit: Ich bin hingerissen von dieser außergewöhnlichen Briefsammlung und lege sie jedem Austen-Fan wärmstens ans Herz!

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