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Veröffentlicht am 26.11.2025

Cosy Crime mit Camping-Vibes

Entführung im Himmelreich
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Allein das Setting vom schönen Schwielowsee, der mir seit frühster Kindheit vertraut ist, wäre schon Grund genug, sich auf diesen Cosy Crime einzulassen. Die heimelig-idyllische Atmosphäre ist vom Autor ...

Allein das Setting vom schönen Schwielowsee, der mir seit frühster Kindheit vertraut ist, wäre schon Grund genug, sich auf diesen Cosy Crime einzulassen. Die heimelig-idyllische Atmosphäre ist vom Autor wunderbar eingefangen worden - das leichte Plätschern des Wassers, der morgendliche Camping-Trubel … und natürlich der Dialekt, der mich mehrfach schmunzeln ließ. Das Lokalkolorit ist definitiv eines meiner Highlights des vorliegenden Werkes - herrlich authentisch und mit viel Liebe zum Detail eingeflochten.

Der Kriminalfall an sich wird eher ruhig erzählt - kein atemloser Thriller, sondern - so wie es auch das farbenfrohe Cover suggeriert - ein gemütlicher Krimi mit pointiertem Humor, einigen cleveren Beobachtungen und einem angenehm verschachtelten Aufbau, ohne dass es zu kompliziert wird. Der verschwundene Bäcker, ein mysteriöser Einbruch … und schon steckt man in einem feinen Netz aus Hinweisen, das man als mach Belieben entwirren kann. Die Spannung bleibt zwar eher moderat, aber der Ton macht hier ganz klar die Musik: augenzwinkernd, bodenständig, klug und einfach cozy.

Mit dem Hauptprotagonisten Kupernikus bin ich nicht vollständig warm geworden, aber gerade seine eigenwillige Art, kombiniert mit Annabells Lebensfreude, sorgt dafür, dass die Dynamik der beiden letztlich dennoch funktioniert. Ehrlich gesagt waren es für mich vor allem die urigen Nebenfiguren, die den Roman bereichert haben.

Der Schreibstil war für mich zunächst ein wenig ungewohnt, aber nie unangenehm; ich habe mich gern darauf eingelassen und mochte besonders die kleinen humorvollen Spitzen, die Winkelmann wunderbar zwischen die Zeilen streut. Gerade wer Cosy Crime mag, findet hier eine sehr gemütliche, unaufgeregte Ermittlungsatmosphäre, die perfekt für entspannte Lesestunden ist.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Ein ruhiger, humorvoller und sehr atmosphärischer Camping-Krimi, der mit Dialekt, Lokalkolorit und erinnerungswürdigen Figuren punktet. Kein nervenaufreibender Pageturner, aber ein kluger, angenehm entschleunigter Fall mit Charme. Ideal für alle Fans des Genres.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Setting-Liebe & tolle Figuren

Let's Make a Scene
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So ein herrlicher Read! Normalerweise locken mich Second-Chance-Geschichten eher selten, aber hier war ich einfach zu neugierig - und es hat sich gelohnt!

Der ganze Filmdreh- und TV-Background war genau ...

So ein herrlicher Read! Normalerweise locken mich Second-Chance-Geschichten eher selten, aber hier war ich einfach zu neugierig - und es hat sich gelohnt!

Der ganze Filmdreh- und TV-Background war genau mein Ding! Ich LIEBE Geschichten, die an Filmsets spielen. Dieses rundum authentisch gezeichnete Flair hat die Story getragen und war für mich eines der Highlights des Romans. Was ich außerdem gefeiert habe (- neben dem Fake-Dating- und Enemies-to-Lovers-Aspekt -), waren die zahlreichen Film-Referenzen: Dirty Dancing, Während du schliefst, E-Mail für dich … Filmklassiker, die mein Herz sofort höher schlagen lassen.

Eine weiteres Plus: Die ungemein sympathischen Nebenfiguren! … allen voran Hannah, die mich einfach begeistert hat. Sie ist die Art von literarischer bester Freundin, die nicht wie ein überzeichneter RomCom-Sidekick wirkt, sondern wie ein echter, warmherziger, humorvoller Mensch aus Fleisch und Blut. Jemand, den man sofort als beste Freundin adoptieren möchte. Ich habe die innige Verbindung, die Vertrautheit und Loyalität zwischen ihr und Cynthie so geliebt! Jeder Mensch braucht eine Hannah in seinem Leben.

Laura Wood schreibt modern, witzig, frech und absolut lebendig, ohne je ins Oberflächliche abzudriften. Ich war von Anfang an absolut gecatcht von ihrem wunderbaren Schreibstil.

Erzählt wird aus der Sicht von Cynthie und Jack, sowohl in der Gegenwart als auch mit Rückblicken auf das, was vor 13 Jahren zwischen ihnen passiert ist.

Der Aufbau ergibt Sinn, hat sich aber stellenweise über die immerhin rund 550 Seiten ein kleines bisschen gezogen. Vielleicht war dies der Grund, warum es für mich kein ganz großes Herzensbuch geworden ist, obwohl ich Setting, Figuren & Handlung geliebt habe. Und rein stilistisch wäre es ein glasklarer Fünf-Sterne-Read. - Ich kann es gar nicht genau festmachen. Die Geschichte hat mich durchweg unterhalten, aber sie hat mich nicht gänzlich dahinschmelzen lassen. Vielleicht lag es an der Länge, vielleicht daran, dass kleine Momente etwas gestreckt wirkten. Es war super, aber kein Für-immer-auf-der-Favoritenliste-Gefühl, eher: Ach-wie-nett-gerne-mal-wieder. Auf jeden Fall hat mir der Read ein richtig schönes Lesegefühl beschert und ich freue mich schon jetzt auf weitere Werke der Autorin.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Ein absolut unterhaltsamer RomCom-Roman mit toller Charaktertiefe, einem Setting, das ich liebe, und schlagfertigen Dialogen, die Spaß machen. Perfekt für alle, die Film- und Serienvibes mögen, Second Chances feiern und sich nach einer Geschichte sehnen, die selbst nach einer Verfilmung schreit. (Würde ich mir diese Verfilmung anschauen? Na, aber sowas von!) Klare Empfehlung an alle RomCom-Leser:innen und Film-Fans.

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Veröffentlicht am 21.11.2025

Gutes Werk zum Einstieg in die Thematik

Glimmer
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"Warum reden wir eigentlich so viel über das, was uns belastet, und so wenig über das, was uns Kraft gibt? Wo kommen die positiven Trigger vor - und wie können sie uns helfen, etwas mehr Licht in unser ...

"Warum reden wir eigentlich so viel über das, was uns belastet, und so wenig über das, was uns Kraft gibt? Wo kommen die positiven Trigger vor - und wie können sie uns helfen, etwas mehr Licht in unser Leben zu bringen?"

2025 war für mich ein Jahr voller privater Veränderungen, was sich auch auf mein Leseverhalten ausgewirkt hat. Natürlich liebe ich nach wie vor eine gute Romanze, doch insbesondere Sachbücher und Ratgeber haben mich in den letzten Monaten begeistern können (z.B. "Die Let Them Theorie" von Mel Robbins).

Nun gönnte ich mir also "Glimmer" - und finde nur positive Worte dafür. Freut euch auf:

❏ eine klare, übersichtliche Strukturierung der drei Abschnitte

❏ kurze, nachvollziehbare Fallbeispiele sowie persönliche Erfahrungen des Autors

❏ präzise formulierte Fragen, Tipps und praktische Übungsbeispiele für euren Alltag

❏ interessante Informationen aus Psychologie und Neurowissenschaften, leicht verständlich erklärt

❏ die simple, aber elementare Grundidee: "[…] richte deinen Fokus auf das, was dir guttut" - so wahr, so wichtig!

❏ den angenehmen Erzählton des Autors.

Zudem werden auch potentielle Herausforderungen/Hindernisse angesprochen, wie Glimmerblindheit oder Fake-Glimmer.

Vieles war mir bereits bekannt, sei es die Ankertheorie, die positive Wirkung eines Lächelns in neutralen Momenten oder die Verbindung von Düften bzw. Musik mit Erinnerungen/Emotionen. All dies habe ich nun ein wenig vertiefen können. Übrigens: Ohne es zu ahnen, hatte ich schon eine persönliche "Glimmer-Playlist" angelegt, die nun stetig wächst.

Fazit: Dieses knapp 270 Seiten umfassende Büchlein eignet sich ideal als Einstieg in die Thematik, daher empfehle ich es gerne weiter.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Feinfühlig erzähltes, modernes Märchen

Das Wunder der kleinen Dinge
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Dieses Buch ist keine klassische Romanze, auch kein typisches Fantasywerk mit epischem Worldbuilding, sondern eher eine Art modernes Märchen, das die Grenzen zwischen Realität und Magie zart verschwimmen ...

Dieses Buch ist keine klassische Romanze, auch kein typisches Fantasywerk mit epischem Worldbuilding, sondern eher eine Art modernes Märchen, das die Grenzen zwischen Realität und Magie zart verschwimmen lässt, und mich aufgrund seines Zaubers hin und wieder entfernt an "Die fabelhafte Welt der Amélie" erinnert hat.

Im Mittelpunkt steht Myra, eine junge Frau, die sich nach einem tragischen Unfall in die Welt ihrer "Villa Liliput" zurückzieht = ein detailreiches Miniaturhaus, das fast wie ein lebendiges Wesen wirkt (- ein Traum für jeden Puppenhaus-Fan, mein kleiner Schatz würde es lieben). Myras Villa-Blogposts berühren Menschen in aller Welt, darunter auch Alex, der plötzlich erkennt, dass dieses kleine Haus auf mysteriöse Weise mit seiner eigenen Familiengeschichte verbunden ist. - Ich wollte unbedingt die Zusammenhänge erfahren - wie kann so was möglich sein, was steckt dahinter?? Zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Schmerz und Heilung, Verlust und Liebe entfaltet sich eine einzigartige Geschichte voller poetischer Tiefe und Detailliebe.

Audrey Burges schreibt bildreich, ruhig und atmosphärisch dicht, mit einer wunderbaren Gabe, aus Alltäglichem etwas Besonderes zu machen. Die Kapitel springen hin und her zwischen Zeitebenen; im Fokus stehen Familie, Freundschaft, Verlust und Umgang mit Trauer, Selbstliebe/Selbstwertgefühl und Hoffnung. Ich habe Myras innere Reise vom Rückzug ins eigene Schneckenhaus hin zu neuen Verbindungen sehr gerne gelesen.

Ein besonderes Lob verdienen die Diskussionsthemen im Anhang. Solche Fragen (über Orte, die wir in uns tragen, Freundschaften, die uns prägen, oder Leidenschaften, die uns antreiben, usw.) wünsche ich mir in viel mehr Romanen. Sie regen zum Nachdenken an, machen das Leseerlebnis persönlicher und schenken dem Buch eine zusätzliche Tiefe, die weit über die letzte Seite hinausgeht. In einer Buchwelt, in der mittlerweile oft Farbschnitt und Extras im Vordergrund stehen (nicht falsch verstehen - auch ich liebe solche hübschen Details), ist das in meinen Augen ein wirklich kreatives und enorm bereicherndes Detail.



𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: Eine außergewöhnliche Mischung aus Magie und Poesie, Nachdenklichkeit und Sinnsuche, Märchen und Realität, feinfühlig erzählt. Klare Empfehlung für alle, die besondere Geschichten lieben.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Sehr speziell

Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde
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Die Meinungen zu dieser Reihe gehen weit auseinander.

Wer es gern ein wenig düster hat, flotte, frech-sarkastische Dialoge mag und sich für eine auf ihre eigene Weise fesselnde Kombination aus Fantasy ...

Die Meinungen zu dieser Reihe gehen weit auseinander.

Wer es gern ein wenig düster hat, flotte, frech-sarkastische Dialoge mag und sich für eine auf ihre eigene Weise fesselnde Kombination aus Fantasy und Action interessiert - inklusive recht brutaler Szenen, die schonungslos bis ins kleinste Detail beschrieben werden -, wird mit diesem immerhin fast 700 (!) Seiten umfassenden Schmöker, der den 3. Band von Stella Tacks "Ever & After"-Reihe bildet, mega happy sein.

Mir persönlich war es einen Hauch too much, dennoch gab es an der mitunter wirr-chaotischen, dafür niemals langweiligen Story auch einige Pluspunkte. Was mir beispielsweise gut gefallen hat:

❏ die kreative Grundidee - auch wenn ich an sich kein Fan der klassischen Märchen (und Fabeln) bin, weil sie mir schlichtweg zu düster sind: aufgemischt mit Stellas Humor ist dies für mich definitiv die angenehmere Option (sofern ich Horror-/Gewalt-Passagen überblättere),

❏ die Einbindung von Original-Märchenzitaten der Gebrüder Grimm zu jedem Kapitelbeginn passte prima zum Gesamtkonzept,

❏ das bildreiche Worldbuilding voller Magie und Gefahr.

Natürlich verdient auch die hübsche Aufmachung des Werkes eine Erwähnung, speziell der wunderschöne Farbschnitt.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Ideal für nicht-zartbesaitete Romantasy-Leser:innen - man beachte die Altersempfehlung. Für alle anderen gilt: Geschmacksache.

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