Unterhaltsam und lehrreich
Zum Schweigen verdammtDie Geschichte von Bruno und Eddy, die 1953 mit einem VW-Bus in den Iran aufbrechen, fängt langsam an und liest sich fast wie ein Reiseführer. Ich habe immer wieder Maps zur Hand genommen, um zu schauen, ...
Die Geschichte von Bruno und Eddy, die 1953 mit einem VW-Bus in den Iran aufbrechen, fängt langsam an und liest sich fast wie ein Reiseführer. Ich habe immer wieder Maps zur Hand genommen, um zu schauen, wo sich die Orte befinden, die die beiden auf den ersten Seiten bereist haben. So nach und nach wird die Geschichte aber gefühlvoller, wie man es von der Autorin gewohnt ist. Man erfährt einiges über die Kindheit der beiden Männer. Was mich aber ganz besonders an diesem Buch fasziniert hat, war doch die Geschichte Irans. Klar habe ich gewusst, dass es früher den Schah und Soraya gab, aber wer vorher regiert hat und warum dann nicht mehr, das habe ich alles nicht gewusst. Eigentlich kenne ich hauptsächlich den heutigen, in meinen Augen engstirnigen und grausamen Iran. Das Buch hat dazu beigetragen, die geschichtliche Entwicklung zu erlesen und zu verstehen. Hier wurde Fiktion und echte Geschichte gekonnt miteinander verwoben, so dass es ein spannender Lesegenuss war.