Profilbild von Gartenfee-Berlin

Gartenfee-Berlin

Lesejury Star
offline

Gartenfee-Berlin ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Gartenfee-Berlin über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2025

Bisher der schwächste Teil...

Vor der Stille
0

Dies ist der dritte Teil der beliebten Reihe um das Ermittlerduo Hanna Will und Jan de Bruyn. Die Ermittlungen in einem Mordfall führen das Duo in eine Welt, die geprägt ist von Prostitution und sozialen ...

Dies ist der dritte Teil der beliebten Reihe um das Ermittlerduo Hanna Will und Jan de Bruyn. Die Ermittlungen in einem Mordfall führen das Duo in eine Welt, die geprägt ist von Prostitution und sozialen Ungerechtigkeiten. Wieder einmal müssen die beiden mit einem ihnen fremden Team kooperieren, was nicht so einfach ist, wie man es aus den vorherigen Fällen vielleicht schon kennt. Allerdings nimmt die Beziehung zwischen Hanna und Jan zum Teil zu viel Raum ein und die eigentliche Ermittlungsarbeit kommt etwas zu kurz. Dennoch überzeugt der Roman durch eine gut durchdachte Handlung und überraschende Wendungen. Was mir besonders gefallen hat, ist dass Hanna Will und Jan de Bruyn sich von Buch zu Buch weiterentwickeln und an Tiefe gewinnen. Ihre Beziehung zueinander ist glaubwürdig dargestellt und bereichert die Geschichte.

"Vor der Stille" ist ein gelungener Krimi, der sowohl Fans der Reihe als auch neue Leser ansprechen dürfte (obwohl ich empfehlen würde, die beiden vorherigen Teile zuerst zu lesen). Die Autorin versteht es, eine spannende Geschichte zu erzählen und dabei gleichzeitig wichtige soziale Themen anzusprechen. Auch wenn man sich manchmal mehr Fokus auf die Ermittlungsarbeit wünschen könnte, bietet das Buch ein unterhaltsames Leseerlebnis.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.03.2025

Ein Hauch von Dolce Vita und Herzschmerz

Herzklopfen in der Boutique del Mar (Verliebt in Italien)
0

Dieses Buch ist der 6. Teil der Toskana-Reihe von Hanna Holmgren und ein wahrer Genuss für alle Romantik-Fans, die sich nach einer Auszeit in der toskanischen Sonne sehnen. Die Autorin schafft es meisterhaft, ...

Dieses Buch ist der 6. Teil der Toskana-Reihe von Hanna Holmgren und ein wahrer Genuss für alle Romantik-Fans, die sich nach einer Auszeit in der toskanischen Sonne sehnen. Die Autorin schafft es meisterhaft, die malerische Kulisse der Toskana zum Leben zu erwecken. Ich konnte förmlich den Duft von Pinien und Meer spüren, während ich Rosalia auf ihrer Reise der Selbstfindung begleitete. Doch nicht nur die Umgebung, sondern auch die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet. Rosalia ist eine sympathische Protagonistin, deren Verletzlichkeit und Stärke gleichermaßen berühren. Ihre Begegnung mit Romano sorgt für prickelnde Spannung und lässt das Herz der Leser höher schlagen. Die Nebencharaktere, wie die warmherzigen Dorfbewohner, runden das Bild ab und verleihen der Geschichte eine zusätzliche Tiefe. Ganz besonders, wenn man die vorherigen Teile schon gelesen hat, in denen alle schon mal mehr oder weniger aufgetaucht sind.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Mischung aus Romantik, Mode und Selbstfindung. Hanna Holmgren schafft es gekonnt, leichte Unterhaltung mit tiefgründigen Themen zu verbinden. Die Geschichte zeigt, dass es nie zu spät ist, einen Neuanfang zu wagen und sein Glück selbst in die Hand zu nehmen. Es ist mehr als nur ein Liebesroman. Es ist eine Ode an das Leben, an die Schönheit der Einfachheit und an die Kraft der Freundschaft. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich nach einer Auszeit vom Alltag sehnt und dabei noch eine bewegende Geschichte erleben möchte. Ich hoffe, dass diese Serie noch ein paar weitere Teile bekommen wird, da es jedes Mal aufs Neue wieder ein Nachhausekommen beim Lesen ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.03.2025

Eine fesselnde Zeitreise mit dem ältesten Kreuzfahrtschiff der Welt

Fernwehland
0

Kati Naumann entführt uns in ihrem historischen Roman "Fernwehland" auf eine unvergessliche Reise. Das Hörbuch, gelesen von Kaja Sesterhenn, macht dieses Erlebnis noch intensiver. Die Geschichte spielt ...

Kati Naumann entführt uns in ihrem historischen Roman "Fernwehland" auf eine unvergessliche Reise. Das Hörbuch, gelesen von Kaja Sesterhenn, macht dieses Erlebnis noch intensiver. Die Geschichte spielt auf der "Astoria", einem legendären Kreuzfahrtschiff, das sowohl in der DDR-Zeit als auch in der Gegenwart eine Rolle spielt. Wir begleiten die Stewardess Simone und den Matrosen Henri, die auf diesem Schiff eine bewegte Vergangenheit verbindet. Dazu stößt noch die Schwedin Frieda, die damals schon bei der Taufe des Schiffes dabei war und die junge Elli, die ganz allein auf Reisen ist.

Die Autorin verwebt geschickt die Schicksale der Figuren mit der Geschichte des Schiffes und der politischen Ereignisse. Dabei entsteht ein atmosphärisch dichtes Bild einer vergangenen Zeit, in der das Reisen noch etwas Besonderes war. Man erfährt viel über das Leben an Bord eines solchen Schiffes und über die politischen Verhältnisse in der DDR. Zum Teil gibt es allerdings Begriffe, mit denen ich gar nichts anfangen kann (u. a. ging es dabei um einen Tisch und eine Wand).

Einziger Kritikpunkt ist, dass die Geschichte manchmal etwas langsam erzählt wird. Aber gerade diese Langsamkeit trägt wiederum dazu bei, die Atmosphäre und die Stimmung des Romans einzufangen. Wahrscheinlich geht das Buch jemandem mit Ostdeutschen Wurzeln noch mehr zu Herzen, aber alles in allem fand ich es gut erzählt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.03.2025

Immer wieder spannend

Spröde Sprotten schwimmen schlecht
0

Wir sind mittlerweile bei Teil 12 angelangt, aber es wird nie langweilig in Neuharlingersiel. Rosa, Henner und Rudi und natürlich alle Familienmitglieder und Freunde drumherum dürfen wieder in einem Mordfall ...

Wir sind mittlerweile bei Teil 12 angelangt, aber es wird nie langweilig in Neuharlingersiel. Rosa, Henner und Rudi und natürlich alle Familienmitglieder und Freunde drumherum dürfen wieder in einem Mordfall ermitteln. Auch Kommissar Schnepel poltert wieder wie gewohnt unsympathisch durch die Verdächtigen und schießt sich sofort nur auf eine Verdächtige ein.

Die Autorinnen verstehen es meisterhaft, Spannung aufzubauen und den Leser immer wieder auf die falsche Fährte zu locken. Die Charaktere werden so lebendig beschrieben und so liebevoll ausgestaltet, dass man sich bei manchen Zeilen einfach dazu setzen mag.

Eine tolle Serie, die in jedem Band aufs Neue Spannung und Humor miteinander verknüpft und jedes Mal ein tolles und passendes Cover präsentiert, auf dem die Möwe mit Fliegerbrille nicht fehlen darf.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.03.2025

Interessant, aber nicht so flüssig zu lesen

Die Allee
0

Florentine Anders' Debütroman „Die Allee“ ist ein ambitioniertes Werk, das die Geschichte der Stalinallee in Ost-Berlin mit dem Schicksal einer Familie verwebt. Während das Buch in einigen Aspekten überzeugt, ...

Florentine Anders' Debütroman „Die Allee“ ist ein ambitioniertes Werk, das die Geschichte der Stalinallee in Ost-Berlin mit dem Schicksal einer Familie verwebt. Während das Buch in einigen Aspekten überzeugt, offenbaren sich auch Schwächen. So gelingt es der Autorin, ein lebendiges Bild der Nachkriegszeit und der frühen DDR zu zeichnen. Die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen werden anschaulich dargestellt. Die Verknüpfung von Architekturgeschichte und persönlichem Schicksal ist interessant und bietet neue Perspektiven auf die Entstehung der Stalinallee. Die Autorin entfaltet ein komplexes Geflecht aus familiären Beziehungen und Konflikten und gibt einen guten Einblick in das Leben des Architekten Hermann Henselmann und seiner Familie, die mir (als Wessi) vorher allerdings völlig unbekannt waren.

Der Schreibstil ist für mich gewöhnungsbedürftig. Florentine Anders schreibt in der Gegenwartsform, was ich nicht immer ganz so flüssig fand. Leider waren auch recht viele Rechtschreibfehler im Buch, was ich immer sehr schade finde, muss man doch fürs gebundene Exemplar 24 Euro bezahlen.

Obwohl das Buch auf umfangreicher Recherche basiert, (Florentine Anders ist die Enkelin des Stararchitekten) gibt es einige Ungenauigkeiten und Vereinfachungen. Die Figuren sind zwar vielschichtig angelegt, bleiben aber zum Teil blass. Ihre Motivationen und inneren Konflikte werden nicht immer deutlich. Die Charakterentwicklung bleibt auf der Strecke.

Für mich war das Buch jetzt leider kein Lesehighlight, was daran liegen mag, dass ich weder mit der DDR noch mit der Architektur verbunden bin. Das mag für andere Leser vielleicht sehr viel spannender sein. Dennoch habe ich hin und wieder nach Bildern aus dieser Geschichte gesucht, um wenigstens etwas mitgenommen zu werden und meine mangelnden Ost-Berlin-Kenntnisse ein wenig zu verbessern.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere