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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2023

Effie ist wieder da

Witches of Brooklyn - Eine Stadt voller Hexen
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Effie ist ein Hexe und hat sich mittlerweile an ihr neues Leben bei ihren beiden Tanten gewöhnt. Es sind Weihnachtsferien, aber Berrit hat sich kein einziges Mal bei ihr gemeldet. Warum wohl das? Aber ...

Effie ist ein Hexe und hat sich mittlerweile an ihr neues Leben bei ihren beiden Tanten gewöhnt. Es sind Weihnachtsferien, aber Berrit hat sich kein einziges Mal bei ihr gemeldet. Warum wohl das? Aber das wird sich in der Schule bestimmt wieder klären. Erst einmal lernt Effie ganz viele andere Hexen kennen, die alle Gutes in ihren Stadtteilen bewirken und sich sehr freuen, dass es mit Effie nun auch eine Junghexe in Brooklyn gibt. Die Schule beginnt, aber Berrit ignoriert Effie weiterhin und kümmert sich nur um Garance, eine Französin, die in ihrem Haus lebt und mit der sie schon in den Ferien jede freie Minute verbracht hat. Effie kann damit so gar nicht umgehen und auch die Ratschläge der Tanten helfen nicht so wirklich weiter. Aber es gibt auch noch das Problem mit der stürmischen Kreuzung. Seitdem dort ein Neubau entstanden ist, gibt es immer wieder Unfälle. Da müssen die Hexen ran.
Auch hier haben mir die Illustrationen wieder richtig gut gefallen und die Abenteuer von Effie sind hoffentlich noch nicht alle erzählt.

Veröffentlicht am 22.02.2023

Meisterhaft

Die marmornen Träume
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Jean-Christophe Grangé steht schon lange für spannende, oftmals blutige Thriller, die nichts für schwache Nerven sind. Nun hat er sich an ein neues Genre herangewagt und einen historischen Thriller geschrieben. ...

Jean-Christophe Grangé steht schon lange für spannende, oftmals blutige Thriller, die nichts für schwache Nerven sind. Nun hat er sich an ein neues Genre herangewagt und einen historischen Thriller geschrieben. Spannend, psychologisch raffiniert und gut eingebunden in die historischen Gegebenheiten - auch hier hat Grangé wieder einmal bewiesen, dass er einfach ein Meister seines Faches ist, auch wenn er den Schwerpunkt variiert. Ein sehr langes Buch, bei dem jedoch keine Langeweile aufkommt. Am besten nimmt man sich ein freies Wochenende ohne Termine vor, denn einmal mit der Lektüre begonnen, fiel es mir wirklich schwer, wieder aufzuhören. Die Personen sind alle differenziert beschrieben. Die Spannung ist von der ersten Minute präsent.
Im Hotel Adlon lassen es sich die Gattinnen hochrangiger Nazigrößen gut gehen, doch dann wird eine nach der anderen ermordet. Wer steckt dahinter und welches Motiv? Die Damen haben alle dem Psychoanalytiker Simon Kraus ihr Herz ausgeschüttet, was dieser sich gut bezahlen ließ. Die Ermittlungen werden von Kraus, dem SS-Offizier Franz Beween und der Psychiaterin Minna von Hassel durchgeführt. Besonders von Hassel ist eine interessante Persönlichkeit.
Gelungene Spannung auf ganzer Länge.

Veröffentlicht am 22.02.2023

Erschreckendes Zukunftsszenario

Mind Gap
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Vera Teltz und Herbert Schäfer haben dieses Hörbuch sehr gut vertont und beide mehrere Perspektiven übernommen. Durch den Sprecherwechsel konnte ich mich besser auf den Inhalt konzentrieren.
Die Geschichte ...

Vera Teltz und Herbert Schäfer haben dieses Hörbuch sehr gut vertont und beide mehrere Perspektiven übernommen. Durch den Sprecherwechsel konnte ich mich besser auf den Inhalt konzentrieren.
Die Geschichte spielt in einer gar nicht so weit entfernten Zukunft. Die Digitalisierung ist weiter voran geschritten. Das Fortschrittlichste auf dem Markt ist der sogenannte NINK, der implantiert oder eher gespritzt wird. Darüber kann man im Internet recherchieren, Nachrichten versenden, speichern,... Aber was passiert, wenn dieses System missbraucht wird?
Silvie Mankowitz ist Journalistin. Ihr Bruder Samuel ist seit zwei Jahren tot, doch dann erhält sie auf einmal einen Anruf von ihm. Er möchte sich mit ihr treffen, doch dazu kommt es dann nicht. Sylvie beginnt zu recherchieren und bringt sich immer weiter in Gefahr. Eine weitere Perspektive spielt in Manila, wo Daten verarbeitet werden.
Unglaublich gut und spannend geschrieben und mit einem sehr überraschenden Ende.

Veröffentlicht am 19.02.2023

Wenn der Tod an deine Tür klopft

Jetzt ist Sense
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Liv hat Geburtstag. Es ist ihr 50. Da klingelt es an der Tür. Vielleicht ein Stripper, den ihre Freundin vorbei geschickt hat? Aber nein. Es ist ein Mann in dunklem Umhang und einer Sense - einer Sense? ...

Liv hat Geburtstag. Es ist ihr 50. Da klingelt es an der Tür. Vielleicht ein Stripper, den ihre Freundin vorbei geschickt hat? Aber nein. Es ist ein Mann in dunklem Umhang und einer Sense - einer Sense? Hm, was will der wohl von der alten Frau Keller? Denn er hat sich angeblich in der Tür geirrt. In den nächsten Tagen trifft sie immer wieder auf Zino. Und zwar ohne die Verkleidung.
Leider verrät der Klappentext ziemlich viel und ich bin froh, dass ich ihn direkt vor dem Hören nicht noch einmal durchgelesen habe.
Ein humorvoller Roman mit durchaus ernsten Untertönen, der aber nicht belehrend rüberkommt. Zwischendurch war es mir allerdings dann doch etwas zu abgedreht und abschweifend; die Nebengeschichte der Tochter der Freundin hätte für mich hier nicht unbedingt dazu gehören müssen. Das Ende gefiel mir und ist eine logische Konsequenz. Sandra Borgmann kenne ich bereits von anderen Hörbüchern und sie ist hier gut besetzt.

Veröffentlicht am 19.02.2023

Ein Fall für den "neuen Maigret"

Lacroix und das Sommerhaus in Giverny
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Ich liebe die Aquitaine-Krimis von Alexander Oetker und als ich erfahren habe, dass er auch unter dem Pseudonym Alex Lépic eine Krimireihe schreibt, war ich sehr gespannt.
Protagonist ist Kommissar Lacroix, ...

Ich liebe die Aquitaine-Krimis von Alexander Oetker und als ich erfahren habe, dass er auch unter dem Pseudonym Alex Lépic eine Krimireihe schreibt, war ich sehr gespannt.
Protagonist ist Kommissar Lacroix, der in Paris lebt, es eher gemächlich angeht, es liebt, Pfeife zu rauchen, den Spitznamen "Maigret" hat, aber nicht gerne mit diesem Roman-Ermittler verglichen wird. Verheiratet ist er mit Dominique, die Bürgermeister des 5. Arrondissement ist.
Dieser Fall spielt im August in Paris. Die Pariser sind noch nicht in ihre Stadt zurückgekehrt; die rentrée erfolgt erst Anfang September. Eine gute Zeit, um Akten abzuarbeiten. Aber dann wird Lacroix zu Madame de Touquet "zitiert". Die Dame residiert in Paris und besitzt ein petit château in Giverny, wo auch Lacroix ein Häuschen besitzt. Madame hat die Befürchtung, dass man sie umbringen möchte und Lacroix soll ermitteln, aber bitte ganz diskret.
Der Krimi lässt sich Zeit, bis es zum Mord kommt und wie immer bei Oetker spielt auch hier gutes Essen eine Rolle sowie Beschreibungen von Paris und Giverny.
Allerdings gibt es dann immer mehr Ungereimtheiten und so ist die zweite Hälfte des Hörbuchs den Ermittlungen gewidmet. Mein Verdacht hinsichtlich des Täters hat sich bestätigt, aber das hat meiner Hörfreude keinen Abbruch geleistet. Ich freue mich, mir weitere Fälle von Lacroix anzuhören. Felix von Manteuffel kenne ich bereits von anderen Hörbüchern und ich mag seine Stimme gerne.