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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2022

Ein Pferdchen aus Bernstein

Halligzorn (Ein Minke-van-Hoorn-Krimi 2)
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Mir hat schon der erste Krimi mit Minke Hoorn gut gefallen und ich habe mich sehr auf einen neuen Fall gefreut im fiktiven Jüstering mit den vorgelagerten Halligen Midsand und Nepken. Dieses Mal spielt ...

Mir hat schon der erste Krimi mit Minke Hoorn gut gefallen und ich habe mich sehr auf einen neuen Fall gefreut im fiktiven Jüstering mit den vorgelagerten Halligen Midsand und Nepken. Dieses Mal spielt die Hitze im heißen Sommer. Es ist einfach nur heiß, aber ansonsten passiert einfach nichts und Minke langweilt sich. Auf Midsand vermutet ein Archäologenteam die Überreste des untergegangenen Everbeck und nach dem Fund eines gut erhaltenen Pferdchens aus Bernstein ist die Wahrscheinlichkeit einer archäologischen Sensation groß. Doch dann wird dieses Pferdchen gestohlen. Minkes schwäbelnde Assistentin kümmert sich um den Diebstahl des Pferdchens und Minke selbst muss sich bald um einen Mord kümmern, denn während eines Halligfestes wird Leonie Schwarz ermordet aufgefunden, in der Brust steckt noch der Eispickel.
Unterbrochen wird die Erzählung immer wieder von den Ereignissen vom 16. Januar 1362 in Everbeck. Erzählt aus immer wieder neuen Perspektiven wird der Tag einer bedeutenden Hochzeit erzählt, während das Wetter immer schlechter wird.
Spannend und mit viel Flair erzählt. Auch die private Hintergrundgeschichte wird wohl dosiert weiter erzählt. Das Ende wartet dann auch noch mit einer Überraschung auf. Ich würde mich sehr über weitere Bände der Reihe freuen.

Veröffentlicht am 27.09.2022

Viel schwarzer Humor

Der schwarzzüngige Dieb (Schwarzzunge, Bd. 1)
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Das Cover des Buches hat mich sofort in den Bann gezogen und ich war interessiert, worum es in diesem Buch geht. Ein recht typisches Cover für ein Fantasy-Buches, im positiven Sinne. Es macht einfach Lust, ...

Das Cover des Buches hat mich sofort in den Bann gezogen und ich war interessiert, worum es in diesem Buch geht. Ein recht typisches Cover für ein Fantasy-Buches, im positiven Sinne. Es macht einfach Lust, diese neue Welt zu erkunden und mehr über den schwarzzüngigen Dieb zu erfahren. Der Protagonist Kinsch Na Shannack soll der Rabenritterin Galva folgen - weshalb? Das weiß er nicht, aber irgendwie muss er seine Schulden ja schließlich begleichen. Und wer wissen möchte, was es mit den mörderischen Bäumen auf sich hat, der sollte sich dieses Buch auch nicht entgehen lassen.
Christopher Buehlmann konnte mich schnell überzeugen, sowohl von seinem Schreibstil, als auch von seiner fantasievoll ausgestalteten Welt, den vielschichtigen Charakteren und allem voran natürlich einer spannungsgeladen Geschichte mit nicht nur einer Prise schwarzen Humors, sondern gleich einem ganzen Sack voll davon. Ich bin hier voll auf meine Kosten gekommen und schon sehr gespannt darauf, wie es weitergehen mag.

Veröffentlicht am 27.09.2022

Humbrecht

Der Regenbogenfisch glaubt nicht alles
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Ein Cover, bei dem man sofort die Reihe erkennen kann. Der kleine Regenbogenfisch mit dem Glitzer auf den Flossen - damals etwas Besonderes, inzwischen eher so etwas wie das Markenzeichen dieser Buchreihe ...

Ein Cover, bei dem man sofort die Reihe erkennen kann. Der kleine Regenbogenfisch mit dem Glitzer auf den Flossen - damals etwas Besonderes, inzwischen eher so etwas wie das Markenzeichen dieser Buchreihe - zusammen mit einem größeren Fisch, der etwas Erstaunliches zu erzählen scheint, da der Regenbogenfisch die Flosse vor den Mund hält und erstaunt guckt. Und richtig, das ist Humbrecht, der jeden Tag mit einer neuen Geschichte ankommt, so zum Beispiel, dass es jenseits des Riffs Schwärme gibt, die den Regenbogenfisch und die anderen bedrohen. Und jedes Mal hat Humbrecht angeblich einen Plan, um weiter zu helfen. Doch am nächsten Tag kommt er mit einer neuen haarsträubenden Geschichte daher. Das geht so weit, dass ihm keiner mehr glauben mag. Doch der Regenbogenfisch hat eine Lösungsstrategie entwickelt, mit der allen geholfen ist. Ein schönes neues Abenteuer mit tollen Illustrationen.

Veröffentlicht am 27.09.2022

Eine Reihe ungeklärter Morde

Die Totenärztin: Donaunebel
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"Es tanzt der Bi-ba-Butzemann..." - dieses Lied singt die kleine Marie vor sich hin, während sie auf den Weg nach Hause ist, zu einer Ansammlung armseliger Hütten im Wald. Doch als sie dort ankommt, sind ...

"Es tanzt der Bi-ba-Butzemann..." - dieses Lied singt die kleine Marie vor sich hin, während sie auf den Weg nach Hause ist, zu einer Ansammlung armseliger Hütten im Wald. Doch als sie dort ankommt, sind alle, die dort gelebt haben, tot. Nach diesem gruseligen Prolog wechselt die Perspektive zu Fanny Goldmann, die sich bei ihrem Vorgesetzten als Assistentin bei einer Obduktion bewähren möchte, doch dabei geht leider alles schief. Aber das ist bald vergessen, denn Fanny und ihre Kollegen werden zu dem Ort im Wald geführt, um eine äußere Leichenschau vorzunehmen, was ganz neu ist. Aber es stellen sich zu viele Fragen, wie diese Menschen ums Leben gekommen sein könnten. Fanny hat das Gefühl, von einer seltsamen Kreatur verfolgt zu werden.
Ich kannte nur den ersten Band der Reihe, aber auch ohne Kenntnis des zweiten, hat mir dieser Fall mit der vorwitzigen Fanny gut gefallen. Alte Bekannt wie ihr Cousin Schlomo oder ihre Freundin Tilde tauchen auch hier wieder auf und mit den beiden erhalten wir wieder einen kleinen Einblick in die Theaterwelt, allerdings nur Kleinigkeit. Mit Max, Fannys Freund, erfahren wir die Ermittlungen aus Sicht der Polizei.
Neben einem spannenden Fall gibt es weitere Einblicke in die damalige Rechtsmedizin, in ein Wien zu Beginn des 20. Jarhunderts und weitere Themen. Ich freue mich schon auf den vierten Teil der Reihe. Die Stimme von Katharina Ballan passt sehr gut zu diesem Wiener Krimi.

Veröffentlicht am 27.09.2022

Anne-Maj ermittelt wieder

Mord im Kurhotel
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Anne-Maj hat im letzten Jahr erfolgreich den Mord im Trödelladen aufgeklärt. Nun gönnt sie sich nach einer Knie Operation eine Reha in einem luxuriösen Kurhotel, einzig und allein aus dem Grund, weil diese ...

Anne-Maj hat im letzten Jahr erfolgreich den Mord im Trödelladen aufgeklärt. Nun gönnt sie sich nach einer Knie Operation eine Reha in einem luxuriösen Kurhotel, einzig und allein aus dem Grund, weil diese Einrichtung nicht so weit von zu Hause entfernt liegt. Damit ihre Tochter, ihre Enkelin und natürlich auch ihr Dackel sie regelmäßig besuchen können.
Allerdings ist das alles jetzt komplizierter geworden wegen Corona. Aber zum Glück trägt das Personal Masken. Corona hat also auch in diese Krimireihe "Einzug gehalten", spielt allerdings eher immer im Hintergrund eine Rolle.
Anne-Maj ist weiterhin ein Genussmensch und so fällt ihr natürlich der geringe Standard der Küche auf und sie vermisst es, endlich wieder einmal selbst zu kochen. Dabei müsste sie doch eigentlich abnehmen - auch wegen des Knies. Und vor allem regelmäßig alle ihre Übungen machen, wie ihr Physiotherapeut immer wieder betont. Zum Glück hat sie die guten, verschreibungspflichtigen Schmerzmittel.
Aber bevor Langeweile aufkommen kann, findet Anne-Maj schon wieder eine Leiche. Eine junge Frau ist im Schlammbad ermordet worden. Die Gruppe um Anne-Maj herum möchte unbedingt ermitteln und Anne-Maj ist ja immerhin eine ausgewiesene Expertin, aber das möchte sie gar nicht; zumindest nicht mit der ganzen Gruppe. Der nette Polizist vom letzten Jahr ist auch wieder da, allerdings möchte seine Chefin Lieselotte nicht, dass Anne-Maj in die Ermittlungen eingreift. Große Hilfe ist hingegen Didi, ihre Enkelin, die sich ja so gut mit Computer und dem Ganzen Zeug auskennt.
Alles in allem wieder ein amüsanter, leichter Krimi mit vielen Schmunzelmomenten, der mich gut unterhalten konnte und super vorgelesen wird von Sabine Fischer.