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Veröffentlicht am 04.05.2019

Über alle Grenzen

Über alle Grenzen
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Über alle Grenzen, von Hera Lind

Cover:
Passend zur Geschichte.

Inhalt:
In den 1950er Jahren zieht die Familie Alexander von Thüringen nach Erfurt, hier übernimmt der Vater die Leitung im Zoo. Vorerst ...

Über alle Grenzen, von Hera Lind

Cover:
Passend zur Geschichte.

Inhalt:
In den 1950er Jahren zieht die Familie Alexander von Thüringen nach Erfurt, hier übernimmt der Vater die Leitung im Zoo. Vorerst ein Paradies für die Familie, vor allem die Kinder.
Als dann die Mauer gebaut wird, ist es ja erst mal nicht so schlimm, aber irgendwann ist es dann zu spät.
Der musikalisch hochtalentierte und auch berühmte Sohn Bruno, ist frisch verheiratet und Vater eines Sohnes, doch er kommt mit dem System nicht zurecht und seine ganz spontane Flucht, wird für ihn und seine Familie zum Schicksal, das für alle im Drama endet.


Meine Meinung:
Wieder eine unglaubliche Story, aus der Feder von Hera Lind, die auf Tatsachen beruht.
Einfach atemberaubend und erschütternd, dass dieser Teil der deutsch/deutschen Geschichte erst 50 Jahre zurückliegt.
Ich bin im Westen aufgewachsen und kann mir nicht im geringsten vorstellen, dass das System in der DDR so unglaublich hart und unmenschlich reagiert und sich so lange gehalten hat. Was mussten die Menschen dort nur erdulden.
Und dieses Gefühl, diese Stimmung und diese Emotionen, denke ich, hat die Autorin, (zusammen mit den beiden Ideengebenden Protagonistinnen) einfach brilliant eingefangen und wiedergegeben.
Hier noch zwei Zitate, die mir einfach nur Hochachtung vor den Menschen, die dort leben mussten,obwohl sie ausreisen wollten, abringt:
…Wir gehen jetzt drei Schritte zurück, aber nur um Anlauf zu holen…
…Sie essen noch viel heisser, als es gekocht wird…

Autorin:
Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen sensationellen Erfolg hatte. Mit den Tatsachenromanen wie »Die Frau, die zu sehr liebte«, »Hinter den Türen« und »Die Frau, die frei sein wollte« eroberte sie erneut die SPIEGEL-Bestsellerliste und machte dieses Genre zu ihrem Markenzeichen. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

Mein Fazit:
Eine erschütternde Geschichte, erzählt voller Wä rme und Empathie, die mich in ihren Bann gezogen hat.
Von mir 5 Sterne.

Veröffentlicht am 25.04.2019

Wanda von Karl May

Wanda
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Wanda, von Karl May

Die Rezession bezieht sich auf die Ausgabe von editon Oberkassel 2018, modern überarbeitete Form.

Cover:
Genau so kann man sich die Hauptprotagonistin Wanda vorstellen.

Meine Meinung:
Der ...

Wanda, von Karl May

Die Rezession bezieht sich auf die Ausgabe von editon Oberkassel 2018, modern überarbeitete Form.

Cover:
Genau so kann man sich die Hauptprotagonistin Wanda vorstellen.

Meine Meinung:
Der Einstig in die Geschichte hat mir gut gefallen, der Schreibstil ist flüssig, wenn auch die Dialoge und die Sprache eine ganz andere ist wie heute und es gibt Sprüche die ich noch nie gehört habe, was es beim Lesen auch wieder schwierig für mich machte.
Hier wird einfach deutlich zu welcher Zeit diese Geschichte geschrieben wurde.
Vor allem wird immer wieder auf Gesellschaftliche Formen, zwischen hoch und niedergestellten Personen hingewiesen, Auf Ehre und Stand die man zu bedenken und zu schützen hat.
Es herrscht aber auch Korruption sowie Lug und Trug.

Der eingebaute Dialekt (war das wohl in der Originalfassung auch schon so?), macht es sehr authentisch. Vor allem in der ersten Hälfte musste ich sehr oft über den Humor lachen.
Am Anfang dachte ich, das ist ja eine Liebesgeschichte, wo bleibt die Krimihandlung? Die dann aber in gewisser Weise schon noch kam.

Insgesamt hat sich das Ganze für mich sehr interessant gelesen, vor allem wenn man an „Karl May“ als Schriftsteller von Western denkt.
Aber es war für mich auch sehr kompliziert, verworren und verzwickt.

Autor:
Der berühmte Karl May, geboren 25.2.1842, gestorben 30.3.1912,.
Er schrieb diese Geschichte, als er noch nicht durch seine Western berühmt war.

Mein Fazit:
Ein Kurzroman mit einer Mischung aus Liebesroman und Krimi, allerdings in einer ganz anderen Zeit. Und die Handlung, sowie die Gesellschaft, ihr Verhalten und die Dialoge sind für mich ganz schwer nachzuvollziehen.
Ein Fenster in eine vergangene Zeit.
4 Sterne.

Veröffentlicht am 24.04.2019

A Stranger in the House

A Stranger in the House
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A Stranger in the House,
Das Böse ist näher als du denkst, von Shari Lapena

Cover:
Passt zur Geschichte.

Inhalt:
Nach einem schweren Autounfall hat Karen eine Amnesie.
Doch was steckt wirklich dahinter?
Als ...

A Stranger in the House,
Das Böse ist näher als du denkst, von Shari Lapena

Cover:
Passt zur Geschichte.

Inhalt:
Nach einem schweren Autounfall hat Karen eine Amnesie.
Doch was steckt wirklich dahinter?
Als ganz in der Nähe des Unfallortes eine Leiche entdeckt wird kommt ein Puzzelteil zum anderen und die Frage ist: wer sagt die Wahrheit?

Meine Meinung:
Der Einstig finde ich, ist recht gelungen.
Als Leser breitet sich langsam Spannung aus und ich frage mich wer sagt die Wahrheit? Fragen über Fragen tauchen auf. Jeder hat irgendwie ein Geheimnis und es entwickelt sich ein totales Mistrauen, jeder misstraut jedem.
Doch dieser Spannungsbogen kann nicht gehalten werden. Irgendwann dreht sich alles im Kreis und es gibt einfach zu viele Wiederholungen.
Fast am Ende haben wir dann eine Patt-Situation die uns als Leser nicht unbedingt befriedigt.
Das Ende ist mir dann zu sehr ein Klischee und eine Notlösung.

Die Idee zum Buch ist gut, wenn auch nicht neu, die Tatverdächtige glänzt nach dem Unfall mit Amnesie, doch diese lässt sich schlecht beweisen.

Der Schreibstil ist mir auch zu abgehackt, kurze harte Sätze, dadurch liest es sich manchmal doch recht holprig.

Autorin:
Shari Lapena arbeitete als Rechtsanwältin und Englischlehrerin, bevor sie sich dem Schreiben widmete. Sie lebt mit ihrem Ehemann und den beiden gemeinsamen Kindern in Toronto.

Mein Fazit:
Ein solider Thriller, der aber nicht zu schillern vermag.
Von mir 3 Sterne

Veröffentlicht am 23.04.2019

Heute fängt der Himmel an

Heute fängt der Himmel an
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Heute fängt der Himmel an, von Kristin Harmel

Cover :
Wunderschön romantisch.

Inhalt:
Eine sehr schöne Geschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt.
Kurz nach dem Tod ihrer Großmutter Margaret bekommt ...

Heute fängt der Himmel an, von Kristin Harmel

Cover :
Wunderschön romantisch.

Inhalt:
Eine sehr schöne Geschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt.
Kurz nach dem Tod ihrer Großmutter Margaret bekommt die Journalistin Emily ein mysteriöses Gemälde zugesendet, das eine Frau unter einem wunderschönen violetten Himmel zeigt. Emily erkennt, dass es sich um ihre Großmutter Margaret handeln muss, doch dem Bild ist nur eine anonyme Notiz beigelegt: „ Sie war die Liebe seines Lebens“.
Und so beginnt Emily nachzuforschen.
Dadurch kommt sie von USA nach Deutschland und sie dringt tief in ihre eigene verworrene Familie vor und beginnt eine tragische, unsterbliche Liebe aufzudecken.

Meine Meinung:
Ein Buch das mich wieder überzeugt hat.
Eine bewegende und wunderschöne, wenn auch tragische Liebe, die ihren Beginn 1944 in einem Kriegsgefangenenlager in den USA hat.
Ein Teil aus der Historie, der nicht sooo sehr bekannt ist.

In der Gegenwart beginnt das Buch mit Emily die an einem Punkt ihres Lebens steht an dem sie an sich selber zu verzweifeln droht.

Die Autorin hat die Personen sehr feinfühlig und authentisch beschreiben. Sie haben ihre eigenen Gedanken und Moralvorstellungen, und tun sich teilweise schwer sich selber zu vergeben.
Sowohl die Geschichten in der Vergangenheit als auch die in der Gegenwart entwickeln ihre eigene Dynamik und es kommt eine Spannung auf, die mich das Buch kaum mehr aus der Hand hat legen lassen.

Autorin:
Kristin Harmel ist Autorin und Journalistin. Sie lebt mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn in Orlando, Florida.

Mein Fazit:
Ein wunderschöner Roman über die Liebe, über Familie, und wie eins das andere beeinflusst.
Er hat mir wunderschöne Lesestunden geschenkt.
Volle Punktzahl – 5 Sterne.

Veröffentlicht am 19.04.2019

Im Himmel gibt es einen Bahnhof

Im Himmel gibt es einen Bahnhof
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Im Himmel gibt es einen Bahnhof, von Jando

Cover:
Sehr schön, passend zum Buch und macht neugierig.

Inhalt und meine Meinung:
Ein alter Mann sitzt alleine und ganz traurig am Meer. Er weiß nicht wer ...

Im Himmel gibt es einen Bahnhof, von Jando

Cover:
Sehr schön, passend zum Buch und macht neugierig.

Inhalt und meine Meinung:
Ein alter Mann sitzt alleine und ganz traurig am Meer. Er weiß nicht wer er ist und wie er hier her gekommen ist.
Dann kommt Maja und beginnt zu erzählen:

Eine wundervolle zeitlose Geschichte (Märchen), in der ganz viel Hoffnung, Zuversicht und auch Glauben an eine größere spirituelle „Macht“ den Blick weitet.
Mit wunderschönen Worten und auch ganz außergewöhnlich zarten Illustrationen folgen wir einer sehr anrührenden Erzählung.

Hier zwei Zitate die mich sehr berührt haben und irgendwie auch tröstlich auf mich wirken:
-Alles braucht seine Zeit. So verloren man sich auch fühlen mag, wird es den Moment geben, wo wir unser Glück und unseren Seelenfrieden wieder finden werden.
-So erkenne, dass der schönste Weg der Dunkelheit zu entfliehen, die Liebe ist. Allein sie vermag die Herzen der Menschen zu öffnen.“

Autor:
Jando wurde am 16.07.1970 im niedersächsischen Oldenburg geboren. Mit seinen Geschichten möchte er zeitlose Botschaften für Jung und Alt, Groß und Klein erzählen.
Heute lebt er unweit der Nordseeküste.
Weitere tolle Bücher von ihm:
Sternenreiter: Kleine Sterne leuchten ewig
Traumflieger: Lena schreibt Briefe an Gott
Die Chroniken der Windträume: Die Saga von einer wundersamen Reise zu sich selbst

Mein Fazit:
Eine schöne Geschichte der leisen Töne, auf die man sich einlassen und dann auf sich wirken lassen muss.
Sehr berührend und tröstlich.

5 Sterne.