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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2026

Wieder einmal herrlich schräg und warmherzig erzählt

Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn
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Als das neue Schuljahr beginnt, sollen Muh und Wolfi auf eine ganz normale Schule gehen. Doch wenn ein Werwölfchen und ein Dilldapp dem Schulalltag begegnen, werden keine normalen Schultage folgen. Dabei ...

Als das neue Schuljahr beginnt, sollen Muh und Wolfi auf eine ganz normale Schule gehen. Doch wenn ein Werwölfchen und ein Dilldapp dem Schulalltag begegnen, werden keine normalen Schultage folgen. Dabei müssen die Grauses immer noch aufpassen, dass sie eine ganz normale Familie darstellen sollen, sonst werden sie deportiert – nach Schlund?, nach Jammertal?, ins Verderben? - so genau weiß das keiner...Ottilie hingegen muss sich entscheiden, für oder gegen ihre Freunde, und auch diese Entscheidung ist überhaupt nicht einfach.

Das Buch ist der dritte Band um die Grauses, und bevor man in diese Geschichte eintaucht, sollte man wissen, wer die Grauses denn überhaupt sind: eine Mischung aus verschiedenen übernatürlichen Wesen, vom Geist aus der Flasche bis hin zum Schrat, die auf die Erde geschickt wurden, um sich als ganz normale Familie zu zeigen. Da sie aber aus einer anderen Welt kommen, ist das Leben hier gar nicht so einfach, und daraus ergeben sich einige lustige Szenen voller Situationskomik, Action und Chaos, auch diesmal wieder wunderbar illustriert von Daniel Steudtner. Das Buch wendet sich an junge Leser ab 8 Jahren und erzählt eine herrlich schräge und liebevolle Geschichte auf dem Hintergrund von Freundschaft, Mut und Diversität. Und so schräg die Familienmitglieder sind, so sehr erkennt sich jeder (junge) Leser selbst in dieser Geschichte mit seinen eigenen Themen und Fragen.

Mich hat die ach so schräge und dabei so nachdenkliche Geschichte über die Grauses wieder einmal restlos begeistert. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 02.03.2026

Bedrückend realistisch

Elf ist eine gerade Zahl
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Paula ist vierzehn Jahre alt und schwer erkrankt an Krebs. Ein Rückfall zwingt sie, die gesamte Prozedur mit Operation und anschließender Chemotherapie erneut durchzustehen. Zusammen mit ihrer alleinerziehenden ...

Paula ist vierzehn Jahre alt und schwer erkrankt an Krebs. Ein Rückfall zwingt sie, die gesamte Prozedur mit Operation und anschließender Chemotherapie erneut durchzustehen. Zusammen mit ihrer alleinerziehenden Mutter Katja bereitet sie sich auf die schwere Zeit vor. In dieser Ausnahmezeit beginnt Katja eine Geschichte zu erzählen über einen Fuchs und ein Mädchen, das von einem Schatten verfolgt wird und fliehen muss.

Diese Geschichte ist nicht einfach zu lesen, denn bei der Lektüre ist man mitten drin in den Gefühlen von Katja und Paula, fühlt die Schwere der Diagnose und der bevorstehenden ärztlichen Behandlung. Zudem ist Paula mit ihren 14 Jahren in der Pubertät, es ist nicht einfach für die Mutter, ihre Tochter zu stützen, umso mehr als sie selbst größte Ängste ausstehen muss. All die Hilflosigkeit, Sprachlosigkeit, die Ängste sind sehr bedrückend realistisch geschildert, was nur etwas gemildert wird durch die Geschichte, die Katja zu erzählen beginnt und die letztendlich beiden durch diese schwere Zeit hilft. Es ist ein Buch, das Mut macht, auch in allerschwersten Zeiten.

Diese berührende Geschichte empfehle ich allen, die sich mit Mutter und Tochter durch das Tal der Verzweiflung kämpfen möchten. Ich vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 23.02.2026

Gelungener dritter Band

Schattenmädchen
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Die Ermittler Fredrika Storm und Henry Calment suchen nach der Studentin Isabelle Karlsson, die an einem Sommerabend nach dem Besuch einer Party verschwand. In dringenden Verdacht gerät Martin Zenberg, ...

Die Ermittler Fredrika Storm und Henry Calment suchen nach der Studentin Isabelle Karlsson, die an einem Sommerabend nach dem Besuch einer Party verschwand. In dringenden Verdacht gerät Martin Zenberg, einer der Gründer eines erfolgreichen Technologieunternehmens. Doch er beteuert von Anfang an, Isabelle nicht zu kennen. Fredrika und Henry entdecken bei Isabelles Verschwinden Parallelen zum Fall einer jungen Frau, die vor sieben Jahren ermordet wurde. Damals wurde ein Student beschuldigt und rechtskräftig verurteilt, doch da scheint es Mängel in den damaligen Ermittlungen zu geben. Letztendlich stoßen die beiden Ermittler auf ein fürchterliches Geheimnis...

Das Buch ist bereits der dritte Fall für die schwedischen Ermittler Fredrika Storm und Henry Calment. Man kann dieses Buch ohne weitere Vorkenntnisse lesen, denn der Fall ist in sich abgeschlossen. Mehr Leservergnügen hat man allerdings, wenn man die Vorgängerbände kennt, denn dann kann man auch das Privatleben der beiden Ermittler nachverfolgen. Dieser Teil kommt auch im vorliegenden Band nicht zu kurz. Der Fall selbst ist sehr verzwickt, die Ermittler scheinen nicht voran zu kommen. Gelungen ist die Verbindung zu einem älteren, scheinbar abgeschlossenen Fall, der nun erneut eine Rolle spielt. Die beiden Ermittler ergänzen sich sehr gut in ihrer Arbeit und haben ein Team hinter sich, das ihnen gut zuarbeitet, das hat mir sehr gut gefallen. Der Fall ist spannend aufgebaut, ich habe gerne mitgerätselt und wurde dabei immer mehr vom Geschehen mitgerissen. Ich freue mich bereits auf den nächsten Fall mit Fredrika und Henry.

Mich hat dieser Thriller von der ersten Seite an fesseln können. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 23.02.2026

Ein Antiheld auf Mörderjagd

Minnesota
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Ermittler Bob Oz hat es nicht leicht: Nach einem Schicksalsschlag ist es einsam um ihn herum geworden. Auf der Arbeit verspotten ihn seine Kollegen. Doch das Einzige, was ihm noch das Gefühl der Lebendigkeit ...

Ermittler Bob Oz hat es nicht leicht: Nach einem Schicksalsschlag ist es einsam um ihn herum geworden. Auf der Arbeit verspotten ihn seine Kollegen. Doch das Einzige, was ihm noch das Gefühl der Lebendigkeit lässt, ist die Suche nach einem Mörder. Dieser ist ihm immer einen Schritt voraus. Bob wird vom Dienst suspendiert, weil er sich nicht an die Regeln hält, doch er lässt nicht locker und ermittelt auf eigene Faust. Dabei ahnt er nicht im Geringsten, wem er wirklich hinterherjagt...

Das Leben hat es mit Bob Oz nicht gut gemeint: Er ist an einem Tiefpunkt angekommen, es scheint tiefer gar nicht mehr zu gehen. Doch geblieben ist ihm seine Spürnase, und obwohl er vom Dienst suspendiert wurde, ist er derjenige, der dem Täter immer noch am nächsten ist. Bob war mir anfangs nicht wirklich sympathisch, zu gebrochen erscheint er vom Leben, zu sehr nimmt er sich heraus, die Regeln selbst zu machen. Doch was ich ihm von Anfang an anrechnen musste, war seine Nase dafür, in welche Richtung die Ermittlungen gehen müssen. Hier ist er unschlagbar, auch wenn er dafür einiges einstecken muss. Es gab einige Stellen, die durch Beschreibungen etwas langatmig geraten waren, doch insgesamt ist der Spannungsbogen recht hoch gehalten. Überraschend sind die Wendungen, die die Geschichte nimmt, und vor allem das Ende, das mit einem tüchtigen Showdown brilliert. Ich kenne einige der Harry-Hole-Bände von Jo Nesbø und war deshalb nicht ganz so überrascht über die Figur des Ermittlers Bob Oz, passt doch auch dieses Buch gut in das Schema des Autors. Nebenbei zeigt das Buch eine kritische Haltung Schusswaffen gegenüber und deren Möglichkeit zum Gebrauch.

Mich hat dieser Kriminalroman bei der Lektüre immer mehr in seinen ganz eigenen Sog gezogen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 23.02.2026

Spannungsgeladen

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Nach einem rätselhaften Stromausfall an der gesamten Küste Schwedens gibt es einige rätselhafte Fälle, die Fabian Risk und seine Kollegen beschäftigen, unter anderem eine Kindesentführung und ein groß ...

Nach einem rätselhaften Stromausfall an der gesamten Küste Schwedens gibt es einige rätselhafte Fälle, die Fabian Risk und seine Kollegen beschäftigen, unter anderem eine Kindesentführung und ein groß angelegter Bankraub. Doch die Zeugen verhalten sich seltsam, nichts will zusammenpassen. Die Ermittler ahnen nicht, womit sie es wirklich zu tun haben...

Das Buch ist Teil der Krimi-Reihe um Fabian Risk, mittlerweile der siebte Band. Man kann den Kriminalroman ohne weitere Vorkenntnisse lesen, der Fall ist in sich abgeschlossen. Die Ermittlungen sind sehr schwierig, die Polizei hat es mit einem sehr gewieften Gegner zu tun. Das erhält die Spannung von Anfang bis Ende auf einem hohen Niveau. Man ist sofort im Geschehen drin und bleibt gefesselt bis zur letzten Seite, auch bei einem Wälzer von etwas über 600 Seiten. Die Gefahr, die hinter dem Geschehen steckt, wird mit jeder Seite besser ersichtlich, bis zum Showdown am Schluss, der völlig nervenzerfetzend daherkommt. Wobei für mich in diesem nervenzerfetzenden Abschluss einiges nicht mehr ganz logisch erscheint und ein bisschen zu aufgesetzt wirkt. Das ist jetzt aber nur eine leise Kritik, insgesamt hat mich das Geschehen schnell in seinen Bann gezogen und zwischen den Seiten des Buches festgehalten.

Wie die bisherigen Krimis dieser Reihe besticht auch dieser Band durch seine atemlose Spannung und einen gut gesponnenen Plot. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.