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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2018

Magische Werwolf-Geschichte

Der Schleier der Welt
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Kyra Hare ist Privatdetektivin und erhält den Auftrag, Tina Wallace zu suchen. Ein letztes Lebenszeichen von ihr gab es vor drei Jahren. Schon gleich zu Beginn hat Kyra ein ungutes Gefühl bei der Suche. ...

Kyra Hare ist Privatdetektivin und erhält den Auftrag, Tina Wallace zu suchen. Ein letztes Lebenszeichen von ihr gab es vor drei Jahren. Schon gleich zu Beginn hat Kyra ein ungutes Gefühl bei der Suche. Und tatsächlich scheint es einige Personen zu geben, die die Ermittlungen der Detektivin zu verhindern versuchen. Welche Ausmaße das letztendlich hat, kann sie noch gar nicht ermessen.

Mit „Der Schleier der Welt“ erzählen die Autoren S.C. Kreuer und R.A. Prum eine magische Geschichte aus der Welt der Werwölfe und anderer magischer Wesen. Sehr schnell ahnt der Leser mehr als Kyra selbst, wobei es sehr lange unklar ist, in welche Richtung die Erzählung geht. Kyra ist sehr sympathisch, wenn auch etwas chaotisch dargestellt, sie wird sich von keinem Hindernis aufhalten lassen. Auch nicht, dass sie selbst dabei in größte Gefahr gerät. Die Geschichte ist äußerst spannend aufgebaut, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Alle Details sind gut durchdacht und ergeben zum Schluss eine magische Geschichte mit der Aussicht auf eine spannende Fortsetzung.

Das Buch ist erschienen im Bundeslurch Verlag, der Teil des Bundesamtes für magische Wesen ist. So sind auch die Bücher aufgemacht wie Berichte einer Behörde, während dahinter ein spannender Fantasy-Roman steckt. Das ist ein ganz besonderes Bonbon für eine äußerst fesselnde Geschichte.

Veröffentlicht am 03.11.2018

Vergängliche Schönheit

In Schönheit sterben
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Die Journalistin Giada Bianchi ist der Auflösung eines Mordes auf der Spur: Ein reicher Kunstsammler wurde in seiner Wohnung ermordet, seine neueste Errungenschaft ist spurlos verschwunden. Giada bittet ...

Die Journalistin Giada Bianchi ist der Auflösung eines Mordes auf der Spur: Ein reicher Kunstsammler wurde in seiner Wohnung ermordet, seine neueste Errungenschaft ist spurlos verschwunden. Giada bittet den Münchner Rechtsanwalt Robert Lichtenwald um Hilfe. Obwohl es gefährlich erscheint, sind beide mit Freude am Ermitteln. Bis sie tatsächlich in Lebensgefahr geraten…

Dies ist bereits der zweite Band der Reihe um dieses interkulturelle Ermittlerpaar. Wer den ersten Band kennt, wird einige Bekannte wieder treffen, auch gibt es eine Weiterentwicklung der Beziehungen untereinander. Doch der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen, das Buch kann gut für sich allein gelesen werden.

Die Geschichte ist als Regionalkrimi konzipiert, und man merkt dem Autor die Liebe zur Maremma an, die als Kulisse für dieses Buch dient. Diesmal bewegen sich die Ermittlungen in der antiken Kunstszene, so dass sowohl die Schönheit vergangener Kulturen wie auch die Schönheit der Lebenden in den Mittelpunkt geraten.

Das Buch besticht mit einem spannenden Plot und einem ausgeprägten regionalen Flair wie auch durch liebevoll gestaltete Figuren. Eine klare Leseempfehlung von meiner Seite!

Veröffentlicht am 02.11.2018

Geschichten aus dem Knast

Gangsterblues
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Joe Bausch erzählt Geschichten aus dem Knast, über die Gefangenen, die sich ihm als Arzt anvertraut haben. Die Geschichten sind so anonymisiert, dass der Leser die dazugehörigen Gefangenen nicht herausfinden ...

Joe Bausch erzählt Geschichten aus dem Knast, über die Gefangenen, die sich ihm als Arzt anvertraut haben. Die Geschichten sind so anonymisiert, dass der Leser die dazugehörigen Gefangenen nicht herausfinden kann. Dennoch gelingt es dem Autor, ehrlich und offen über die verschiedenen Personen zu erzählen, die ihm in dieser Zeit begegnet sind: Mörder, Dealer, Betrüger, Vergewaltiger, die allesamt zu hohen Haftstrafen verurteilt wurden. Es sind die verschiedensten Charaktere, deren Geschichte Eingang in dieses Buch erhalten.

Es gelingt dem Autor sehr eindrücklich, die Geschichten zu erzählen, die hinter den Schicksalen der Gefangenen stehen. Die zwölf Erzählungen geraten eher kurz, prägnant sind sie aber trotzdem, mal leicht, mal eher schwer, so wie auch die dahinterstehenden Charaktere äußerst unterschiedlich sind. Ich hatte Reality Crimes erwartet, teilweise habe ich die in diesem Buch auch bekommen, wobei manche Geschichten sehr abrupt zu Ende kommen. Dies ist sicherlich der Authentizität der Fälle geschuldet, hat mir aber ein Gefühl der Unvollständigkeit hinterlassen.

Es ist ein interessanter Einblick in Schicksale aus einer Welt, die mir sonst eher unbekannt bleibt. Vermutlich wird dieses Buch nicht jeden ansprechen. Joe Bausch ist es dennoch gelungen, Geschichten hinter den „harten Jungs“ aufzuzeigen.

Veröffentlicht am 26.10.2018

Mega-spannend!

Rachewinter
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Mehrere Männer an verschiedenen Orten sind auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen, scheinbar war es immer ein natürlicher Tod. Doch Kommissar Walter Pulaski in Leipzig und Anwältin Evelyn Meyers in Wien ...

Mehrere Männer an verschiedenen Orten sind auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen, scheinbar war es immer ein natürlicher Tod. Doch Kommissar Walter Pulaski in Leipzig und Anwältin Evelyn Meyers in Wien entdecken, dass da mehr dahinterstecken muss. Und bald müssen sie feststellen, dass nichts so ist, wie es scheint.

Der dritte Band um den Leipziger Kommissar und die Wiener Anwältin wirft den Leser schnell in die Geschichte hinein. Überhaupt lässt der Autor Andreas Gruber die Lektüre so fesselnd werden, dass man schier atemlos immer weiter liest. So unglaublich er die Geschichte entwirft, so realistisch könnte sie sein. An überraschenden Wendungen spart er kein bisschen, bis es zum rasanten Showdown kommt, dass die Seiten praktisch dahinfliegen. Dabei knobelt man mit dem Autor um die Wette, doch selbst wenn man schon eine Ahnung hat, schafft er es immer noch, einen draufzusetzen. Die handelnden Personen sind jeder für sich sehr individuell gelungen, und ihre Eigenheiten haben einen großen Einfluss auf die Handlung.

Ich kenne die bisherigen Bände nicht, doch das war beim Lesen kein Hindernis, schnell werden die wichtigen Zusammenhänge hergestellt, während der Fall in sich abgeschlossen ist.

Ein solch gelungener Thriller mit einer ausgefallenen Idee und einem hohen Spannungsbogen muss unbedingt weiter empfohlen werden. Gespannt bin ich auf weitere Bücher des Autors.

Veröffentlicht am 26.10.2018

Spannendes und turbulentes Kinderbuch

Unser Hausboot, der Waschbär und ich
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Jolandas Eltern haben sich getrennt, und nun zieht ihre Mutter mit den drei Kindern nach Hamburg, in ein Hausboot. In Hamburg war Jolanda schon öfter, denn dort wohnt auch Omalona. Doch eigentlich will ...

Jolandas Eltern haben sich getrennt, und nun zieht ihre Mutter mit den drei Kindern nach Hamburg, in ein Hausboot. In Hamburg war Jolanda schon öfter, denn dort wohnt auch Omalona. Doch eigentlich will sie in Bayern bleiben, und so vieles scheint gegen das Hausboot in Hamburg zu sprechen… Doch bald findet Jolanda Freunde an ihrer neuen Schule und in Julian vom Hausboot nebenan, und vor allem entdeckt sie einen vierbeinigen Freund, einen Waschbären, den sie Gängsta nennt. Während sie ihn am liebsten als Haustier hätte, weiß sie genau, dass Mama das nicht zulassen würde…

Dieses Buch enthält alle drei Bände über Jolanda, von ihrem Umzug nach Hamburg und dem Zurechtfinden im neuen Heim, über eine Rettungsaktion für Waschbären bis hin zu den Zaubereien, die sie und ihre Freundinnen veranstalten und die ganz schön danebengehen.

Jolanda ist mit ihren zehn Jahren genauso, wie man sich ein Kind in dem Alter vorstellt: ein bisschen neugierig, ein bisschen frech, und vor allem hat sie Angst vor den Veränderungen, die die Trennung der Eltern mit sich bringt. Nun ja, vielleicht hat sie in paar Ängste mehr als andere Kinder, denn sowohl Spinnen als auch das Wasser machen ihr eine Heidenangst. Doch Jolanda lernt nach und nach, mit der neuen Situation umzugehen und sich neu in ihrem Leben zurechtzufinden. Dabei erlebt sie vieles, was der junge Leser selbst auch kennt, und bietet sich schnell als Identifikationsfigur an. Der Schreibstil ist leicht zu lesen, das Buch ist somit gut zum Vorlesen geeignet, geübte junge Leser können das Buch auch schon allein lesen. Die hervorragenden Illustrationen ergänzen den Text und erleichtern das Lesen.

Viele Themen, auch bedrückende, werden in diesem Buch angesprochen: das Auseinanderbrechen von Familien, Umzug, Tierschutz, Arbeitslosigkeit… Manche davon werden im Lauf des Buches kindgerecht aufgelöst, doch es gibt andere Themen, die auch zum Schluss völlig offenbleiben. Hier sind auf jeden Fall die Erwachsenen gefragt, die mit dem jungen Leser weiter in diese Themen einsteigen sollten. Gelöst wird auch die Frage, ob sich ein Wildtier wie der Waschbär auch als Haustier eignet, allerdings wird das konkret erst im letzten Band aufgegriffen. Auch sonst werden die Themen gut gelöst, die aus Jolandas unmittelbarer Umgebung aufgegriffen wurden.

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und zum Zusammenlesen gut geeignet ist, so können Themen dann gemeinsam besprochen werden. Jolanda als Heldin ist so liebenswert dargestellt, dass das Buch jeden Leser sehr gut anspricht. Deshalb spreche ich gerne eine Leseempfehlung aus.