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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2026

Spannend-düstere Fortsetzung

Die Schwarze Königin II
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Im 15. Jahrhundert lebt Vlad Dracul weiter sein Bündnis mit Barbara von Cilli im Kampf gegen die Strigoi in der Walachei. Nur nach und nach entdecken die beiden, dass ein totgeglaubter Feind überlebt hat. ...

Im 15. Jahrhundert lebt Vlad Dracul weiter sein Bündnis mit Barbara von Cilli im Kampf gegen die Strigoi in der Walachei. Nur nach und nach entdecken die beiden, dass ein totgeglaubter Feind überlebt hat. Es wird gefährlich für Barbara und für Vlad und seine Kinder...
In der Gegenwart lebt Klara das Erbe der schwarzen Königin. Die junge Frau hütet das mächtige Buch ihrer Ahnin voller Alchemie und Zauberkunst. Doch genau dieses Buch ist es, das Klara und Len und mit ihnen Tereza in Gefahr bringt.

Der zweite Teil der äußerst dramatischen Vampirgeschichte um Vlad Dracul und die schwarze Königin sowie ihrer Nachkommen trägt wieder den düsteren Charme des ersten Bandes – oder ist dieses Buch noch düsterer als sein Vorgänger? Vieles aus dem ersten Band wird wieder aufgegriffen, man sollte dieses Buch also nur bei Kenntnis der vorhergehenden Geschehnisse lesen. Es wird richtig blutig, die Kämpfe gehen auf Leben und Tod. Dabei werden gekonnt historische Fakten mit den Mythen um die walachischen Vampire vermischt. Die Charaktere machen einen deutlichen Wandel mit, während sie oft gar keine Wahl haben in ihren Aktionen. Das hat immer wieder zu überraschenden Wendungen in der Erzählung geführt, was die Spannung immens gesteigert hat. Für mich hätten es durchaus auch einige Kämpfe weniger sein dürfen und auch weniger ausführlich beschrieben, aber das ist natürlich Geschmackssache.

Dieses Buch hat mich sehr schnell wieder in eine düstere Fantasy-Welt entführt. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 03.02.2026

Magisches Abenteuer für junge Leser

Fabula - Das Portal der dreizehn Reiche
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Bei einem Schulausflug in den Central Park finden die Zwillinge Will und Charlotte einen düsteren Baum, um dessen silberne Blätter eine Elfe schwirrt. Zu Hause finden sie statt ihrer Mutter eine Furie ...

Bei einem Schulausflug in den Central Park finden die Zwillinge Will und Charlotte einen düsteren Baum, um dessen silberne Blätter eine Elfe schwirrt. Zu Hause finden sie statt ihrer Mutter eine Furie vor. Der Baum entpuppt sich als Portal in die fantastische Welt von Fabula, bevölkert von vielen Wesen aus dem Reich der Märchen und Fabeln. Doch Fabula ist in Gefahr. Können die Zwillinge diese fantastische Welt retten – und die Welt der Menschen noch dazu?

Das Buch ist der erste Teil der Fantasy-Reihe um die magische Welt von Fabula. Das Buch ist in sich abgeschlossen, und doch bleiben noch viele Fragen übrig, so dass man sich gern auf weitere Bände dieser Reihe einlassen möchte. Die Fabelwesen sind sehr vielfältig, man trifft auf bekannte, aber auch unbekannte Wesen in dieser Fabelwelt. Nach und nach entdecken Will und Charlotte ihre jeweiligen Talente, das ist sehr überzeugend erzählt. Sie sind sehr mutig, und genau das brauchen sie auch, um all die Gefahren zu überstehen. Als Kinderbuch für junge Leser ab 10 Jahren ist die Geschichte zu Beginn jedes Kapitels illustriert, weitere Illustrationen auf den inneren Buchdeckeln geben zusätzliche Informationen über Fabula preis.

Diese Fantasygeschichte für junge Leser überzeugt mit viel Spannung und einer interessanten Welt, die man gerne entdecken möchte. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 03.02.2026

Vom Mythos zum Menschen Medea

Medea
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Medea ist die Tochter des Königs von Kolchis. Doch sie ist die Einzelgängerin in ihrer Familie, gemieden von Mutter, Bruder und Schwester und ausgenutzt von ihrem Vater. Denn Medea hat ein gefährliches ...

Medea ist die Tochter des Königs von Kolchis. Doch sie ist die Einzelgängerin in ihrer Familie, gemieden von Mutter, Bruder und Schwester und ausgenutzt von ihrem Vater. Denn Medea hat ein gefährliches Talent, die Hexerei. Als der Held Jason auftaucht, um das berühmte Goldene Vlies einzufordern, sieht Medea ihre Chance zur Flucht und auf ein freies Leben: Sie hilft Jason bei den Prüfungen für das Vlies, er nimmt sie im Gegenzug mit in die Freiheit. Jason hilft ihr nicht nur, aus Kolchis zu entfliehen, er nimmt sie auch zur Frau. Doch wo anfangs Liebe war, gerät diese zu Verrat und Verzweiflung...

Medeas Geschichte wurde schon des öfteren erzählt. Dieses Buch berichtet die Geschehnisse aus der Sicht Medeas, erzählt von ihren Hoffnungen und Ängsten: “Die Welt hat versucht, mich zum Opfer zu machen, und so wurde ich zur Schurkin”, sagt Medea von sich selbst rückblickend. Das wird sehr eindrücklich erzählt, man fühlt und hofft mit ihr mit, nur um dann ihren “freien Fall ins Nichts” mitzuverfolgen. So erfährt man hinter dem Mythos den Menschen, die Frau Medea.

Diese Adaption eines bekannten Mythos hat mich sehr berührt. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 03.02.2026

Spannende Spurensuche

Das Antiquariat am alten Friedhof
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1930 leben in Leipzig vier junge Männer in einer festen Freundschaft verbunden: Felix, Vadim, Julius und Eddie bilden den Club Casaubon. Gelangweilt von ihren Aufgaben, werden sie zu Bücherdieben, spezialisiert ...

1930 leben in Leipzig vier junge Männer in einer festen Freundschaft verbunden: Felix, Vadim, Julius und Eddie bilden den Club Casaubon. Gelangweilt von ihren Aufgaben, werden sie zu Bücherdieben, spezialisiert auf kostbare, okkulte Bände. Bei einer ihrer letzten Aufgaben stößt Eddies Schwester Eva dazu und wird Teil des Clubs.
1945 ist Felix nach Amerika emigriert und arbeitet als Bibliothekar, um Millionen geraubte Bücher zu katalogisieren. Eine Mission führt ihn in das zerstörte Leipzig. Den Club von damals gibt es schon lange nicht mehr. Eva soll tot sein, doch Felix' Mission scheint mit ihr in Verbindung zu stehen. Was er nicht weiß: Sein Auftrag in Leipzig steht in direktem Zusammenhang mit der Vergangenheit des Clubs Casaubon.

Das Buch ist der vierte Teil der Reihe um das Graphische Viertel in Leipzig. Die Geschichte ist allerdings in sich abgeschlossen, ich konnte sie gut ohne weitere Vorkenntnisse lesen. Nun bin ich allerdings sehr neugierig auf die ersten drei Bände der Reihe. - Sehr gelungen ist das Leben der vier jungen Männer in den 1930er Jahren dargestellt, man kann sich vorstellen, wie sie aus Langeweile und Abenteuerlust auf ein sehr gefährliches Hobby umsteigen. Keiner von ihnen ahnt, wie sehr sie ihr letztes Abenteuer, bei dem Eva dazustößt, in Gefahr bringen wird, auch noch Jahre später. Auch der Leser ahnt es anfangs noch nicht, nur nach und nach wird klar, welche Auswirkungen das letzte Abenteuer des Club Casaubon haben wird. Mehrere Zeitebenen und Handlungsstränge werden gekonnt miteinander verwoben, bis der Leser das gesamte Geheimnis aufgedeckt und das Ausmaß des jugendlichen Abenteuers erfasst hat. Der Spannungsbogen wird dabei von Anfang bis Ende sehr hoch gehalten, man fiebert mit und deckt das Geheimnis aus Felix' Sicht auf. Interessant ist dabei die historische Grundlage des Romans, der den Leser in vergangene Zeiten hinein versetzt und das historische Leipzig wieder auferstehen lässt.

Mich hat dieser historisch begründete Abenteuerroman bestens unterhalten können. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 27.01.2026

Überraschend andere Hexengeschichte

Nächte einer Hexe
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Als eine Hexe mit zwei Schatten tot aufgefunden wird, weiß die Feuerhexe Kosara, dass hier etwas nicht stimmen kann. Kosara selbst hat neben ihrem eigenen Schatten elf weitere, so dass sie eigentlich sehr ...

Als eine Hexe mit zwei Schatten tot aufgefunden wird, weiß die Feuerhexe Kosara, dass hier etwas nicht stimmen kann. Kosara selbst hat neben ihrem eigenen Schatten elf weitere, so dass sie eigentlich sehr mächtig sein könnte – wenn diese Schatten doch nur auf sie hören würden. In ihrer Suche nach dem Mörder schließt sich ihr der ehemalige Inspektor Asen Bacharow an. Doch auch die weiteren Hexen in Chernograd müssen eingebunden werden...

Das Buch ist der zweite Teil der Dilogie um die Hexe Kosara. Man sollte unbedingt den ersten Teil der Reihe kennen, denn die Geschehnisse in diesem Buch schließen unmittelbar an das Ende des vorherigen Bandes an. Die Lektüre dazu war bei mir schon etwas länger her, so dass ich mich anfangs etwas schwer getan habe, in die Geschichte zurückzufinden. Eine kurzer “Leitfaden” zu all den Monstern, die in diesem Buch auftauchen, sind der Geschichte angehängt, so dass man sich in der Welt von Chernograd und Belograd zurechtfinden kann. Die düstere Atmosphäre des ersten Bandes wird hier noch verstärkt, die Gefahren durch die Monster werden immer größer im Verlauf der Geschichte, bis hin zum Showdown, der bis zum Schluss eher unvorhersehbar bleibt. Spannend ist die Entwicklung der Charaktere, vor allem wenn man die Entwicklung in der gesamten Geschichte in den Fokus nimmt.

Ich habe mich von dem besonderen Reiz dieser so ganz überraschend anders gestalteten Hexengeschichte gern einfangen lassen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.