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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2024

In bester britischer Cosy-Crime-Tradition

Der falsche Vogel
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Freya Lockwood steht an einer Wende in ihrem Leben. Ihre Tochter ist erwachsen und weilt für einige Zeit in Amerika, ihr Ex-Mann will das Haus verkaufen, in dem sie lange mit der Tochter gelebt hat. Nun ...

Freya Lockwood steht an einer Wende in ihrem Leben. Ihre Tochter ist erwachsen und weilt für einige Zeit in Amerika, ihr Ex-Mann will das Haus verkaufen, in dem sie lange mit der Tochter gelebt hat. Nun ruft ein seltsamer Todesfall sie in ihre alte Heimat zurück: Ihr früherer Mentor Arthur Crockleford wurde tot in seinem Antiquitätenladen aufgefunden. Er hatte seinen Mord schon vorausgeahnt und für Freya und deren Tante Carole einige Hinweise zur Lösung hinterlassen. Und so entdeckt Freya mit ihrer Tante nicht nur ihre Liebe zu den Antiquitäten wieder, sondern auch ihre Lust am Ermitteln und Rätseln. Dabei gerät sie selbst in größte Gefahr…

Dieser vergnügliche Cosy-Crime führt die Tradition der Miss-Marple-Krimis fort, denn auch Freya ist eine begnadete Ermittlerin. Bis sie das wieder entdeckt, dauert es ein bisschen, denn sie ist eingerostet. Doch letztendlich findet sie jede Menge Verwicklungen heraus, findet Spuren, auf die kaum einer achtet, und löst Rätsel, die auf den ersten Blick einfach nur verworren erscheinen. Ganz nebenbei verändert sie sich, das ist äußerst spannend, aber auch nachvollziehbar erzählt. Interessant ist der Blick auf die verschiedenen Charaktere, teilweise ein bisschen verschroben, allen voran die schillernde Tante Carole, die sowohl durch ihr Aussehen wie auch durch ihr Verhalten immer auffällt. Sehr britisch geraten ist das Setting mit dem Dorf und dem geschilderten Alltagsleben wie auch das alte Landgut mit einem leichten Hauch von Adel. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt und zieht so den Leser schnell in seinen Bann. Dabei wird ein Reigen an Verdächtigen vorgeführt, der den Fokus immer wieder neu stellt und man sich fragt, wer es denn nun war…

Diesen Krimi in bester britischer Cosy-Crime-Tradition empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2024

Geheimnisse, Lügen und die Wahrheit

Das Waldhaus
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Um ihren dementen Vater zu pflegen, kehrt die 37jährige Hannah in ihr Elternhaus nach London zurück. Zunächst ist sie erschrocken, dass ihr Vater sie für ihre Mutter hält, die vor Jahren unter ungeklärten ...

Um ihren dementen Vater zu pflegen, kehrt die 37jährige Hannah in ihr Elternhaus nach London zurück. Zunächst ist sie erschrocken, dass ihr Vater sie für ihre Mutter hält, die vor Jahren unter ungeklärten Umständen starb. Nun bittet ihr Vater seine verstorbene Frau um Verzeihung. Weil er sie umgebracht hat? Hannah will es nun wissen und schlüpft dafür in die Rolle ihrer Mutter. Doch das ist nicht ungefährlich…

Der demente Vater hütet Geheimnisse, und Hannahs älterer Bruder auch. Und noch viel mehr Geheimnisse und Lügen sind versteckt im Umfeld des elterlichen Hauses. Wird Hannah diese aufklären können nach all den Jahren? Was wird sie dabei aufdecken? Wem aber kann Hannah vertrauen? Es sind spannende Fragen, die sie mit ihrer Suche nach der Wahrheit heraufbeschwört. Doch es sind auch höchst gefährliche Fragen, denn sie wollen den Schleier um den Tod der Mutter aufreißen. Hannah muss selbst lügen, um die Wahrheit herauszufinden. Mit der Protagonistin vergräbt sich der Leser immer mehr in die Geschichte ihrer Familie, sie findet Erstaunliches heraus. Das ist richtig spannend zu lesen, so dass ich immer tiefer in die Geschichte versank und ihre Ergebnisse endlich wissen wollte. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, wobei der Reigen der Verdächtigen sich immer wieder neu sortiert. Die Auflösung ist ziemlich unerwartet, auch wenn die verdächtigen Momente schon vorher gut eingearbeitet wurden. Von dieser Autorin möchte ich sehr gerne noch mehr lesen.

Mir hat dieser Thriller spannende Lesestunden beschert, sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 15.04.2024

Für ein langes Leben mit hoher Lebensqualität

OUTLIVE
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Wer länger und besser leben möchte, dem empfiehlt der Autor Dr. Peter Attia sein Handbuch für ein langes und gutes Leben. Hier werden die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse mit den Erfahrungen aus ...

Wer länger und besser leben möchte, dem empfiehlt der Autor Dr. Peter Attia sein Handbuch für ein langes und gutes Leben. Hier werden die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse mit den Erfahrungen aus seiner Praxis verbunden und in Tipps für den Leser umgewandelt.

Das Buch behandelt mehrere Themen, nämlich die Krankheiten, an denen die meisten Menschen sterben: Herzkrankheiten, Krebs, Alzheimer, Typ-2-Diabetes. Der Autor setzt dabei nicht nur auf eine verlängerte Lebensspanne trotz Erkrankung, sondern plädiert dafür, präventiv zu agieren und Krankheiten schon vor ihrem Auftreten auszubremsen, um so mehr Lebensqualität auch bei älteren Jahrgängen zu erreichen. Das Buch ist spannend geschrieben, man kann es gut ohne weitere Vorkenntnisse lesen. Viele der Tipps sind bekannt, und doch erhalten sie eine neue Note durch den präventiven Ansatz, den der Autor unbedingt vertritt.

Das Buch gerät zum Standardwerk für ein langes Leben mit hoher Lebensqualität. Man kann es durchschmökern und später immer wieder darin blättern. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 15.04.2024

Rasantes Weltraum-Abenteuer

Star Bringer
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Prinzessin Kalis erster Außeneinsatz geht gleich schief: Die Raumstation, die sie besucht, wird angegriffen und zerstört, doch sie kann entkommen und findet sich auf der Flucht wieder, zusammen mit sechs ...

Prinzessin Kalis erster Außeneinsatz geht gleich schief: Die Raumstation, die sie besucht, wird angegriffen und zerstört, doch sie kann entkommen und findet sich auf der Flucht wieder, zusammen mit sechs weiteren Überlebenden. Sie bilden eine unfreiwillige Gemeinschaft, in denen jeder seine eigene Geschichte und auch seine eigenen Ziele hat. Dabei sind ihre Aussichten gar nicht so rosig, oder doch? Verfolgt von ihren Feinden durchqueren sie die Galaxie und müssen so nebenbei das Sonnensystem retten…

Es ist eine bunte Mischung an Individuen, die sich hier zusammenfindet auf einer überraschenden Flucht durch die Galaxie, und mehr als einmal erscheint diese Mischung äußerst explosiv. Doch nur zusammen können die einzelnen Individuen ihren Gegnern entkommen, sie müssen sich also zusammenraufen, das wird schnell klar. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, und gespannt verfolgt man die Entwicklung der einzelnen Figuren. So entsteht ein rasantes Abenteuer mit romantischen Anteilen. Da wird so manches Klischee gebeugt, das aber mit einer solchen Nonchalance, dass es einfach witzig zu lesen ist. Auch wenn man so manches auch etwas straffer hätte erzählen können…

Dieses humorvolle Weltraum-Abenteuer hat mir viel Spaß beim Lesen beschert. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 15.04.2024

Interessant, aber gewöhnungsbedürftig

Lichtungen
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Lev und Kato verbindet eine besondere Freundschaft. Doch während Lev in seinem Heimatort in Rumänien geblieben ist, hat sich Kato schon längst aufgemacht und ist in den Westen aufgebrochen. Levs Erinnerungen ...

Lev und Kato verbindet eine besondere Freundschaft. Doch während Lev in seinem Heimatort in Rumänien geblieben ist, hat sich Kato schon längst aufgemacht und ist in den Westen aufgebrochen. Levs Erinnerungen holen die Zeit zurück, in denen sich die beiden kennenlernten und näher kamen.

Die beiden verbindet eine Freundschaft, die aus einer unvorhergesehenen Situation heraus entstand, denn eigentlich wären die beiden sich sonst aus dem Weg gegangen. Es ist deshalb eine ganz besondere Geschichte, die zu dieser Freundschaft führte. Mit Levs Erinnerungen werden immer mehr Bruchstücke bekannt, die letztendlich ein Bild von ihm selbst und von seiner Freundschaft zu Kato zeigen. In Zeitsprüngen, die nicht chronologisch sind, wird nach und nach Levs Geschichte rückwärts erzählt, wobei die Geschehnisse, die am weitesten zurückliegen, erst zum Schluss aufgedeckt werden. Ein bisschen habe ich das als Geheimniskrämerei empfunden, denn erst ganz zum Ende wird die Geschichte in sich schlüssig, bis dahin wirkt sie sehr unvollkommen. Man braucht vermutlich etwas mehr Geduld für dieses Buch als ich sie derzeit aufbringen konnte. So richtig berührt hat die Geschichte mich nicht, dafür ist sie sicher literarisch recht wertvoll.

Letztendlich ist der Schreibstil dieser Geschichte wohl etwas gewöhnungsbedürftig, ich habe mich mit dem Buch nicht ganz so leicht getan. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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