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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.11.2022

Typisch Torsten Sträter

Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen
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Torsten Sträter erzählt Geschichten aus der Zeit, die von Corona geprägt ist. Man kennt ihn bereits von seiner Fernsehshow, die von viel Wortwitz und so mancher Spitzfindigkeit geprägt ist. So erzählt ...

Torsten Sträter erzählt Geschichten aus der Zeit, die von Corona geprägt ist. Man kennt ihn bereits von seiner Fernsehshow, die von viel Wortwitz und so mancher Spitzfindigkeit geprägt ist. So erzählt er in diesem Buch querbeet über eigene Erfahrungen und Beobachtungen und lenkt den Blick auf Details, die so mancher vielleicht übersehen würde.

Das Buch enthält erstaunlich viel private Erlebnisse, die Torsten Sträters Lebensweg geprägt haben. Das steht nicht im Fokus der Erzählungen, weil der ja ohnehin bei seinen Erzählungen immer wieder wandert. So gibt es auch so manches Erinnern an die Zeiten von Corona, an den Lockdown, an eine Zeit, die für alle völlig verstörend daherkam. So manches Lachen brach sich bei mir Bahn, während andere Sequenzen eher auf Nachdenklichkeit zielen. Manches war mir dann auch zu weit hergeholt, das kann auch mal passieren. Ich habe festgestellt, dass mir kleine Häppchen Torsten Sträter mehr liegen als das Buch in einem Zug durchzulesen.

Wer Torsten Sträters Stil mag, wird um dieses Buch nicht drumrumkommen. Sehr gerne empfehle ich es weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 08.11.2022

Bayerisch humorig und schlitzohrig

Herzschuss
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Die Polizeiinspektion Miesbach hat eine neue Chefin erhalten: Carla Tiedemann ist zehn Jahre jünger als Kommissar Clemens Wallner, und sie scheint sehr an ihrer Karriere interessiert zu sein. Als der Abgeordnete ...

Die Polizeiinspektion Miesbach hat eine neue Chefin erhalten: Carla Tiedemann ist zehn Jahre jünger als Kommissar Clemens Wallner, und sie scheint sehr an ihrer Karriere interessiert zu sein. Als der Abgeordnete Gansel ermordet wird, hat Wallner denn auch bald mindestens ein Problem: Tiedemann will einen raschen Abschluss des Falls – und der Hauptverdächtige ist ausgerechnet Polizeihauptmeister Leonhardt Kreuthner! Letzterer hatte sich in seiner Jugendzeit in Gansels Frau Philomena verliebt. Nun haben sich ihre Lebenswege wieder gekreuzt.

Das Buch ist bereits der zehnte Band der Reihe um Wallner und Kreuthner. Ich kenne die Vorgänger nicht, das war aber kein größeres Problem, man findet schnell in die Geschichte hinein. Die Figuren des rimis sind allesamt gut gelungen, es sind einige besondere Unikate dabei. Es werden einige Klischees heraufbeschworen, da wird auch das Bayerische nicht ausgespart, und so gibt es eine Menge Spannung, Humor und Schlitzohrigkeit, letztendlich aber auch ein paar überraschende Wendungen, die zur Auflösung des Falls führen. Das Hörbuch wird mit deutlich bayerischem Einschlag erzählt von Michael Schwarzmaier, der den deutlich humorvollen Anteil der Geschichte deutlich herausarbeitet. Ein eindeutiges Vergnügen für die Ohren!

Mich hat dieser Krimi neugierig gemacht auf die bisherigen Bände, und das wird sicher nicht nur mir so gehen. Sehr gerne empfehle ich das Buch sowie das Hörbuch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 08.11.2022

Beklemmend und düster

Elternhaus
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Yvette Winkler erfüllt sich einen Traum, als sie mit ihrer sechsköpfigen Familie nach Hamburg zieht und eine alte leerstehende Villa kauft. Sie will dort ihren Traum vom perfekten Zuhause umsetzen. Doch ...

Yvette Winkler erfüllt sich einen Traum, als sie mit ihrer sechsköpfigen Familie nach Hamburg zieht und eine alte leerstehende Villa kauft. Sie will dort ihren Traum vom perfekten Zuhause umsetzen. Doch das Haus hat eine Geschichte, und diese ist verbunden mit dem Barpianisten Tobias Hansen, den es immer wieder zu dieser Villa zieht. Er freundet sich mit den Winklers an und geht bald dort ein und aus. Keiner ahnt, was ihn wirklich bewegt. Bis eines Abends Yvette mit den Kindern allein im Haus ist…

Mit diesen Zutaten lässt die Autorin Jennifer Mentges einen Thriller entstehen, der von der ersten Seite an „Gefahr!“ schreit, auch wenn man als Leser nur nach und nach erkennt, was genau es damit auf sich hat. Denn eigentlich lässt sich alles ganz wunderbar an, wenn Yvette auf der Villa besteht, um mit ihrem Mann mehr Zeit verbringen zu können und ihren Kindern ein wunderschönes Zuhause zu bieten. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht ganz leicht, denn die verschiedenen Handlungsfäden waren etwas unübersichtlich, doch als ich hier klarsehen konnte, bin ich eingetaucht in ein Buch, das mit viel Beklemmung und Düsternis arbeitet. Verschiedene Zeitebenen lassen auch Rückblicke in die Vergangenheit entstehen, so dass sich nach und nach ein Bild ergibt, das dem Leser Schauer über den Rücken laufen lässt. Die Auflösung ist einerseits vorhersehbar, andererseits aber mit überraschenden Details gespickt, auf die ich nie gekommen wäre.

Insgesamt ist das Buch ein Thriller, der mit wenig Blut auskommt, dafür aber mit psychischer Gewalt, die äußerst beklemmend wirkt. Man überlegt sich, ob man je wieder Sympathie für eine schöne alte Villa empfinden wird… Mir hat das Buch unheimliche und spannende Lesestunden beschert, so dass ich es sehr gerne weiter empfehle. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 06.11.2022

Humorvolle Pferdegeschichte

Und dann kam Juli
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Paul wünscht sich unbedingt einen Hund. Da findet sich plötzlich ein Pferd in seinem Garten. Seine Eltern wie auch die Mädchen in der Nachbarschaft fahren sofort auf Juli ab, doch Paul wollte nie etwas ...

Paul wünscht sich unbedingt einen Hund. Da findet sich plötzlich ein Pferd in seinem Garten. Seine Eltern wie auch die Mädchen in der Nachbarschaft fahren sofort auf Juli ab, doch Paul wollte nie etwas mit Pferden zu tun haben. Juli stört und macht nur Ärger, findet er.

Das Pferd Juli stellt Pauls Leben völlig auf den Kopf. Schon allein, dass Juli ein Pferd und kein Hund ist, spricht gegen sie. Dass das Pferd dann auch noch jede Menge Ärger mitbringt, macht das alles nicht einfacher. Das beinhaltet einiges an Situationskomik, die zusammen mit den schönen Illustrationen den Leser zum Lachen bringen. Überhaupt ist das Buch sehr schön aufgemacht und macht Lust zu lesen. So wird das Buch auch Erstleser ansprechen und zum Lesen animieren. Die Geschichte mit dem eigensinnigen und letztendlich doch liebenswerten Pferd Juli ist spannend und humorvoll geschrieben, da möchte man gerne noch weitere Bände davon lesen.

Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 06.11.2022

Düstere Grundstimmung

Drei Tage im August
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Berlin, im August 1936: Elfie betreibt die Chocolaterie Sawade, sie zaubert aus den Zutaten die feinsten Pralinen und Schokoladen. Eine ältere Kundin beginnt, ihr die Geschichte ihres Lebens zu erzählen. ...

Berlin, im August 1936: Elfie betreibt die Chocolaterie Sawade, sie zaubert aus den Zutaten die feinsten Pralinen und Schokoladen. Eine ältere Kundin beginnt, ihr die Geschichte ihres Lebens zu erzählen. Dabei lüftet sie das Geheimnis einer besonderen Praline.

Es sind nicht nur Elfie und die ältere Nachbarin, die im Zentrum des Geschehens stehen, sondern auch einige weitere Nachbarn der Chocolaterie, die alle an der Straße Unter den Linden angesiedelt sind. Da sind auch der jüdische Buchhändler, der seinen Laden abgeben soll, der arabische Nachtclubbesitzer wie auch Elfies Kollegin in der Chocolaterie. Die Geschichte bildet die Atmosphäre der Zeit ab, noch spürt man den drohenden Krieg nicht, sehr wohl aber die Schikanen von Hitlers Schergen. Das gelingt zwar recht gut, aber mir fehlte die Spannung in der Geschichte. Dafür überwiegt eine düstere Grundstimmung, so dass ich die Lektüre eher als schwierig empfunden habe.

Mich hat diese Geschichte zwar gut unterhalten können, dennoch hat sie mich eher zwiespältig hinterlassen, so recht erreicht hat sie mich nicht. Ich vergebe verhaltene 3 von 5 Sternen.

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