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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.08.2022

In tödlicher Gefahr

Das Haus der stummen Toten
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Eleanor findet ihre Großmutter ermordet auf. Auch wenn sie den Täter auf der Flucht sieht, kann sie ihn nicht wirkliclh erkennen, denn sie hat eine Gesichtserkennungsschwäche. Zu Eleanors Erbe gehört der ...

Eleanor findet ihre Großmutter ermordet auf. Auch wenn sie den Täter auf der Flucht sieht, kann sie ihn nicht wirkliclh erkennen, denn sie hat eine Gesichtserkennungsschwäche. Zu Eleanors Erbe gehört der Hof Solhöga, den sie überhaupt nicht kennt. Als sie zusammen mit ihrem Freund dort ankommt, trifft sie auf eine weitere Erbin, ihre Tante Veronica. Bald aber wird klar, dass sie nicht allein auf dem Gut sind, dass jemand hinter ihnen her ist. Es wird äußerst gefährlich, während andererseits das Wetter so ungemütlich ist, dass sie nicht vom Hof wegkommen…

Eigentlich könnte Eleanor den Täter identifizieren können, doch dieser scheint sehr genau zu wissen, dass sie genau das nicht kann. Die Situation verschärft sich dramatisch auf dem abgelegenen Hof, denn plötzlich scheinen alle in tödlicher Gefahr zu sein. So entsteht eine beklemmende Atmosphäre, man bangt mit Eleanor, ob sie und die weiteren Besucher des Gutes lebend von dort wieder weg kommen. Die Geschichte wird raffiniert in zwei Zeitebenen erzählt, die Geschehnisse der Gegenwart durch jene aus der Vergangenheit nach und nach erklärt. So kann der Leser mitraten, wie die beiden zeitlichen Ebenen miteinander verwebt sind, ein schrecklicher Verdacht kristallisiert sich immer mehr heraus.

Mich hat die Geschichte von Anfang an in ihren Bann gezogen, so dass ich es sehr gerne weiter empfehle. Ich vergebe alle 5 möglichen Sternen.

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Veröffentlicht am 21.08.2022

Verstörende Geschichte

Amelia
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Amelia wächst in Irland auf während der Irland Troubles, die 1969 beginnen. Es ist eine verrückte Familie in einer verrückten Gesellschaft, in der sie lebt. Da gibt es Schülerinnen, die bewaffnet herumspazieren, ...

Amelia wächst in Irland auf während der Irland Troubles, die 1969 beginnen. Es ist eine verrückte Familie in einer verrückten Gesellschaft, in der sie lebt. Da gibt es Schülerinnen, die bewaffnet herumspazieren, Babies, die Bomben sein können, und Achtjährige, die seltsame Dinge sammeln. Ein Menschenleben zählt hier nicht viel…

Der Leser begleitet Amelia auf ihrem Weg im Leben. Ihre Geschichte ist verstörend, denn nicht nur ist das Leben während der Troubles nicht einfach. Ihre Familie ist zudem selbst gewaltbereit. Amelia muss so manche Ungerechtigkeit hinnehmen. Es fehlt dem Buch ein bisschen der rote Faden, Amelias Erlebnisse reihen sich aneinander ohne scheinbaren Bezug. Das macht das Lesen etwas schwierig. Die Unsinnigkeit der Wirren in Belfast nach 1960, das schwierige Leben in einer gewaltbereiten Gesellschaft sind sehr gut dargestellt. Eine leichte Lektüre ist das nicht. Und trotz allem Verständnis für die Menschen, die dieses absurde Leben auszuhalten hatte, konnte ich keinen richtigen Bezug zu Amelia und ihrer Umwelt finden.

Wer sich für das Leben in Belfast während der Irland Troubles interessiert, wird in diesem Buch eine gute Lektüre finden. Ich habe mich eher schwer getan mit dieser Geschichte und kann leider nur 3 von 5 Sternen vergeben.

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Veröffentlicht am 17.08.2022

Ein Zimmermädchen ermittelt

The Maid
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Die junge Molly Gray geht als Zimmermädchen in ihrem Beruf auf: Sie liebt es, die Zimmer wieder in einen tadellosen Zustand zu versetzen. Doch eines Tages findet sie einen Gast tot im Zimmer auf, den schwerreichen ...

Die junge Molly Gray geht als Zimmermädchen in ihrem Beruf auf: Sie liebt es, die Zimmer wieder in einen tadellosen Zustand zu versetzen. Doch eines Tages findet sie einen Gast tot im Zimmer auf, den schwerreichen Mr Black. Dessen junge Witwe scheint am Boden zerstört zu sein und lässt sich gerne von Molly helfen, vor allem, nachdem sie auch zuvor immer wieder die Nähe des Zimmermädchens gesucht hat. Molly jedoch ist nicht wie andere, so manches im Verhalten anderer Menschen kann sie nicht richtig einordnen, und das macht sie unversehens zur Hauptverdächtigen in diesem Mordfall. Zum Glück hat Molly echte Freunde im Hotel, die ihr aus ihrer misslichen Lage heraushelfen wollen…

Wie gut, dass Molly mit ihrer Großmutter jede Folge von Columbo geschaut hat, und das auch noch mehrfach! Denn wie auch bei Columbo wird dieser Fall gelöst werden, selbst wenn dies anfangs überhaupt nicht möglich erscheint. Die Geschichte wird aus Mollys Sicht erzählt, und auch wenn sie so manches übersieht, erhält der Leser so den Überblick, um tatkräftig mitzurätseln. Denn Molly selbst wirkt oft äußerst naiv – für mich stellt sich die Frage, ob diese Naivität tatsächlich mit dem Autismus-Syndrom korreliert oder einfach nur zur Figur passen soll, damit der Fall griffiger wird. Unterhaltsam wirkt das dennoch, so dass ich mich einfach dem Fluss der Erzählung hingegeben habe. Die Auflösung war für mich teilweise unerwartet, und doch passt sie genau zur Geschichte und zu diesem außergewöhnlichen Fall.

Dieser Cosy Crime hat mir einige spannende Lesestunden beschert, so dass ich das Buch sehr gerne weiter empfehle. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 17.08.2022

Nur wenig Krimi-Elemente

Mörderische Masche
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Als seine Frau Maike auf einer Weide durch einen Stier zu Tode kommt, ist ihr Mann Henri zunächst am Boden zerstört. Da erscheint es ihm zweitrangig, was mit ihrem Handarbeitsladen „Nähschiff & Nadelflotte“ ...

Als seine Frau Maike auf einer Weide durch einen Stier zu Tode kommt, ist ihr Mann Henri zunächst am Boden zerstört. Da erscheint es ihm zweitrangig, was mit ihrem Handarbeitsladen „Nähschiff & Nadelflotte“ geschieht. Die einzige Angestellte, Edda, möchte jedoch einen Verkauf verhindern. Sie will Henri für Wolle und alles, was damit zusammenhängt, begeistern. Und so ganz nebenbei wird Henri zum Häkel-Henri. Während Henri sich zunehmend in der ihm bisher völlig unbekannten Welt der Handarbeiten zurechtfindet, entdeckt er, dass die Damen des Häkelclubs finsteren Machenschaften auf der Spur sind, so wie das wohl auch Maike war. Ob das vielleicht zu ihrem Tod geführt hat?

Dieser Häkel-Krimi entführt den Ermittler tatsächlich in die Welt der Häkelei! Und so entsteht ein Krimi, der wenig blutig daherkommt, aber viel Raum lässt für Henris Wechsel in die Welt der Handarbeiten und in seine neue Rolle als Häkel-Henri und Besitzer eines Handarbeitsladens. Die Geschichte lebt von den vielen verschiedenen Charakteren, die mit ihren mehr oder weniger kleinen Verschrobenheiten viel Heiterkeit verströmen. Damit stellt sich die Frage, ob das Buch mit der Etikette „Krimi“ tatsächlich im richtigen Genre gelandet ist, denn die Ermittlungen decken nur einen äußerst geringen Anteil des Buches ab. Wer hier also konkret nach einem Krimi sucht, wird wohl eher enttäuscht sein. Vielmehr überzeugt das Buch mit einer heiteren Geschichte darüber, wie ein Witwer ein neues Ziel in seinem Leben findet.

Als unterhaltsamen Roman für zwischendurch empfehle ich das Buch jedoch sehr gerne weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 15.08.2022

Ein weiteres Tschakka-Abenteuer

Tschakka! – Jetzt wird’s stachelig
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Tabea und ihre Freunde Einstein und Fritzi freuen sich an Wohn-Ei Dörte sowie an den Hühnern Mafalda und Rosella und genießen dabei ihre Ferien. Doch als eine Igelfamilie im Garten auftaucht und Dörtes ...

Tabea und ihre Freunde Einstein und Fritzi freuen sich an Wohn-Ei Dörte sowie an den Hühnern Mafalda und Rosella und genießen dabei ihre Ferien. Doch als eine Igelfamilie im Garten auftaucht und Dörtes Besitzer Gunzelmann im Supermarkt gesehen wird, müssen die drei Freunde überlegen, wie sie ihre Ferienidylle bewahren können.

Es ist eine Freude, mit Tabea und ihren Freunden das Leben der Hühner näher kennenzulernen, wie auch das der Igelfamilie, die sich im Garten eingenistet hat. Denn nebenbei erfahren die jungen Leser viel über die Bedürfnisse der Hühner wie auch der Igel. Schön ist, wie gut die drei Freunde zusammenhalten und gemeinsam nach einer Lösung suchen für Probleme, die sich unversehens auftun. Sowohl die Probleme wie auch die Lösungen sind sehr realistisch und zeigen eine gute Handlungsalternative auf. Die Sprecherin Monika Oschek erzählt die Geschichte aus Tabeas Perspektive, sie tut das sehr überzeugend, mit einem leicht motzigen Unterton, den Mädels in diesem Alter ganz gerne mal drauf haben. Das Buch ist inzwischen der dritte Teil der Reihe, kann aber gut ohne weitere Vorkenntnisse gelesen bzw. gehört werden.

Sehr gerne empfehle ich das Hörbuch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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