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Veröffentlicht am 26.09.2023

Spannend, aber auch schwierig

Skorpion
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Der Schweizer Bundesermittler David Keller und der DIA Carabinieri Andrea Monti finden sich zu einem Treffen mit einem von Montis Informanten in einer Kirche in Palermo ein. Der Informant, der ihnen wichtige ...

Der Schweizer Bundesermittler David Keller und der DIA Carabinieri Andrea Monti finden sich zu einem Treffen mit einem von Montis Informanten in einer Kirche in Palermo ein. Der Informant, der ihnen wichtige Dokumente übergibt, wird anschließend auf offener Straße erschossen. Wer den Auftrag zu dem Mord gegeben hat, weiß man, aber es beweisen kann niemand.
Unverrichteter Dinge kehrt Keller in die Schweiz zurück um gemeinsam mit dem FBI gegen die Al Kaida zu ermitteln. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Ein riesiger Kokain-Fund in Antwerpen, der Selbstmord eines Piloten und die Dokumente des erschossenen Padre aus Palermo ergeben einen gemeinsamen Hintergrund, alle Hinweise deuten auf den Ex-Banker Baumann.


Anfänglich glaubte ich einen Mafia-Thriller zu lesen, spannend und wichtig, immer wieder die Mafiastrukturen aufzudecken. Schwierig wurde es meiner Meinung nach, als der Schweizer Bundesermittler David Keller gemeinsam mit der DIA gegen DEA, FBI, CIA und den kümmerlichen Rest der Welt kämpfen musste.
Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass der Skorpion gar nicht der Bösewicht ist, sondern
die Mafia und all die politischen (vielleicht auch polizeilichen) Organisationen, die den Skorpion für ihre Ziele einsetzen.
Das Bild der Weltpolitik und Weltkriminalität, das Matt Basanisi und Gerd Schneider in diesen Thriller zeichnen, spiegelt leider sehr die Realität wider. Dieses Buch lässt mich daher ziemlich verstört und ratlos zurück, weil die Fiktion sich nur auf Namen und bestimmte Orte bezieht.
Das Nachwort und Interview am Ende des Buches unterstreichen noch einmal die beschämende Realität und die Machtlosigkeit der ermittelnden Behörden.
Der Thriller war äußerst spannend, aber unterhalten, nein köstlich unterhalten fühlte ich mich nicht, eher verängstigt, weil der vermeintlich Gute, immer wieder ausgebremst und bedroht wurde, und zwar von der eigenen Regierung.

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Veröffentlicht am 26.09.2023

Was für ein Trip !!!

Der Trip – Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand.
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Vor zwei Jahren verlor sich jede Spur von Fabian und seiner Frau. Die Beiden waren während ihres Urlaubs in Frankreich nach einem Unfall mit ihrem Wohnmobil verschwunden. Polizeipsychologin Evelyn Jancker ...

Vor zwei Jahren verlor sich jede Spur von Fabian und seiner Frau. Die Beiden waren während ihres Urlaubs in Frankreich nach einem Unfall mit ihrem Wohnmobil verschwunden. Polizeipsychologin Evelyn Jancker zerbricht fast an dieser Ungewissheit. Sie bricht alle Beziehungen zur Freunden und auch zu ihrem Partner ab und führt seitdem ein unstetes Leben mit viel Arbeit und wenig Schlaf.
Als die Oldenburger Polizei sie um Mithilfe bei einer Mordserie bittet, entdeckt sie kurze Zeit später das Phantombild des mutmaßlichen Täters und erstarrt…


Dieser Thriller ist wieder einmal ein typischer Arno Strobel Psychothriller. Er schickt den Leser durch mehrere Höllen, falls es sowas gibt. Er ist spannend, teilweise gruselig und immer, wenn man glaubt, dem Täter auf der Spur zu sein, wird man eines Besseren belehrt.
So beschreibt Herr Strobel weniger die akribische Polizeiarbeit, sondern mehr die Interaktionen der Protagonisten bis hin zur Gedankenwelt des Täters, ohne seine Identität zu offenbaren.
Ich höre viel Hörbücher und habe schon einige gehört, die von Sascha Rotermund gesprochen wurden, aber dieses Mal passt die Stimme und Sprechweise von Herrn Rotermund nicht zum Thriller. Das ist nur meine Meinung und ich kann es gar nicht an bestimmten Textstellen festmachen. Es ist nur mein Gefühl.

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Veröffentlicht am 20.09.2023

Spannender, solider Krimi

Nach der Zeit
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Ursprünglich wurden die beiden Morde in der Lüneburger Heide als Suizide eingestuft. Bei den Obduktionen wurden Betäubungssubstanzen gefunden.
Hanna Will, Hauptkommissarin, und der Polizeipsychologe Jan ...

Ursprünglich wurden die beiden Morde in der Lüneburger Heide als Suizide eingestuft. Bei den Obduktionen wurden Betäubungssubstanzen gefunden.
Hanna Will, Hauptkommissarin, und der Polizeipsychologe Jan de Bruyn werden umgehend von der schnell gebildeten Soko angefordert.
Es wird in allen Richtungen ermittelt. Aber die Beamten finden kein Motiv und können letztlich einen weiteren Mordanschlag nicht verhindern.


Der zweite Band der neuen Will-und de Bruyn-Reihe steht dem ersten in keiner Weise nach. Er ist spannend und unterhaltsam, liefert einen kniffligen Kriminalfall und lässt uns Leser ins Gemüt und Privatleben der beiden Ermittler blicken. Auch wenn viele private Probleme und emotionale Kümmernisse vor uns ausgebreitet werden, kommt die akribische, gut gezeichnete Polizeiarbeit nicht zu kurz.
Es war so schwer für alle Ermittler ein eindeutiges Motiv für alle Taten zu finden. Ich fand es deshalb besonders spannend, mit den Beamten immer auf gleicher Höhe zu sein. Wir Leser wussten nie mehr als die Ermittler, so dass wir in jede Sackgasse mitgegangen sind, in der festen Überzeugung den Täter oder die Täterin ermittelt zu haben.
Das private Geplänkel zwischen Hanna und Jan hat die Ermittlungsarbeit nie gehindert. Stattdessen ermöglicht uns die Autorin eine gelebte, vertrauensvolle Freundschaft dieser Beiden beobachten zu können, die hin und wieder gedanklich weiter reichen könnte. Ob das in einem der nächst Bände geschieht, weiß man nicht, aber die zarten Anbahnungen sind schön zu beobachten.
Ich denke, nicht nur ich fiebere dem nächsten Band entgegen.

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Veröffentlicht am 20.09.2023

Extrem motivierend

Läuft schon!
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Mit diesem Hörbuch bringt die Erfolgsautorin Nicole Staudinger auch den letzten Sportmuffel in Bewegung.
Mit viel eigener Lauf-und Scheitern-Erfahrung motiviert Frau Staudinger jeden, der sich durchringt ...


Mit diesem Hörbuch bringt die Erfolgsautorin Nicole Staudinger auch den letzten Sportmuffel in Bewegung.
Mit viel eigener Lauf-und Scheitern-Erfahrung motiviert Frau Staudinger jeden, der sich durchringt ihr Buch zu lesen oder zu hören, das Laufen oder auch Walken in kleinen Schritten zu erlernen.
Besonders wichtig ist ihr dabei keinen Druck aufkommen zulassen. Jeder Anfänger sollte erst einmal seinen Körper beobachten und kennenlernen. Auch wenn es einem nicht schwerfällt, sollte nur ganz langsam gesteigert werden.
Ich, 67 Jahre alt, habe mir dieses Buch gekauft, um etwas Unterstützung und weitere Motivation zu erhalten. Frau Staudinger konnte mich nicht mehr zum Joggen motivieren, weil das mein Körper, insbesondere meine Gelenke, nicht mehr wollen. Aber zur Bewegung an frischer Luft, egal bei welchem Wetter, zum Walken und einfachen Gehen hat sie mich wieder begeistert. Besonders gern habe ich ihr Buch beim Walken gehört.
Ich habe das Hörbuch gewählt, nachdem ich erfahren habe, dass Frau Staudinger ihr Buch selbst liest. Das empfand ich später aber als Fehler. Frau Staudinger hat eine besonders lebendige Art zu sprechen, aber beim Lesen ihres eigenen Buches verlor sich ihre Lebendigkeit und es mutierte zum ersthaften Vorlesen. Und das war einfach schade. Es hat mich immer wieder etwas gestört, aber den Gesamteindruck letztlich nicht groß gemindert.

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Veröffentlicht am 18.09.2023

Spannend, aber man hatte schnell eine Ahnung

ANGST
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„Jede Nacht hat ihre Kinder“
Er beobachtet sie, verfolgt sie, ohne dass sie es merkt.
Die junge Schauspielerin Mia Richter genießt ihre Freiheit und Unabhängigkeit. Nach zahlreichen Dates hat sie den „Mister ...

„Jede Nacht hat ihre Kinder“
Er beobachtet sie, verfolgt sie, ohne dass sie es merkt.
Die junge Schauspielerin Mia Richter genießt ihre Freiheit und Unabhängigkeit. Nach zahlreichen Dates hat sie den „Mister Right“ noch nicht gefunden.
Nach einem Date im Edelrestaurant auf dem Dach des Kanzleramts ist sie beunruhigt. Irgendetwas stimmt mit diesem Viktor nicht. Mia fühlt sich plötzliche beobachtet und geradezu gestalkt. Ihre Mitbewohnerin Yvonne nimmt Viktor als sympathischen reichen Mann wahr. Aber Mia will der Sache auf den Grund gehen und versucht den Spieß umzudrehen. Jetzt verfolgt sie Viktor.
Ein tödliches Spiel beginnt.

Dieser spannende Thriller ist erstaunlicherweise von einem männlichen Autor aus Sicht der Protagonistin geschrieben, gefährliches Unterfangen. Größenteils ist es aber gelungen.
Das Thema Stalking ist stark herausgearbeitet worden. Wobei gleich zwei Arten von Stalking gezeichnet werden, die tödliche und die weniger gefährliche. Obwohl ich keine Art von Stalking harmlos empfinde. Es ist immer bedrohlich und Angst einflößend, aber auch das ist in diesem Thriller deutlich geworden.
Die Charaktere sind detailliert beschrieben. Irgendwie hat es Spaß gemacht die einzelnen Figuren zu begleiten und zu beobachten. Auch als ich schon einen Verdacht hatte, waren die Reaktionen und Handlungsweisen interessant zu Lesen.
Auf 431 Seiten wurde ich gefesselt und bestens unterhalten, weiter so.

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