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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.05.2026

nicht ganz so spannend, aber durchaus lesenswert

Der Tote auf dem Kniepsand
0

Ein weiterer Fall für die Inselkommissare
Ein Toter auf Amrum und der Verdacht auf den Zusammenhang mit Drogenschmuggel – klingt ganz nach einem Fall für Lena Lorenzen und ihr Team.
Das Buch ist ein fesselnder ...

Ein weiterer Fall für die Inselkommissare
Ein Toter auf Amrum und der Verdacht auf den Zusammenhang mit Drogenschmuggel – klingt ganz nach einem Fall für Lena Lorenzen und ihr Team.
Das Buch ist ein fesselnder Krimi, der Spannung, norddeutsche Küstensatmosphäre und Lokalkolorit miteinander verwebt.
Die Figuren sind gut ausgearbeitet und der Schreibstil klar und flüssig, ohne überflüssige Ausschweifungen und dennoch entfaltet sich die Handlung geschickt durch das Legen falscher Spuren und vieler Verdächtiger.
Auch die private Seite der Ermittler kommt nicht zu kurz. In diesem Fall aber fast schon ein wenig zu lang. Denn die Beziehungsprobleme von Lenas Kollegin haben mich ein wenig genervt.
Ansonsten aber ein solider Krimi, der mit einer logischen Handlung und einem flüssigen Schreibstil punktet.
Fazit: Der 13. Fall für Lena war jetzt nicht der spannendste, aber dennoch überaus lesenswert.

Veröffentlicht am 26.05.2026

Küstenkrimi mit Lokalkolorit

Akte Nordsee - Die letzte Predigt
6

Das neue Buch von Eva Almstädt fand ich insgesamt sehr gut. Bereits von der ersten Seite an war ich in der Handlung gefangen. Die Autorin versteht es wirklich gut, einen spannenden und gleichzeitig lebendigen ...

Das neue Buch von Eva Almstädt fand ich insgesamt sehr gut. Bereits von der ersten Seite an war ich in der Handlung gefangen. Die Autorin versteht es wirklich gut, einen spannenden und gleichzeitig lebendigen Krimi zu erzählen. Die anschauliche Beschreibung der Landschaft sorgt zudem dafür, dass man sich in der Handlung wohlfühlt.

Die Ermittlungen sind weitgehend interessant aufgebaut und bieten ein paar Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Allerdings ziehen sich die Ermittlungen etwas und die Protagonisten begeben sich wieder selbst in Gefahr, was mich in Krimis leider zunehmend stört.

Besonders gut gelingen Almstädt immer ihre Charaktere. Die wirken durchwegs glaubwürdig und authentisch. Allen voran Fentje, die ihre Ecken und Kanten hat, aber dennoch sympathisch ist. Das Verhältnis von Ermittlung und Privatleben finde ich gut gewählt, ich mag es, auch Privates von den Protagonisten zu lesen. Die Antagonisten fand ich allerdings etwas unrund. Sie haben für mich eher unüberlegt gehandelt.

Fazit: ein solider Küstenkrimi, der mit Lokalkolorit und sympathischen Figuren punktet. Der Fall an sich ist nachvollziehbar und wird zufriedenstellend aufgelöst.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 17.05.2026

Im Zug des Lebens

Die Mitternachtsreise
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Ich muss mir erstmal die Tränen aus den Augen wischen, damit ich diese Rezension tippen kann. Ein so wundervolles, wertvolles Buch, habe ich noch selten lesen dürfen. Jeder Satz, jede Zeile, jede Seite ...

Ich muss mir erstmal die Tränen aus den Augen wischen, damit ich diese Rezension tippen kann. Ein so wundervolles, wertvolles Buch, habe ich noch selten lesen dürfen. Jeder Satz, jede Zeile, jede Seite atmet das pure Leben und wäre ich ein Mensch, der wundervolle Sätze in Büchern unterstreicht, dann wäre fast das ganze Buch angeleuchtet.
Wilbur Budds Leben ist zu Ende. Doch nach dem Tod muss er in den Zug seines Lebens steigen und darf Blicke auf seine Vergangenheit werfen. An bedeutsamen Stellen hält der Zug an – und Wilbur erkennt bald, dass der Sinn des Lebens nicht nur aus Arbeit besteht.
Ein sehr bewegendes Buch, das sicher noch lange nachhallt. Und was ich auch sehr schön fand, war das Wiedersehen mit Nora Seed aus dem Buch „Die Mitternachtsbibliothek“. Haigs Sätze berühren, reißen mit, regen zum Nachdenken an und sind vor allem eines: wunderschön.
Die Kapitel sind kurz, manchmal nur eine halbe Seite lang, aber alle haben es in sich. Kein Buch, das man einfach zur Seite legt oder das man gleich wieder vergisst.
Fazit: ein wunderschönes Buch, das noch lange nachhallt.

Veröffentlicht am 14.05.2026

Ein neues Highlight am Scand-Crime-Himmel

Schlafende Vulkane
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Ich muss sagen, ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das mich so gefesselt hat. Bereits die Bergmann-Reihe von Michael Hjorth habe ich verschlungen.
Helga und Bjarki sind ein starkes Team. Den ...

Ich muss sagen, ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das mich so gefesselt hat. Bereits die Bergmann-Reihe von Michael Hjorth habe ich verschlungen.
Helga und Bjarki sind ein starkes Team. Den beiden Autoren ist es sehr gut gelungen, dass man gleich eine Bindung zu den Protagonisten aufbaut. Kursiv geschriebene Kapitel lassen Einblicke in die „Arbeit“ des Täters zu und sorgen für den gewissen Gänsehauteffekt. Denn hier darf man nicht zart besaitet sein.
Zu dem Nervenkitzel sorgt zudem noch die neblige Stimmung im Hochland von Island.
Bereits die ersten Seiten ziehen voll in den Bann des Buches und der endet erst mit dem Ende. Was nicht ganz stimmt: denn das Buch wirkt nach und auch der letzte Satz macht süchtig auf den nächsten Band.
Die Schreibweise der Autoren ist anschaulich, mitreißend und sehr flüssig. Man fliegt förmlich durch die Seiten.
Fazit: ein weiteres Highlight im Bereich des Scandi-Crimes

Veröffentlicht am 14.05.2026

EIn Jahr in der HEidestraße

Die Straße
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Ein Jahr in der Heidestraße
Hmm, irgendwie hat das Buch ja was, aber auf der anderen Seite habe ich mich echt schwer getan damit. Seethaler wirft dem Leser Fragmente hin, die nichts miteinander zu tun ...

Ein Jahr in der Heidestraße
Hmm, irgendwie hat das Buch ja was, aber auf der anderen Seite habe ich mich echt schwer getan damit. Seethaler wirft dem Leser Fragmente hin, die nichts miteinander zu tun haben und bei denen man auch nicht weiß, was dahintersteckt. Eigentlich eine ganz normale Straße in einer ganz normalen Stadt. Die Einwohner sind normale Menschen, wie du und ich und doch, wenn man, wie Seethalter, etwas in die Tiefe schaut, bedeckt mit ihren ganz eigenen Sorgen und Problemen. Da gibt es den Antiquitätenhändler, dessen Geschäft nicht läuft, die unglücklich verliebte Blumenhändlerin, den Jungen, der keine Tauben mag und die Wohnungsgesellschaft, die ein Geschäft in der Heidestraße wittert.
So weit habe ich die Handlung auch verstanden. Aber es gibt noch viele kleine Abschnitte zwischendrin, die scheinbar aus dem Zusammenhang gerissen sind und die ich nicht zuordnen konnte. Man muss sich also einlassen auf das neue Buch von Seethaler. Es ist kein Roman, es ist eher eine Aneinanderreihung kleiner Geschichten, die zusammen – vielleicht – etwas Ganzes ergeben. Mir hat es sich allerdings nicht komplett erschlossen.
Fazit: Mal etwas anderes, aber gefällt sicher nicht jedem.