Profilbild von Hauntedcupcake

Hauntedcupcake

Lesejury Star
offline

Hauntedcupcake ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Hauntedcupcake über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2016

Ruhig aber doch packend und mysteriös

Ocean Rose. Verwandlung
0

Inhalt
Wochen sind vergangen, seit Vanessa und ihre Freunde das unmöglich geschafft haben und das Meer bei Winter Harbor zugefroren haben. Wochen, in denen Vanessa damit kämpft, zu akzeptieren, wer, oder ...

Inhalt
Wochen sind vergangen, seit Vanessa und ihre Freunde das unmöglich geschafft haben und das Meer bei Winter Harbor zugefroren haben. Wochen, in denen Vanessa damit kämpft, zu akzeptieren, wer, oder besser gesagt, was sie ist, in denen sie mit sich hadert, weil sie weiss, dass Simon sie nur liebt, weil sie ihn durch ihre Kräfte so anzieht. Während sie sich langsam an ihr neues Leben gewöhnt und immer mehr über ihre Vergangenheit herausfindet, tauchen plötzlich neue Leichen auf und Vanessa sieht überall Zara und Raina. Doch wie kann das sein, die beiden sind doch tot?

Meine Meinung
Wie schon Band 1 hat mich auch dieser Teil wieder sofort durch seinen wunderschönen Schreibstil in seinen Bann gezogen. Allein deswegen finde ich die Reihe lesenswert, denn die Autorin schafft es einfach, eine unglaubliche Atmosphäre zu kreieren und die Gefühle der Protagonisten wunderbar rüber zu bringen.

Dieser zweite Teil ist viel ruhiger als sein Vorgänger, wenn auch gespickt mit mehr mystischen, geheimnisvollen Momenten. Man begleitet Vanessa in ihrem Leben, merkt, wie sehr sie damit hadert, eine Sirene zu sein, wie sehr sie an sich zweifelt, aber auch wie sehr sie der Tod von Justine immer noch belastet. Sie leidet auch darunter, dass ihr ihre Eltern immer noch nicht die Wahrheit über sie erzählt haben und so gräbt sie sich selber durch die Familiengeheimnisse. Währenddessen hadert sie mit sich, weil sie weiss, dass Simon sie nur wegen ihrer Gabe liebt, weil sie ihn so anzieht, und sie weiss auch, dass sie ihn nicht ausnützen will. Gleichzeitig taucht Parker auf, der Schulschönling, und scheinbar der einzige, der weder von Justine weiss, noch ihrer Anziehungskraft erliegt. Dies geniesst sie umso mehr, was sie noch mehr in eine Zwickmühle bringt.

Gerade weil dieser Teil sehr ruhig ist und sich auf Vanessa konzentriert, ihr Leben in der Familie, ihr Liebesleben und die College-Sorgen, kann ich durchaus nachvollziehen, wenn manche Menschen das Buch als langweilig empfinden. Für mich war es das aber überhaupt nicht, ich war sofort wieder gefesselt und bin einfach begeistert von der Reihe. Einen halben Punkt Abzug muss ich dennoch geben, denn ich habe mich manchmal recht geärgert, dass Vanessa ein wenig eine Ego-Tour macht, anstatt dass sie (zumindest ihrer besten Freundin Paige) die Wahrheit über sich erzählt.

Setting
"Verwandlung" spielt dieses mal nicht nur in Winter Harbor sondern auch zu einem grossen Teil in Boston, wo Vanessa mit ihrer Familie lebt. Mich hat wieder einmal sehr begeistert, wie gut die Autorin ein Setting rüberbringen kann, wie sehr man sich beim Lesen "vor Ort" fühlt.

Winter Harbor trifft man diesmal im Herbst / Winter an, was mir auch sehr gut gefallen hat. Wo im ersten Band noch Sommer war, ist das Küstendorf diesmal ziemlich ausgestorben, verlassen, wirkt trostlos.

Boston hingegen wird als ziemlich hektisch beschrieben, besonders das Leben in der Schule wird hier beleuchtet, wie auch einige Szenen zu Hause bei Vanessa.

Charaktere
Vanessa hat sich seit dem ersten Band ziemlich verändert, schliesslich weiss sie nun um ihre wahre Herkunft. Während sie ihre Ängste beinahe alle besiegt hat, wird sie nun von Selbstzweifeln geplagt. Nicht nur wegen dem, was sie ist, sondern auch, weil sie sich im Liebeschaos befindet und sich um ihre Zukunft kümmern muss. Ich fand ihre Gedankengänge und Gefühle wieder sehr realistisch und sie ist mir immer noch sehr sympathisch.

Simon ist über beide Ohren verliebt in Vanessa und ein sehr treuer, loyaler und wunderbarer Kerl. Er würde alles tun für seine Liebe und ist einfach nur der perfekte Freund.

Parker ist der Sohn eines wichtigen, reichen Geschäftsmannes, was er in Wahrheit aber alles andere als toll findet. Schliesslich will er sein eigenes Leben leben können, aber bei so einem Vater gar nicht so einfach. Er ist ein sehr einfühlsamer aber auch witziger Kerl und ich muss ehrlich sagen, dass er echte Konkurrenz für Simon ist. Zumindest was meine persönlichen Gefühle angeht

Die Charaktere im Buch haben mich wieder alle total überzeugen können. Vanessas Mom kämpft immer noch mit dem Tod von Justine, was sie beinahe in den Wahnsinn treibt, ihr Dad kämpft natürlich damit und merkt gleichzeitig, wie seine Beziehung zu Vanessa leidet, Paige, die mittlerweile bei ihnen wohnt, ist noch sehr verwirrt und muss sich erst erholen und wieder im Leben zurecht finden und auch die alte Betty bekommt man wieder zu sehen, diesmal aber mit einem grossen Geheimnis.

Fazit
Ein sehr ruhiger aber wunderschön geschriebener zweiter Teil, mit kleinen Schwächen, der mich aber wieder vollkommen in seinen Bann ziehen konnte.

Veröffentlicht am 06.10.2016

Must-Read für Potterheads: witzig, süss, perfekt

Fangirl auf Umwegen
0

Inhalt
Luna ist Fangirl und Potterhead mit ganzer Seele. Als sie erfährt, dass es ein Gewinnspiel gibt, dessen Preis drei Wochen in der "Wizarding World of Harry Potter" bei einer Challenge ist, steht ...

Inhalt
Luna ist Fangirl und Potterhead mit ganzer Seele. Als sie erfährt, dass es ein Gewinnspiel gibt, dessen Preis drei Wochen in der "Wizarding World of Harry Potter" bei einer Challenge ist, steht für sie fest: sie muss dahin. Das Glück scheint für einmal auf ihrer Seite zu stehen, und so darf sie nach Orlando fliegen. Doch die Challenge fordert sie mehr, als gedacht, denn nicht nur ihr ganzes Fanwissen zu Harry Potter ist gefragt, sondern auch Geschick im Rätsel lösen und Geschwindigkeit gegenüber den anderen Teilnehmern. Zum Glück erhält sie Unterstützung von Leo... Leo, der sie total aus dem Konzept bringt...

Meine Meinung
"Fangirl auf Umwegen" war mein erstes Buch von der Autorin und wird definitiv nicht mein letztes gewesen sein. Schon nach den ersten paar Seiten hat sie mich mit ihrem herausragenden Schreibstil in den Bann gezogen. Mit viel Wortwitz, Schlagfertigkeit und einer Menge tollem Humor nimmt sie den Leser mit auf eine wunderbare Reise.

Als Potterhead sind die Universal Studios in Florida natürlich auch für mich ein Traumreiseziel. Leider hatte ich bis jetzt nicht das Glück, dorthin fliegen zu können. Umso schöner war es für mich, Luna dorthin zu begleiten. Die Idee mit der "Wizarding World" als Hauptschauplatz fand ich sehr gelungen. Auch die Challenge fand ich eine super Idee und toll umgesetzt. Gemeinsam mit den anderen Teilnehmern muss die Protagonistin Rätsel aus der Harry Potter-Welt lösen. Als Preisgeld winken 100'000.- Dollar, die für Luna, die aus eher bescheidenem Umfeld stammt, eine zusätzliche Motivation darstellen. Dennoch verliert sie nicht den Spass an der Sache. Hilfe bekommt sie von Leo, einem jungen Mann, der ihr zwar zu Beginn recht auf die Nerven geht, sie dann aber immer wieder überrascht. Natürlich bahnt sich zwischen den beiden etwas an und diese unterschwellige Lovestory hat mir gut gefallen.

Besonders der Humor in dem Buch hat mich sehr gut unterhalten und war ganz nach meinem Geschmack. Oft sind auch sehr aktuelle Themen angesprochen worden, was ich toll fand.

Setting
Die Geschichte spielt in der "Wizarding World of Harry Potter", einem Themenpark in Florida, USA. Wie der Name schon besagt, behandelt der Freizeitpark die Welt von Harry Potter. Dort gibt es Hogwarts, Hogsmeade und die Winkel- und Nocturngasse zu bestaunen. Für mich als Potterhead war das ein wunderbarer Ausflug und ich bin mir schmerzlich bewusst worden, dass ich die Bücher unbedingt mal rereaden muss, weil ich an Entzugserscheinungen leide ^^

Die Autorin hat es auf jeden Fall geschafft, die Ortschaft authentisch herüber zu bringen. Ich habe mich richtig mit der Protagonistin gefreut, all die Orte zu entdecken und habe mich dorthin versetzt gefühlt.

Charaktere
Luna, 18 Jahre jung und Fangirl mit ganzem Herzen. Genau so wie du und ich. Und so ist es nicht erstaunlich, dass ich sie sofort in mein Herz geschlossen habe. Luna stammt aus eher bescheidenen Verhältnissen und hat ihren Vater früh verloren, was sie sehr geprägt hat. Dies hat man die ganze Geschichte hindurch gut spüren können und hat für sie mich noch liebevoller gemacht.

Leo, 19 Jahre, mit blondem Haar und ockerfarbenen Augen - und einem Aussehen, Draco Malfoy nicht unähnlich. Natürlich war ich sofort hin und weg. Ich meine, halloho! DRACO! <3 ! Nun ist Leo aber so gar nicht wie Draco, sondern eher ein ruhig und doch aufgestellter Typ, der einige Geheimnisse hat und doch einfach super süss ist. Dass er nicht die Bad Boy-Rolle aufgedrückt bekommen hat, finde ich super.

Luna und Leo sind definitiv die wichtigsten Personen in "Fangirl auf Umwegen". Man lernt noch andere Charaktere kennen, auf die wird aber nicht allzu sehr eingegangen. Was die Geschichte aber auch überhaupt nicht nötig hat.

Fazit
Eine wunderbare, süsse, witzige Geschichte, perfekt für jeden Potterhead und jeden, der sich gerne verzaubern lässt.

Veröffentlicht am 29.09.2016

Lucan und Gabrielle

Geliebte der Nacht
0

Inhalt
Die introvertierte und mehr oder weniger erfolgreiche Fotografin Gabrielle wird beim Verlassen eines Nachtclubs Zeugin eines brutalen Gewaltverbrechens. Doch die Polizei glaubt ihr nicht und als ...

Inhalt
Die introvertierte und mehr oder weniger erfolgreiche Fotografin Gabrielle wird beim Verlassen eines Nachtclubs Zeugin eines brutalen Gewaltverbrechens. Doch die Polizei glaubt ihr nicht und als sie den Tatort untersuchen wollen, ist die vermeintliche Leiche verschwunden, von einem Verbrechen fehlt jede Spur. Als dann der unverschämt attraktive Kommissar Lucan Thorne bei ihr auftaucht, fühlt sie sich endlich ernst genommen. Aber Lucan ist nicht das, was er vorgibt zu sein, und die Welt, in die Gabrielle hineingerissen wird, übersteigt alles, was sie sich je hätte vorstellen können. Denn Vampire gibt es wirklich und Gabrielle ist etwas ganz Besonderes für sie ...

Meine Meinung
Ich habe mir "Geliebte der Nacht", nachdem eine liebe Bücherfreundin so davon geschwärmt hat, als Hörbuch angehört. Schon nach den ersten Minuten war ich begeistert vom Leser, Simon Jäger. Er hat eine unglaubliche Begabung, Geschichten zu erzählen, Stimmen nachzumachen und den Hörer zu fesseln!

Die Story um Gabrielle und Lucan hat mir gut gefallen. Klar, sie bedient wohl sämtliche Klischees, die es gibt: Jungfrau in Nöten, die dann doch mehr ist, als erwartet, starker aber irgendwie abweisender Krieger, der aber ein weiches Herz hat, eine geheime Loge von Vampirkriegern und natürlich die bösen Gegner, die es zu besiegen gilt. Alles schon gehabt, alles schon gelesen. Mit Kreativität trumpft die Autorin hier also nicht sonderlich. Aber das weiss man ja eigentlich auch schon, bevor man das Buch beginnt. Daher hab ich es nicht so schlimm gefunden. Ein bisschen hat mich die Geschichte übrigens an "Black Dagger 1" erinnert, nur dass hier der Stil viel angenehmer und die Protagonisten nicht so schrecklich sind.

Die Geschichte behandelt insbesondere natürlich die Rasse der Vampire mit Hauptaugenmerk auf Vampirkrieger, wie Lucan einer ist. Er und seine Kumpanen bekämpfen die sogenannten Rouges, Vampire, die dem Blutrausch verfallen sind, und sich somit gegen die Bruderschaft und deren Kodex stellen. Mir hat das gut gefallen, denn diese Rouges sind nicht irgendwelche dummen Bestien, sondern eben ehemals "gute" Vampire. Die Charaktere haben mir eigentlich auch gut gefallen, ausser Gabrielle's Freunde, die fand ich irgendwie komisch und oberflächlich gehalten. Dafür fand ich die Vampirkrieger toll. Eine wirklich witzige Truppe und besonders durch die Stimme des Lesers sind die hier super zur Geltung gekommen. Gabrielle hat mich phasenweise etwas genervt, sie ist eine kleine Dramaqueen, und auch Lucan steht ihr diesbezüglich in nichts nach. Deshalb gibt's ein klein wenig Abzug.

Wie der Titel schon sagt, kommt auch die Erotik nicht zu kurz. Ich schätze das in Büchern ja sehr. Hier fand ich es manchmal etwas .. nun ja .. speziell? Nicht übertrieben oder zum augenverdrehen, aber ich musste während einiger der Szenen so lachen. Wahrscheinlich bin ich auch das eine oder andere Mal rot geworden.

Mich hat die Geschichte sehr gut unterhalten und ich war sodann auch etwas enttäuscht, als ich gesehen habe, dass die Folgebände jeweils von einem anderen Paar erzählen. Also nichts mehr mit Gabrielle und Lucan. Dafür vielleicht irgendwann mehr Rio, Gideon und Dante.

Fazit
Alles in Allem wurde ich sehr gut unterhalten, der Humor im Buch hat mich angesprochen, ebenso die Story an sich. Die Reihe werde ich wohl definitiv als Hörbücher weiter hören, da Simon Jäger hier einen wirklich tollen Job gemacht hat!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein fesselnder Auftakt!

Ocean Rose. Erwartung
0

Inhalt
Wie jedes Jahr verbringen Vanessa und Justine mit ihren Eltern die Ferien in Winter Harbor an der Küste. Als Justine bei einem tragischen Schwimmunfall stirbt, weiss Vanessa, dass sie nicht einfach ...

Inhalt
Wie jedes Jahr verbringen Vanessa und Justine mit ihren Eltern die Ferien in Winter Harbor an der Küste. Als Justine bei einem tragischen Schwimmunfall stirbt, weiss Vanessa, dass sie nicht einfach so weiter leben kann und etwas tun muss und so reist sie zurück ins Ferienhaus. Besonders von Caleb, dem Nachbarsjungen, mit dem Justine immer wieder angebändelt hatte, erhofft sie sich Antworten. Doch Caleb ist verschwunden, und so macht sich Justine mit dessen Bruder Simon auf die Suche. Als in Winter Harbor immer mehr Tote angespült werden, bemerken die beiden, dass mehr hinter Justines Tod steckt, als gedacht...

Meine Meinung
Ganz ehrlich? Das Buch war ein absoluter Coverkauf. Ich bin nämlich total verknallt in das Cover. Natürlich war ich da sehr gespannt auf die Geschichte dahinter. Und ich wurde nicht enttäuscht. Schon von der ersten Seite an hat mir das Buch gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und bringt genau die richtige Atmosphäre rüber, etwas, das mir sonst in Büchern oft fehlt.

Die Autorin erzählt die Geschichte von Vanessa, die vor fast allem Angst hat, und plötzlich ihre geliebte Schwester verliert. Sie will wissen, was genau hinter dem Tod von Justine steckt und so macht sie sich das erste Mal alleine auf den Weg, Antworten zu finden. Dabei findet sie nicht nur neue Freunde und die Liebe, sondern sie kommt auch einem unglaublichen Geheimnis auf die Spur.

Das Buch hat mich total in seinen Bann gezogen und ich habe nicht eine Kleinigkeit zu bemängeln. Für mich ist es ein sehr gelungenes Werk. Klar hat es ruhigere Passagen, aber auch diese habe ich gebannt verfolgt. Sehr geschätzt habe ich auch, dass die Liebesgeschichte eher zweitrangig war. Die Geschichte hat durchaus Krimifaktoren, was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat.

Natürlich hat "Ocean Rose" auch fantastische, mysteriöse Elemente. Diese sind perfekt in die Geschichte eingebunden und auch wenn man immer mal wieder eine Vermutung hat, wird das "Geheimnis" doch erst recht spät und sehr schlüssig gelüftet.

Setting
Die Geschichte spielt mehrheitlich im Küstenörtchen Winter Harbor in Maine USA. Die Ortschaft wird zwar nur nebenbei beschrieben, ich habe mich aber immer sehr vor Ort gefühlt, mitten im Geschehen. Besonders die Stürme, die immer mal wieder aufgekommen sind, habe ich richtig "gefühlt". Die Autorin besitzt ein unglaubliches Talent, die richtige Atmosphäre so zu beschreiben, dass man sich richtig hineinfühlen kann.

Charaktere
Vanessa ist eine junge Frau, die aber von ziemlich vielen Ängsten geplagt wird. So hat sie sowohl vor der Dunkelheit, als auch vor dem Meer grössten Respekt. Sie ist eine eher ruhige, zurückgezogene Persönlichkeit und war mir sofort sympathisch, da sie nicht die typische Jugendbuchheldin ist. Ihre Gefühle und Gedanken konnte ich immer sehr gut nachvollziehen und die Wandlung, die sie durchmacht, hat mir gut gefallen.

Simon ist der ältere der beiden Nachbarsjungen von Vanessa. Er ist ein wenig nerdig, trägt eine Brille, interessiert sich für Wetterphänomene und Rudern. Zu Beginn fand ich ihn ein wenig unnahbar, habe ihn im Verlaufe der Geschichte aber schätzen gelernt. Mit seiner ruhigen, treuen und beschützerischen Art passt er super in seine Rolle.

Die Charaktere im Buch haben mich alle total überzeugen können. Sie sind allesamt Individuen mit ihren eigenen Geschichten. So zum Beispiel Justine, die aufgeweckte und etwas hyperaktive Schwester der Protagonistin, Caleb, der über beide Ohren in sie verliebt ist und wirklich alles für eine gemeinsame Zukunft tun würde, Mom, eine tüchtige Geschäftsfrau, die sehr unnahbar wirkt, Paige, Vanessa's neue, quirlige Freundin und deren sehr arrogante Schwester Zara. Mein Lieblingscharakter war aber Big Papa, der Vater von Vanessa und Justine. Er ist ein richtiger Papabär und seine Rolle hat mir besonders gefallen.

Fazit
Ein ruhiges aber doch sehr fesselndes und äusserst atmosphärisches Buch mit tollen Charakteren und einem unglaublichen Geheimnis. Der erste Band von Ocean Rose hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine wunderbare Geschichte

Malou. Diebin von Geschichten
0

Inhalt
Malou Winters ist die Tochter einer Normalsterblichen und einer Romanfigur, besser gesagt eines Antagonisten. Diesem Umstand verdankt sie, dass sie Zugang zum literarischen Universum - dem Litersum ...

Inhalt
Malou Winters ist die Tochter einer Normalsterblichen und einer Romanfigur, besser gesagt eines Antagonisten. Diesem Umstand verdankt sie, dass sie Zugang zum literarischen Universum - dem Litersum - hat und dort als Anti-Muse jobben darf. Während die Musen dafür sorgen, dass Schriftsteller DIE Idee schlechthin bekommen, löscht Malou mit ihrem Kuss schlechte Ideen aus und sorgt so für das nötige Gleichgewicht. Als gleich zwei von Malou's Aufträgen tot aufgefunden werden, kommt ihr Scottland Yard auf die Spur. Fortan muss sie sich mit den Ermittlern Adams und Lansbury rumschlagen. Hilfe bekommt sie von ihrer Mutter, ihrem Kater Sheldon und ihrer besten Freundin Emma Holmes, einer begnadeten Detektivin. Doch dann tauchen weitere Tote auf..

Meine Meinung
Schon von der ersten Seite an hat mich "Malou" packen können. Ich habe mich schnell in die Geschichte eingefunden und war sehr neugierig, was da alles auf mich zu kommt. Schliesslich habe ich noch nie von einer Anti-Muse gehört und wollte wissen, was die so treibt. Der Schreibstil ist super, lässt sich leicht und flüssig lesen und wirkt dennoch ausgereift und nicht plump.

Die Geschichte fand ich sehr spannend, denn schon schnell passieren die ersten merkwürdigen Dinge, sprich die Morde an Malou's Aufträgen. Das ruft natürlich Scottland Yard auf den Plan. Und die haben sofort Malou auf dem Radar, da sie gleich an zwei Tatorten auftaucht und somit sehr verdächtig ist. Zum Glück kann die junge Frau sich auf ihre Mutter verlassen, die sie da rausholt. Schnell wird klar, dass Malou wirklich etwas mit den Vorfällen zu tun hat, aber anders als gedacht. Und so wird Ermittler Lansbury auf sie abgestellt. Der junge Mann fällt durch seine harsche, mürrische Art auf, doch scheint er einen weichen Kern zu haben. Während die Anti-Muse mit ihrer detektivischen Freundin Antworten sucht, passieren weitere merkwürdige Dinge. Bis zu letzt habe ich mitgerätselt, wer denn da dahinter stecken könnte und ich wurde nicht enttäuscht. Denn das Ende war schlüssig und klar und hat mich überzeugen können.

Die Welt, die die Autorin geschaffen hat, habe ich so noch nicht gekannt. Ihre Idee mit den Musen und Anti-Musen und all den anderen interessanten "Mischungen" fand ich sehr gelungen. Da gab es einiges zu entdecken und der Leser wird zur Genüge mit Infos gefüttert. Dennoch würde ich gerne noch viel mehr über diese Welt lesen, denn da gibt es sicher noch sehr viel zu entdecken!

Setting
Die Geschichte um Malou spielt in London, in der Wohnung von Malou und auch von Lansbury, in der Zwischenweltbibliothek (ZwiBi genannt), wo sowohl Menschen als auch Buchcharaktere rumwuseln und auch in der einen oder anderen Buchwelt.

Besonders die Zwischenweltbibliothek würde ich auch gerne mal bereisen, ich meine, eine Bibliothek, wo sich auch deine Lieblingsbuchcharaktere rumtreiben? Das ist doch der Traum eines jeden Buchliebhabers!

Charaktere
Die Charaktere fand ich - wie auch den Rest des Buches - sehr gelungen. Sie sind toll und vielseitig und dort sympathisch oder unsympathisch, wo sie es sein müssen. Es tummeln sich einige tolle Charaktere in dem Buch, ich hab mich hier mal auf die drei fokussiert, die mir am besten gefallen haben:

Malou, die Anti-Muse und Hauptprotagonistin des Buches war mir auf Anhieb sympathisch. Sie ist eine lockere, frohe junge Frau, mit einer Vorliebe für die Minions, Kaffee und Katzen. Sie hat eine wunderbare ironische Seite und ihr Humor hat mir gut gefallen.

Lansbury, Ermittler bei Scottland Yard, ist ein ziemlich mürrischer Kerl. Dennoch fand ich ihn auch schon von Anfang an toll, denn der Schlagabtausch, den er sich mit Malou liefert ist wirklich unterhaltsam und zwischendurch lässt er schon durchblicken, dass er eigentlich auch anders kann. Er ist eigentlich ziemliches Bookboyfriend-Material.

Sheldon, der Kater von Malou. Ja, er hat eigentlich nur eine Nebenrolle in dem Buch, aber ich liebe den Kerl einfach! Er und Malou sind richtig dicke und er versucht sie auch gerne mal vor Lansbury zu beschützen. Die Szenen mit ihm haben mir als Katzenmama natürlich besonders viel Freude bereitet.

Wie gesagt gibt es noch ganz viele andere tolle (und weniger tolle) Charaktere in dem Buch, so zum Beispiel Detektivin und Anti-Muse Emma Holmes, oder Malou's Mutter, Thia, die irgendwie süss ist und von der ich gerne mehr erfahren hätte und natürlich noch eine ganze Horde Musen.

Fazit
Eine locker leichte Geschichte, die mir viel Freude und spannende Lesestunden beschert hat. Die Idee mit den Musen & Co. fand ich sehr gelungen und ich wurde wirklich gut unterhalten. Für mich eine super Lektüre, die ich gerne weiter empfehle.