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Veröffentlicht am 18.03.2021

Magische Version von Men in Black

Amari und die Nachtbrüder (Teil 1)
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Inhalt:
Amaris Bruder Quinton war der Star der Schule und des Viertels – bis er plötzlich spurlos verschwand. Noch nie hat Amari sich so verlassen gefühlt. Als sie eine Einladung entdeckt, die Quinton ...

Inhalt:
Amaris Bruder Quinton war der Star der Schule und des Viertels – bis er plötzlich spurlos verschwand. Noch nie hat Amari sich so verlassen gefühlt. Als sie eine Einladung entdeckt, die Quinton ihr hinterlassen hat, eröffnet sich Amari eine Welt der übernatürlichen Fähigkeiten und magischen Kreaturen. Doch um hier einen Platz zu finden und weiter nach Quinton suchen zu können, muss sie ein Auswahlverfahren bestehen. Wie soll sie es mit Mitstreitern aufnehmen, die seit Jahren dafür geschult wurden? Und warum schlummert ausgerechnet in Amari verbotene Magie? Als dann auch noch der berüchtigte Magier Moreau Amaris Nähe sucht, gerät sie zwischen die Fronten eines gnadenlosen Kampfes.

Meinung:
Seit Amaris älterer Bruder Quinton spurlos verschwunden ist, ist ihr Leben aus den Fugen geraten. Amari hat keine Ahnung wo Quinton ist und warum er ohne ein Wort verschwand. Doch dann hinterlässt ihr Bruder ihr eine mysteriöse Einladung. Mit dieser gerät Amari in eine Welt voller Magie, übernatürlicher Fähigkeiten und fantastischen Kreaturen. Nie im Leben hätte Amari gedacht, dass so eine Welt tatsächlich existiert. Und genau in dieser Welt war Quinton ein Star. Daher schaut jeder nun ganz besonders auf seine jüngere Schwester Amari. Wird diese in Quintons Fußstapfen treten können? Und was hat es mit den gefürchteten Magiern auf sich?

Schon beim Lesen des Klappentextes wurde ich neugierig auf die Welt, die Amari aufgrund der mysteriösen Einladung ihres Bruders erhält. Auch die Frage nach dem Verbleib von Quinton spornte mich dazu an zu diesem Titel zu greifen.

Gleich ab der ersten Seite fühlte ich mich sehr wohl in Amaris Welt. Mir gefiel die klare Botschaft, die der Autor B. B. Alston ab der ersten Seite an den Hörer richtet. Denn es wird mehr als deutlich, dass ein farbiger Mensch es immer noch deutlich schwerer in unserer Gesellschaft hat als ein Weißer. Amari wird an ihrer Schule aufgrund ihrer Hautfarbe stark degradiert und fies gemobbt. Ich finde es wichtig, dass bereits jungen Lesern vermittelt wird, dass dies einfach nicht in Ordnung ist und niemand aufgrund seiner Herkunft, Religion oder Ähnlichem einen Stempel erhalten sollte.

Aber auch im späteren Verlauf hat Protagonistin Amari kein leichtes Los. Denn es stellt sich heraus, dass Amari eine Magierin ist. Die Magier sind in der magischen Welt sehr gefürchtet, haben sie doch vor einigen Jahren schreckliche Dinge getan. Daher sieht jeder in Amari sofort eine Bedrohung für die Gesellschaft. Amari, die jedoch zum ersten Mal von all diesen fantastischen Dingen hört, versteht einfach nicht, warum sie aufgrund einer Fähigkeit wieder für etwas verurteilt wird für das sie nichts kann.

Doch zum Glück findet Amari während ihrer Ausbildung Freunde. Diese stehen ihr zur Seite, obwohl sie wissen was Amari ist und was sie kann, denn sie sehen in dem Mädchen so viel mehr als einfach nur eine gefürchtete Magierin. Doch im Laufe der Geschichte treten Amaris Fähigkeiten immer wieder zutage, da sie diese nicht kontrollieren kann, wird ihre Situation immer verzwickter.

Die Welt die B. B. Alston erschaffen hat, hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Es gibt magische Kreaturen und jeder besitzt eine besondere Fähigkeit, ähnlich wie bei einem Superhelden, nur in abgeschwächter Form. Auch die Akademie erinnerte mich ein wenig an eine magische Version von Men in Black. Mir hat es daher viel Freude bereitet in diese Welt eintauchen zu dürfen.

Spannungstechnisch zieht der Autor vor allen Dingen gegen Ende der Geschichte alle Register. Eine Überraschung jagt die nächste und gerade der letzte Schachzug ließ mich mit offenem Mund zurück, da er alles Vorherige total auf den Kopf stellte.
Dennoch muss ich festhalten, dass es zwischendurch Passagen gab, in denen ich mir einen etwas schnelleren Handlungsverlauf gewünscht hätte. Mit fast 11 Hörstunden liegt dem Hörer hier auch kein ganz dünner Titel vor.

Als Hörbuchsprecherin wurde Merete Brettschneider ausgewählt, die mir schon aus einigen anderen Hörbuchprojekten ein Begriff war. Ich bin ein Fan ihrer Stimme und empfand es daher als sehr angenehm ihr zuzuhören. Egal ob männlich oder weiblich, Merete Brettschneider versteht es den jeweiligen Charakter gut in Szene zu setzen.

Fazit:
Ein Auftaktband der große Erwartungen an die Folgebände weckt.
Die erdachte Welt des Autors erinnerte mich persönlich an eine magische Version von Men in Black.
Gerade gegen Ende hin wird der Leser dann ein ums andere Mal überrascht. Ich konnte gar nicht begreifen, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelte. Denn am Ende des Buches hat sich Amaris Welt, wie sie sie kannte, um 180 Grad gedreht.
Ich vergebe 4,5 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 18.03.2021

Spannungs- und Überraschungselemente wechseln sich harmonisch ab

Winstons geheimste Fälle (Band 2) - Das Geisterschiff
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Inhalt:
Großmutter Babuschka wurde von den gefürchteten Alsterräubern überfallen und liegt im Krankenhaus – auf Winstons Speisezettel sieht es entsprechend düster aus. Aber damit nicht genug: Ein wertvolles ...

Inhalt:
Großmutter Babuschka wurde von den gefürchteten Alsterräubern überfallen und liegt im Krankenhaus – auf Winstons Speisezettel sieht es entsprechend düster aus. Aber damit nicht genug: Ein wertvolles Familienerbstück ist bei dem Raub verschwunden, und die Polizei tappt völlig im Dunkeln. Winston beschließt, auf eigene Faust zu ermitteln. Und macht bei seinem nächtlichen Streifzug eine erstaunliche Entdeckung: Am Ufer hat ein geheimnisvolles Schiff angelegt – es segelt unter Piratenflagge mit einer Mannschaft aus Waschbären an Bord …

Meinung:
Winston hat einen neuen Fall vor der Brust. Denn Großmutter Babuschka wurde von den Alsterräubern überfallen und ihre über alles geliebte Kette wurde dabei geklaut. Da Winston große Stücke auf Babuschka hält, schließlich versorgt sie ihn immer mit seinen liebsten Leckereien, möchte er herausfinden, wer sich hinter den Alsterräubern versteckt. Daher fängt Winston an selbst zu ermitteln und macht dabei eine überraschende Entdeckung.

Nachdem mir der erste Winston Fall aus dem Loewe WOW Programm wirklich gut gefallen hat, war ich neugierig auf den zweiten Band. Schon der Titel „Das Geisterschiff“ sprach für eine sehr fantastische und interessante Geschichte.
Da die Geschichten in sich abgeschlossen sind, bietet sich dieser Band auch perfekt für Quereinsteiger an. Zudem muss man die eigentliche Reihe rund um Kater Winston nicht kennen, da die Charaktere und die Handlungsorte schon nach kurzer Zeit jedem Leser verständlich dargelegt werden.

Winston gerät in diesem zweiten Band an eine Bande Räuber, die in den reichen Villen an der Alster ihr Unwesen treiben. Da die Menschen es einfach nicht auf die Reihe bekommen, die Täter zu fassen, übernimmt Winston kurzerhand diesen Fall. Schließlich hat er ein eigenes Interesse daran die Täter zu fassen und an den Schmuck von Babuschka heranzukommen. Und so beginnt ein detektivisches Abenteuer voller Geheimnisse und interessanter Enthüllungen.

Auch alte Bekannte aus der Winston Reihe bzw. dem ersten Band von „Winstons geheimste Fälle“ finden ihren Weg in die Geschichte. Fast immer an Winstons Seite ist Katzendame Odette. Winston ist immer noch genauso vernarrt in sie, wie am ersten Tag ihres Zusammentreffens. Auch die beiden Katzenkinder von Winston und Odette haben einen kurzen Auftritt.
Selbstverständlich darf auch die Ratte Raggety in diesem Band nicht fehlen. Denn wie nicht anders zu erwarten, benötigt Winston auch in diesem Buch dringend Raggetys Hilfe.

Die Geschichte ist für Kinder ab 10 Jahren geeignet. Der Aufbau der Geschichte ist dabei im Comicformat gehalten. Aufgrund der gut strukturierten Darstellung hat man als Leser zudem nie das Gefühl den Überblick über die Reihenfolge der zu lesenden Texte zu verlieren.
Da sich der Schwerpunkt der Loewe WOW Titel mehr auf dem Bildanteil als auf den Text fokussiert, gibt es auch in diesem Abenteuer recht wenig Text im Vergleich zu den Bildern. Dies ist jedoch zu keiner Zeit störend, außer dass man viel zu schnell durch dieses niedliche Buch durch ist. Oftmals erzählen sogar die Bilder die eigentliche Geschichte weiter.

Natürlich möchte ich euch nicht vorenthalten, welche Farbe der Buchschnitt von Winstons neuestem Werk aufweist. Dieses Mal erstrahlt der Schnitt in einem knalligen Orange.
Die Bilder von Illustrator Nikolai Renger lassen die vielen Tiere dieser Geschichte fast zum Leben erwecken. Ich fand die Darstellung daher äußerst gelungen und ansprechend.

Fazit:
Ein Geisterschiff, eine Räuberbande und die Suche nach Oma Babuschkas Halskette werden in diesem neuen Winston Buch zu einer dynamischen und ansprechenden Geschichte verarbeitet. Spannungs- und Überraschungselemente wechseln sich harmonisch ab, sodass Kinder ab 10 Jahren großen Gefallen an diesem Buch haben werden. Die Comicaufmachung sowie der farbige Buchschnitt des Loewe WOW Formates haben mich auch dieses Mal wieder sehr begeistert.
Ich vergebe 4 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 18.03.2021

Leider nicht mein Schreibstil zu poetisch und detailliert

Das Lied der Nacht
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Inhalt:
»Das Lied der Nacht« ist die Geschichte des in sich gekehrten Wanderers Weyd und der mutigen Bardin Caer, die gemeinsam vor einer fast nicht zu bewältigenden Aufgabe stehen: Feuer in einer Welt ...

Inhalt:
»Das Lied der Nacht« ist die Geschichte des in sich gekehrten Wanderers Weyd und der mutigen Bardin Caer, die gemeinsam vor einer fast nicht zu bewältigenden Aufgabe stehen: Feuer in einer Welt entzünden, in der Schatten, Albträume und Furcht regieren. Und die einzige Hoffnung, die sie in diesem Kampf haben, ist ein Lied ...

Meinung:
Der Wanderer Weyd und die Bardin Caer leben in der Region Schur in der Welt Erebu. Angst und Finsternis beherrschen das Land des Nachts, denn weder Mond noch Sterne sind am Firmament zu finden. Durch die Angst der Menschen haben sich Schatten der Finsternis erhoben, die alles zerstören was ihnen in den Weg gerät. Doch Weyd und Caer haben die Hoffnung nicht aufgegeben, denn es soll eine Waffe geben, um die Schatten aufzuhalten.

Schon seit längerer Zeit wollte ich gerne ein Buch von Autorin C. E. Bernard lesen. Denn ihre Palace-Reihe wurde in Leserkreisen sehr gelobt und gefeiert. Und da ich gerne in interessante und spannende Fantasy-Geschichten eintauche, wollte ich mich nun selbst einmal von dem besonderen Schreibstil der Autorin überzeugen.

In die Geschichte bin ich ohne Probleme hineingekommen, dennoch muss man als Leser gleich ab der ersten Seite gut aufpassen, damit man nicht den Faden verliert. Man merkt schnell, dass man hier kein Buch zum Abschalten vor sich hat, sondern die ganze Zeit konzentriert bei der Sache bleiben sollte. Also eigentlich perfekte Voraussetzungen für einen schönen Fantasyschmöker.

Leider merkte ich jedoch schon nach wenigen Seiten, dass der Schreibstil der Autorin einfach nicht meinen Geschmack getroffen hat. Er war mir zu verspielt und poetisch. Viele Szenen werden sehr detailliert beschrieben und ich verlor immer mehr die Lust am Weiterlesen.
Dabei hat sich C. E. Bernard eine tolle Welt mit vielschichtigen Charakteren und interessanten Orten ausgedacht.
Die tolle Karte zu Beginn des Buches verrät dem Leser zudem immer in welcher Ecke des Landes Erebu man sich gerade aufhält.

Die Geschichte wird aus den Perspektiven der einzelnen Protagonisten erzählt, aber auch ein allwissender Erzähler kommt ab und an zu Wort. Dieser Mix hat mir gut gefallen, da man sich so viel intensiver in die Gefühle der verschiedenen Charaktere hineinversetzen konnte. Und diese müssen in diesem Buch doch einiges erdulden und ertragen. Es gibt einige brutale Szenen, dies sollte einem jedoch bereits vor dem Lesen bewusst sein, da man schließlich keinen Liebesroman, sondern ein Fantasy-Buch liest, in dem natürlich auch ab und an gekämpft wird.

Eine tolle Idee ist es, dass man durch das Herunterladen der App „Dein AR Viewer“ in den Genuss von einigem Bonusmaterial zu diesem Buch kommt. So erhält man ein Video der Autorin und darf die Landkarte in Farbe betrachten. Auch die Spotify-Playlist von C. E. Bernard darf nicht fehlen.

Fazit:
Mein erstes Buch von C. E. Bernard hat mich ein wenig zwiegespalten zurückgelassen. Ich bewundere den Ideenreichtum der Autorin und empfand den Handlungsverlauf als sehr ansprechend. Dennoch hatte ich große Probleme mit dem sehr poetischen und detaillierten Schreibstil. So kam es, dass ich leider immer mehr die Lust am Weiterlesen verlor. Dennoch wollte ich wissen, wie dieser erste Band endet, sodass ich die Geschichte bis zum Ende gelesen habe.
Die Geschichte ist daher sicherlich nicht für jeden etwas. Ein Blick in die Leseprobe wird einem jedoch schnell klarmachen, ob man den Schreibstil mag oder eben nicht.
Von mir gibt es 3 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 18.03.2021

Jede Menge Mut, Wille, Entschlossenheit und eine schöne Geschichte über die Rettung des Waldes

Risa aus dem Schattenwald
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Inhalt:
Risa traut ihren Ohren kaum: Der Schattenwald, ihr Zuhause, ist in Gefahr! Tag für Tag verschwinden Tiere aus dem Wald, und schon bald wollen Grumpfknolle die ersten Bäume fällen. Nicht nur die ...

Inhalt:
Risa traut ihren Ohren kaum: Der Schattenwald, ihr Zuhause, ist in Gefahr! Tag für Tag verschwinden Tiere aus dem Wald, und schon bald wollen Grumpfknolle die ersten Bäume fällen. Nicht nur die Elfe Frigge, sondern auch die hundertjährige Kastanie drängen das Waldglimpf-Mädchen, schleunigst etwas zu unternehmen! Aber warum erkennen die Wald-Weisen den Ernst der Lage nicht? Selbst Risas eigener Vater will nicht auf sie hören. Und so ist es an Risa und ihrem treuen Gefährten, dem Wolf Halgrimm, den Schattenwald zu retten.

Meinung:
Risa ist ein Waldglimpf-Mädchen und lebt seit ihrer Geburt im Schattenwald. Doch die friedlichen Zeiten scheinen vorbei zu sein und der Wald bedroht. Denn die Grumpfknolle, die eigentlich im Knollenland leben, haben es auf den Schattenwald abgesehen. Sie wollen die Bäume fällen, um mehr Platz für ihr Ackerland zu erhalten. Risa ist klar, dass hier unbedingt etwas gegen unternommen werden muss. Doch die Wald-Weisen, zu denen auch ihr Vater Rune zählt, wollen nichts von der drohenden Gefahr wissen. Und so macht sich Risa mit ihrem besten Freund, dem Wolf Halgrimm, auf, um den Schattenwald zu retten.

Da ich sowohl von Antje Szillat als auch von Barbara Rose schon einige Bücher gelesen habe, und diese mir immer viel Freude bereitet haben, war ich neugierig auf ein gemeinsames Werk der beiden Autorinnen.
Zunächst kann ich sagen, dass man während des Lesens überhaupt nicht merkt, dass hier zwei Autoren geschrieben haben und das sehe ich als positiven Aspekt.
Die Geschichte ist rund und stimmig und der Schreibstil flüssig und angenehm.

Der Leser lernt zu Beginn der Geschichte die Waldglimpfe Risa kennen. Diese Geschöpfe stehen sehr im Einklang mit der Natur und haben daher ein besonderes Gespür und Verhältnis zu den Tieren und Bäumen des Waldes. Für Risa gibt es nichts Wichtigeres, als die Tiere und Bäume des Schattenwaldes zu schützen.
Eigentlich ist Risa davon ausgegangen, dass die anderen Waldglimpfen dies haargenau so sehen, doch die Wald-Weisen wollen von der drohenden Gefahr einfach nichts wissen.
Und so beginnt ein riesengroßes Abenteuer für Risa und ihren Freund, den Wolf Halgrimm. Auch die forsche Elfe Frigge hilft Risa bei ihrer Mission.

Das Autorenteam hat sich wirklich ein tolles Setting einfallen lassen. Dem Schattenwald haftet aufgrund der Waldglimpfen und Feen, die in ihm leben, etwas Magisches an. Und auf Risas Reise entdeckt der Leser noch mehr fantastische Orte.
So wandern wir durch den Auenwald, besuchen die Burg der verlorenen Tiere und statten dem Land der Steinriesen einen kurzen Besuch ab. Daher gestaltet sich die Geschichte als sehr abwechslungs- und ereignisreich.

In dieser Story wird viel darüber erzählt, dass der erste Schein trügen kann. Zudem sollte man niemals aufgeben, nur weil andere nicht an die gleiche Sachen glauben wie man selbst.
Risa ist wirklich ein sehr mutiges Mädchen. Das zwar auch Angst hat, sich jedoch nicht von dieser leiten lässt und viel mehr wahre Größe für ihr junges Alter beweist. Gerade weil die Älteren den Blick vor der Wahrheit verschließen.

Ein schöner Punkt ist zudem, dass Risa im Verlauf der Handlung auf einen Grumpfknoll-Jungen trifft und diesem eigentlich nicht freundlich gesinnt sein sollte. Doch Risa ist nicht wie andere und blickt hinter die Fassade von Grumpfknoll-Junge Yorick.

Die Geschichte ist in fünf "Pfade" aufgeteilt. Zu Beginn eines jeden Pfads, den Risa beschreitet, wartet eine tolle schwarz-weiß Zeichnung von Verena Körting auf den Leser. Zu Beginn des Buches darf man sogar einen Blick in den Lumpalosa-Vertrag zwischen Waldglimpfen und Grumpfknollen werfen.
Und auch eine Landkarte darf in diesem Buch nicht fehlen.

Fazit:
Im Einklang der Natur lebt das Waldglimpf-Mädchen Risa, doch als die Grumpfknolle versuchen Risas geliebten Schattenwald zu zerstören, beweist dieses Mädchen Mut, wo andere Furcht empfinden. Für ihr junges Alter trifft Risa wichtige Entscheidungen und setzt sich für die Rettung des Waldes ein.
Soviel Mut, Wille und Entschlossenheit erzeugen eine packende und vor allen Dingen abenteuerliche Geschichte.
Ich vergebe 4 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 18.03.2021

Gut durchdachtes Ninja-Abenteuer

Ninja Academy 1. Der Auftrag
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Inhalt:
Fünf Ninja Warrior-Anwärter sind auf ihrer ersten Geheimmission:
Sam, Bent, Svea, Li und Marta-Zofia haben wie Tausende anderer Kinder weltweit den Traum, an einer der fünf Ninja Academys aufgenommen ...

Inhalt:
Fünf Ninja Warrior-Anwärter sind auf ihrer ersten Geheimmission:
Sam, Bent, Svea, Li und Marta-Zofia haben wie Tausende anderer Kinder weltweit den Traum, an einer der fünf Ninja Academys aufgenommen zu werden. Bei ihrem ersten geheimen Auftrag in Berlin geraten die Fünf an die Grenzen ihrer außergewöhnlichen Fähigkeiten. Schon deshalb müssen die Schüler zusammenhalten und aufeinander vertrauen, denn es wird alles infrage gestellt, was sie über die internationale Ninja-Welt zu wissen glaubten. Wer sind die Guten, wer sind die Bösen? Nichts ist so, wie es scheint! Und damit beginnt die eigentliche Geschichte erst …

Meinung:
Sams größter Traum ist es an einer der fünf Ninja Academys aufgenommen und eine Ausbildung als Ninja Warrior beginnen zu können. So macht er sich mit seinem Großvater auf den Weg zur dänischen Academy. Sam muss dort jedoch feststellen, dass momentan kein TESTUO, die Aufnahmeprüfung für die Academy, stattfindet. Dann überschlagen sich die Ereignisse und ehe Sam es sich versieht, befindet er sich mit den Jugendlichen Bent, Svea, Li und Marta-Zofia auf dem Weg nach Berlin, um dort einen geheimen Auftrag für die Ninja Academy auszuführen.

Schon beim Lesen des Klappentextes wurde ich super neugierig auf diese Geschichte gemacht. Denn wer kennt nicht die Ninja Warriors aus dem Fernsehen? In Kai Lüftners Buch sind die Ninja Warriors wahre Helden und haben gehaltstechnisch längst Schauspieler, Fußballprofis, YouTuber oder Musiker überholt. Außerdem sind sie so viel mehr, als die Sportler, die wir aus der Fernsehsendung kennen. Geheime Aufträge, Kampferfahrung und sportliche Höchstleistung zählen zu den Aufgabengebieten eines Ninja Warriors. Ein jedes Kind träumt davon irgendwann an einer der fünf weltweiten Academys aufgenommen zu werden.
So auch Protagonist Sam. Doch die Dinge verlaufen anders als erwartet und so findet er sich gemeinsam mit vier anderen Teenagern plötzlich auf geheimer Mission.

Dabei ist es super spannend für Sam und den Leser einen Blick hinter die Kulissen der gigantischen Ninja Warriors Welt zu werfen. Schnell muss Sam feststellen, dass nicht alles so glamourös ist, wie er dies immer gedacht hat. Gerade der Geschäftsführer von shinobi Rune Kortano ist ein knallharter Mensch, der sein Unternehmen zum größtmöglichen Erfolg führen möchte. Denn shinobi ist das weltweit führende Medienunternehmen im Bereich der Ninja Warrior und Betreiber der fünf Ninja-Academy-Standorte.

Die vier weiteren Jugendlichen, die sich gemeinsam mit Sam auf die geheime Mission begeben, sind Svea Henderson aus Schweden, Li Ho Wang aus der Schweiz, Marta-Zofia "Momo" Zsolt aus Ungarn und Bent Cooper aus Irland.
Vor allen Dingen Svea ist etwas gewöhnungsbedürftig, da sie schnell auf 180 ist und ein sehr vorlautes Mundwerk besitzt.
Li Ho Wang und Bent hingegen sind eher die schlauen Köpfe der Gruppe.
Und Momo bleibt bis zum Ende des Buches sehr undurchsichtig. Keiner der Jugendlichen weiß, wie er mit ihr umzugehen hat.

So gestaltet sich eine wirklich spannende und atmosphärische Reise nach Berlin. Am Ziel angekommen müssen die Jugendlichen lernen ihrem Gefühl zu vertrauen. Denn der erste Schein trügt. Ich mochte die Entwicklungen und die dynamische Geschichte wirklich sehr gerne.

Ein besonderes Augenmerk möchte ich auf die sehr innovative und geniale Aufmachung des Buches richten. Am Ende des Buches wartet ein Ninja Handbuch/Glossar mit den wichtigsten Begrifflichkeiten und Charakteren. Besonders gut daran gefällt mir, dass in der Geschichte gelb markierte Worte sich in diesem Glossar wiederfinden. So hat man immer den Überblick darüber, welche Begriffe im Glossar noch einmal näher erläutert werden.
Sehr cool sind auch die handschriftlichen Notizen, die sich über das ganze Buch erstrecken. Entweder sind dies Songs mit dem Namen des Interpreten, die gut zu der gerade erlebten Szene passen würden, oder Bilder und Notizen, die das bisher erlebte noch mehr in Szene setzen.

Fazit:
Ich bin sehr glücklich darüber in die Welt der Ninja Warrior eingetaucht zu sein. Denn Kaif Lüftner präsentiert dem Leser ein sehr interessantes und gut durchdachtes Abenteuer für Kinder ab 9 Jahren. Nicht nur für Ninja-Fans wird dieses Buch ein tolles Erlebnis sein. Fans von spannenden und actionreichen Geschichten werden den ersten Band der Ninja-Academy-Reihe ebenfalls lieben.
Ich vergebe 4,5 von 5 Hörnchen.

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