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Veröffentlicht am 28.08.2020

Ein genialer Fantasyschmöker für Kinder ab 10 Jahren

Die Chroniken von Mistle End – Teil 1: Der Greif erwacht
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Inhalt:
Weil sein Vater eine neue Anstellung als Lehrer bekommen hat, muss der 12-jährige Cedric nach Mistle End ziehen. Zunächst erscheint ihm der kleine, verschlafene Ort in den schottischen Highlands ...

Inhalt:
Weil sein Vater eine neue Anstellung als Lehrer bekommen hat, muss der 12-jährige Cedric nach Mistle End ziehen. Zunächst erscheint ihm der kleine, verschlafene Ort in den schottischen Highlands sterbenslangweilig. Aber dann passieren plötzlich merkwürdige Dinge und Cedric wird von Albträumen geplagt, die ihn nicht mehr loslassen …

Meinung:
Cedric und sein Vater ziehen in die schottischen Highlands. Im kleinen, verschlafenen Örtchen Mistle End hat Cedrics Vater eine neue Anstellung als Lehrer bekommen. Cedric ist davon alles andere als begeistert, muss jedoch nach kurzer Zeit feststellen, dass Mistle End gar nicht so langweilig ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Denn das Dorf ist ein magischer Ort an dem allerlei Hexen, Gestaltwandler, Werwölfe und Co. leben. Als eines Tages plötzlich ein sprechender Greif auf Cedrics Dach steht, wird ihm bewusst, dass die magische Welt etwas von ihm möchte.

Diese Geschichte klang ganz nach einem Buch nach meinem Geschmack. Und so freute ich mich riesig darüber, dass ich die Geschichte sowohl lesen als auch hören durfte, denn mir lagen beide Formate vor. Und das war dieses Mal eine spannende Erfahrung, da die Geschichte als Hörspiel vertont wurde und es daher einige kleinere Änderungen im Vergleich zum Buch gab. Doch dazu später mehr.

Schon nach kurzer Zeit war ich total gefangen vom sehr intensiven Schreibstil von Autor Benedict Mirow. Ich mochte es wie er Mistle End vor meinem geistigen Auge zum Leben erweckt hat. Dabei weist er einen riesigen Ideenreichtum auf. Denn es wimmelt in dieser Geschichte nur so von magischen Geschöpfe und auch Mistle End als Ort selbst ist eine aufregende Erfahrung für den Leser.

Das auf den ersten Blick verschlafene Örtchen entpuppt sich als ein Dorf voller Geheimnisse und großer Mysterien. Gemeinsam mit Cedric taucht mal als Leser/Hörer in diese Welt ein. Ich freute mich jedes Mal aufs Neue, wenn Benedict Mirow seinen Protagonisten an einen neuen Ort wie z. B. Berthas magisches Mysterium oder die Bäckerei Goldens Süßes & Saures entführt.
An jeder Ecke gibt es neue und ungewöhnliche Dinge zu entdecken.

Dabei bleibt der Spannungsbogen die gesamte Zeit konstant hoch. Denn Cedric stürzt von einem Problem ins nächste und es wird immer verzwickter für ihn. Doch zum Glück findet er recht schnell Unterstützung und Hilfe bei den Geschwistern Emily und Elliot. Schnell sind die drei ein eingeschweißtes Team. Cedric ist wahnsinnig froh darüber die beiden an seiner Seite zu wissen.

Man kommt nicht umhin gewisse Parallelen zu Harry Potter zu ziehen. Diese sind allerdings eher in Kleinigkeiten zu finden. Und mich hat es auch überhaupt nicht gestört, da Mistle End seinen ganz eigenen Charme und seine ganz eigene Geschichte präsentiert. Viel mehr mochte ich das Harry Potter Feeling, was sich ab und an während des Lesens/des Hörens bei mir einschlich.

Dieses Mal war ich besonders froh darüber eine Geschichte sowohl zu hören als auch zu lesen. Denn aufgrund der Umsetzung als Hörspiel und nicht als Hörbuch wurden die Textpassagen für das Hörspiel ein wenig umgestaltet und verändert. So kommt man einmal in den detaillierteren Genuss der Geschichte als Buchformat und dann darf man wieder in die rasante Erzählweise des Hörspiels eintauchen.

Müsste ich mich für eines der beiden Formate entscheiden, würde ich mich hier für das Hörspiel entscheiden. Der Hörbuchverlag hat keine Kosten und Mühen gescheut und etwas wirklich Großes erschaffen. Dies liegt zum einen natürlich an der genialen Geschichte, die sich perfekt für die Umsetzung als Hörspiel anbietet. Nichtsdestotrotz hatte ich beim Hören der Geschichte immer das Gefühl einem rasanten Action- bzw. Fantasyfilm lauschen zu dürfen. Die Nebengeräusche sind absolut authentisch und stimmig. Es kam öfter vor, dass mir eine Gänsehaut über den Rücken gelaufen ist.
Aber auch die vielen Hörbuchsprecher, wirklich jeder Charakter erhält eine eigene Stimme, sind absolut großartig.
So verleiht der geniale Jona Mues beispielsweise dem Erzähler der Geschichte seine Stimme.

Fazit:
Dank "Mistle End" wurde ich in eine atemberaubende Welt voller magischer Wesen wie Hexen, Werwölfe und Gestaltwandler geworfen. Das grandiose Setting eines magischen Ortes in den schottischen Highlands sowie faszinierende Charaktere sorgen für allerhöchsten Lese- und Hörspaß.
Ganz besonders fasziniert bin ich von der Umsetzung der Geschichte als Hörspiel. Diese ist einfach nur grandios. Es fühlte sich beim Hören so an, als würde man einem spannenden Kinofilm lauschen.
Ich kann gar nicht anders als begeisterte 5 von 5 Hörnchen zu vergeben.

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Veröffentlicht am 28.08.2020

Ein Klassiker aus Funkes Feder in ein tolles neues Gewand gehüllt

Der Bücherfresser
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Inhalt:
Sten ist furchtbar aufgeregt, als er die geheimnisvolle Holzkiste aufklappt, die er von seinem Großvater bekommen hat. „Nur für Sten! Unbedingt heimlich öffnen“, steht darauf geschrieben. Was kann ...

Inhalt:
Sten ist furchtbar aufgeregt, als er die geheimnisvolle Holzkiste aufklappt, die er von seinem Großvater bekommen hat. „Nur für Sten! Unbedingt heimlich öffnen“, steht darauf geschrieben. Was kann da bloß drin sein? Als Sten die Kiste vorsichtig öffnet, springt ihm ein ganz erstaunliches Wesen entgegen: ein Bücherfresser. Anstatt die Bücher zu lesen, frisst er sie, und kann so ganze Geschichten nacherzählen. Voller Begeisterung taucht Sten ein in die wunderbare Welt der Bücher!

Meinung:
Sten erhält von seinem vor kurzem verstorbenen Großvater eine geheimnisvolle Holzkiste. Auf dieser steht „Nur für Sten! Unbedingt heimlich öffnen“. Sten ist so aufgeregt, was befindet sich in der Kiste? Sobald Sten alleine ist öffnet er diese. Heraus springt ein ziemlich erstaunliches kleines Wesen. Es ist ein Bücherfresser, welches sich von Buchseiten ernährt und alle verschlungenen Geschichten nacherzählen kann. So begibt sich Sten zusammen mit dem Bücherfresser in eine Welt voller Abenteuer, Magie und Wünsche - nämlich in die Welt der Bücher.

Da ich die Geschichten von Cornelia Funke als Kind selbst immer sehr gerne gelesen habe und auch "Der Bücherfresser" von mir verschlungen wurde, wollte ich meinem Sohn die Geschichte nun unbedingt näherbringen.

Der Verlag hat dabei die Geschichte des Bücherfressers in ein neues Gewand gehüllt und präsentiert die Geschichte als tolles Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahren.
Nach diesem Konzept wurden bereits andere Werke von Cornelia Funke, wie "Der Mondscheindrache" und "Der Mäuseritter" neu aufgelegt.

In dieser Geschichte taucht der Junge Sten gemeinsam mit dem Bücherfresser in die große weite Welt der Bücher ein.
Welcher Bücherfan kann zu einer Geschichte über die Magie von Büchern schon "nein" sagen? Und so waren mein Sohn und ich sehr begeistert von der Geschichte.
Mein Sohn wäre nach dem Lesen am liebsten sofort selbst auf unseren Dachboden geklettert, um zu schauen, ob sich dort nicht auch ein kleiner Bücherfresser befindet.

Dieses tolle Werk überzeugt auch dank der vielen bunten Bilder von Illustratorin Annette Swoboda. Gerade den kleinen Bücherfresser hat sie für mich ganz fantastisch in Szene gesetzt. Und auch die Darstellung der magischen Buchwelten hat uns verzaubert.

Fazit:
Eine tolle und zuckersüße Geschichte über die Magie der Bücher. Gemeinsam mit Sten und dem Bücherfresser taucht man in zauberhafte Buchwelten ein. Dem Verlag ist hier wirklich eine beeindruckende Neugestaltung des Titels mit vielen farbigen Illustrationen für Kinder ab 4 Jahren geglückt.
Für Cornelia Funke Fans, Buchliebhaber und Träumer gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.
5 von 5 Junior-Hörnchen.

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Veröffentlicht am 28.08.2020

Interessantes Parallelwelt-Szenario

Schwarzes Glas - Die Reise in die Zwischenwelt
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Inhalt:
Plötzlich entdeckt der 13-jährige Elias durch seine Handykamera Dinge, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind: ein Hochhaus mit flackernden Lichtern, das nie gebaut wurde. Flügelflossen, die aus ...

Inhalt:
Plötzlich entdeckt der 13-jährige Elias durch seine Handykamera Dinge, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind: ein Hochhaus mit flackernden Lichtern, das nie gebaut wurde. Flügelflossen, die aus dem Rücken einer Mitschülerin wachsen. Und Hörner auf seinem eigenen Kopf? Er sucht nach Antworten – und stößt auf eine verborgene Parallelwelt voller schillernd bunter Schwellenwesen. Eine Welt, aus der Elias einen digitalen Hilferuf bekommen hat. Denn der ehrgeizige Herr der Spiegel droht die Zwischenwelt zu schwarzem Glas erstarren zu lassen …

Meinung:
Elias kann es nicht fassen, denn eines Tages sieht er Dinge, die anderen Menschen verborgen bleiben. So entdeckt er z.B. Hochhäuser oder geflügelte Wesen, die seine beste Freundin Shaka nicht sehen kann. Als Shaka plötzlich eine neue App auf ihrem Handy hat, kann sie durch diese all die Dinge sehen, von denen ihr Elias erzählt hat. Und sie stellt fest, dass Elias Hörner aus dem Kopf wachsen. Nach und nach erfahren Elias und Shaka, dass es neben unserer Welt noch eine verborgene Parallelwelt gibt und die Königin der Schwelle vor dem ehrgeizigen Herrn der Spiegel geflohen ist. Nun bittet sie die beiden Kinder um ihre Hilfe.

Schon das Cover weckt die Hoffnung, dass man mit dieser Geschichte in einen tollen Fantasyschmöker eintauchen darf. Auf diesem sind nämlich jede Menge übersinnliche Wesen zu sehen. Auch der Klappentext, der auf eine Parallelwelt hindeutet, macht Lust auf mehr.

Zu Beginn der Geschichte lernen wir den 13-jährigen Elias kennen, dessen Welt sich gerade im Wandel befindet. Seit kurzem sieht Elias ziemlich merkwürdige Dinge, die nur er wahrnehmen kann. Doch seine beste Freundin Shaka schenkt ihm schnell Glauben, als sie kurze Zeit später, dank einer geheimnisvollen App, ebenfalls all diese unwirklichen Dinge und Geschöpfe sehen kann. Dies ist der Start in ein sehr fantasievolles, abwechslungsreiches und aufregendes Abenteuer. Denn der Herr der Spiegel möchte die alleinige Herrschaft über die Parallelwelt, die bisher auch noch von der Königin der Schwelle regiert wurde.

Während des Lesens erfährt der Leser nach und nach mehr über die Parallelwelt und ihre vielen magischen Geschöpfe. Dabei hat Autor Hendrik Lambertus einen großen Schatz an individuellen Ideen in die Geschichte eingebaut. So gibt es allerlei magische Wesen wie Lästerspeier, Kellersalamander, Schleier-Rusalkas, Spiegelpirscher und eine Schnabelnärrin.

Auch die Gruppenkonstellation hat mir große Freude bereitet. Denn neben Elias und Shaka wird das Team noch um Niniane, die ebenfalls eines dieser Schwellenwesen ist, und Mitschüler Torben ergänzt. Gerade Torben fand ich höchst amüsant, da er eher der Typ hau-drauf-und-denk-erst-dann-nach ist. Er liefert sich zudem einige tolle und lustige Wortgefechte mit Shaka.

Für mich hätte das Buch daher ein totales Highlight werden können, da es viele, für mich wichtige Komponenten, vereint. Doch leider war mir der Schreibstil stellenweise ein wenig zu ausufernd und nicht packend genug. Ich merkte, wie meine Gedanken während des Lesens doch öfter abschweiften.

Die Geschichte endet in sich abgeschlossen und alle wichtigen Fragen werden beantwortet. Dennoch bleibt immer noch ein kleines Hintertürchen für eine mögliche Fortsetzung.

Fazit:
Gibt es eine Parallelwelt neben der unseren? Wenn ihr euch diese Frage schon immer einmal gestellt habt, dann solltet ihr zu „Schwarzes Glas“ greifen. Hendrik Lambertus entführt die Leser in eine toll ausgearbeitete Parallelwelt voller magischer Wesen wie Schleier-Rusalkas, Lästerspeier oder Spiegelpirscher. Mich konnte der Schreibstil zwar nicht vollkommen an die Seiten fesseln, dennoch haben mir die Ideen und die Handlung der Geschichte unglaublich gut gefallen.
Daher vergebe ich 4 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 17.08.2020

Unterhaltsames Abenteuer für Kinder ab 8 Jahren

Lilous Wundergarten – Feigenmut und Lavendelduft
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Inhalt:
Als Enzo und Lilou den Wundergarten betreten, trauen sie ihren Augen kaum: Am Rand des kleinen Waldstücks, dort, wo sonst der grummelige sprechende Blutweiderich steht, ist … nichts! Lilou findet ...

Inhalt:
Als Enzo und Lilou den Wundergarten betreten, trauen sie ihren Augen kaum: Am Rand des kleinen Waldstücks, dort, wo sonst der grummelige sprechende Blutweiderich steht, ist … nichts! Lilou findet lediglich ein paar Schaufelspuren. Während des Gewitters in der letzten Nacht muss ihr Pflanzenfreund entführt worden sein, schlussfolgern die Kinder. Aber wie soll der Dieb in den Wundergarten gefunden haben? Außer ihnen und Albrecht Beerenblut kennt niemand den Weg, oder doch?

Meinung:
Seitdem Lilou und Enzo den Wundergarten entdeckt haben, hat sich ihr Leben stark verändert. Nach einem nächtlichen Gewitter müssen die Kinder jedoch feststellen, dass der sprechende Blutweiderich aus dem Wundergarten entführt worden ist. Lilou und Enzo erfahren von Albert, dass es überall auf der Welt Wundergärten gibt. Die Spur des Diebes führt sie dabei in einen Wundergarten nach Frankreich. Was hat es mit dem dortigen Wundergärtner auf sich?

Der erste Band rund um Lilou und Enzo und ihren magischen Wundergarten hatte mich vor einiger Zeit gut unterhalten. Ich liebe es, wenn magische Pflanzen, Gebäck oder Süßigkeiten in der Geschichte vorkommen. In dieser Reihe gibt es dann gleich einen ganzen Wundergarten voller magischer Pflanzen. Daher war ich sehr gespannt auf das neueste Abenteuer der Kinder.

In diesem zweiten Band erfahren Lilou und Enzo, dass es überall auf der ganzen Welt Wundergärten gibt. Fast jeder Wundergarten besitzt ein magisches Portal, durch das man die anderen Wundergärten bereisen kann. Daher konnte der Dieb auch den Blutweiderich stehlen. Lilou und Enzo beschließen daher den Dieb zu fassen und geraten in ein rasantes Abenteuer.

Mir hat der Ortswechsel in dieser Geschichte wirklich super gut gefallen. Denn der französische Wundergarten enthält neue, einzigartige Pflanzen. So geraten Lilou und Enzo in eine Stunde Palmen-Yoga, erleben tanzfreudige Olivenbäume und dürfen sich mit einigen geschwätzigen Kräutern herumschlagen.

Louanne, die Gärtnerin dieses Wundergartens, hat sich darauf spezialisiert Parfüms herzustellen und irgendwann Chefparfümeurin vom Ort Grasse zu werden. Daher erfahren die Kinder und der Leser auch mehr über die Herstellung von Parfüms.

Ausgesprochen gut hat mir gefallen, dass der Blutweiderich, der ja doch ein eher grummeliger Zeitgenosse ist, dieses Mal mehr in den Mittelpunkt rückt. Seine Ansichten und Sprüche sorgten immer mal wieder für einige Schmunzler auf meiner Seite.

Schon das Cover gibt einen guten Einblick auf die tollen Illustrationen von Désirée Kunstmann. So gibt es immer wieder kleinere Zeichnungen über Orangen, Lavendel oder Eichhörnchen zu betrachten. Aber genauso darf man sich auf zahlreiche größere Illustrationen freuen, die die Geschichte perfekt unterstützen und die jeweiligen Vorkommnisse gut in Szene setzen.

Fazit:
Mit "Feigenmust und Lavenduft" hat Autorin Sarah Nisse einen wundervollen zweiten Band des Wundergartens geschrieben. Lilou erlebt mit Enzo ein spannendes Abenteuer für Kinder ab 8 Jahren in einem neuen Wundergarten in Frankreich. Natürlich darf bei diesem auch der übellaunige und grummelige Blutweiderich nicht fehlen, mein absoluter Lieblingscharakter der Geschichte.
Ich vergebe 4 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 17.08.2020

Viel Wirbel, Herzschmerz und Spaß mit den Schwesterherzen

Schwesterherzen 3: Liebe und andere Geheimlichkeiten
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Inhalt:
Was für ein Schlamassel! Der Sportunterricht soll durch Mathe ersetzt werden. Das können die Schwesterherzen unter keinen Umständen zulassen! Und so schmieden Bonnie, Smilla, Nuca, Monti und Jo ...

Inhalt:
Was für ein Schlamassel! Der Sportunterricht soll durch Mathe ersetzt werden. Das können die Schwesterherzen unter keinen Umständen zulassen! Und so schmieden Bonnie, Smilla, Nuca, Monti und Jo einen Rettungsplan: Sie organisieren einen "romantischen Herbstball", um Spenden für die Sporthallen-Reparatur zu sammeln. Doch überall stolpern die Sicret Sistahz über Hindernisse, und ein mysteriöser Liebesbrief bringt die Schwesterherzen völlig aus dem Takt. Wer ist hier in wen verknallt? Und überhaupt: Ist die Liebe nicht oberraketenmäßig peinlich? Aber manchmal schlagen eben auch Schwesterherzen höher ...

Meinung:
Bonnie, Smilla, Nuca, Monti und Jo sind schuld daran, dass an ihrer Schule bis auf Weiteres kein Sportunterricht mehr stattfinden kann. Denn die Schwesterherzen haben das Dach der Turnhalle, aufgrund einer Verkettung unglücklicher Ereignisse, beschädigt. Anstatt Sport steht nun Mathe beim fürchterlichen Herrn Strunzikowski auf dem Programm. Die Mädchen schmieden daher den Plan, die Reparaturkosten des Turnhallendaches durch die Veranstaltung eines Herbstballs zu finanzieren. Daher haben die Mädchen alle Hände voll zu tun das Event auf die Beine zu stellen und dann taucht auch noch ein obermysteriöser Liebesbrief auf und sorgt für reichlich Wirbel.

Bereits die ersten beiden Bände der Schwesterherzen-Reihe haben bei mir einen Nerv getroffen. Denn die Geschichten rund um Bonnie, Smilla, Nuca, Monti und Jo erinnern mich immer ein wenig an die Abenteuer von den wilden Hühnern, die ich als Kind selbst wahnsinnig gerne gelesen habe. „Schwesterherzen“ ist daher eine wundervolle Neuerzählung rund um eine Mädchenbande – äh pardon Schwesterherzen.

Auch dieser Band bietet wieder genug Zündstoff für eine grandiose Geschichte. Natürlich geht bei der Vorbereitung des Balls ordentlich viel schief. Zudem hat Jo ein Geheimnis vor den restlichen Schwesterherzen. Was hat es nur mit ihrem geheimen Brief auf sich? Bonnie hingegen muss ihr Bett für den Austauschschüler Antoine hergeben und auf der Couch im Wohnzimmer schlafen. Sie findet es dabei alles andere als toll, dass Antoine anscheinend auch noch ein Auge auf sie geworfen hat.

Schon der Einstieg in die Geschichte hat meine Lachmuskeln ordentlich strapaziert. Denn Bonnies Eltern beweisen vor der gesamten Schule wie schön Liebe doch sein kann. Sehr zum Missfallen ihrer Kinder, denn Mama und Papa liefern vor der gesamten Schule eine super peinliche Szene ab. Ich konnte sehr mit der armen Bonnie mitleiden, fand es jedoch auch schön, dass ihre Eltern sich nach so vielen Ehejahren einfach noch so wahnsinnig gernhaben. In der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr.
Ihr ahnt sicherlich, dass die Geschichte nur so voller herrlich witziger Szenen wimmelt.

Es macht als Leser daher einfach unglaublich viel Spaß dieses neue Abenteuer von Bonnie, Smilla, Nuca, Monti und Jo zu lesen. Dabei werden auch dieses Mal Werte wie Freundschaft und Zusammenhalt großgeschrieben. Gerade das Ende hat mich dieses Mal emotional doch sehr berührt, da es zum einen traurig, zum anderen einfach nur wunderschön ist.

Das farbenfrohe Cover sticht dem Leser sofort ins Auge und hat mir gleich gute Laune beschert. Aber auch die restliche Aufmachung ist wieder absolut grandios. Denn wie bereits in den Vorgängerbänden gibt es etliche Wörter die durchgestrichen, unterstrichen oder fett dargestellt werden. Dadurch kann sich der Leser noch besser in die Gefühlswelt von Protagonistin Bonnie hineinversetzen. Denn Bonnie ist einfach ein sehr impulsiver Mensch und trägt ihr Herz daher gerne einmal auf der Zunge.

Fazit:
Mädchen ab 10 Jahren aufgepasst – die Schwesterherzen sorgen mit ihrer neuesten Geschichte wieder für ordentlich viel Wirbel, Herzschmerz und Spaß. Eine neumoderne Fassung der wilden Hühner rund um Bonnie, Smilla, Nuca, Monti und Jo konnte mich auch dieses Mal wieder überzeugen. Mit viel Witz erzählt Autorin Lucy Astner über erste Küsse, Horrorschulstunden im Fach Mathe und wahre Freundschaft.
5 von 5 Hörnchen.

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