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Veröffentlicht am 03.05.2019

Authentisch, humorvoll und voller skurriler Charaktere

Solo für Opa
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Inhalt:
Herbert Fröhlich, 75, ist ein notorischer Nörgler. Eines Tages muss er sich um seine Enkelin Julia, 5, kümmern. Herbert sind Fünfjährige so fremd wie Aliens. Zu allem Überfluss ist auch noch seine ...

Inhalt:
Herbert Fröhlich, 75, ist ein notorischer Nörgler. Eines Tages muss er sich um seine Enkelin Julia, 5, kümmern. Herbert sind Fünfjährige so fremd wie Aliens. Zu allem Überfluss ist auch noch seine Frau verschwunden – spurlos. Nach einigen Turbulenzen im Haus holt Herbert sich Hilfe bei zwei alten Freunden: Otto, Ex-Sparkassen-Filialleiter, und Enrico, ein Italiener, der jede Krise mit Gummibärchen angeht. Drei Opas und eine Fünfjährige machen sich auf die Suche nach der Oma – und die Sache wird immer mysteriöser.

Meinung:
Herbert ist ein passionierter Rentner und kann mit seiner fünfjährigen Enkelin Julia eigentlich gar nichts anfangen. Doch eines Tages klingelt seine Tochter an der Tür und bittet ihn für ein paar Tage auf Julia aufzupassen. Herbert ist total überrumpelt und verspricht sich um Julia zu kümmern. Doch wo steckt nur seine Frau, die sonst immer für die Bespaßung von Julia zuständig ist? Einen Tag später müssen sich Enkelin und Opa eingestehen, dass Oma noch immer verschwunden ist und dann taucht plötzlich ein Erpresserbrief auf.

Der Klappentext klang herrlich komisch und so unterhaltsam, dass ich einfach zu diesem Hörbuch greifen musste. Schon nach den ersten Kapiteln musste ich herzhaft lachen. Ein Dauerschmunzeln zierte mein Gesicht, denn Opa Herbert ist eine urkomische Persönlichkeit.

Herbert strotzt voller Selbstbewusstsein und Fehler sind für ihn ein Fremdwort. Doch im Laufe der Geschichte merkt nicht nur der Zuhörer, dass Herbert gar nicht so unfehlbar ist, wie er immer glaubt. Dabei ist Herbert ein Charakter der total aus dem Leben gegriffen ist. Genauso wie die restlichen Personen der Geschichte.
Sei es seine Enkelin Julia, die für ihre 5 Jahre doch schon sehr viel versteht und mitbekommt, oder seine beiden Freunde Otto, Ex-Sparkassen-Filialleiter, und Enrico, heißblütiger Italiener.
Sie alle sind so liebenswert, aber auch absolut authentisch, dass man sie einfach gernhaben muss. Gerade die drei Opas ergeben zusammen doch eine sehr turbulente und chaotische Truppe.

Natürlich mag manch einer in dem Raum werfen, dass der Verlauf der Geschichte doch etwas an den Haaren herbeigezogen ist. Mich hat dies jedoch nicht gestört, da die Übergänge von einem zum nächsten Abenteuer fließend verlaufen und ich mir vorstellen kann, dass einige dieser Dinge vielleicht wirklich schon einmal so in Deutschland oder der Welt geschehen sind.

Besonders berührt hat mich das Verhältnis zwischen Großvater und Enkeltochter. Zu Beginn ist Julia für Herbert ein Buch mit sieben Siegeln.
Natürlich steckt Herbert voller Vorurteile über die heutige Kindererziehung, muss aber schnell am eigenen Leib erfahren, dass es große Unterschiede zwischen den Kindern von heute und den Kindern von früher gibt.
So muss er nicht nur einige Vorurteile über Bord werfen, auch Julia schafft es den oftmals eigenbrötlerischen und leicht griesgrämigen Opa Stück für Stück zu erweichen.

Herbert lernt in dieser Geschichte also nicht nur viel über Kindererziehung, sondern auch darüber was in seinem Leben alles nicht so toll gelaufen ist. Immer wieder gibt es Passagen die uns in Herberts Vergangenheit katapultieren. Diese Rückblicke sind zwar wichtig für die Geschichte, ich für meinen Teil hätte mir jedoch gewünscht, dass sie nicht ganz so ausschweifend erzählt werden. An und für sich fand ich daher manche Passage im Hörbuch etwas sehr in die Länge gezogen.

Ein wichtiger Grund warum ich zu dem Hörbuch gegriffen habe ist, dass Christoph Maria Herbst dieses Hörbuch mit seiner Stimme bereichert. Ich finde, er passt wie kein Zweiter zu dieser lustigen Geschichte. Er vertont die verschiedenen Dialekte und Sprachen wie Bayrisch und Italienisch einfach grandios.

Fazit:
Eine sehr authentische und humorvolle Geschichte, die dank Christoph Maria Herbst noch mal eine gehörige Portion Humor dazubekommt. Wundervoll skizzierte Charaktere, die wie aus dem Leben gegriffen wirken, und eine unterhaltsame Geschichte überzeugten mich.
Daher bekommt "Solo für Opa" gute 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 03.05.2019

Unvorhergesehene Schachzüge, eine intensive Beziehung und dunkle Enthüllungen

ENDGAME Buch 2
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Inhalt:
Gabriel Miller fegte wie ein Sturm in mein Leben und nahm mir alles. Meine Familie. Meine Unschuld. Mein Zuhause.Er glaubt, er hat mich geschlagen. Er glaubt, er hat gewonnen.
Doch er hat nicht ...

Inhalt:
Gabriel Miller fegte wie ein Sturm in mein Leben und nahm mir alles. Meine Familie. Meine Unschuld. Mein Zuhause.Er glaubt, er hat mich geschlagen. Er glaubt, er hat gewonnen.
Doch er hat nicht bedacht, dass in einem Schachspiel jeder Bauer die Chance hat, eine Dame zu werden …

Meinung:
Avery hat sich an Gabriel verkauft, doch dieser hat sie von sich gestoßen. Dennoch kann er nicht ohne sie und die explosive Mischung zwischen den Beiden brodelt aufs Neue über. Doch Averys altes Leben wird von dunklen Geheimnissen und Lügen überschattet. Nach und nach erfährt Avery mehr über die dunklen Geheimnisse ihrer Familie, die sie ihr Leben lang begleitet haben.

Nachdem mich der erste Band sehr begeistert hatte, freute ich mich sehr darauf wieder in die Welt von Avery und Gabriel einzutauchen. Auf Gabriel muss der Leser auf den ersten Seiten jedoch erst einmal verzichten, da sich zunächst einmal alles um Avery und ihre Probleme dreht. Doch dann taucht Gabriel auf und das Knistern zwischen den Beiden ist sofort wieder spürbar.

Dieser zweite Teil geht für mich deutlich mehr in Richtung Dark Romance als noch der erste Band. Es wird erotischer und die Sexszenen nehmen zu. Auch der Ton dabei wird rauer. Dennoch blitzt immer wieder zwischen den Zeilen auf, dass Avery mittlerweile zu etwas ganz Besonderem für Gabriel geworden ist. Ich mochte Gabriels Verwandlung vom eiskalten Geschäftsmann zu jemandem, der auch ein Herz hat wahnsinnig gerne.

Mit diesem Mittelband hat mich Sky Warren wirklich begeistern können. Oftmals plätschern diese doch gerne vor sich hin. Nicht jedoch dieses Buch! Viel mehr ist die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite extrem hoch. Die Geschichte wird immer intensiver und berührender. Denn der Leser und Avery selbst erfahren mehr und mehr, dass ihr bisheriges Leben auf einer großen Lüge aufgebaut wurde. Für Avery wichtige Menschen haben sie verraten und verkauft. Ihr bisheriges Leben löst sich daher in Wohlgefallen auf.

Für mich hat dieses Buch voller unvorhergesehener Schachzüge gesteckt. Natürlich hatte ich Vermutungen und Tendenzen und immer wieder hat es Sky Warren geschafft mich in die Irre zu führen. Am Ende des Bandes wartet eine spektakuläre Auflösung.
Die Handlung ist schon ein wenig anspruchsvoll, aber auch sehr reizvoll.
Zum Glück steht das Thema Gewalt nicht so im Fokus, wie ich dies zuerst vermutet habe. Daher ist „Der Springer“ genau nach meinem Geschmack.

Fazit:
Unvorhergesehene Schachzüge, eine intensive Beziehung und dunkle Enthüllungen über Averys bisheriges Leben sorgen dafür, dass man als Leser an den Seiten klebt und förmlich durch das Buch hetzt. Die Erotik nimmt zu und die gesamte Geschichte wird noch intensiver. Ich bin sehr gespannt, was Sky Warren sich für das Finale vorgenommen hat.
Von mir bekommt dieser Mittelband knappe 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 03.05.2019

Etwas besser als Band 2

Sturmtochter. Für immer verloren
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Inhalt:
Die Isle of Skye wird mehr und mehr von Elementaren heimgesucht. Sie scheinen nun sogar noch mächtiger zu sein als zuvor. Ava verliert zunehmend die Kontrolle über ihre Fähigkeiten, deshalb macht ...

Inhalt:
Die Isle of Skye wird mehr und mehr von Elementaren heimgesucht. Sie scheinen nun sogar noch mächtiger zu sein als zuvor. Ava verliert zunehmend die Kontrolle über ihre Fähigkeiten, deshalb macht sie sich auf die Suche nach dem verschollenen Dolch des Wasserclans. Doch die Gefahr lauert plötzlich auch von anderer Seite - und Ava sieht sich von mächtigen Feinden umgeben. Auch Lance kann ihr nicht helfen, der zum neuen Anführer der Campbell-Sturmkrieger ernannt wird. Denn sein erster Auftrag lautet: Ava finden und ausschalten.

Meinung:
Ava muss sich selbst eingestehen, dass sie immer mehr die Kontrolle über ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten verliert. Umso schlimmer ist es für sie, dass immer mehr neue und vor allen Dingen stärkere Elementare ihre Heimat, die Isle of Skye, in Beschlag nehmen. Auch die Clans machen nun Jagd auf Ava. Doch zum Glück kann sie auf die Hilfe ihrer Freunde zählen. Doch das Netz rund um Ava zieht sich immer mehr zusammen. Und schon bald muss sie eine wichtige Entscheidung treffen.

Der erste Band hatte mir prinzipiell gut gefallen, dennoch gab es immer wieder Längen in der Geschichte. Trotzdem war ich neugierig wie sich Avas Geschichte in diesem zweiten Band fortsetzen würde.
Ein weiteres meiner Probleme mit dem ersten Teil war, dass ich mit den verschiedenen Clannamen und ihren Elementarfähigkeiten immer wieder durcheinander gekommen bin. Dieses Mal habe ich für mich persönlich gleich ein Miniglossar erstellt. So kam es für mich nicht mehr zu Verwechslungen.

Die Kulisse mit der Isle of Skye und den Landschaftsbeschreibungen Schottlands hat mich wieder sehr begeistert und fasziniert. Durch die Einwirkung der Elemente bekommt das sowieso schon magisch Schottland noch mal einen ganz neuen Touch. Auch in diesem Teil reisen wir mit Ava durch das wunderschöne Land und erkunden Städte und Landschaften.

Hörbuchsprecherin Madiha Kelling Bergner konnte mich bereits im ersten Teil abholen und überzeugen. Auch empfand ich ihre Darstellung der verschiedenen Charaktere in diesem Hörbuch etwas ausdrucksstärker als noch in Teil 1. Ihre angenehme und warme Stimme passt ohnedies perfekt zu Ava.

Da ich bereits im ersten Band die stellenweise doch langatmige Handlung bemängelt habe, wusste ich bei diesem zweiten Teil was mich erwartet. Für mich plätschert die Geschichte wieder über die Hälfte des Hörbuches vor sich hin. Zwar werden immer wieder Kämpfe oder spannende Verfolgungsjagden eingebaut, mich konnten diese aber nicht so wirklich packen. Was daran lag, dass man diese Szenen gefühlt schon oft in beiden Hörbüchern (nur eben ein klein wenig verändert) gehört hat.

Die Charaktere der Geschichte sind einer der Gründe, warum ich die Reihe, trotz meiner Kritik, gerne mag. Ava, Juliana, Sloane, Reid und Lance sind zwar ein doch recht ungleiches Team, dennoch passt die Mischung einfach perfekt zusammen. Dabei hat jeder einen anderen Hintergrund, warum er versucht dem Tribunal die Stirn zu bieten. Gerade diese verschiedenen Aspekte haben mich sehr gereizt.

Fazit:
Für mich ist dieser zweite Teil etwas besser als der erste Band. An die langatmigen Zwischenpassagen habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Dennoch mag ich Ava und ihre Freunde einfach nicht mehr missen. Auch die Beschreibungen der schottischen Landschaft bieten großen Hörspaß.
Von mir bekommt die Geschichte knappe 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 03.05.2019

Absolutes Jahreshighlight!

Dark Palace – Die letzte Tür tötet
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Inhalt:
Wer überlebt, und wem kannst du trauen?
Englands magischer Adel schreckt bei seinen Intrigen vor keiner Brutalität zurück. Luke wurde unschuldig verurteilt und ist der Gefangene eines besonders ...

Inhalt:
Wer überlebt, und wem kannst du trauen?
Englands magischer Adel schreckt bei seinen Intrigen vor keiner Brutalität zurück. Luke wurde unschuldig verurteilt und ist der Gefangene eines besonders grausamen Lords. Seine Schwester Abi versucht verzweifelt, ihn zu befreien. Wird sie es schaffen, bevor sein Willen vollständig gebrochen ist?

Meinung:
Nachdem Luke des Mordes für schuldig befunden wurde, ist er ein Gefangener Crovans, der für seine grausamen Bestrafungen und Maßregelungen bekannt ist. Doch Luke gibt nicht so leicht auf und sucht nach einem Weg um zu fliehen. Seine Schwester Abi flüchtet währenddessen auf ihrem Weg ins Sklavenlager Millmoor. Natürlich setzt auch sie alles daran ihren kleinen Bruder zu befreien. Dabei gerät Abi in politische Machtspiele und Ränkekämpfe, die sie sich so niemals erträumt hätte.

Der erste Band der Dark Palace Reihe hat mich im letzten Jahr total umgehauen und begeistert. Daher war meine Freude auf diesen zweiten Band wirklich sehr groß. Natürlich lag das Buch nicht lange bei mir herum und ich tauchte wieder in das magische Großbritannien ein. Der Einstieg fiel mir hierbei überraschend leicht. Denn normalerweise ist mir aus dem Vorgängerband immer einiges an Wissen abhandengekommen. So aber nicht bei dieser Geschichte. Ich erinnerte mich an wahnsinnig viel aus dem ersten Band. Aber auch Autorin Vic James macht ihren Job fantastisch und baut immer wieder kleine Erinnerungsfüller ein, ohne dabei zu weit auszuholen.

Wie bereits im Vorgängerband wird auch „Die letzte Tür tötet“ aus der Sichtweise der verschiedenen Charaktere erzählt. Hier sei noch mal angemerkt, dass dies nicht nach jedermanns Geschmack sein dürfte. Ich empfand die verschiedenen Perspektivwechsel allerdings als absolut gelungen. So tauchen wir wieder in die Sichtweisen von Luke, Abi, Gavar, Silyen und Bouda ein.

Eine große Stärke des Buches ist die Vielschichtigkeit der Charaktere. Hier gibt es ein paar Charaktere, bei denen man immer noch nicht so recht weiß woran man bei ihnen ist. Es gibt kein klares schwarz und weiß. Auch ist die Charakterentwicklung mancher Personen wirklich enorm, aber jederzeit realistisch und nachvollziehbar. Gerade Gavar überrascht mit seinen Handlungen und Taten, aber auch sein kleiner Bruder Silyen sorgt für jede Menge Überraschungen.
Durch die toll ausgearbeiteten Charaktere kam es bei mir auch nie zu dem Punkt, dass ich unbedingt nur eine ganz gewisse Perspektive lesen wollte. Ich habe die verschiedenen Sichtweisen einfach alle geliebt.

Eines kann man Vic James definitiv nicht unterstellen und das ist, dass sie zimperlich mit ihren Charakteren umgeht. In der Dark Palace Reihe geht es immer ordentlich zur Sache, so sterben nicht ganz unwichtige Charaktere und es gibt ein gewisses Maß an Brutalität. Gerade gegen Ende dieses Bandes wird es schon sehr brutal, was auch nicht jedem gefallen dürfte. Mich hat dies aber ebenfalls nicht gestört.

Auch in diesem Teil gibt es wieder wahnsinnig viele Intrigen, Überraschungen und politische Machtspiele. Ich fühlte mich zu keiner Zeit gelangweilt. Viel mehr wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Und auch die letzten Seiten habe ich nur schweren Herzens gelesen, da ich noch nicht aus der Welt von Luke und Abi auftauchen wollte.

Fazit:
Für mich ist dieses Buch ein Jahreshighlight! Ich war so an die Geschichte gefesselt wie schon lange nicht mehr. Die vielen spannenden Momente sowie die überraschenden Wendungen sorgen dafür, dass keine Langeweile beim Leser aufkommt. Ich bin wirklich restlos begeistert und furchtbar traurig, dass ich nicht sofort Band 3 lesen kann. Meine größte Hochachtung an die Autorin, dass sie so einen genialen Mittelband geschrieben hat! Ich vergebe natürlich nichts anderes als 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 19.04.2019

Gute Kombi aus Erotik und frechem Humor

Mister West
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Inhalt:
Rachel Martin macht ihren Doktor in Musiktherapie und arbeitet nebenher mit ihrer besten Freundin Ava in einer angesagten Bar in Brooklyn. Als Avas verlogener Exfreund das Lokal betritt, sieht ...

Inhalt:
Rachel Martin macht ihren Doktor in Musiktherapie und arbeitet nebenher mit ihrer besten Freundin Ava in einer angesagten Bar in Brooklyn. Als Avas verlogener Exfreund das Lokal betritt, sieht Rachel rot und sagt dem Fremden gründlich die Meinung. Leider stellt sich heraus, dass sie den falschen attraktiven Mann vor allen Gästen anfährt. Wie peinlich! Doch es kommt noch schlimmer. Am nächsten Tag betritt ihr neuer Professor und Doktorvater, der berüchtigte und brillante Caine West, den Hörsaal – und es ist niemand anders als der gutaussehende Mann aus der Bar ...

Meinung:
Rachel fällt aus allen Wolken als sie ihren neuen Professor und Doktorvater kennenlernt, hat sie doch genau diesen Mann vor ein paar Tagen in einer Bar ziemlich wüst beschimpft. Rachel hat den attraktiven Professor West nämlich für den verlogenen Exfreund ihrer besten Freundin gehalten. Am liebsten würde Rachel vor Scham im Boden versinken, doch es hilft alles nichts, da muss sie nun durch. Schnell wird klar, dass Caine West alles andere als böse auf Rachel ist. Viel mehr belustigt ihn die Situation.

Nachdem mir „One more Chance“ von der Autorin und ihrer Partnerin bereits gut gefallen hat, wollte ich nun eine Geschichte nur aus der Feder von Vi Keeland lesen. Gleich die erste Szene des Buches hatte wieder viel von dem bekannten Humor aus „One more Chance“ und ich fühlte mich bereits nach sehr kurzer Zeit pudelwohl mit dem Buch. Der herrlich frische Humor zieht sich das ganze Buch über durch, auch wenn er für mich nicht ganz so ausgeprägt ist, wie in „One more Chance“.

Rachel ist dem Leser von Anfang an sympathisch. Sie weiß was sie will und schreckt daher auch nicht davor zurück fremden Männern die Meinung zu geigen. Auch im weiteren Verlauf der Geschichte überzeugt sie durch viel Herz und Eigensinn und verbirgt zudem das ein oder andere Geheimnis. Aber auch Caine West mit seiner leicht ironischen Art empfand ich als sehr angenehmen Loveinterest. Die Anziehungskraft zwischen den Beiden steigert sich von Seite zu Seite. Doch braucht es seine Zeit bis die beiden wirklich intim werden. Dieses Aufbauen ihrer Beziehung war für mich sehr realistisch und authentisch dargestellt. Natürlich ist manches vielleicht etwas überspitzt, aber das darf bei so einem Buch schon fast nicht fehlen.

Besonders berührt haben mich die Passagen aus der Vergangenheit von Caine. So erwartet den Leser nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch die Vergangenheit holt die Protagonisten ein. Hier wird es sehr tiefgründig und die Geschehnisse können einen als Leser einfach nicht kaltlassen. Für mich kam es daher zu sehr emotionalen Momenten. Dies hatte ich so gar nicht erwartet. Ich empfand dies aber als perfektes i-Tüpfelchen auf der eigentlichen Liebesgeschichte.

Fazit:
„Mister West“ ist eine gelungene Kombination aus einer Prise Erotik und herrlichem Humor. Aber auch ein Schuss Dramatik verleiht dem Buch die richtige Würze. Dennoch fehlte mir etwas um mich restlos begeistern zu können.
So bekommt das Buch am Ende 4 von 5 Hörnchen.