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Veröffentlicht am 05.11.2018

Herrlich schöne Lesestunden mit Otibuk dem Weihnachtsteufel

Der kleine Weihnachtsteufel und der verflixte Wunschzettel
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Inhalt:
Otibuk ist etwas kleiner geraten als die anderen Halloweenteufel und viel zu nett. Deshalb fühlt er sich im dunklen Leuchtturm, der nach Spinnenweben und Stinkepups riecht, nicht ganz wohl. Als ...

Inhalt:
Otibuk ist etwas kleiner geraten als die anderen Halloweenteufel und viel zu nett. Deshalb fühlt er sich im dunklen Leuchtturm, der nach Spinnenweben und Stinkepups riecht, nicht ganz wohl. Als er draußen eines Tages zwei wunderschön glitzernde Wesen entdeckt, nimmt er all seinen Mut zusammen: Er folgt den beiden und bewirbt sich beim Weihnachtsmann als Engel – leider erfolglos. Doch dann findet er zufällig den Wunschzettel eines Kindes und nutzt seine Chance. Schwuppdiwupp ist der Wunsch erfüllt. Aber damit fängt das ganze Weihnachtschaos erst so richtig an ...

Meinung:
Otibuk ist ein kleiner Halloweenteufel und lebt zusammen mit den anderen Teufeln in einem Leuchtturm. Nur einmal im Jahr ist es den Teufeln gestattet ihren Leuchtturm zu verlassen und in die Menschenwelt zu gehen. Eines Tages entdeckt Otibuk jedoch auf dem Balkon des Leuchtturms zwei glitzernde Wesen, die sich als Engel herausstellen. Er ist so fasziniert von den Beiden, dass er ihnen unauffällig folgt. So landet er plötzlich beim Weihnachtsmann, der alles andere als begeistert davon ist, dass der kleine Teufel nun vor ihm steht.

Da ich sehr gerne Weihnachtsgeschichten für Kinder lese und mich das süße Cover sofort gepackt hatte, musste ich unbedingt wissen was der kleine Teufel in diesem Buch alles erlebt.

Die Story ist in 24 Kapitel aufgeteilt, sodass man perfekt an jedem Dezembertag bis Weihnachten eine Geschichte lesen kann. Die Kapitel sind meist gut 6 Seiten lang, sodass sich diese Geschichte perfekt zum Selberlesen anbietet. Empfohlen wird das Buch für Kinder ab 6 Jahren und dieser Altersempfehlung kann ich mich nur anschließen. Sollte man das Buch jedoch gemeinsam mit seinem Kind lesen, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass die Kinder auch ruhig ein wenig jünger sein können.

Otibuk ist ein kleiner frecher Teufel, der beschließt mehr von der Welt sehen zu wollen. Dabei hat er immer nur Gutes im Sinn. Jedoch bringen seine Handlungen nicht immer Gutes mit sich.
Neben Otibuk spielen noch die beiden Menschenkinder Jannike und Philipp eine größere Rolle sowie der kleine Engel Nummer 456. Gerade der kleine Engel ist doch ein gehöriger Besserwisser und zitiert am liebsten aus dem großen Regelhandbuch für Engel.

Die Geschichte ist sehr humorvoll erzählt. So kann Otibuk z. B. zuerst nichts mit dem Begriff Weihnachtsmann anfangen, sieht dieser doch eher aus wie ein Weinfassmann. Auch weiß Otibuk nicht was "Unbefugte" sind. Er hält diese für kleine dicke Würmer, die extrem gefährlich sind.
All diese liebevollen Details sorgen für einige Schmunzler beim Lesen.

Auch die Illustrationen von Nikolai Renger können sich sehen lassen. So hat man als Leser eine ganz genaue Vorstellung von unserem kleinen Weihnachtsteufel. Gerade die lustigen Szenen wurden dabei super dargestellt.

Fazit:
Der kleine Weihnachtsteufel gehört in jedes gute Kinderbuchregal. Geeignet ist er für Kinder ab 6 Jahren und er sorgt mit seiner süßen und naiven Art für herrlich schöne Vorweihnachtsstunden. Auch die eingebauten Ideen und Charaktere konnten mich überzeugen.
Daher erhält Otibuk von mir teuflisch knappe 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 05.11.2018

Ich bin (bis auf eine Ausnahme) restlos begeistert von dem Buch

Iron Flowers. Die Rebellinnen
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Inhalt:
In einer Welt, in der Frauen und Mädchen keine Rechte haben, ist Serina und Nomi ihr Schicksal vorgegeben: Die pflichtbewusste Serina muss sich darum bemühen, eine Grace zu werden - eine der schönen ...

Inhalt:
In einer Welt, in der Frauen und Mädchen keine Rechte haben, ist Serina und Nomi ihr Schicksal vorgegeben: Die pflichtbewusste Serina muss sich darum bemühen, eine Grace zu werden - eine der schönen und angesehenen Hofdamen im Palast des Thronfolgers -, während ihre rebellische Schwester Nomi ihr als Magd dienen soll. Doch dann kommt alles anders und die Schwestern kämpfen mit eisernem Willen darum, ihren Käfigen zu entfliehen - und anderen Mädchen und Frauen einen Weg in die Freiheit zu ebnen.

Meinung:
Das Leben von Nomi und Serina scheint vorbestimmt. Serina wird in wenigen Tagen zu einer Grace erwählt werden, was bedeutet, dass sie eine angesehene Hofdame im Palast des Königs werden wird. Und ihre Schwester Nomi, soll als ihre Zofe mit an den Königshof. Als der Thronfolger jedoch Nomi und nicht Serina als seine zukünftige Grace erwählt, steht das Leben der beiden Mädchen Kopf.

Schon ab der ersten Minute war ich von der Geschichte rund um Nomi und Serina gefesselt. Zwar hat man im gesamten Verlauf der Geschichte eine Ahnung wohin alles laufen wird, dennoch konnte mich gerade Serinas Passage absolut begeistern. Dabei war es auf keinen Fall so, dass ich eine Perspektive weniger gerne gehört habe als die andere.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Nomi und Serina erzählt. Nomi wird hierbei von Coco Plümer und Serina von Theresa Horeis gesprochen. Zu Beginn hatte ich ein wenig Probleme damit die beiden Stimmen auseinander zu halten, doch schon nach kurzer Zeit hatte ich mich an die Stimmen gewöhnt.
Und ich muss sagen, dass ich beide Sprecherinnen als sehr angenehm empfunden habe. Denn gerade hier war ich doch zu Beginn ein wenig skeptisch, da Frauenstimmen manchmal etwas schrill oder zu hoch sein können. Coco Plümer und Theresa Horeis haben ihren Job aber wirklich toll gemacht!

Wie oben bereits erwähnt, war ich total begeistert von der Entwicklung die Serina durchläuft. Serina ist zu Beginn der Geschichte einzig und allein darauf aus gut auszusehen, dem Regenten und seinem Sohn zu gefallen und bloß nichts zu hinterfragen oder gar Regeln zu brechen. Im Verlaufe der Handlung entwickelt sie sich jedoch zu einer starken und selbstbewussten Frau, die für ihre Rechte einsteht.
Etwas anders sieht das bei Nomi aus. Diese ist zu Beginn eine kleine Rebellin, sehr intelligent und mutig. Immer wieder bringt sie sich durch ihr vorschnelles Handeln in Schwierigkeiten. Doch anstatt ihre Intelligenz und ihren Mut am Königshof gekonnt einzusetzen, wurde Nomi immer naiver und unsicherer. Diese Entwicklung empfand ich als etwas fragwürdig.

Kommen wir zum Punkt Liebesgeschichte. Hier möchte ich aber gar nicht so viel drüber erzählen, da ich sonst zu sehr spoilern würde. Ich kann daher nur sagen, dass ich zu Beginn gar nicht begeistert davon war in was für einem Tempo diese voranschreitet. Jedoch habe ich im Verlaufe der Handlung gefallen an den ganzen Entwicklungen gefunden und bin am Ende sehr zufrieden damit, wie die Dinge sich entwickelt haben.

Besonders toll finde ich es, dass Tracy Banghart einen Roman geschrieben hat, der jungen Mädchen Mut macht. Die Autorin erzählt auf tolle Art und Weise, dass man sich als Frau hinter den Männern nicht zu verstecken braucht und man selbst für seine Rechte einstehen muss.

Fazit:
Ein Buch was die Rechte der Frauen in neuem Licht erstrahlen lässt. Tracy Banghart erzählt in einer spannenden Geschichte davon, dass es sich lohnt für seine Sache zu kämpfen und man nicht alles einfach nur hinnehmen sollte. Ich habe tolle Hörstunden mit dieser begeisternden Geschichte verbracht
und vergebe sehr, sehr gute 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 05.11.2018

Ein Finale was keine Fragen offen lässt

Eliminiert (Bd. 3)
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Inhalt:
Shay hat den Verursacher der tödlichen Epidemie gefunden. Doch um Dr. 1 endgültig das Handwerk zu legen, muss sie mehr über seinen Plan erfahren. Zum Schein schließt sie sich seinen Anhängern an ...

Inhalt:
Shay hat den Verursacher der tödlichen Epidemie gefunden. Doch um Dr. 1 endgültig das Handwerk zu legen, muss sie mehr über seinen Plan erfahren. Zum Schein schließt sie sich seinen Anhängern an – und riskiert damit, den einzigen Menschen zu verlieren, der ihr wichtig ist. Ihre große Liebe Kai weiß nichts von Shays wahren Motiven und hält sie für eine Verräterin. Shay ist hin- und hergerissen: Sie braucht Kai an ihrer Seite, um Dr. 1 zu stoppen, doch gleichzeitig will sie ihn um jeden Preis beschützen. Denn im großen Plan von Dr. 1 gibt es keinen Platz für immune Menschen wie Kai …

Meinung:
Shay hat sich Xander und seinen Anhängern, die sich das Multiversum nennen, angeschlossen. Kai ist tief enttäuscht von ihr und so kommt es zum Bruch zwischen den Beiden. Dabei möchte Shay doch eigentlich nur Kais Schwester Callie finden. Freya, die über Shays Motive Bescheid weiß, schweigt jedoch gegenüber Kai, da sie ihn für sich selbst haben möchte.

Ich habe mich sehr auf dieses Finale der Trilogie gefreut. Dank kleiner Rückblenden ist mir der Einstieg in die Geschichte auch sehr gut gelungen. Schnell fühlte ich mich Shay und ihren Freunden wieder sehr verbunden.
Etwas schade fand ich es, dass das Hauptaugenmerk eine gewisse Zeit lang hauptsächlich auf Shay und Callie liegt und Kai ein wenig hinten ansteht. Dies ändert sich jedoch gerade im letzten Drittel des Buches.

Wie bereits in den vorherigen Bänden wird auch diese Geschichte abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Shay, Kai, Callie und Freja erzählt. Zudem ist die Story in 7 Abschnitte unterteilt, die mit Zitaten aus Xanders Manifest beginnen. Der Leser weiß zu Beginn eines jeden Kapitels stets, in welche Sicht er nun eintauchen wird, da der Name des jeweiligen Protagonisten immer zu lesen ist.

Die Charaktere entwickeln sich auch in diesem Finale weiter. Gerade Shay muss einsehen, dass sie möglicherweise den falschen Leuten vertraut hat. Sie beginnt Dinge zu hinterfragen.
Callie lernt der Leser in diesem Buch nun eigentlich zum ersten Mal richtig kennen. Ich fand es furchtbar spannend zu lesen, wie es ihr in den letzten Monaten ergangen ist und was für Geheimnisse sie mit sich herumträgt. Sie war mir mit ihrer etwas zerbrechlichen Art und Weise, aber ihrem ungebrochenen Erforscherdrang sehr sympathisch.

Allgemein werden in diesem Buch viele Geheimnisse und Rätsel in den Raum geworfen. Diese wurden für mich auch alle wunderbar aufgeklärt. Jedoch empfand ich eine Auflösung, ganz zum Schluss des Buches, als ein wenig zu abgedreht. Dies hat mir jedoch nicht diese tolle Reihe vermiesen können.
Etwas getrübt wurde mein Lesespaß nur durch den doch etwas behäbigen Start in dieses Buch. Auch hätte die Handlung in manchen Momenten schneller voranschreiten können.

Fazit:
"Eliminiert" ist ein Finale was keine Frage offen lässt. Was allerdings auch eine etwas abgedrehte Auflösung zu bieten hat. Dennoch habe ich spannende und unterhaltsame Stunden mit Shay, Kai und Callie verbracht. Das Buch erhält daher 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 05.11.2018

Jolanda und ihre Familie sind herzlich, liebenswert und sooo witzig

Unser Hausboot, der Waschbär und ich
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Inhalt:
Manchmal ist das Leben echt gemein! Erst die Sache mit Papa, der Mama (und mich und meine kleine Schwester Leni und meinen Ich-bin-ja-so-cool-Bruder Max) verlassen hat, weil er lieber mit der Dumm-Tröte ...

Inhalt:
Manchmal ist das Leben echt gemein! Erst die Sache mit Papa, der Mama (und mich und meine kleine Schwester Leni und meinen Ich-bin-ja-so-cool-Bruder Max) verlassen hat, weil er lieber mit der Dumm-Tröte Kordula auf irgendwelchen Bergen rumkraxelt. Und jetzt müssen wir auch noch von meinem geliebten oberbayerischen Dorf nach Hamburg ziehen. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, werden wir nicht wie normale Leute mit festem Boden unter den Füßen wohnen, sondern auf einem Hausboot! Das kann ja nur eine Katastrophe werden …

Meinung:
Jolanda findet es einfach ungerecht, dass sie aus ihrem geliebten bairischen Dorf nach Hamburg an die See ziehen muss. Doch ihre Mutter hat sich dazu entschlossen, nach der Trennung von ihrem Vater, nun wieder zurück in ihre Heimat zu ziehen. Gemeinsam mit ihrer kleinen Schwester Leni und ihrem ach so tollen großen Bruder Max zieht die Familie auf ein Hausboot in Hamburg. Doch, oh Schreck, das Hausboot ist ziemlich heruntergekommen und was ist das für ein Geschöpf das in der Nacht sein Unwesen auf der Terrasse des Bootes treibt?

Auf die Jolanda-ahoi Reihe hatte ich schon seit längerem ein Auge geworfen. Daher war meine Freude riesig, als ich erfahren habe, dass es nun einen Sammelband zur Reihe geben würde. In diesem Buch findet der Leser alle drei bisher erschienenen Einzeltitel "Großer Zeh ins kalte Wasser", "Waschbär über Bord" und "Volle Zauberkraft voraus!".
Jede der drei Geschichten umfasst gut 90 Seiten. Untermalt werden die jeweiligen Geschichten von den Illustrationen von Antje David.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen. Denn schon nach kurzer Zeit musste ich über Jolanda und ihre Familie herzhaft lachen. Sie sind einfach nur herrlich komisch, sehr unterhaltsam und vielleicht auch ein ganz klein wenig verrückt.
Sei es nun die etwas verschusselte Mama, die Autorin ist und es sogar schafft Dosensuppe anbrennen zu lassen oder die vierjährige Leni, die für ihr Leben gerne tanzt und genauso gerne bergeweise Essen verschlingt oder der siebzehnjährige Bruder Max, der sich für wer weiß wie toll hält und Jolanda das ein oder andere Mal auf die Palme bringt.
Ja und dann ist da natürlich noch Jolanda selbst, die einfach wahnsinnig witzig und komisch ist. Gerade wenn sie nervös und aufgeregt ist, verfällt sie in ihren bairischen Dialekt, was einfach sehr süß und lustig klingt.
Ihr merkt also, diese Familie ist absolut genial und unterhaltsam.

So kommt es das Jolanda in den drei Geschichten nicht nur neue Freunde findet, sondern auch eine Waschbärenrettungsaktion startet und sich an einem geheimen Zauberspruch versucht. Da ist das Chaos und die Unfälle natürlich vorprogrammiert.

Im Buch werden zudem Themen wie Scheidung, Umzug in eine neue Umgebung und Tierschutz auf kindgerechte Art und Weise verarbeitet. Einzig das ein Waschbär nun mal kein Haustier ist, hätte für mich noch stärker ausgearbeitet werden können.
Geeignet ist das Buch für Kinder ab 9 Jahren, bietet sich aber, anhand der doch recht kurzen Kapitel, auch super zum Vorlesen an.

Fazit:
Jolanda, ihre Mutter und ihre Geschwister sind eine liebenswerte Familie, die mir unterhaltsame Lesestunden beschert haben. Denn so einiges geht bei Familie Moosbach schief. Dies führt dazu, dass ich mich auf keiner Seite gelangweilt habe und auch meine Lachmuskeln das ein oder andere Mal in Aktion treten durften.
Ein schönes Kinderbuch, welches von mir 4 von 5 Hörnchen erhält.

Veröffentlicht am 05.11.2018

Besser als Band 1, vor allen Dingen sehr berührend

Victorian Rebels - Ein Herz voll dunkler Schatten
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Inhalt:
Christopher Argent ist ein Auftragskiller, geboren und aufgewachsen im berüchtigten Newgate Prison in London. Seit er als Junge mit ansehen musste, wie seine Mutter ermordet wurde, sind ihm menschliche ...

Inhalt:
Christopher Argent ist ein Auftragskiller, geboren und aufgewachsen im berüchtigten Newgate Prison in London. Seit er als Junge mit ansehen musste, wie seine Mutter ermordet wurde, sind ihm menschliche Empfindungen fremd. Seine Aufträge erfüllt er unbeirrt und mit kalter Präzision. Doch dann soll er die Schauspielerin Millie LeCour eliminieren. Zum ersten Mal kann er einen Auftrag nicht vollenden – denn Millie erweckt Gefühle in ihm, die ihn in tiefste Verwirrung stürzen. Er, der ihr Mörder sein sollte, wird zu ihrem Beschützer. Doch kann die Leidenschaft, die zwischen ihnen brennt, die Finsternis seiner Seele wirklich vertreiben?

Meinung:
Christopher Argent ist im berüchtigten Gefängnis in Newgate geboren und aufgewachsen. Durch einen schlimmen Zwischenfall musste er dabei zusehen, wie seine Mutter in eben diesem Gefängnis vergewaltigt und getötet wurde. Mittlerweile ist Christopher ein erwachsener Mann und verdient seinen Lebensunterhalt als Auftragskiller. Gefühle hat er seit jener Nacht im Gefängnis nicht mehr zugelassen. Doch dann tritt Millie LeCour auf den Plan. Sie ist sein nächstes Opfer. Schnell muss Christopher feststellen, dass immer noch ein Herz in seiner Brust schlägt, das verräterisch höher schlägt, wenn er in die Nähe von Millie kommt.

Da mir Band 1 der Reihe schon so super gut gefallen hat, musste ich natürlich auch zu Band 2 greifen. Und ich muss sagen, dass mir dieses Buch sogar noch besser gefallen hat als der erste Teil.

Christopher Argent ist Lesern des ersten Bandes bereits bekannt und ich fand es faszinierend nun seine Geschichte zu lesen. Bereits der Prolog warf mich in ein wahres Gefühlschaos, da Argents grausame Kindheit im Newgate Gefängnis beschrieben wird. Mir kamen mehrmals die Tränen aufgrund der schlimmen Erfahrungen, die er hier erleben musste. Der Prolog gipfelt im Tod von Argents Mutter und mein Herz wollte gemeinsam mit seinem zerspringen.

Danach setzt die Handlung 22 Jahre später an und wir erleben einen erwachsenen Christopher Argent, der keine Gefühle mehr zulässt. Sein Herz ist verschlossen und als Auftragskiller führt er seine Aufträge schon mit fast kalter Berechnung durch. Jedoch ändert sich alles, als er auf Millie LeCour trifft.
Diese Frau ist eine großartige Schauspielerin und eine Löwenmutter. Ihr Sohn Jakub ist ihr Ein und Alles. Dabei ist Millie nicht auf den Mund gefallen und weiß sich sehr gut gegen ihre Bewunderer zur Wehr zu setzen, falls diese mal wieder zu aufdringlich werden. Bei Argent stößt sie jedoch auf eine Person, die ihr all ihre Kraft abverlangt.

Besonders hervorheben möchte ich, dass mich dieses Buch emotional sehr gepackt und berührt hat. Dies liegt eindeutig an Argents bewegender Vergangenheit und der Tatsache, dass nicht nur Millie in Argents Leben tritt, sondern auch ihr liebenswerter Sohn Jakub. Hier schlug mein Mutterherz bei der ein oder anderen Szene doch arg höher.

Wie schon im Vorgängerband gibt es auch hier einen sehr interessanten und spannenden Plot zu lesen. Kerrigan Byrne erschafft mit diesem Buch alles andere als einen 0-8-15 Liebeserotikroman. Viel mehr konnte sie mich auf allen Ebenen überzeugen.
Spannender Plot - ja
liebenswerte Charaktere mit Ecken und Kanten - ja
berührende Momente - jede Menge
ein "erstes Mal" was ich so bisher auch noch nie gelesen habe - ja.

Fazit:
Hat mir der erste Band dieser Trilogie schon gefallen, so legt "Ein Herz voll dunkler Schatten" noch mal eine Schippe darauf. Dieses Mal wurde ich emotional auf eine ganz besondere Art mitgenommen und die Charaktere sind so besonders und herzerwärmend. Auch konnte ich ihre Gefühle und Reaktionen zu jeder Zeit absolut nachvollziehen. Ich ziehe daher meinen Hut und vergebe 5 von 5 Hörnchen.