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Veröffentlicht am 31.03.2017

Durchs Labyrinth gerast

Die Auserwählten - Im Labyrinth
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Inhalt:
Thomas findet sich auf einer Lichtung wieder, die von einem riesigen Labyrinth umgeben ist. Auf dieser Lichtung leben nur Jungen und alle haben eins gemeinsam: Ihr Gedächtnis wurde gelöscht. Sie ...

Inhalt:
Thomas findet sich auf einer Lichtung wieder, die von einem riesigen Labyrinth umgeben ist. Auf dieser Lichtung leben nur Jungen und alle haben eins gemeinsam: Ihr Gedächtnis wurde gelöscht. Sie erinnern sich an nichts außer an ihren Namen. Thomas erfährt nach und nach, dass die Jungs seit zwei Jahren versuchen einen Ausweg aus dem Labyrinth zu finden und das gefährliche Wesen, die Griewer, das Labyrinth unsicher machen. Die "Schöpfer" haben die Jungen aus ungeklärten Gründen an diesen Ort gebracht. Kurz nach Thomas Ankunft schicken die "Schöpfer" ein Mädchen auf die Lichtung. So etwas hat es noch nie gegeben! Und plötzlich geht alles drunter und drüber…

Meine Meinung:
Die ersten 100 Seiten waren für mich eher zäh zu lesen. Mich nervte die Einstellung der Jungen Thomas gegenüber. Keiner möchte mit ihm über das Labyrinth sprechen. Er erfährt nur häppchenweise was es damit auf sich hat, obwohl die Jungen einiges wissen. Dieses "wir wissen viel, erzählen dir aber nichts" hat mich sehr gestört. Sobald Thomas den ersten Schritt in das Labyrinth macht, sind diese Mängel jedoch vergessen. Denn ab diesem Zeitpunkt nimmt das Buch ordentlich an Fahrt auf. Die Spannung nimmt mehr und mehr zu. Es geschehen Dinge die ich so nicht erwartet hätte. Vor allen Dingen nimmt der Verlauf der Geschichte eine Wendung, die ich mir so nicht vorgestellt habe. Überraschungen, Action und jede Menge Spannung sind daher große Bestandteile der Geschichte.

Aufgrund der vielen Action kommen mir leider die Nebencharaktere etwas zu kurz. Insgesamt sind über 50 Jungen auf der Lichtung. Leider lernen wir nur einen Bruchteil von ihnen namentlich kennen. Dies fand ich ein wenig schade. Dafür haben es die wenigen Charaktere ganz schön in sich. Man weiß nicht, wem Thomas trauen kann und wer etwas im Schilde führt. Jeder der dargestellten Charakter hat seine Schwächen und man kann die Personen nicht einfach in Weiß und Schwarz darstellen. Und gerade dies hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Thomas als Hauptperson ist zudem ein sehr sympathischer Protagonist. Leider hat er auch einen Charakterzug an sich den man wohl Heldenmut nennen könnte. Er stellt sich jeder Gefahr und bestreitet jedes große oder kleine Problem mit Bravour. Dadurch mutiert er leider etwas zum alleskönnenden Superhelden.

Eine Liebesgeschichte ist in diesem Buch auch vorhanden. Wäre aber in meinen Augen nicht zwingend erforderlich gewesen. Das Buch lebt vor allen Dingen durch seine Spannung und den Nervenkitzel. Daher kann ich das Buch nicht nur Kindern und Jugendlichen empfehlen, sondern auch die älteren Leser werden hier voll auf ihre Kosten kommen.
Am Ende bleiben jede Menge Fragen offen und man wartet nun gespannt auf die Fortsetzung. Ich hoffe, in dieser erfahren wir mehr über die Vergangenheit und den jetzigen Zustand des Landes.

Fazit:
Gemeinsam mit Thomas raste ich förmlich durch das Labyrinth, lernte neue Menschen kennen und schloss Freundschaften. Mir hat das Buch gut gefallen, da es einiges an Spannung und Action zu bieten hat. Ein paar Dinge habe ich jedoch zu bemängeln, daher vergebe ich 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 31.03.2017

Klappentext verrät zu viel

Diabolic (1). Vom Zorn geküsst
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Inhalt:
Als Nemesis und Tyrus sich am Imperialen Kaiserhof begegnen, prallen Welten aufeinander. Sie – eine Diabolic, die tödlichste Waffe des gesamten Universums. Liebe ist ihr völlig fremd. Er – der ...

Inhalt:
Als Nemesis und Tyrus sich am Imperialen Kaiserhof begegnen, prallen Welten aufeinander. Sie – eine Diabolic, die tödlichste Waffe des gesamten Universums. Liebe ist ihr völlig fremd. Er – der Thronfolger des Imperiums, der von allen für wahnsinnig gehalten wird. Liebe ist etwas, das ihn nur schwächen würde. Dass ausgerechnet diese beiden zusammenfinden, darf nicht sein. Denn an einem Ort voller Intrigen und Machtspiele ist ein Funke Menschlichkeit eine gefährliche Schwachstelle …

Meinung:
Nemesis ist eine Diabolic und hat somit nur eine Aufgabe, die ihr ganzes Leben bestimmt. Sie ist zuständig für den Schutz der ihr zugewiesenen Person. So kommt es, dass Nemesis auf die junge Sidonia geprägt wird und die beiden quasi gemeinsam aufwachsen. Als Sidonias Vater jedoch des Verrats am Kaiser bezichtigt wird und Sidonia als Schachfigur an den Hof von Kaiser Randevald soll, ist Nemesis gefragt. Das Leben von Sidonia steht auf dem Spiel.

Nemesis ist eine Diabolic - ein humanoides Wesen - welches dazu abgerichtet wurde zu kämpfen und zu töten. Von jeher hat sich Nemesis daher eingeredet, dass sie keine Gefühle haben darf und nicht als ein Mensch betrachtet werden sollte. Im Verlauf der Geschichte gerät diese Denke jedoch stark ins Wanken. Ich mochte Nemesis schon ab der ersten Seite. Sie ist stark, furchtlos und nicht einfach nur irgendeine Kreatur - wie sie sich oft selbst bezeichnet.
Nemesis wurde vor einigen Jahren auf die junge Sidonia geprägt und ist nun ihre Beschützerin. Sidonia sieht jedoch von Anfang an viel mehr in Nemesis als nur eine Diabolic. Für Sidonia ist Nemesis beste Freundin, Beraterin und Vertraute in Einem. Man merkt ihr deutlich an wie viel Nemesis ihr bedeutet.
Kaiser Randevald steht Sidonias Familie mehr als kritisch gegenüber, da Sidonias Vater sich der Wissenschaft verschrieben hat und dies vom Kaiserhof verboten ist. Randevald ist ein grausamer Herrscher, der vor allen Dingen durch seine Mutter Cygna gelenkt wird. Diese ist sogar noch um einiges grausamer als ihr Sohn. Ist sie doch für die Ermordung fast all ihrer Kinder, Enkelkinder und restlichen Verwandten verantwortlich.
Randevalds verrückter Neffe Tyrus ist einer der wenigen Überlebenden. Zudem ist Tyrus Thronerbe und aufgrund seiner Verrücktheit das Gespött der Leute am Kaiserhof.

Schnell konnte mich die Autorin aufgrund des gut durchdachten Plots, den ansprechenenden Charakteren und dem Weltenentwurf begeistern. Die Geschichte spielt nämlich im Weltall und auf Raumschiffen, was man anhand des Klappentextes vielleicht nicht unbedingt erwarten kann. Ich mochte ihre Idee rund um die Diabolics und war schnell Feuer und Flamme für Nemesis. Im Verlauf der Geschichte passieren einige überraschende Wendungen, die einen an die Seiten fesseln.
Dem Leser sollte jedoch bewusst sein, dass gerade in der ersten Hälfte des Buches das Leben am Kaiserhof sehr im Vordergrund steht. Somit sind Intrigen, Machtspiele und Ränkekämpfe an der Tagesordnung. Dennoch fühlte ich mich gut unterhalten. Auch wenn ich zugeben muss, dass die erste Hälfte des Buches teilweise ein wenig zu lang gestreckt wirkt.

Da Nemesis im Grunde als Kampfmaschine erzeugt wurde, sollte man sich bewusst sein, dass es in diesem Buch nicht rosarot zugeht, sondern es stellenweise brutal zur Sache gehen kann. Dies passt allerdings perfekt zum gesamten Verlauf der Story und war für mich sehr glaubwürdig und nachvollziehbar.
Aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Die Liebesgeschichte in diesem Buch konnte mich vor allen Dingen deswegen so von sich überzeugen, da beide Charaktere aufgrund der anderen Person über ihre Sichtweisen anfangen nachzudenken und sich zu verändern.

Gegen Ende des Buches wird es dann richtig dramatisch und spannend. Hiervon war ich wirklich begeistert. Nicht ganz so begeistert war ich von dem etwas zu offenen Ende. Prinzipiell habe ich nichts gegen solche Enden, aber hier hat es sich die Autorin in meinen Augen ein wenig zu einfach gemacht.

Am Ende möchte ich noch einmal jedem davon abraten den Klappentext vorab zu lesen. Denn dieser verrät einfach viel zu viel und hat somit meinen Lesespaß gemindert.

Fazit:
Wäre der zu viel verratene Klappentext und das für mich etwas zu offene Ende nicht gewesen, hätte "Diabolic - Vom Zorn geküsst" die volle Hörnchen-Zahl von mir bekommen. So vergebe ich sehr gute 4 von 5 Hörnchen. Wer gerne einmal in eine Weltraumgeschichte mit einem guten Plot und einigen interessanten Wendungen eintauchen möchte, der sollte zu diesem Buch greifen.

Veröffentlicht am 31.03.2017

Nicht der stärkste Blazon, aber dennoch gut

Der Winter der schwarzen Rosen
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Inhalt:
In einer Festung, geschützt durch dunkle Magie, suchen die Zwillingsschwestern Tajann und Lili Zuflucht vor ihren Verfolgern. Die eine Schwester versteckt sich hier mit dem Junglord Janeik, um ...

Inhalt:
In einer Festung, geschützt durch dunkle Magie, suchen die Zwillingsschwestern Tajann und Lili Zuflucht vor ihren Verfolgern. Die eine Schwester versteckt sich hier mit dem Junglord Janeik, um ihre verbotene, aber leidenschaftliche Liebe leben zu können. Die andere ist auf der Flucht vor der zerstörerischen Liebe eines Gestaltwandlers. Doch mit den dunklen Mächten spielt man nicht. Das beginnen auch Tajann und Lili bald zu ahnen. Denn etwas lauert in den Mauern, etwas Unberechenbares, etwas Böses ...

Meinung:
Eines möchte ich gleich zu Anfang sagen: Lest bloß nicht den Klappentext vorweg, denn dieser verrät leider schon Dinge die erst ziemlich spät im Buch passieren!

Die Zwillingsschwestern Liljann und Tajann leben mit ihrem Vater in einem Jagdhaus im Wald, ziemlich abgeschirmt von der restlichen Welt. Ihr Leben besteht hauptsächlich darin die magischen Hirsche in den Wäldern zu jagen. Umso mehr freuen die beiden sich, als sie eine Einladung der Lady Jamala, der Herrscherin der Zitadelle, zu einem Fest in der Burg erhalten. Auf dem Fest nehmen zwei spannende Liebesgeschichten ihren Lauf, die das Leben der Schwestern komplett verändern werden. Denn ab diesem Punkt ist nichts mehr wie es war.

Wer bereits Bücher von Nina Blazon gelesen hat weiß, dass einen immer eine magische und faszinierende Welt hinter den Buchdeckeln erwartet. Eine Welt die zum Träumen und Staunen einlädt, eine Welt die verzaubert. Auch in „Der Winter der schwarzen Rosen“ erschafft die Autorin genau so eine Welt. Jedoch brauchte ich dieses Mal ein wenig Zeit um komplett in das Buch eintauchen zu können, denn gerade zu Beginn wird ziemlich viel erklärt, so dass mein Lesefluss ein wenig getrübt wurde.
Leser der Bücher „Faunblut“, „Ascheherz“ und „Der dunkle Kuss der Sterne“ werden des Öfteren über bekannte Informationen oder Zusammenhänge aus den anderen Büchern stolpern. Aber auch Leser, die die andern Bücher aus der Faunblut-Welt nicht kennen, werden ihre Freude an diesem Buch haben. Es ist auf keinen Fall zwingend erforderlich die anderen Bücher vorweg zu lesen, jedoch erscheinen manche Dinge in einem ganz anderen Kontext zueinander, wenn man das nötige Hintergrundwissen hat.

Zu Beginn der Geschichte hatte ich ein wenig meine Probleme damit die beiden Schwestern Liljann und Tajann auseinander zu halten. Zwar wurde für jede Schwester eine andere Schriftart gewählt, dennoch haben sich diese ziemlich geähnelt. Hier hätte ich mir einfach gewünscht, dass zwei etwas unterschiedlichere Schriftarten gewählt worden wären.
Beide Schwestern erzählen ihre Geschichte aus der ich-Perspektive und man merkt deutlich, dass sehr viel Wert auf die Beziehung der beiden Schwestern untereinander gelegt wurde. Denn die Beziehung von Liljann und Tajann ist etwas Besonderes und ganz bestimmt nicht typisch für ein Buch dieses Genres. Diese Besonderheit bot viel Platz für einige interessante Szenen und Entschlüsse, die mir das Lesen versüßt haben. Auch die Liebesgeschichten wirken zu Anfang klar und bereits vorbestimmt. Aber auch hier wurde ich überrascht, denn es entwickeln sich hier Dinge die man so nicht erwarten konnte.

Das Buch ist an manchen Stellen recht rau und düster, aber auch sehr vielschichtig und immer ein wenig mit den anderen Büchern der Faunblut-Welt verbunden. Zum ganzen Szenario des Buches passt das Ende wie die Faust aufs Auge. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass manches nicht ganz so offen gelassen worden wäre.

Fazit:
Wenn man als Nina Blazon Fan zu „Der Winter der schwarzen Rosen“ greift, kann man einfach nichts verkehrt machen. Wie gewohnt liefert die Autorin eine bezaubernde Welt, die zum Träumen und Staunen einlädt. Aber auch Lesern die bisher noch kein Buch der Autorin gelesen haben, kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Im Vergleich zu den anderen Büchern der Faunblut-Welt ist dieses Buch vielleicht ein wenig düster, aber nichtsdestotrotz genauso gut. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 31.03.2017

Tolle Botschaft

Der unvergleichliche Ivan
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Inhalt:
Ivan, ein Silberrücken-Gorilla, lebt in einer heruntergekommenen Zirkus-Mall. Sein Leben im Dschungel vermisst er kaum. Stattdessen denkt er an seine Freunde: die alte Elefantendame Stella, den ...

Inhalt:
Ivan, ein Silberrücken-Gorilla, lebt in einer heruntergekommenen Zirkus-Mall. Sein Leben im Dschungel vermisst er kaum. Stattdessen denkt er an seine Freunde: die alte Elefantendame Stella, den herrenlosen Hund Bob und Julia, die kleine Tochter des Tierpflegers. Ivans großes Hobby ist die Kunst: Er überlegt, wie er den Geschmack einer Mango oder das Rauschen der Blätter in Farben und Linien festhalten kann … Doch als mit Ruby, dem Elefantenbaby, eine neue Attraktion in die Mall kommt, wird Ivan aus seiner Lethargie gerissen. Und schließlich liegt es an ihm, durch seine Kunst für seine Freunde und sich alles zum Besseren zu wenden.

Meinung:
Der Gorilla Ivan lebt schon seit ewigen Zeiten in einer alten Zirkus-Mall. Seine Freunde sind die Elefantendame Stella und der Hund Bob. Täglich werden zu drei verschiedenen Uhrzeiten Aufführungen vorgeführt, doch die Ränge bleiben immer öfter leer. Daher lässt sich der Zoodirektor etwas Neues einfallen um die Kassen zu füllen. Dies stellt jedoch das Leben aller Tiere und auch Menschen auf den Kopf.

Ich lese gerne Geschichten in denen Tiere eine Hauptrolle spielen, von daher war dieses Buch ein echtes Muss für mich.
Der Leser wird sofort mit den wichtigsten Tieren und Menschen bekannt gemacht.
Zum einen hätten wir hier den Silberrücken Ivan, der schon in frühester Kindheit eingefangen und bei Menschen groß geworden ist. Doch seitdem sind viele Jahre vergangen und er fristet sein Dasein nun in einem kleinen Zirkus. Ivans große Leidenschaft ist das Malen.
Ihm zur Seite steht die alte Elefantendame Stella. Stella ist sehr weise und ahnt oftmals vor allen anderen wenn Veränderungen anstehen.
Der herrenlose Hund Bob ist ein steter Gast in Ivans Käfig. Schließlich schläft Bob am liebsten auf dem Bauch von Ivan ein.
Und dann hätten wir da noch Julia, ein Menschenmädchen und die Tochter des einzigen Tierpflegers. Sie ist ebenfalls eine leidenschaftliche Künstlerin.

Ivan war für mich ein unglaublicher Charakter, der wirklich alle Hebel in Bewegung setzt um ein Versprechen einzulösen. Sehr gut gefallen hat mir dabei, dass wir auch einiges über Ivans traurige Vergangenheit erfahren. Dabei bleibt festzuhalten, dass der Mensch aus der Sicht der Tiere beschrieben wird und dabei nicht immer gut abschneidet.

Sowieso besteht das Buch aus vielen Momenten die bei mir einen Kloß im Hals verursacht haben. Es stecken so viele herzergreifende und berührende Situationen in dem Buch, die mich oft zu Tränen rührten. Kleine versteckte Botschaften zwischen den Zeilen machen das Buch zu einem echten Schatz.
"Der unvergleichliche Ivan" stand für mich absolut zu Recht auf der New York Times Bestsellerliste!
Wer hier nach Action sucht ist bei dieser Geschichte jedoch an der falschen Adresse. Die Story kommt allerdings auch wunderbar ohne großes Spektakel aus.

Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, meistens sind sie nur 2-3 Seiten lang. Zudem gibt es einige Zeichnungen in diesem Buch zu bewundern.
In einem Nachwort weist die Autorin auf die wahren Begebenheiten in der Geschichte hin.

Fazit:
Dieses Buch ist ein wahrer Schatz unter all den vielen Büchern. Es besticht durch berührende Szenen und lässt den Leser hautnah an Ivans hartem Leben teilhaben. Die Botschaft des Buches ist grandios und ich kann absolut verstehen warum es eine Auszeichnung erhalten hat.
5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 31.03.2017

Auch der zweite Fall weiß zu überzeugen

Der Seidenspinner
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Klappentext:
Als der Romanautor Owen Quine spurlos verschwindet, bittet seine Frau den privaten Ermittler Cormoran Strike um Hilfe. Es ist nicht das erste Mal, dass Quine für einige Tage abgetaucht ist, ...

Klappentext:
Als der Romanautor Owen Quine spurlos verschwindet, bittet seine Frau den privaten Ermittler Cormoran Strike um Hilfe. Es ist nicht das erste Mal, dass Quine für einige Tage abgetaucht ist, und sie möchte, dass Strike ihn findet und nach Hause zurückbringt. Doch schon zu Beginn seiner Ermittlungen wird Strike klar, dass mehr hinter Quines Verschwinden steckt, als seine Frau ahnt. Der Schriftsteller hat soeben ein Manuskript vollendet, das scharfzüngige Porträts beinahe jeder Person aus seinem Bekanntenkreis enthält. Sollte das Buch veröffentlicht werden, würde es Leben zerstören – zahlreiche Menschen hätten also allen Grund, Quine zum Schweigen zu bringen.
Als Quine tatsächlich tot aufgefunden wird, brutal ermordet unter bizarren Umständen, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um das wahre Motiv des skrupellosen Mörders aufzudecken – eines Mörders, wie Strike ihm noch nie zuvor begegnet ist …

Meine Meinung:
Da es sich hierbei um den zweiten Band einer Krimi-Reihe handelt, ist das lesen des ersten Bandes nicht zwingend erforderlich. Ratsam ist es dennoch, da man so mehr über das Privatleben der Ermittler Bescheid weiß.
Im zweiten Fall von Strike und Robin tauchen wir in die Verlagswelt ein. Das Opfer ist ein unbekannter Autor, der sich durch sein letztes Buch viele Feinde in den Reihen der Verleger, Agenten und Autoren gemacht hat. Strike hat also alle Hände voll damit zu tun, sich durch den Sumpf an Intrigen, Neid und Lügen zu wühlen.
Ich fand die Idee genial (und es ist mal etwas anderes), dass der Mord in der Verlagswelt stattfindet. Man erfährt wie manche Prozesse ablaufen und wie verrückt es dort zugehen kann. Auch wenn das sicherlich nicht der Normalfall ist.

Im ersten Band war mir ab einem bestimmten Punkt klar, wer der Mörder ist. Bei diesem Buch hatte ich zwar meine Vermutungen, da es aber viel zu viele Verdächtige gibt, konnte theoretisch jeder der Mörder sein. Daher habe ich die Auflösung so nicht kommen sehen. Aufgrund der vielen Verdächtigen hatte ich auch nicht so viel Spaß am miträtseln wie sonst. Leider gab es auch viel zu viele Namen zu merken. Die Menschen der realen Welt konnte ich da noch gut auseinander halten. Probleme hatte ich bei den Personen die im Roman des Opfers auftauchen. Hier wäre es sicherlich sinnvoll gewesen, sich die Namen aufzuschreiben, aber mal ehrlich ist das der Sinn eines Buches?

Endlich erfahren wir mehr über das Privatleben der Ermittler. Ich habe mich sehr gefreut, dass wir mehr in das Familienleben der beiden eintauchen. Ich hoffe im nächsten Band wird noch mehr auf Strikes Halbbrüder eingegangen. Die Beziehung zwischen Robin und Matthew ist im Begriff sich zu wandeln und leider hat die Autorin versucht, dem Leser die Meinung aufzudrücken, dass Matthew eindeutig nicht der Richtige für Robin ist. Die Beziehung zwischen Strike und Charlotte nimmt dieses Mal deutlich mehr Platz in der Geschichte ein.

Bei so vielen Seiten fragt man sich zwangsläufig, ob der Autor/die Autorin den Spannungsbogen konstant hoch halten kann. Zu meiner positiven Überraschung ist dies fast immer geglückt. Ab und an gab es ein paar Passagen die man sicherlich hätte kürzen können, aber ich bin der Geschichte zu jeder Zeit gerne gefolgt.

Fazit:
Auch der zweite Band der Krimi Reihe von Joanne K. Rowling konnte mich wieder überzeugen. Zwar wird mit Namen nur so um sich geschmissen, so dass ich das ein oder andere Mal überlegen musste, wer sich hinter welchem Namen versteckt, dennoch fühlte ich mich zu keiner Zeit gelangweilt. Und das will bei einem so dicken Krimi schon etwas heißen. Vor allen Dingen die beiden Detektive bieten Potenzial für viele weitere tolle Fälle. Daher gibt es von mir 4 von 5 Hörnchen.