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Veröffentlicht am 14.07.2025

Es ist nichts wie es scheint....

Zorniges Herz
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"Wenn ein Mensclh seinen Glauben verliert, verliert er ein Stück seiner Menschlichkeit."

Wieder mal nimmt uns Linda Castillo mit in die Welt der Amish-People und wir dürfen mit meiner Lieblingsermittlerin ...

"Wenn ein Mensclh seinen Glauben verliert, verliert er ein Stück seiner Menschlichkeit."

Wieder mal nimmt uns Linda Castillo mit in die Welt der Amish-People und wir dürfen mit meiner Lieblingsermittlerin und Polizeichefin Kate Burkholder wieder auf Verbrecherjagd gehen. Dabei hätte Kate jetzt echt mal Zeit für sich und ihren geliebten Tomasetti gebraucht, denn die beiden planen zu heiraten. Wie es mal wieder kommt, werden beide von schwierigen Fällen, die sie auch mit ihrer Vergangenheit konfrontieren, beschäftigt und wie sie nun mal so sind, geben sie wieder alles um diese Fälle zu lösen. Wie gut, dass Kate nach langem Hin- und Her solch einen Rückhalt in ihrer Familie gefunden hat und diese alles geben um eine wunderschöne Hochzeit vorzubereiten.

Doch vorher ist noch einiges zu lösen und dieses ungewöhnliche und brutale Verbrechen verlangt mal wieder alles von Kate. Diesmal ist ein junger Mann das Opfer, Aden Karn, der sich gerade in der Rumspringa befand und der als sehr sympathisch und hilfsbereit geschildert wurde. Da Adens Familie am Boden zerstört ist, will Kate alles daran setzen diesen Fall aufzuklären. Doch nach und nach zeigt sich, dass nichts so ist wie es scheint und Kate kommt, zwar am Anfang etwas zäh, doch dann kommt es langsam in Fahrt, dem Geheimnis immer näher und bringt sich selbst mal wieder in große Gefahr....und das alles vor ihrer Hochzeit;)

Ich liebe die Krimis von Linda Castillo mit meiner Lieblingsermittlerin Kate Burkholder und finde es mal wieder sehr spannend einen weiteren Einblick in das Leben der Amish-People zu bekommen und zu sehen wie Kate mit ihrer Vergangenheit umgeht und wie sie damit auch den Opfern helfen kann und vor allem natürlich, dass die beiden endlich heiraten. Nun freue ich mich einfach auf den nächsten Band:)

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Die Geschichte hinter der Zeitungsannonce

Suche liebevollen Menschen
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Auf dem Cover lacht mich eine Familie an, Vater, Mutter und Kind. Ob sie auf diesem Foto schon ahnen, was ihnen bevorsteht und wo ihre Lebensreise hingeht? Der Vater ahnt es vielleicht, den Ausdruck der ...

Auf dem Cover lacht mich eine Familie an, Vater, Mutter und Kind. Ob sie auf diesem Foto schon ahnen, was ihnen bevorsteht und wo ihre Lebensreise hingeht? Der Vater ahnt es vielleicht, den Ausdruck der Mutter kann ich nicht deuten, doch der Junge lacht in die Kamera, wie Kinder in diesem Alter einfach lachen, nichtsahnend was sich in der Welt über ihnen zusammenbraut.

Julian Borger, erfolgreicher Journalist der Tageszeitung "The Guardian" und der BBC, macht sich nach dem Suizid seines Vaters Robert auf eine ganz außergewöhnliche Recherchenreise, die ihn zu den Wurzeln und ganz besonders zu der Entwurzelung seiner Familie führt und sein Leben auf eine ganz besondere Weise erschüttert und nachhaltig beeinflusst.

Robert Borger ist der kleine Junge auf dem Cover, der so fröhlich in die Kamera lacht, nichtsahnend, dass sich sein Leben bald völlig verändern wird und dass er diese Entwurzelung niemals wirklich verkraften wird. Das Verhältnis des Autors Julian Borger zu seinem Vater war immer etwas kompliziert, doch er verstand immer mehr das Warum dahinter, je mehr er während seiner Recherche herausfand.

Der Autor nimmt uns mit nach Wien im Jahr 1938 und versteht seine persönliche Familiengeschichte dank seiner journalistischen Gabe mit genügend politischen Informationen auszuschmücken, so dass dem Leser das Grauen, dem die jüdischen Menschen und ganz besonders die Familien, die sich aufgrund der gefährlichen Situation trennen mussten, sehr deutlich vor Augen geführt wird. Nach dem Anschluss im Jahr 1938 verschärft sich die Lage in Österreich für Juden und viele jüdische Familien sehen nur einen Ausweg ihre Kinder vor dem kommenden Wahnsinn zu retten. Sie setzen eine Kleinanzeige in den "Manchester Guardian" um ihren Kindern ein Überleben zu sichern. Dort preisen sie ihre Kinder mit Worten an, die jedem Leser, der Kinder hat einen kalten Schauer über den Rücken laufen lässt. Der junge Robert wird als "intelligenter Elfjähriger aus guter Wiener Familie" angepriesen, in der Hoffnung eine Familie zu finden, die ihm ein rettendes Exil bieten kann, bis die Eltern in der Lage sind, ihren Kinder nachzureisen. Wir wissen aus der Geschichte, dass es vielen Eltern nicht mehr gelungen ist zu flüchten. Roberts Eltern gelang es nach England zu kommen, doch es hatte das Leben der Familie für immer verändert und Robert ist dieses Trauma sein Leben lang nicht mehr losgeworden.

Dies passierte alles vor den sogenannten Kindertransporten und diese Kleinanzeigen waren für viele jüdische Eltern die einzige Hoffnung wenigstens ihre Kinder vor dem beginnenden Sturm zu bewahren. Julian Borger machte sich auf und fand die Anzeige seines Vaters seinerzeit und je mehr er forschte, umso näher kam er dem verstorbenen Vater und entwickelte ein neues Verständnis für ihn und wie er sein Leben geführt hat. Doch er blieb nicht bei seinem Vater stehen, sondern forschte auch nach den anderen Kindern, die durch diese Kleinanzeigen über den ganzen Globus verstreut wurden. Ob sie in England blieben, oder in kriegsgeplagten Shanghai landeten, ob sie durch die Wälder Deutschlands im Jahr 1945 irrten, im Konzentrationslager landeten oder im französischen Widerstand. Julian Borger gibt diesen Kindern ein Gesicht, ihrer Geschichte einen Raum und zeigt auf eine sehr deutliche Weise auf, welche traumatischen und unvorhersehbare Folgen Krieg auf Familien hat und wie sich dieses Trauma fortsetzt in den nachfolgenden Generationen fortsetzt.

Ein absolut lesenswertes und wertvolles Buch!

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Weihnachten auf Sylt

Ein Weihnachtslicht über Sylt
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Wir befinden uns in der Adventszeit auf Sylt und sind unterwegs mit den beiden Kindern Ben und Mina, die fünf und acht Jahre alt sind. Sie leben in einem wunderschön umgebauten Haus mit ihrem Papa Malte, ...

Wir befinden uns in der Adventszeit auf Sylt und sind unterwegs mit den beiden Kindern Ben und Mina, die fünf und acht Jahre alt sind. Sie leben in einem wunderschön umgebauten Haus mit ihrem Papa Malte, der von Beruf Architekt ist. Der kleinen Familie fehlt schmerzlich ihre Mutter, die vor einigen Jahren verstorben ist und gerade in der Weihnachtszeit ist dieser Verlust spürbar. Ben und Mina sehnen sich schon nach einer neuen Mama, doch als Mina Papa Malte in einer romantischen Situation mit ihrer Nachbarin Cornelia beobachtet, sieht sie nur eine Möglichkeit sich und ihren Bruder vor dieser unfreundlichen Frau zu retten. Sie schreibt einen Brief an den Weihnachtsmann und wünscht sich neben einem Hund auch eine neue Mama für sich und ihren Bruder.....

Den Brief gibt sie zur Sicherheit direkt an den Inselpostboten Ole, damit er auch wirklich beim Weihnachtsmann ankommt und Ole hat da so seine eigenen Ideen, wie er nicht nur den Kinder helfen kann.....

Ines Thorn hat eine ganz wundervolle Weihnachtsgeschichte geschrieben, die in ihrer Kürze alles enthält, was eine Wohlfühlgeschichte in dieser Zeit braucht, Weihnachtsstimmung mit ein wenig Schmerz, Romantik, Humor, Verwechslung und einfach schönes weihnachtliches Inselflair, herrlich zu lesen, ganz besonders im Sommer bei hohen Temperaturen:))

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Veröffentlicht am 30.06.2025

Über innere und äußere Stürme

Auf der anderen Seite des Sturms
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Wir befinden uns im Jahr 1882. Die junge Missionarswitwe Rebekka von Sassnitz muss sich nach dem Tod ihres geliebten Mannes mit zwei kleinen Kindern schweren Herzens auf den Rückweg nach Deutschland machen. ...

Wir befinden uns im Jahr 1882. Die junge Missionarswitwe Rebekka von Sassnitz muss sich nach dem Tod ihres geliebten Mannes mit zwei kleinen Kindern schweren Herzens auf den Rückweg nach Deutschland machen. Sie kann nicht alleine als Frau und Missionarin weiterhin in China bleiben und so hat sie sich entschlossen, auch um die Versorgung ihrer Kinder zu sichern in der damaligen Zeit, eine Ehe mit einem deutschen Pfarrer einzugehen in der Hoffnung, dass sich diese zweite Ehe zum Guten hin entwickelt. Auf der Rückfahrt auf dem Schiff unter Leitung des charismatischen Kapitäns Salman macht sie sich viele Gedanken ob es wirklich klug ist, eine neue Ehe mit dem Pfarrer Friedrich Hoffman einzugehen und es fällt ihr schwer zu einer klaren Entscheidung zu gelangen. Daran wesentlich ist auch Kapitän Salman beteiligt, der sehr engagiert der jungen und attraktiven Witwe den Hof zu machen und Rebekka ist von den ungewohnten Gefühlen ziemlich aufgewühlt.

Ein schwerer Sturm auf See zieht einige heftige innere Stürme nach sich, denn Rebekka entdeckt bei der Ankunft in Berlin, dass ihre Begegnung mit dem Kapitän nicht ohne Folgen blieb. Rebekka kann sich diesem Fehltritt kaum vergeben und weiß nicht wie ihre Zukunft und die ihrer Kinder sich weiter gestalten soll, denn Friedrich, ein aufrechter Mann, jedoch gefangen in gesellschaftlichen Traditionen und in der Härte, die er selbst als Kind erfahren hat, ist zunehmend mit der Situation überfordert. Somit wird die Ehe geschlossen, doch beide, Rebekka und Friedrich, sind sowohl mit den Päckchen ihrer Vergangenheit als auch mit den Herausforderungen der Gegenwart beschäftigt und sind im Begriff ihre aufkeimende Liebe und ihren Glauben gefährlich aufs Spiel zu setzen.

Gertraud Schöpflin ist ein ganz außergewöhnlicher historischer Roman gelungen, in dem sie schafft, den Leser mit auf die Reise in die Mission in China zu nehmen und in die geistliche Welt des 19. Jahrhunderts und was die gesellschaftlichen Erwartungen und Begrenzungen, sowie die religiösen Traditionen mit den Menschen machen. Über allem steht jedoch Gott und seine Liebe und sein Geist wirkt trotz aller weltlicher und religiöser Traditionen in den Menschen und die ihn von ganzem Herzen suchen, werden ihn auch in all ihrem Herausforderungen und Stürmen finden und so dürfen wir erleben wie unterschiedlich Rebekka und Friedrich durch ihre jeweiligen Stürme mit der Hilfe Gottes kommen, was der Name und die Person des Josef damit zu tun hat und ob sie sich wieder gemeinsam im Hafen treffen. Ich habe diese Geschichte sehr gerne gelesen und liebe es, wie die Autorin die Glaubenskämpfe der Protagonisten beschreibt und wer am Ende siegt.

Sehr lesenswert!

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Lass uns tauschen!

Neuanfang in Notting Hill
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Wir befinden uns in London in der Gegenwart und schlendern die wunderschöne Portobello-Road in Notting Hill entlang. In diesem Viertel ereignen sich Geschichten, wie das Leben sie schreibt. Zuerst begegnen ...

Wir befinden uns in London in der Gegenwart und schlendern die wunderschöne Portobello-Road in Notting Hill entlang. In diesem Viertel ereignen sich Geschichten, wie das Leben sie schreibt. Zuerst begegnen wir Jess, eine liebenswerte, hübsche und sehr lebendige, manche bezeichnen sie chaotisch, junge Frau, deren Leben aus den verschiedensten Gründen gerade auseinanderbricht. Nicht nur dass sich ihr Ex-Freund mit ihrem Ersparten, von dem sie sich eine Wohnung für ihr Liebesglück kaufen wollten, aus dem Staub gemacht hat, auch ihr geliebter Arbeitsplatz, ein altes und traditionsreiches Kino im Viertel soll verkauft werden und Jess sieht sich schon obdachlos auf der Straße sitzen, denn das Gästezimmer, dass sie bei ihrer besten Freundin Bess bewohnt, muss sie auch räumen, da die Familie weiteren Nachwuchs erwartet und den Raum benötigt und dann wäre da auch noch dieser attraktive Besitzer von I-Work, der plant ihren Arbeitsplatz zu vernichten und den sie dann unter ganz anderen Umständen wieder trifft.

Da entdeckt sie durch Zufall eine ungewöhnliche Zeitungsannonce, in der eine alte Dame mit Namen Joan eine Untermieterin für ihr Haus in Notting Hill sucht. Joan wird demnächst 80 Jahre alt und fühlt sich einsam in ihrem Haus. Ihre temperamentvolle Freundin Pamela hat sie ermutigt, mal einen Schritt zu wagen, sich wieder in eine Art soziales Leben hinzubewegen und sich einer lang verschütteten Sehnsucht zu stellen.

So treffen die beiden unterschiedlichen Frauen mit ihren unterschiedlichen Geschichten zusammen und beginnen sich kennenzulernen. Ermutigt durch die jeweils andere, gehen sie ein Abenteuer ein, dessen Ausgang sie sich nicht erträumen können. Sie tauschen ihre Gewohnheiten, das heißt, das Jess, die mit ihrem Handy verwachsen erscheint komplett offline geht und Joan, die sich allen technischen Neuerungen verweigert hat online geht und sie lernen sich selbst neu kennen und erleben einige Verwicklungen, die für den Leser einfach köstlich zu lesen sind.

Norie Clarke ist ein ganz wunderschöner Wohlfühlroman für Generationen gelungen. Sie nimmt uns mit nach London und wir erfahren Joans geheime Geschichte, die auch deren Sohn Ed nicht kennt. Wir erleben romantische Verwicklungen, denn Jess entdeckt das Briefeschreiben und kann sich wieder einem ganz gewissen und geheimnisvollen Mann öffnen. Wäre das eine neue Chance für sie?

Gleichzeitig erleben wir, wie wichtig es ist, das Vergangene und wenn es noch so schmerzvoll war aufzuarbeiten. sich den Schatten zu stellen und in eine Versöhnung hineinzukommen und was passiert, wenn sich im Leben Türen schließen, wie es bei Jess und ihrem geliebten Kino der Fall, kann es sein, dass neue Türen aufgehen und wunderbar Neues zu bieten haben. Dann darf der Leser auch erfahren, dass es sich lohnt, Menschen näher kennenzulernen, wenn auch einiges dagegen zu sprechen scheint.

Ich habe diesen Ausflug nach Notting Hill mit den liebenswerten Protagonisten und Nebendarstellern wirklich genossen und habe mit Begeisterung die Geschichte einmal von Jess Seite und dann wieder Joans Seite verfolgt. Wunderschön romantisch mit ein wenig Tiefgang. Ein entspanntes Leseerlebnis!

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