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Veröffentlicht am 03.06.2026

Der Krieg ist vorbei, aber....

Café Engel
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Wir befinden uns in Wiesbaden im Jahr 1951. Das Cafe Engel hat den Krieg überlebt und Familie Koch macht sich wie ganz Deutschland nach dem Krieg an den Wiederaufbau. Dabei ist es der Autorin wieder sehr ...

Wir befinden uns in Wiesbaden im Jahr 1951. Das Cafe Engel hat den Krieg überlebt und Familie Koch macht sich wie ganz Deutschland nach dem Krieg an den Wiederaufbau. Dabei ist es der Autorin wieder sehr gut gelungen, die damalige Atmosphäre dieser harten Nachkriegszeit einzufangen. Die resolute Hilde möchte unbedingt das Kaffeehaus mordernisieren, denn das traditionsreiche Künstlercafe hat einen starken Konkurrenten bekommen, der sich nicht gerade zimperlich verhält. Dabei stößt sie immer mal wieder mit ihren Eltern zusammen, die alles so lassen wollen wie es vor dem Krieg war, aber es ist nichts mehr wie es war. Die Menschen wollen nicht zurückschauen, sondern nach vorne und es wird nicht über die kürzlich erfahrenen Schrecken mehr geredet. Hildes Mann Jean-Jaques kann sich nicht damit abfinden, nur im Cafe für seine Hilde zu arbeiten, er hat Sehnsucht nach dem elterlichen Weingut und der Arbeit als Winzer. Da kann sich der Leser gut vorstellen wie lebhaft sich die Kommunikation zwischen dem Ehepaar gestaltet....

Wir lernen auch zwei neue Protagonisten kennen, denn Hildes Brüder Wilhelm und August sind aus dem Krieg zurückgekehrt. Wilhelm war bei dem Amerikanern und August bei den Russen in Gefangenschaft. Jeder der Brüder geht anders mit dem Erlebten um. Während Wilhelm darauf brennt wieder als Schauspieler im Theater in Wiesbaden zu arbeiten und das Leben wieder zu beginnt zu genießen, indem er sich eine flüchtige Affäre nach der nächsten leistet, sein Herz jedoch nur an einer ganz bestimmten Frau hängt, verbringt August traumatisiert seine Tage und Nächte in seinem abgedunkelten Zimmer, alleine mit sich und seinen Erinnerungen und fühlt sich unfähig wieder auf das Leben in der Gegenwart einzulassen. Bis er bei einem Spaziergang im Kurpark eine Begegnung hat, die sein Leben für immer verändern wird und seine Familie alles andere als begeistert...

Während August in Russland in Gefangenschaft war, begegnen wir auch Swetlana, eine junge Russin, die währende des Krieges als Zwangsarbeiterin nach Deutschland verschleppt wurde und ein Kind von einem deutschen Offizier hat. Ihre Sehnsucht ist ihr Heimatort in Russland, das hält sie am Leben, doch sie merkt schnell, dass sie keine Zukunft mehr in Russland hat. Die großflächige Zerstörung, die der Krieg in den Familien angerichtet hat, zerstört auch ihre Hoffnung eine Zukunft in ihrer Heimat zu haben und so macht sie sich wieder auf den Weg zurück nach Deutschland. Dabei macht sie die Erfahrung, dass es böse Menschen in allen Nationalitäten gibt und es nicht auf eine Nation, die "bösen Deutschen" oder die "bösen Russen" begrenzt ist. Doch das begreifen ja leider auch die Menschen nicht, besonders nicht in gewissen Kreisen der Regierung.

Marie Lamballe ist es wieder auf ihre einmalige Art und Weise die Nachkriegszeit in Deutschland wieder auferstehen zu lassen. Dabei zeigt sie ganz deutlich auf, wie hart die Menschen damals zu arbeiten hatten, wie wenig sie besaßen weil alles so nachhaltig im Krieg zerstört worden ist. Diese bildhaften Beschreibungen haben mir sehr gut gefallen, denn der Krieg und der Wiederaufbau danach wurde auf dem Rücken der einfachen Menschen ausgetragen. Gut, sich daran immer wieder zu erinnern. Ein schönes Detail dieser Romanreihe ist, dass es im Klappentext immer ein Kuchenrezept der jeweiligen Zeit gibt. Diesmal sind es Rumkugeln, hervorragend geeignet um Kuchenreste zu verarbeiten, denn damals lies man nichts verkommen, aus allem wurde noch irgendetwas gemacht. Also Rumkugeln bereitstellen und einen guten Kaffee und dann lesen.....

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Lass es in Deinem Leben blühen

Dein blühender Alltag
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Wir möchten alle, dass es in unserem Leben blüht und Früchte bringt. Wie das mehr und mehr gelingt, finden wir in diesem wunderschön von der Autorin und Kalligraphin Jeannette Mokosch gestaltetem Ratgeber, ...

Wir möchten alle, dass es in unserem Leben blüht und Früchte bringt. Wie das mehr und mehr gelingt, finden wir in diesem wunderschön von der Autorin und Kalligraphin Jeannette Mokosch gestaltetem Ratgeber, der einfach mehr als nur ein Sachbuch zu bieten hat.

Schon das Titelbild nimmt mich sofort ein. In wunderschönen und sanften Farben gestaltet macht es mir sogleich Lust es aufzuschlagen und zu lesen. In zwölf Kapitel unterteilt, die jeden Bereich unseres Lebens betreffen, wie zu Anfang "Im Glauben sehen und handeln", kann ich ein passendes Visionboard gestalten. Wie schütze ich meinen Fokus und was tue ich, wenn mir alles zu viel wird? Diesen Abschnitt fand ich sehr wertvoll. Nicht nur mein Zuhause möchte gestaltet werden, es ist auch dran, sich gut um mich zu kümmern und auch meine Beziehungen zum Blühen zu bringen. Das alles darf unkompliziert und einfach von statten gehen und die hilfreichen Ideen dazu, nehme ich immer wieder gerne an.

Ich kann das Buch entweder von vorne bis hinten lesen oder in dem Kapitel starten, was mich gerade in meiner Lebenssituation anspricht. Das kann meine Berufung sein, wieder neue Ziele zu setzen oder die gesetzten Ziele konsequent zu verfolgen, mein Zuhause Raum für Raum neu gestalten und mich der Technik stellen, ein sehr wichtiges Thema im Alltag.

Sehr bereichernd fand ich auch das Thema "Segen erleben in Krisenzeiten", das Gebet, die dazugehörigen Fragen und die Ermutigung kreativ zu werden empfand ich als absoluten Mehrwert. Überhaupt steht in jedem Kapitel für jedes Thema ein passendes Gebet, entsprechende Vertiefungsfragen zur Verfügung und ganz wertvolle Kreativtipps. Das und die ehrliche und natürliche Schilderung der Autorin, wie sie ihren Glauben und die entsprechenden Themen angeht, machen das Buch zu einem sehr wichtigen Begleiter, den ich jedes Jahr immer wieder zu einem Check up in die Hand nehme und mich darin vertiefe.

Sehr lesenswert!

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Kaiserin der Herzen

Sisi – Kaiserin wider Willen
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Wir befinden uns im Jahr 1853 in Possenhofen in Bayern. Dort wächst Sisi, gemeinsam mit ihrer ältesten Schwester Helene und ihren jüngeren Geschwistern auf dem Landgut ihres Vaters auf und sie genießen ...

Wir befinden uns im Jahr 1853 in Possenhofen in Bayern. Dort wächst Sisi, gemeinsam mit ihrer ältesten Schwester Helene und ihren jüngeren Geschwistern auf dem Landgut ihres Vaters auf und sie genießen die Freiheit, die sich ihnen dort bietet. Doch damit ist es vorbei, als Helene an den Habsburger Hof gebeten wird um den jungen Kaiser Franz Josef zu heiraten. Voller Aufregung fahren Sisi, als Begleitung ihrer Schwester Helene, und ihre Mutter an den Hof nach Wien. Der Habsburger Hof in Wien ist das Zentrum der politischen Macht in Europa und die kaiserliche Familie ist äußerst bestrebt, diese Macht auch zu erhalten. Doch es kommt völlig anders als geplant, denn Franz-Josef verliebt sich in Sisi und will nur sie heiraten. Dieser Wunsch stößt auf Gegenliebe und so gibt es eine märchenhafte Hochzeit aus Liebe geschlossen.

Das Erwachen für die sehr junge Kaiserin Sisi folgt auf dem Fuß, denn ihre Tante, die Kaiserin Mutter ist alles andere als begeistert von ihrer spontanen und freiheitsliebenden Schwiegertochter, die sich einfach nicht so leicht lenken lässt und so wird der Leser mit hineingenommen in die Gedanken- und Gefühlswelt einer jungen Frau, die in eine Rolle gepresst wird, der sie noch gar nicht gewachsen ist. Sisi verzweifelt fast an dem unbarmherzigen Hofprotokoll und an der mangelnden Unterstützung ihres Mannes, dem es nicht gelingt seiner Mutter Einhalt zu gebieten. Eine Schwangerschaft verspricht Erleichterung, doch auch hier wird Sisi von der Wirklichkeit eingeholt, denn ihre kleine Tochter wird ihr sofort nach der Geburt entzogen und von der Schwiegermutter gemäß dem Hofprotokoll erzogen.

Sisi leidet in ihrer Seele und in ihrem Körper und hat das Gefühl nicht mehr atmen zu können, denn auch weitere Kinder werden ihr entfremdet. Nur außerhalb der Hofburg ganz besonders in Ungarn hat sie das Gefühl wieder Mensch zu sein, Graf Andrassy ist daran nicht ganz unbeteiligt. Nachdem sie erfährt, dass sie aus ganz bestimmten Gründen eine Krankheit bekommen hat, beginnt die zunehmende Entfremdung des Ehepaares. Franz-Josef ist vor allem Kaiser von Österreich und Ungarn, doch das Volk liebt Kaiserin Sisi und sie beginnt in ihre Rolle mehr und mehr hineinzuwachsen, immer bestrebt nicht sich selbst zu verlieren.

Allison Pataki nimmt den Leser mit hinein in die Geschichte der beliebtesten Kaiserin der Welt, mir vor allem durch die Sisi-Filme der 50er Jahre bekannt und versteht es die märchenhafte Romantik mit der bitteren Realität sehr gut zu beschreiben. Vor allem die Ausführungen der seelischen Schmerzen von Sisi, als Mutter liest es sich wirklich schwer, wie herzlos und für mein Empfinden brutal ihr die Kinder entfremdet wurden und ihren Hunger nach Freiheit und Leben finde ich sehr gelungen. Die Geschichte ist in drei Teile aufgeteilt und wir begleiten Sisi bis ins Jahr 1967. Ein guter Einstieg für alle nach Wien-Reisenden und für diejenigen, die sich ein wenig mehr als ein romantisches Märchen erhoffen.

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Maria Magdalena

Maria Magdalena
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"Es ist nie zu spät, ein neues Leben zu beginnen."

Für niemanden anders trifft dieses Zitat so sehr zu wie auf Maria Magdalena, die wie Bibelleser wissen, von Jesus von sieben Dämonen befreit wurde. Die ...

"Es ist nie zu spät, ein neues Leben zu beginnen."

Für niemanden anders trifft dieses Zitat so sehr zu wie auf Maria Magdalena, die wie Bibelleser wissen, von Jesus von sieben Dämonen befreit wurde. Die Autorin Angela Hunt nimmt uns mit auf die Entdeckungsreise einer der interessantesten Frauen der Bibel, um die sich viele Geschichten ranken, doch Angela Hunt hält sich zuerst an die biblischen Quellen. Dabei versteht sie es geschickt, die biblisch-geschichtlichen Fakten in eine romanhafte Erzählung zu packen, die den Leser so bildhaft in die damalige Zeit mit hineinnimmt, dass er das Buch, einmal in die Hand genommen, nicht mehr weglegen kann.

Wir befinden uns in Magdala in Galiläa. Es ist die Zeit des Wirkens Jesu und die Heimat von Maria Magdalena, zu ihrer Zeit Mirjam genannt. In der Geschichte wird sie als erfolgreiche Geschäftsfrau beschrieben, ist verheiratet und hat Kinder. Die Familie lebt in bescheidenem Wohlstand in ihrer Stadt. Das Land wird von den Römern mit harter Hand regiert und die Juden tun gut daran nicht ihren Unmut zu erwecken. Marias Familie zieht durch eine unbedachte Handlung ihres ältesten Sohnes die todbringende Rache auf sich und von diesem Tag ist für Maria nichts mehr wie es war. Sie überlebt als Einzige in ihrer Familie und ist völlig gebrochen. Ihr Durst nach Vergeltung und Gerechtigkeit stößt sowohl bei der jüdischen als auch der römischen Obrigkeit auf taube Ohren und in ihrer Verzweiflung wirft sie ihren Glauben über Bord und öffnet sich anderen trostversprechenden Dingen, die sie in noch tiefere Verzweiflung stürzen und ihre Seele und ihr Geist versinken nach und nach in tiefe Finsternis bis sie Jeschua, dem Messias begegnet, der sie wie bekannt von sieben Dämonen befreit. Nun ist sie fest entschlossen ihm nachzufolgen, denn er wird ihr helfen Gerechtigkeit zu erlangen, doch es geschieht alles ganz anders als sie denkt.

Weiter begegnen wir Atticus, einem römischen Soldaten, der sein Leben allein der Verteidigung Roms gewidmet hat. Sein Leben ist mit dem von Maria auf eine geheimnisvolle Art verbunden, die niemals ans Licht kommen darf. Auch er sucht Macht und Kraft durch finstere Kräfte, ist entschlossen alles für Rom zu geben bis auf eines. Sein Einsatz in Galiläa, die Begegnung mit dem jüdischen Volk und ihrem sturen Glauben an den einen unsichtbaren Gott, wo doch Rom so viele Götter zu bieten hat und das Beobachten des Wirkens dieses sogenannten Messias bringen etwas in diesem rauhen Soldaten zum Anklingen, doch erst bei seiner Teilnahme an dessen Kreuzigung bekommt er eine leise Ahnung wen er da vor sich hat....

Angela Hunt versteht es auf ganz wunderbare Art und Weise die biblischen Geschichte von Maria Magdalena lebendig werden zu lassen. Der Leser kann sich vorstellen und das abseits von allen merkwürdigen Legenden und Auslegungen, die es über Maria Magdalena gibt. Sie nimmt uns mit in die Gesellschaft der Jünger, die bis zur Kreuzigung glaubten, dass Jeschua sie auf politische Weise befreien würde und erst danach das erfassten, was Jeschua ihnen drei Jahre lang nahe zu bringen versuchte. Es war so spannend zu lesen, was in Maria oder in ihrer Sprache Mirjam vorging und wie sie mit seiner Hilfe ihre dunklen Täler überwand und völlig frei wurde. Die Entwicklung ihres Charakters, ihres Glaubens und die Konsequenzen, die sie bereit war zu tragen sind unglaublich gut beschrieben. Ein biblischer Roman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.

Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 23.05.2026

Glück ist etwas, das aus dem eigenen Herzen kommt....

Ein Haus in Brooklyn
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"Glück ist etwas, das aus dem eigenen Herzen kommt und nicht von anderen Menschen."

Wir befinden uns Anfang der 1940er Jahre in Brooklyn in Amerika in einem ganz bestimmten Haus. Die tragisch verstorbene ...

"Glück ist etwas, das aus dem eigenen Herzen kommt und nicht von anderen Menschen."

Wir befinden uns Anfang der 1940er Jahre in Brooklyn in Amerika in einem ganz bestimmten Haus. Die tragisch verstorbene Miriam, die diesen weisen Satz ihrem Mann Jakob Mendel immer wieder sagte, lebte ihn anscheinend auch. Doch nun in diesen schwierigen Jahren des 2. Weltkrieges, der zwar nicht auf amerikanischem Boden stattfand, zumindest nur punktuell, der jedoch tiefgreifende Veränderungen in jeder Familie verzeichnete und der in vielen Menschen großes Unglück auslöste.

In diesem besagten Haus treffen wir als erstes auf die zwölfjährige Esther Schaffer und ihren neunjährigen Bruder Peter. Die Kinder sind unglücklich, nicht nur dass ihre Mama kürzlich einem tödlichen Unfall zum Opfer fiel, nun will auch ihr Vater Eddie in den Krieg ziehen. Er kommt nicht über den Tod seiner Frau hinweg und fühlt sich berufen für sein Land zu kämpfen. Da seine Kinder nicht bei ihrer Großmutter bleiben können, die ihr Haus mit Erinnerungen und allerlei Krempel vollgestopft hat, kommt er auf die grandiose Idee, seine unscheinbare Nachbarin Penny als Kindermädchen und Haushaltshilfe zu engagieren. Penny ist schon sehr lange unsterblich in Eddie verliebt und sagt dankend und innerlich jubelnd zu, in der Hoffnung, dass Eddie sie nun endlich bemerkt und zu lieben beginnt. Die Kinder sind davon jedoch alles andere als begeistert und somit verläuft der das gemeinsame zukünftige Leben mehr als holprig und Penny kommt in vielerlei Beziehung oft an ihre Grenzen, die von ihren Eltern mehr als eng gesteckt wurden.

Weiter begegnen wir Jakob Mendel, vor langer Zeit aus Ungarn eingewandert und konnte sich in Amerika mit seiner Miriam und seinem Sohn Avraham ein gutes Leben einrichten. Doch dieses Glück ist vergangen, denn Avraham ging noch vor dem Krieg nach Ungarn um dort die Thora zu studieren und sieht sich nun, gemeinsam mit seiner jungen Frau Sara Rivka, von den gefährlichen Progromen der Nazis verfolgt. Jakob verliert nach und nach seinen Lebensmut und seinen Glauben, denn er bekommt keine Nachricht mehr von seinem Sohn und er kommt auch nicht über den tragischen Tod seiner geliebten Miriam hinweg. Zu allem Unglück wird er auch noch der Brandstiftung beschuldigt, nachdem die gegenüberliegende Synagoge in Brooklyn abgebrannt ist.

Alle Protagonisten sehnen sich nicht nur nach dem äußeren Frieden und das der Krieg endlich ein Ende findet. Vor allem sehnen sie sich auch nach einem innerem Frieden, einem Glück, das aus dem eigenen Herzen kommt und das nur der Eine uns schenken kann. Doch bis das geschieht, ist es noch ein sehr weiter Weg, der durch viel Zweifel, Unglaube, Wut, Zorn ,Unvergebenheit und verschiedene Familiengeheimnisse führt und an dem alle Protagonisten wachsen und heil werden.

Lynn Austin hat es wieder mal geschafft in sehr einfühlsamen, wahren Worten den Leser mit auf eine Zeitreise zu nehmen und bei allem, was die Protagonisten zu durchleben haben, zu zeigen wie doch der Herr Wache hält zwischen den Menschen, auch wenn sie sich nicht sehen. Dazu ist es ihr wunderbar gelungen, einfache Menschen zu beschreiben und deren charakterliche Entwicklung, wie sie es schaffen, Lebenslügen zu identifizieren und lernen an der Wahrheit festzuhalten und danach zu leben. Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen, weil auch die Glaubensimpulse in einer so feinen Art und Weise sich ganz natürlich in die Geschichte eingewebt wurden.

Absolut lesenswert!

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