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Veröffentlicht am 21.05.2022

Tolle Thematik, Umsetzung nicht ganz gelungen

Whisperworld 1: Aufbruch ins Land der Tierflüsterer
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Whisperworld ist das Land der Tierflüsterer, verborgen vor den Menschen, denn hier leben vom Aussterben bedrohte Arten und Fabelwesen. Jedes Jahr werden ein paar auserwählte Kinder nach Whisperworld eingeladen, ...

Whisperworld ist das Land der Tierflüsterer, verborgen vor den Menschen, denn hier leben vom Aussterben bedrohte Arten und Fabelwesen. Jedes Jahr werden ein paar auserwählte Kinder nach Whisperworld eingeladen, um sich einer bestimmten Art als Tierflüsterer zu verpflichten und sich lebenslang für diese Tiere einzusetzen. Dieses Jahr sind es Paul, Mohit, Amy, Chuck und Coco, wobei letztere in diesem Band im Fokus steht. Doch eine Frage treibt sie alle um: Werden sie die Prüfungen bestehen und werden sie von einem Tier zum Flüsterer erwählt?

Whisperworld hat mich auf Grund seiner Thematik angelockt: Umwelt- und Naturschutz, Artensterben, Protektionismus, aber auch Abenteuer und Geheimnisse stehen hier im Vordergrund und prägen die Geschichte. Abgeholt hat mich auch die ruhige Erzählweise dieser Erzählung, die in Form des Hörbuches noch einmal deutlicher zum Tragen kam. Julia Nachtmann hat die Stimmung anschaulich wiedergegeben, auch die Figuren waren gut unterscheidbar. Das war eine sehr gute Wahl!

Es wird schnell deutlich, dass jede der Figuren Stärken und Schwächen hat. Und Geheimisse... Mir fehlt es jedoch leider ein bisschen an Substanz, was die Hintergründe der Figure angeht. Ich vermute mal, dass sich jeder Folgeband eine Figur im Besonderen vornimmt, so wie es hier Coco war. Jedoch bleibt mir da doch noch etwas zu viel ungeklärt. Zum Beispiel auch die Frage, ob Whisperworlds Existenz bekannt ist in der Welt. Oder warum sonst sollten Eltern ihre Kinder einfach so für eine längere Zeit aus der Schule nehmen, um sie mitten im Dschungel zu Tierflüsterern ausbilden zu lassen? Wie groß ist das Ansehen dieser Flüsterer in der Gesellschaft? Etwas hakt es dort im Worldbuilding, finde ich.

An einigen Stellen war es mir leider etwas zu langatmig und ich konnte die Konzentration nur schwer beibehalten. Gegen Ende zog das Tempo an, das gefiel mir etwas besser. Aber letzten Endes waren mir zu viele Fragezeichen im Kopf übrig geblieben.

Ich hoffe nun auf Band 2 und bin gespannt, welches der Kinder wir als nächstes näher kennenlernen dürfen.

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Veröffentlicht am 21.05.2022

Ich halte noch immer die Luft an...!

Keeper of the Lost Cities – Das Tor (Keeper of the Lost Cities 5)
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Keefe hat die Seiten gewechselt und spioniert bei den Neverseen. Für seine Freunde ist er ein Verräter, doch Sophie glaubt weiterhin an das Gute in ihm. In nächtlichen Gedankenunterhaltungen berichtet ...

Keefe hat die Seiten gewechselt und spioniert bei den Neverseen. Für seine Freunde ist er ein Verräter, doch Sophie glaubt weiterhin an das Gute in ihm. In nächtlichen Gedankenunterhaltungen berichtet er ihr von einem Angriff, der auf ihre Eltern geplant ist. Alle in und um Havenfield befinden sich in Alarmbereitschaft, die Koboldwachen werden verstärkt. Doch dann wird eine andere Person entführt, mitten aus der so sicher geglaubten Foxfire. Ob Keefe damit etwas zu tun hat? Und was genau planen die Neverseen? Wollen sie wirklich nur Sophie schaden, oder reichen ihre Pläne viel weiter, als bisher vermutet? Und welche Rolle spielen die Friedensverhandlungen, die bald zwischen allen intelligenten Spezies stattfinden sollen?

Okay, ich muss es hier zugeben: Band 5 hat mich emotional ein wenig zerstört zurückgelassen! Ich konnte keinen Schlaf finden, nachdem ich die Geschichte abends beendet hatte. Weshalb, kann ich hier nicht schreiben, ohne massiv zu spoilern. Aber eingefleischte Fans werden mir wahrscheinlich zustimmen: WARUUUUM?! :‘-(

Aber so viel kann ich verraten: Die Beziehung zwischen Sophie und Keefe erreicht ein ganz neues Level. Und wer meine Rezensionen bis hier her verfolgt hat weiß, dass ich absoluter Fan von Keefe Sencen bin (#teamkeefe!). Ich liebe die Autorin für ihr Feingefühl, was Zwischenmenschliches angeht und die Art und Weise, wie sie es subtil und feinfühlig darzustellen vermag. Jeder Leser kann die Schwingungen spüren und es entlockt mir jedes Mal ein kleines Lächeln, besonders dann, wenn Sophie zu ignorieren versucht, was Keefe ihr durch kleine Witzeleien oder Gefühlsregungen zu sagen versucht. Hach und dann kommt ein Fitz daher, der eifersüchtig ist und auf eine ganz andere Art mit Sophie in Verbindung tritt. Der ein Fels in der Brandung ist, bedacht und überlegt, dennoch mutig und selbstlos. Aber eben auf andere Weise als Keefe. Mädel, ich möchte nicht in deiner Haut stecken und eine Entscheidung fällen müssen!

Gefallen hat mir auch sehr, dass noch ein paar weitere Geheimnisse gelüftet wurden, zum Beispiel in Bezug auf das Kollektiv oder auf die Pläne der Neverseen. Die Geschichte wird zunehmend komplexer und für jedes aufgedeckte Geheimnis erscheinen zwei weitere. Aber Shannon Messenger gelingt es, dem Leser gerade so viel Information zu geben, dass die Spannung konstant auf einem Level bleibt. Mir persönlich gefällt das außerordentlich gut! Ich bin so gespannt darauf, wie groß die ganze Erzählung noch wird. Denn wenn wir mal ehrlich sind, will doch kein Fan, dass diese Geschichte jemals ein Ende nimmt, oder?

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Veröffentlicht am 27.03.2022

Ein erheiternder Cosy Krimi mit großartiger Sprecherinnenstimme!

The Maid
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Molly ist Zimmermädchen im Londoner Regency Grand Hotel und sie lebt dafür, die Suiten jeden Tag in einen Zustand der Perfektion zurückzuverwandeln. Ihr Motto lautet: „Sauberkeit kommt direkt nach Gottesehrfurcht.“ ...

Molly ist Zimmermädchen im Londoner Regency Grand Hotel und sie lebt dafür, die Suiten jeden Tag in einen Zustand der Perfektion zurückzuverwandeln. Ihr Motto lautet: „Sauberkeit kommt direkt nach Gottesehrfurcht.“ Doch eines Tages wird ihre penible Ordnung durch eine Leiche gestört: Der superreiche Stammgast Mr Black liegt tot in seinem Bett! Da Molly nicht für den Umgang mit solchen Situationen geschult wurde, macht ihr Handeln sie in den Augen der Polizei zur Hauptverdächtigen. Denn Molly hatte sich außerdem mit Giselle, der Ehefrau von Mr Black, angefreundet, doch die verschwindet kurz nach der Tat ebenfalls... Ob die Weisheiten ihrer verstorbenen Oma und der Umstand, dass sie jede Folge des Ermittlers Colombo gesehen hat, Molly dabei helfen können, ihre Weste reinzuwaschen und den wahren Mörder zu finden?

Eins vorweg: Ich bin sehr froh, diese Geschichte als Hörbuch rezipiert zu haben. Anna Thalbach hat eine hervorragende Leistung erbracht! Ich habe mir Molly durch ihre stimmliche Darstellung gut vorstellen können. Und auch die Naivität, die Molly verkörpert wie keine andere, konnte die Sprecherin authentisch gestalten. Danke, Frau Thalbach, dass Sie Molly auf so wunderbare Weise Leben eingehaucht haben!

Ich bin absolut keine Krimileserin, aber wenn ich dann doch einmal über meinen literarischen Tellerrand blicke und mich diesem Genre nähere, so tatsächlich eher im Bereich Cosy-Crime. Diese literarische Gattung lebt von einer/einem etwas besonderen bzw. schrulligen Protagonisten/Protagonistin, daher war ich gespannt, was mich hier erwartet. Und was soll ich sagen? Molly hat meine Erwartungen erfüllt. Durch ihr Defizit darin, die Emotionen ihrer Mitmenschen zu erkennen und zu deuten, gerät sie in Situationen, die manchmal urkomisch, und ein anderes Mal so ungerecht sind, dass man sie am liebsten schütteln möchte. Aber sie ist einfach so liebenswürdig und auf eine gute Weise eigenartig, dass man sie einfach nur sympathisch finden kann.

Das zu Beginn vorherrschende szenische Erzählen in nicht-chronologischer Reihenfolge war zunächst etwas gewöhnungsbedürftig und ich musste mit großer Konzentration zuhören, doch als der Hauptstrang der Geschichte dargelegt war, wurde es zunehmend leichter.

Die Auflösung am Ende war ein klein wenig vorhersehbar, aber letztendlich doch nach meinem Geschmack. Für hartgesottene Krimifans ist es vermutlich zu offensichtlich und langweilig, aber ich wollte ja gerade keinen vor Blut triefenden Thriller lesen, sondern einen etwas leichteren Kriminalroman. Also für mich perfekt.

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Veröffentlicht am 20.03.2022

Endlich einige weitreichende Enthüllungen!

Keeper of the Lost Cities – Der Verrat (Keeper of the Lost Cities 4)
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Sophie Foster und ihre Freunde von der Foxfire sind nun also verbannte Flüchtige. Versteckt von Black Swan suchen sie weiter nach Antworten über die Machenschaften des Hohen Rates, als sie die Nachricht ...

Sophie Foster und ihre Freunde von der Foxfire sind nun also verbannte Flüchtige. Versteckt von Black Swan suchen sie weiter nach Antworten über die Machenschaften des Hohen Rates, als sie die Nachricht erreicht, dass in den Neutralen Gebieten eine mysteriöse Seuche ausgebrochen ist, die die Gnome schwer erkranken lässt. Stecken die Neverseen dahinter? Oder doch die Oger, die damit die Elfen schwächen wollen? Um mehr über die Geschehnisse in den Neutralen Gebieten zu erfahren, lassen sich die fünf Freunde in Exilium anmelden, der Schule für Verbannte und Unwürdige, denn der Unterricht findet wechselnd in diesen Arealen statt. Doch was sie dort erleben und erfahren, erschüttert sie zutiefst.

Hach, ich liebe es einfach, wie diese Geschichte es immer und immer wieder schafft, mich in einem Moment vor Trauer so weinen zu lassen, dass es mir das Herz zerreißt, nur um im nächsten Augenblick völlig verheult laut loszulachen, weil eine der Figuren – meist Keefe, aber Sophie hat auch zunehmend so ihre Momente – mit einen Wortwitz die Stimmung wieder kippt. Die Herausforderungen an die Freunde werden immer größer, aber endlich erhalten sie und wir als Leser ein paar wichtige Antworten. Besonders gefiel mir, dass wir einen Besuch ins Exilium antreten durften. Die ‚dunkle Seite‘ der Elfenwelt gefiel mir sehr gut und ich bin gespannt, ob wir in zukünftigen Bänden noch mehr darüber erfahren werden.

Ich hatte es ja in den Rezensionen zu den vorherigen Bänden schon angedeutet: Ich bin ein absolute Fan von Keefe. Und daran hat sich auch in diesem Buch nichts geändert – ganz im Gegenteil! Sein Schmerz war sehr authentisch und er steigt langsam zur heimlichen Hauptfigur dieser Erzählung auf. Seine zerbrechliche, gut versteckte Seite des von den Eltern ungeliebten Jungen traf mich mitten ins Herz.

Und ich muss sagen: Bei dem Untertitel: „Der Verrat“ hatte ich so eine ungute Vorahnung... Leider hat sie sich bestätigt. Für die Geschichte ein kluger Schachzug, für mein Herz eine Vollkatastrophe!

Einen halben Stern muss ich dennoch abziehen, da mir die Geschichte – im Vergleich zu den anderen drei Bänden – etwas zu schleppend anlief. Außerdem liefen mir einige der Begegnungen in den Verlorenen Städten zu glatt ab, dafür, dass die Kinder verbannt sind und ein Betretungsverbot auferlegt bekommen haben.

Außerdem scheint leider beim Druck etwas blöd gelaufen zu sein, an meinem Buchdeckel löst sich hinten die Farbe beim Schriftzug „Keeper of the Lost Cities“... Mein Buch heißt nun nur noch „EPER _ OST ITIES“. :(

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Veröffentlicht am 20.03.2022

Große Erwartungen, leichte Enttäuschung

#London Whisper – Als Zofe ist man selten online
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Die 15jährige Zoe aus Potsdam ist glücklich. Endlich ein Austauschjahr in London! Und dann auch noch in einem Internat, das in dem alten viktorianischen Gebäude namens Dunwick House angesiedelt ist. Ihre ...

Die 15jährige Zoe aus Potsdam ist glücklich. Endlich ein Austauschjahr in London! Und dann auch noch in einem Internat, das in dem alten viktorianischen Gebäude namens Dunwick House angesiedelt ist. Ihre Jane-Austen-Träume werden wahr! Wie wahr jedoch, wird sie bald bemerken: Bei einer Mitternachtsparty entdecken Zoe und ihre Mitschülerinnen einen alten Spiegel auf dem Dachboden, der mit ägyptischen Symbolen versehen ist. Als dann plötzlich ein Strahl Mondlicht auf den Spiegel fällt, wird Zoe ohnmächtig. Sie erwacht zwar im selben Gebäude, zu ihrem großen Schrecken jedoch im Jahr 1816. Und als Zofe! Aber Zoe wäre nicht Zoe, wenn sie nicht das Beste aus dieser Situation machen würde. Schließlich führt sie in ihrer Gegenwart einen Instagram Account, der Anleitungen und Hilfestellungen gibt bei sämtlichen Situationen, in die ein Mädchen geraten kann. Und so schafft Zoe es also auch, ihre neue Herrin Miss Lucie aus ihrem Schneckenhaus hervorzulocken und sie in die englische Gesellschaft einzuführen. Beim ersten Ball trifft Zoe auf den jungen Lord Hayden Falcon-Smith, der sich durch einen Pippi-Langstrumpf-Vergleich ebenfalls als Zeitreisender verrät. Können es beide gemeinsam schaffen, wieder in ihre Gegenwart zu gelangen?

Ich liebe Zeitreisegeschichten! Aber hier musste ich feststellen, dass ich wohl nicht mehr zu der angesprochenen Zielgruppe gehöre... Dieses ganze Instagram-Gehabe ist nicht meine Welt und ein Influencer*innenleben wäre mir zu anstrengend. Wobei das bei intensiverem Nachdenken über diese Geschichte nicht der Punkt ist, der mich eigentlich stört. Es ist der Umstand, dass dieses Konzept nicht bis zu Ende umgesetzt wurde. Zoes Instagram Account nebst Konzept wird auf den ersten Seiten dieses Buches kurz angerissen, aber nicht näher erläutert. Im Jahr 1816 greift sie diese Idee dann in Form von den WhisperWhisper Briefen auf. So weit, so gut. Aber diese Briefe werden völlig zusammenhanglos am Ende eines jeden Kapitels abgedruckt und der Inhalt geht häufig über die Parole: „Das geht jeder von uns mal so!“, nicht hinaus. Da hatte ich mir – wenn schon! – etwas mehr feministischen Input gewünscht. Womit ich aber auch schon beim nächsten wichtigen Kritikpunkt wäre: Gilt das Gesetz der Unveränderbarkeit der Vergangenheit hier nicht? Was Zoe mit ihren WhisperWhisper Briefen anrichten kann, wird hier gar nicht thematisiert. Vorzeitiger Anstoß der Frauenbewegung? Zusammenbruch der Gesellschaft durch Streik der Frauen, die nicht länger aus Standesgründen heiraten wollen, sondern aus Liebe? Hier hätte die Autorin ihr Konzept der Zeitreise vorstellen und transparenter machen sollen. Das hat mich wirklich arg gestört, muss ich sagen.

Zoe als Figur, und besonders als Zofe, ist einfach zu extrovertiert – und für eine 15jährige allemal, wie ich finde! –, zu aufmüpfig und zu unangepasst. Sie sprengt ihre Rolle in einem Rahmen, der 1816 sicher nicht toleriert worden wäre in einem Adelshaus der Upper Class. Ich habe da Schwierigkeiten mit der Authentizität.

Der Grundgedanke dieser Zeitreisegeschichte gefällt mir jedoch schon und ich bin gespannt, wie die Autorin den Mythos um den Mondlichtspiegel auflöst. Aber das Drumherum hat für meinen Geschmack leider weniger gepasst. Die Konzeption rund um den Instagramblog, die Briefe und den vereinzelten Tagebucheintrag waren mir zu unstet, es fehlte ein stringentes Erzählvorgehen in dieser Hinsicht.

Das Cover jedoch hat seinen Effekt nicht verfehlt: Durch seine farblich auffällige Gestaltung hat es mich direkt angelockt und mich neugierig gemacht. Ich bin sehr auf die Aufmachung der nächsten Bände gespannt.

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