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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2023

Die Geheimnisse der Familie Schönwald

Schönwald
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Ruth und Harry sind seit Jahrzehnten verheiratet. Ihre drei gemeinsamen Kinder Chris, Karolin und Benni sind mittlerweile erwachsen und leben ihr eigenes Leben, wobei sie jeder durch Geld aus dem Erbe ...

Ruth und Harry sind seit Jahrzehnten verheiratet. Ihre drei gemeinsamen Kinder Chris, Karolin und Benni sind mittlerweile erwachsen und leben ihr eigenes Leben, wobei sie jeder durch Geld aus dem Erbe des Großvaters eine finanzielle Starthilfe bekommen haben. Miteinander haben sie als Familie nur noch bedingt miteinander zu tun, doch als die Schwester Karolin einen queeren Buchladen von ihrem Erbe in Berlin eröffnet, treffen sich dort alle zur Eröffnung. Während ich zu Beginn dachte, dass es um Vergangenheit des Großvaters und seine Rolle im Nationalsozialismus gehen würde, wurde ich eines Besseren belehrt, denn es geht um ganz viele gesellschaftliche, politische und familiäre Themen, wobei es sich zeigt, dass alle in der Familie etwas voreinander verbergen bzw. nicht darüber sprechen. Der Autor springt zwischen den verschiedenen Charakteren und Schauplätzen hin und her, so dass ich manches Mal überlegte, was er mir mitteilen möchte oder wo der rote Faden - außer das es alles immer mit den Familienmitgliedern in Verbindung steht - im Roman ist. Mir waren es zu viele Themen, zu viele Konflikte und zu viele Personen, dazu Lügen und die Art der Kommunikation. Ein weiteres Problem für mich war, dass mir nicht eine Person im Roman wirklich sympathisch war. Am Ende des Roman war ich froh, dass ich diese Familie "verlassen" konnte. Zwei Sterne dafür, dass vereinzelt Humor durchblitzte, der mir gefiel.

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Veröffentlicht am 29.06.2023

Sehr spannender Thriller

Nicht ein Wort zu viel
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Der Autor Andreas Winkelmann lässt mich als Leser dieses Mal in die Welt einer Buchcommunity eintauchen. Buchbloggerin Faja erhält werden einer Autorenlesung in der Buchhandlung, in der sie arbeitet, eine ...

Der Autor Andreas Winkelmann lässt mich als Leser dieses Mal in die Welt einer Buchcommunity eintauchen. Buchbloggerin Faja erhält werden einer Autorenlesung in der Buchhandlung, in der sie arbeitet, eine Nachricht von ihrem Freund, ebenfalls ein Bücherjunkie, der gefesselt auf einem Stuhl sitzt und die Nachricht umgehangen hat, dass sie eine Geschichte in fünf Worten erzählten soll. Faja hält dies für einen morbiden Scherz von Claas, doch leider ist die damit verbundene Todesdrohung für Claas keine. Als das nächste Opfer mit derselben Botschaft gefunden wird und die Ermittler immer noch im Dunklen tappen, bekomme ich nicht nur ich als Leser es mit der Angst zu tun.
Ein einprägender Satz im Roman "Wie kann ein so symathischer Mensch so gruselige Bücher schreiben?", den eine Kundin bei der Lesung in der Buchhandlung ausspricht, genau dies frage ich mich auch immer bei solchen spannenden Thrillern wie diesem. Andreas Winkelmann verfügt auf jeden Fall über speziellen Humor , denn er lässt seine Protagonistin Faja gedanklich antworten... "Vielleicht, weil er gar nicht so sympathisch ist". In dem Buch geht es auch um negative Buchkritiken und deren Folgen. Der Thriller punktet mit authentisch wirkenden Protagonisten, einer super spannenden Story und der Frage, wieviel Schuld wir als Lesende bzw. wir mit Buchsprechungen auf uns laden oder was diese für Folgen haben können. Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 20.06.2023

Toller Roman über Freundschaft und Liebe

Das Leben ist kein Himbeereis
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Die fünf Protagonisten - zwei Jungen und drei Mädchen - sind zwischen 14 und 16 Jahre alt und seit klein auf befreundet, da ihre Väter sich schon seit Schulzeiten kennen und auch befreundet waren.Während ...

Die fünf Protagonisten - zwei Jungen und drei Mädchen - sind zwischen 14 und 16 Jahre alt und seit klein auf befreundet, da ihre Väter sich schon seit Schulzeiten kennen und auch befreundet waren.Während die fünf Teenager gerade eben noch sich eng miteinander verbunden fühlen, auf eine Schule gehen, sich in den Pausen treffen, Eis essen und Schwimmen gehen, gemeinsam Geburtstage feiern, sich gegenseitig zuhören und helfen etc. und auf die Außenwelt wie eine starke Einheit wirken, bekommt dieses Gefüge einen gewaltigen Knacks. Zwei der fünf verlieben sich in einander und so finden sich auf einmal alle in einer neuen Orientierungsphase, wobei ihre Freundschaft auf eine gewaltige Probe gestellt wird. Jeder der fünf entwickelt sich weiter, verändert sich und die Geschichte erzählt auf sehr erfrischende, unterhaltsame Weise davon. Jeder der fünf steht wechselweise im Fokus, da die Kapitel wechselweise von den einzelnen Protagonisten erzählt werden, wobei sie ihre persönliche Situation immer mit einbringen. Auch die Eltern werden teilweise erwähnt und so bekomme ich auch einen sehr guten Einblick in die unterschiedlichen familären Situationen. Der Titel des Buches deutet schon an, dass nicht immer alles fröhlich abläuft. Probleme, die die Teenager auch gefühlsmäßig haben und Situationen unterschiedlicher Art, da wird sich sicherlich jeder irgendwo wiederfinden. Mir gefiel, dass das Buch nie oberflächlich daher kam, Lösungen aufzeigte und trotz allem Optimus und Fröhlichkeit versprühte.Ein Roman, den ich ab 12 Jahren geschlechtsunabhängig empfehle. Fünf Sterne!!!

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Veröffentlicht am 12.06.2023

Junge Frau auf der Suche nach sich selbst inklusive Liebe und mit der "Urgewalt" Mutter im Ohr

Meine Mutter sagt
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Die Ich-Erzählerin ist gerade in der Findungsphase, denn weder läuft es mit dem Studium noch in der Liebe rund. Ihr Leben gerät nun aus den Fugen und sie fühlt sich emotional hin- und hergerissen, außerdem ...

Die Ich-Erzählerin ist gerade in der Findungsphase, denn weder läuft es mit dem Studium noch in der Liebe rund. Ihr Leben gerät nun aus den Fugen und sie fühlt sich emotional hin- und hergerissen, außerdem zieht sie übergangsweise wieder beim Vater und der Stiefmutter ein. Zu allem hat auch ihre Mutter stets eine Meinun,g und äußerst viele ihrer Gedanken ungefragt.

Während das Buch einen kurzen Ausschnitt aus dem Leben und Sichtweise der Ich-Erzählerin intensiv schildert und mir die Sprache in all ihren Facetten sehr gut gefallen hat, fand ich den Zugang zur Story trotzdem schwer. Die Person der Ich-Erzählerin wirkt auf mich für ihr Alter sehr unreif und während sie teils in den Tag hineinlebt, zu viel Alkohol trinkt, sich übergibt, sich daneben benimmt und mit ihrem Liebeskummer sogar einen Arzt aufsucht, finde ich sie von ihrem Gesamtverhalten mit dem Blick nur auf sich gerichtet, eher weniger sympathisch. Was ich jedoch mag, ist ihre Selbstironie und die Schilderung des Verhaltens ihrer Mutter, die äußerst hohen Unterhaltungsfaktor hat, vom Verhalten und ihren Aussagen von einem Extrem ins andere driftet, so dass ich froh bin, diese Mutter nicht zu haben.

Zwischendurch gibt es "Seepferdchen-Monologe", wobei mir einige sehr gut gefallen, da sie die Ich -erzählerin quasi mit sich selber spricht und dies teilweise sehr philosophisch.

Insgesamt konnte mich die Geschichte trotz des für mich wirklich guten Schreibstils, nicht abholen. Unterhaltsam, auch wenn das Lachen mir zwischendurch im Halse stecken blieb, war die Mutter, jedoch die Ich-Erzählerin erschien mir wie ein pubertierender Teenager und mit ihr konnte ich wenig anfangen.Die Geschichte wirkt irgendwie "unfertig", ebenso wie die Ich-Erzählerin noch nicht erwachsen ist. Wohlwollende drei Sternd!

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Veröffentlicht am 09.06.2023

Ein ganz besonderer Krimi aus der Schweiz

Lorzentobel
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Es handelt sich bei dem Krimi "Lorzentobel" um den vierten Fall mit dem Ermittlertrio Trust Investigation (Tom, Nathalie und Sara). Ich habe die Protagonisten im ersten Krimi "Höllgrotten" schon kennengelernt, ...

Es handelt sich bei dem Krimi "Lorzentobel" um den vierten Fall mit dem Ermittlertrio Trust Investigation (Tom, Nathalie und Sara). Ich habe die Protagonisten im ersten Krimi "Höllgrotten" schon kennengelernt, jedoch leider nicht mitbekommen, dass zwischendurch Teil 2 und 3 erschienen sind, dich man kann sicherlich auch gut Quereinsteiger. Mich hat die Story um den 16jährigen Elias Tanner, der die Detektei um Hilfe bittet, da seine Mutter von ihrem ehemaligen Arbeitgeber gestalkt wird, begeistert.Schnell wird klar, nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint, denn die Spurenlage ist sehr unklar und ist Elias vertrauenswürdig?

Mir gefällt der Schreibstil sehr gut, denn die Beschreibungen sind toll, ebenso wie ich die lebendigen Dialoge sehr mag. Durch einige Begrifflichkeiten wurde mir immer wieder vor Augen geführt, dass der Krimi in der Schweiz spielt und ich habe wieder einiges dazugelernt. Sehr gelungen finde ich auch, dass der Spannungsbogen die gesamte Zeit aufrecht erhalten würde, sowie auch einige Szenen quasi anerzählt wurden und dann mit kurzem Zeitsprung weiter erzählt wurden. Dies sorgte dafür, dass sich mehrere Ereignisse parallel abspielen konnten. Zudem gefiel mir die persönliche Entwicklung der Protagonisten, insbesondere die von Sara und auch von ET. Dieser Krimi ist etwas ganz Besonderes, unterscheidet sich in vielerlei Weisen von gewohnten "Mustern" und deswegen gibt es auch fünf Sterne!

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