Platzhalter für Profilbild

Isabell47

Lesejury Star
online

Isabell47 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Isabell47 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.11.2025

Tiefgründig, Bewegend, Poetisch, Mysthisch

Das Antiquariat am alten Friedhof
0

Ich mag die opische Aufmachung des Buches. da sie mir ein Gefühl für die damalige Zeit und Gegend gibt. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen 1930 und 1945, der Ort der Handlung ist überwiegend Leipzig. ...

Ich mag die opische Aufmachung des Buches. da sie mir ein Gefühl für die damalige Zeit und Gegend gibt. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen 1930 und 1945, der Ort der Handlung ist überwiegend Leipzig. In der Vergangenheit haben vier junge Männer einen Club gegründet und versorgen ihren Freund, der sich von seinem Vater mit einer Buchhandlung unabhängig machen will, mit gestohlenen, besonderen Büchern. Es reizt sie der besondere Nervenkitzel. Durch verschiedene Umstände verlieren sie sich aus den Augen und es geht ums Überleben, denn im Nationalsozialismus und Krieg gibt es mehr als einen Gegner. Und vor allen Dingen geht es auch um Bücher... Als Felix, der im Exil im Ausland war, zu einem Einsatz durch seinen jetzigen Arbeitgeber abgerufen wird, ahnt er nicht im Geringsten, was er alles erfahren wird, wen er wiedertreffen wird und wie gefährlich es ist.
Ich mag die Sprache des Autoren, bin überwältigt von den Beschreibungen und diesen Roman in eine Sparte einzuordnen fällt mir schwer, denn er vereint ein Stück Geschichte, Krimi, Poesie, Drama, Mysthik ebenso wie Freundschaft und Liebe. Mich hat die Geschichte sehr bewegt und ich vergebe fünf Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2025

Erinnerungen an eine Jugend

Der Plattenspieler unter der Dachschräge
0

Ich kenne schon andere Romane mit Sigi und mochte diese sehr. Geschickt lässt der Autor seinen Protagonisten Sigi anhand der Fotos, die er beim Ausräumen seines Elternhauses findet, die Erinnerungen seiner ...

Ich kenne schon andere Romane mit Sigi und mochte diese sehr. Geschickt lässt der Autor seinen Protagonisten Sigi anhand der Fotos, die er beim Ausräumen seines Elternhauses findet, die Erinnerungen seiner Jugend erzählen. Ich hatte dieses Mal einige Probleme mit Sigi und seiner Familie, was einerseits daran liegt, dass mir gefühlt häufiger Zusatzinformationen bzw. das Weitererzählen der Erinnerung fehlten, da dann das nächste Bild/Bilder neue Erinnerungen von Sigi an die damalige Zeit aufploppten. Andererseits haben mich auch das "ständige" Rauchen und der Alkohol ziemlich gestört. Seine Oma hatte ich wirklich schon zuvor ins Herz geschlossen und ich litt mit Sigi unter ihrer Demenz und fand es verantwortungslos von Sigis Eltern ihn damit quasi alleine zu lassen. Das Ende des Romans ist offen, denn noch ist Sigi nicht wirklich erwachsen. Was ist mit der Oma, seinen Eltern und seiner Schwester passiert? Definitiv Stoff für einen weiteren Roman. Vier Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.11.2025

Wundervoll geschriebener Roman

Glück aus heiterem Himmel
0

Dieser Roman entpuppte sich für mich, nachdem ich beim pinken Cover und dem Titel, einen unterhaltsamen, aber seichten Liebesroman erwartet habe, als ein Glücksgriff, denn von "seicht" keine Spur, sondern ...

Dieser Roman entpuppte sich für mich, nachdem ich beim pinken Cover und dem Titel, einen unterhaltsamen, aber seichten Liebesroman erwartet habe, als ein Glücksgriff, denn von "seicht" keine Spur, sondern auf intelligente Weise unterhaltsam und tiefgründig. Ich habe die Biologin Elsie, die gerade in einer Krisensituation steckt und von einer Karriere als Wissenschaftlerin weit eintfernt ist, sofort in mein Herz geschlossen. Ich konnte dieses spezielle Café, in dem sie jobbt, förmlich vor mir sehen und musste über die Beschreibungen schmunzeln. Ich glaube genau dieser Schreibstil, der mit kleinen Details, alle Sinne anspricht, macht diesen Roman zu einem besonderen Leseerlebnis. Mittendrin ist Elsie, die einen sympathischen, ihr unbekannten Fremden beim Steckenbleiben im Aufzug kennenlernt, mit der Liebe abgeschlossen zu haben glaubt - na, wir wissen hoffentlich alle, dass eine Chance auf Liebe immer besteht, wenn man sich und ihr eine Chance gibt. Außerdem gibt es da ihre Schwester Celina, bei der Elsie nach ihrer "Katastrophe" unterkommen konnte, die sehr liebenswert ist, aber "Liebe und Beziehung" in ihrem Alltag als vielbeschäftigte Wissenschaftlerin, auch keinen Platz hat. Ich bekomme einen sehr informativien Einblick in die Forschunng - okay, es waren manchmal ein paar Fachausdrücke dabei, die ich gerne in einer Fußnote erklärt bekommen hätte - aber genau dies unterstrich nochmal den wissenschaftlichen Touch - , doch für mich das Schönste an diesem Roman war, wie nah ich mich den meist liebenswerten Menschen gefühlt habe und ich in sehr unterschiedlichen Situationen bei ihnen war. Der Roman zeigte die ernsten Seiten des Lebens, versprühte Optimismus und natürlich lag ganz viel Liebe in der Luft. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.

Fünf Sterne *****

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.11.2025

Spannender dritter Fall mit persönlichem Hintergrund der Ermittlerin

Dann ruhest auch du (Ein Fall für Maya Topelius 3)
0

Für mich sind das Ermitllerteam Maya und Pär keine Unbekannten und ich hatte sie in positiver Erinnerung, so dass ich unbedingt ihren dritten Fall lesen wollten. Eigentlich befindet sich Maya gerade für ...

Für mich sind das Ermitllerteam Maya und Pär keine Unbekannten und ich hatte sie in positiver Erinnerung, so dass ich unbedingt ihren dritten Fall lesen wollten. Eigentlich befindet sich Maya gerade für einen Kurzurlaub in ihrer Heimat bei ihren Eltern, die ziemlich abseits gelegen wohnen und möchte ihren Eltern dort ihren neuen Freund vorstellen. Parallel dazu erfahre ich, dass ein junger Mann, der schriftstellerisch tätig ist, in einer Burgruine eine Leiche findet. Maya wird gemeinsam mit ihrem Partner Pär zu dem Fall beordert und während sie privat noch versucht ihrer Freundin Clara zu helfen, stellt sich heraus, dass ein Vorfall aus ihrer beider Vergangenheit und eine verschwundene Person, mit dem heutigen Fall in Verbindung stehen.
Die Autorin schreibt so, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen, denn die Geschichte ist spannend und auch tiefgründig. Ich mag es sehr, wie sie ihre einzelnen Figuren lebendig werden lässt und immer eine einzelne Geschehnisse miteinander verwebt. Außerdem gefällt mir, dass Sozialkritik geübt wird, aber ohne den erhobenen Zeigefinger. Ich hoffe sehr, dass es noch weitere Fälle mit Maya und Pär gibt, denn es sind sicherlich noch längst nicht alle Geschichten erzählt.
Fünf Sterne!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2025

Emotional sehr aufwühlende Geschichte

Lebensbande
0

Der Roman erzählt auf zwei Zeitebenen wechselweise die Geschichte dreier Frauen Nora, Lene und Lotte. Die Vergangenheit beginnt Anfang der dreißiger Jahre in Ratingen und und am Niederrhein, sowie in Holland, ...

Der Roman erzählt auf zwei Zeitebenen wechselweise die Geschichte dreier Frauen Nora, Lene und Lotte. Die Vergangenheit beginnt Anfang der dreißiger Jahre in Ratingen und und am Niederrhein, sowie in Holland, Danzig und Russland, wo die Geschichte der Vergangenheit Ende der Vierziger Jahre endet. In der Gegenwart 1991-1993 spielt die Geschichte in Kühlungsborn und am Niederrhein. Zu Beginn erfahre ich wie wenig Frauen in der damaligen Zeit zu entscheiden hatten, denn Lene wird der Umgang mit dem Holländer, in den sie sich verliebt hat, verboten und sie wird sogar von den Eltern durch Vermittlung einer Tante in einer anderen Stadt bei einer Familie als Dienstmädchen eingestellt. Nora darf zwar mit widerwilligem Einverständnis ihres Vaters eine Ausbildung als Krankenschwester machen, aber erlebt dann in den nächsten Jahren Unterdrückung durch Vorgesetzte und Ärzte ebenso wie der Zustand der Kinder sich durch die Behandlung immer mehr verschlechtert. Lotte ist Verfechterin des Nationalsozialismus und Nora lernt sie in Danzig kennen, wo Nora als Krankenschwester zwangsversetzt wird. Die beiden unterschiedlichen Frauen werden Freundinnen und gemeinsam werden nach Russland verschleppt, wo sie Zwangsarbeit leisten. Was alles genau passiert und was die Zukunft für alle drei Frauen und ihre Angehörigen bringt, das möchte ich nicht vorwegnehmen. Der Autorin ist es gelunden, dass ich das Leben aller drei Frauen und das ihrer Familien und Freunden vor Augen hatte und ich mit ihnen geliebt und gelitten habe. Es ist ein Stück Zeitgeschichte, wobei vieles wieder sehr aktuell ist.
Fünf Sterne und absolute Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere