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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.10.2021

Ein Roman über Liebe, Freundschaft und Familie

Du hast mir gerade noch gefehlt
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Eve ist Mitte dreißig und Single. Seit ihrer Kindheit ist sie mit Susie eng befreundet und gemeinsam mit Justin und Ed sind sie seit zwanzig Jahren eine verschworene Gemeinschaft. Eve ist heimlich ...

Eve ist Mitte dreißig und Single. Seit ihrer Kindheit ist sie mit Susie eng befreundet und gemeinsam mit Justin und Ed sind sie seit zwanzig Jahren eine verschworene Gemeinschaft. Eve ist heimlich die ganze Zeit in Ed verliebt , doch sie waren nie ein Paar. Ihren Freund Mark hat Eve wegen der Clique alleine in die Ferne ziehen lassen. Die gemeinsamen Pub-Abende mit Quiz sind eines der Highlights ihrer Freundschaft. Als Ed von seiner Freundin Hester einen Heiratsantrag bekommt, ändert dieser Tag auf auf schreckliche Weise ihr gesamtes Leben und stellt alles, woran sie geglaubt hat, in Frage.
Wer eine romantische und lustige Liebeskomodie erwartet, liegt hier verkehrt. Dieser Roman hat sehr viel Tiefgang, ist an manchen Stellen sehr traurig und hat aber auch viele unterhaltsame Momente. Ich mochte es , wie die Autorin es schaffte beides miteinander zu vereinen, so dass ich teilweise Tränen vor Rührung hatte, aber an anderen Stellen schmunzeln bzw. lachen musste. Der Roman hat mich gut unterhalten und mir gleichzeitig gezeigt, es ist nicht allles so, wie es auf den ersten Blick scheint. Hinter den Fassaden der Menschen, Familien und Freunde sieht es oft völlig anders aus und häufig kennen wir jemanden doch nicht so gut, wie wir denken.
Vier Sterne

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Veröffentlicht am 28.10.2021

Brisante Thematik, die sehr gut umgesetzt wurde

Wenn ich wiederkomme
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Der Roman „Wenn ich wiederkomme“ von Marco Balzano beschäftigt sich mit der Thematik der Frauen, die im Ausland als Kindermädchen, Pflegekräfte etc. Geld verdienen und dafür ihre eigene Familie „alleine“ ...

Der Roman „Wenn ich wiederkomme“ von Marco Balzano beschäftigt sich mit der Thematik der Frauen, die im Ausland als Kindermädchen, Pflegekräfte etc. Geld verdienen und dafür ihre eigene Familie „alleine“ zurücklassen. Daniela lässt eines Tages ihre Familie – Mann , zwei Kinder und die Eltern zurück, um die Ausbildung ihrer Kinder finanzieren zu können. Was für eine Lawine an Ereignissen, kleinen wie großen, damit ausgelöst wird, erzählt der Roman aus der Sicht der Sohnes Manuel, der Tochter Angelica sowie aus Danielas.
Mir hat der Schreibstil des Autors sehr gut gefallen. Ich konnte mich in die Protagonisten sehr gut einfühlen und ich habe ihre Verzweiflung und Wut gespürt. Daniela hat sich im Ausland genauso einsam/verlassen gefühlt wie ihre Familie zu Hause.Die Liebe, Zuwendung und Aufmerksamkeit hat sie im gewissen Rahmen den von ihr betreuten Menschen zukommen lassen, die ohne sie ebenso verlassen wären wie ihre Kinder zu Hause. Der einzige Unterschied ,sie als „Pflegekraft“ ist austauschbar, aber als Mutter ist sie nicht zu ersetzen. Sie will das Beste für ihre Familie, aber was ist „das Beste“? Der Autor hat die brisante Thematik und das Konfliktpotential, was es birgt, grandios umgesetzt und lässt mich nachdenklich mit der Frage zurück, was können wir tun, was kann ich tun, um dieses Situation zu ändern?

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Veröffentlicht am 11.10.2021

Tief verborgene Familiengeheimnisse

Das letzte Bild
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Eva ist 43 Jahre, verheiratet, Mutter eines 15jährigen Sohnes und Schriftstellerin. Als sie einem Morgen das Phantombild einer ermordeten Frau in der Zeitung entdeckt, gerät bei ihr alles ins Wanken. Die ...

Eva ist 43 Jahre, verheiratet, Mutter eines 15jährigen Sohnes und Schriftstellerin. Als sie einem Morgen das Phantombild einer ermordeten Frau in der Zeitung entdeckt, gerät bei ihr alles ins Wanken. Die Frau, deren Identität bis jetzt nicht geklärt werden konnte, sieht ihrer Mutter und ihr sehr ähnlich. Sie begibt sich auf Spurensuche.
Der Roman "Das letzte Bild" von Anja Jonuleit hat mir herausragend gut gefallen. Ich konnte mich gut in die Protagonistin Eva hineinfinden und es hat mich sehr berührt, was sie alles erfahren hat, ebenso wie sich die Beziehung zu ihrer Mutter verändert hat. Gelungen war der Perspektivwechsel zwischen Eva und der mittlerweile toten Frau, sowie zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Beide Erzählperspektiven wurden sehr intensiv dargestellt, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte, es aber getan habe, um das Geschriebene "sacken" zu lassen. Evas Mutter hat die Zeit des Nationalsozialismus als kleines Mädchen erlebt und das, was ihr persönlich wiederfahren ist, hat sie ihr ganzes Leben und auch Evas Leben geprägt. Es hat mir sehr gut getan zu lesen, dass nun, nachdem viele Geheimnisse gelüftet worden sind, selbst Evas Mutter mit über 80Jhren ihr Leben noch mal neu "gestaltet". Eine jahrzehntelange Last ist von ihr genommen worden.
Dieser Roman birgt ein Plädoyer gegen das Vergessen oder Beiseiteschieben von "Erinnerungen" an die damalige Zeit.
Chapeau, fünf Sterne!



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Veröffentlicht am 11.10.2021

Dem Leben jederzeit eine neue Chance geben

Das geheime Leben des Albert Entwistle
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Der Postbote Albert Entwistle lebt für seinen Job, jedoch mit 65 Jahren steht nun der Ruhestand an. Plötzlich gerät sein ruhiges, zurückgezogenenes Leben völlig aus dem Gleichgewicht als auch noch seine ...

Der Postbote Albert Entwistle lebt für seinen Job, jedoch mit 65 Jahren steht nun der Ruhestand an. Plötzlich gerät sein ruhiges, zurückgezogenenes Leben völlig aus dem Gleichgewicht als auch noch seine alte Katze stirbt und als er sich traut den Menschen ins Gesicht zu sehen, mit ihnen zu sprechen, erhält sein Leben eine neue positive Wendung.
Mich hat das Cover des Buches aufgrund der Farbgebung und des Titels sofort angesprochen, denn es klang schon ein wenig geheimnisvoll.
Der Autor hat es Dank seines wundervollen Schreibstils geschafft, dass ich mitten in das Leben von Albert hineinversetzen konnte. Mir kamen zwischendurch die Tränen, aber es gab auch Stellen an denen ich schmunzeln musste. Aus dem introvertierten und unsicheren Albert wurde Stück für Stück ein immer offener Mensch, der seine Meinung kundtat, Empathie zeigte und in dem er anderen Menschen, wie der jungen, alleinerziehenden Nicole hilft, auch selbst Hilfe und Zuwendung erfährt.
Mich hat dieses Buch total begeistert, denn es zeigt, was Lieblosigkeit und Ausgrenzung aus Menschen macht bzw. wieviel Zuneigung und Liebe bewirken können. Obwohl Albert im Fokus der Geschichte steht, stellt der Autor auch die anderen Person sehr intensiv dar, so dass ich auch sie vor Augen hatte.
Eine wundervolle Geschichte, die aufzeigt, dass man sich trauen soll, seine Träume zu leben.

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Veröffentlicht am 05.10.2021

Kriminalroman, der mich intelligent und spannend unterhalten hat

Elbtier
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Kommissar Philip Goldberg und seine Kollegen Hauke Thomsen sowie Peter Brandt bekommen es in ihrem 6. Fall mit verschwundenen Haustieren zu tun.

Außerdem sitzen ihnen zwei externe Ermittler im Nacken, ...

Kommissar Philip Goldberg und seine Kollegen Hauke Thomsen sowie Peter Brandt bekommen es in ihrem 6. Fall mit verschwundenen Haustieren zu tun.

Außerdem sitzen ihnen zwei externe Ermittler im Nacken, die sich die Arbeit der Polizeistation in Kophusen anschauen wollen. Es formiert sich eine Bürgerwehr und zudem wird ein Schädel gefunden. Während die Beamten ihrer Ermittlungen aufnehmen, spitzt sich die Lage zu.

Mich hat die Story von Anfang an begeistert, denn sie beginnt sofort spannend und die Protagonisten, die ich schon aus anderen Büchern kenne, laufen zu ihrer persönlichen Höchstform auf. Ich mag es, wie alles ,detailreich und gleichzeitig auf den Punkt gebracht, beschrieben wird. Es entstehen Bilder in meinem Kopf. Besonders gut gefallen mir die Dialoge, bei denen ich manches Mal schmunzeln musste. So scheinbar ganz nebenbei platziert die Autorin geschickt auch noch Themen wie Fremdenfeindlichkeit, die Problematik von 'Bürgerwehren, doch verliert sie nie den roten Faden bezüglich der verschwundenen Tiere und lässt die Beamten am Ende beide Fälle gekonnt auflösen. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.

Fünf Sterne!

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