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Veröffentlicht am 19.10.2022

Leise kommt die Nacht

Spion aus dem Meer
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"Spion aus dem Meer" ist ein Weltkriegs-Thriller von Jörg Rönau. Während des zweiten Weltkrieges entwickeln die Deutschen eine neuartige Schiffsabwehrrakte in einer geheimen Versuchsanlage an der Ostsee. ...

"Spion aus dem Meer" ist ein Weltkriegs-Thriller von Jörg Rönau. Während des zweiten Weltkrieges entwickeln die Deutschen eine neuartige Schiffsabwehrrakte in einer geheimen Versuchsanlage an der Ostsee. "Thors Hammer" soll flächendeckend am Atlantikwall und auf Kriegsschiffen eingesetzt werden. Eine mögliche Invasion der Alliierten würde damit in einem Blutbad enden. In einer Spionagemission begibt sich Peter Heuer, Kommandant des US-Navy Zerstörers USS Ellwood und sein langjähriger Kamerad Aki Smith auf deutschen Boden. Ziel ist es die genaue Lage der Anlage, sowie die Einsatzfähigkeit der Waffe zu bestimmen und diese Informationen nach England zu bringen. Doch die SS erfährt von dem Geschehen und so beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod. Vermittelt der Klappentext anfangs einen reinen Spionageroman rund um die Geschehnisse 1943, so erzählt der Autor vielmehr die Lebensgeschichte des deutschstämmigen Peter Heuer vom Anheuern als Schiffsjunge auf der Northern Clipper im Jahr 1905 bis zum Einsatz 1943 als Lieutenant Commander. Immer wieder wird sein Werdegang in Rückblenden kapitelweise erzählt, um dann wieder zum Spionageauftrag in Deutschland zurückzukehren. So ist diese Geschichte eher in den letzten Kapiteln von hoher Spannung geprägt. Aber trotz anfänglicher anderer Erwartungen hat mir dieses Buch gut gefallen. Bis auf dass Peter Heuer fast wie eine Katze sieben Leben hat, ist seine Geschichte eine runde Sache. Obwohl die Spionagestory teils in den Hintergrund tritt, liest man gerne von den Abenteuern des Peter Heuer. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, so dass man den Protagonisten gerne bei seinem Werdegang begleitet. In Summe kein Thriller, aber für mich eine schöne Mischung aus Abenteuer- und Spionageroman.

Veröffentlicht am 14.10.2022

Und plötzlich steht die Welt still ...

Der Tag, der mein Leben veränderte
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In "Der Tag, der mein Leben veränderte" befasst sich der Autor Tim Pröse mit Schicksalsschlägen. Er porträtiert Menschen, deren Leben eine entscheidende Wendung nahm. Es sind teils Prominente, aber auch ...

In "Der Tag, der mein Leben veränderte" befasst sich der Autor Tim Pröse mit Schicksalsschlägen. Er porträtiert Menschen, deren Leben eine entscheidende Wendung nahm. Es sind teils Prominente, aber auch Menschen wie Du und ich. Der Leser lernt diese Menschen in 15 Portraits kennen, erlebt wie diese nach diesem massiven Einschnitt in ihr Leben neue Wege einschlagen. Dabei ihre Resilienz, sprich ihre seelische Widerstandskraft trainieren und sie damit versuchen neuen Mut zu schöpfen. Tim Pröse schreibt mit einer solchen Empathie, die mich zutiefst berührte. Schon vom ersten Kapitel an musste ich teils immer wieder beim Lesen absetzen, tief durchatmen. Erst vor wenigen Wochen hatte ich selbst so einen Tag und dieses Buch gibt Mut. Täglich ereignen sich Schicksalsschläge mitten unter uns, menschliche Seelen werden zutiefst verletzt und viele von uns bemerken es nicht. Der Autor schreibt über diese Menschen einfühlsam, er schildert dabei sein eigenes Empfinden, malt dabei aber keine Schwarz-Weiß-Bilder. Aber er regt den Leser zum Innehalten und zum Nachdenken an. "Der Tag, der mein Leben veränderte" ist nicht nur ein Buch über 15 Begegnungen des Autors mit Menschen, die nach Krisen wieder zu sich selbst fanden, es ist vielmehr ein bewegender Mutmacher. Für mich das Beste das ich in letzter Zeit lesen durfte, ein Buch dass ich nur jedem ans Herz legen kann. Jede der 15 Begegnungen auch ein Ansporn die eigene Resilienz zu trainieren.

Veröffentlicht am 09.10.2022

Ober, zahlen! - Bitte sehr, bitte gleich

Karambolage
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"Karambolage" ist der zweite Band der Chefober Leopold W. Hofer Reihe von Hermann Bauer. Der Sieger eines Billardturniers im Wiener Kaffeehaus "Heller" wird auf seinem Heimweg vor ein Auto gestoßen und ...

"Karambolage" ist der zweite Band der Chefober Leopold W. Hofer Reihe von Hermann Bauer. Der Sieger eines Billardturniers im Wiener Kaffeehaus "Heller" wird auf seinem Heimweg vor ein Auto gestoßen und kommt dabei ums Leben. Ein älterer Herr hat alles von seinem Fenster gegenüber gesehen, nur der Täter war im Dunkeln nicht näher zu erkennen. Damit ist klar dass es sich um Mord handelt. Im Ober Leopold erwacht sofort sein kriminalistischer Spürsinn und gemeinsam mit seinem Freund, dem Lehrer Korber, beginnt er sich zum Leidwesen der Polizei auf Spurensuche zu begeben. Diesen hat zusätzlich Amors Pfeil getroffen und er versucht bei seiner neuen Kollegin Maria zu landen. Der Getötete war ein rechter Unsympath und hatte sich Zeit seines Lebens daher etliche Feinde gemacht. Der Kreis der Verdächtigen ist daher groß, so einige hätten ein Motiv. "Karambolage" ist ein klassischer Regionalkrimi vermischt mit ein wenig "Wiener Schmäh". Leider fehlt es ihm aber an der nötigen Spannung und für mich war auch früh klar wer der Täter ist. Damit ist aus der Story natürlich schnell die Luft raus gewesen und die Geschichte plätscherte so dahin. Sie ist zwar nett zu lesen, vermittelt etwas Wiener Kaffeehaus- und Heurigen-Atmosphäre, aber leider auch nicht mehr.

Veröffentlicht am 04.10.2022

Ein Raum, kein Ausweg, zehn Rätsel

EXIT® - Das Buch: Der Keller der Geheimnisse
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"Der Keller der Geheimnisse" ist ein Rätselbuch aus der Exit-Reihe des Kosmos-Verlages. Die Rätsel sind von dem Ehepaar Inka und Markus Brand entwickelt, die Story zum Jugendkrimi wurde von Anna Maybach ...

"Der Keller der Geheimnisse" ist ein Rätselbuch aus der Exit-Reihe des Kosmos-Verlages. Die Rätsel sind von dem Ehepaar Inka und Markus Brand entwickelt, die Story zum Jugendkrimi wurde von Anna Maybach geschrieben. Dabei sind die Exit-Bücher so konzipiert, dass man zum einen die Story des Krimis liest, dann aber wieder ein Rätsel lösen muss, um an der dementsprechenden Seite im Buch weiterlesen zu können. In diesem Fall wird bei einer Spendenaktion eines Elite-Gymnasiums ein Überfall begangen und der Tresor mit den gesamten Einnahmen gestohlen. Einige Monate später werden die drei Schüler Luca, Ben und Mina im Keller des Gymnasiums eingesperrt. Keine Möglichkeit herauszukommen, doch dann ein Hinweis der den Ausweg aus dem Raum bedeuten könnte. Zehn Rätsel gilt es zu lösen, bis der Weg in die Freiheit gegeben ist und der Fall gelöst ist. Dem Buch ist ein Begleitheft beigefügt "Der Codex". Hier gibt es weiteres Material, Erläuterungen und Lösungshilfen für die Rätsel. Obwohl die Geschichte als Jugendkrimi ab zwölf Jahren angesetzt ist, kann man das Buch auch durchaus als Erwachsener lesen. Die Kombination aus Story und Rätselspaß finde ich gelungen. Kosmos kategorisiert dieses Buch mit dem Level "Einsteiger" bzgl. der Rätsel. Würde ich so unterschreiben, wobei ich nicht alle Rätsel eindeutig logisch fand. Schade an dem Konzept der Exit-Reihe finde ich, dass man das Buch, auch wie die Spiele aus der Reihe, nur einmal verwenden kann. Da man ausschneiden, zeichnen und knicken muss, kann man das Buch nur einmal rätseln und damit nicht an andere weitergeben. Generell ist das Escaperoom-Konzept in Buchform aber eine nette Idee und das Richtige für ein paar Stunden Knobelspaß zuhause.

Veröffentlicht am 02.10.2022

Ketzerei, Pestilenz und der Kampf um eine begehrte Reliquie des Christentums

Der Erzfeind
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"Der Erzfeind" ist der Abschlussband einer Trilogie um den heiligen Gral von Bernard Cornwell. Während nach der Belagerung von Calais 1347 der Hundertjährige Krieg mit einem Waffenstillstand ausgesetzt ...

"Der Erzfeind" ist der Abschlussband einer Trilogie um den heiligen Gral von Bernard Cornwell. Während nach der Belagerung von Calais 1347 der Hundertjährige Krieg mit einem Waffenstillstand ausgesetzt wird, gibt es für den Bogenschützen Thomas von Hookston keine Rast. Der Earl von Northampton schickt ihn in die Gascogne, wo er das Schloss von Astarac zurückerobern und sich auf die Suche nach dem heiligen Gral machen soll. Thomas wird an seine Wurzeln zurückgeführt und es kommt zum Aufeinandertreffen mit seinem Vetter Guy Vexille, dem Schwarzen Ritter. Dieser tötete einst Thomas Vater und Frau, der Zeitpunkt der Vergeltung ist gekommen. Bernard Cornwell setzt in diesem letzten Band der Trilogie konsequent die Geschichte um den englischen Bogenschützen und seine Gefährten fort. So verwebt er die Gralssuche geschickt mit dem persönlichen Schicksal des Protagonisten, mit Ketzerei und Pestilenz. Nur die ersten und letzten Passagen von "Der Erzfeind" basieren auf wahren Ereignissen, alles andere ist fiktiv. Und trotzdem entführt einen Cornwell geschickt in das Jahr 1347 und die Ereignisse rund um den Kampf auf Leben und Tod und das Schicksal Thomas von Hookton. Dabei kommen wie vom Autor gewohnt ausführliche Schlachtenbeschreibungen und brutale Kämpfe nicht zu kurz. Innerhalb der Trilogie ist dieser letzte Band für mich zwar nicht der beste, trotzdem aber ein unterhaltsamer Abschluss. Kein fundierter historischer Roman, aber eine gute Abenteuerlektüre in historischem Setting. Die Trilogie ist mittlerweile im Rowohlt-Verlag neu aufgelegt, meine Rezension ist noch zur deutschen Ersterscheinung im Ullstein-Verlag.