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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.07.2023

Neubeginn

Das Leben, das uns bleibt
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Ruth flieht 1945 mit ihrer Familie aus Breslau, weil die Russen näher kommen. Sie selbst haben falsche Pässe, damit nicht herauskommt, dass die Großmutter mütterlicherseits jüdisch ist. Die Großmutter ...

Ruth flieht 1945 mit ihrer Familie aus Breslau, weil die Russen näher kommen. Sie selbst haben falsche Pässe, damit nicht herauskommt, dass die Großmutter mütterlicherseits jüdisch ist. Die Großmutter muss zurückbleiben, da mit ihr das Risiko, Probleme zu bekommen, zu groß werden. Ruth lässt auch ihre erste Liebe Ilan, einen Juden, der im Untergrund lebt, schweren Herzens zurück, sie hofft aber, ihn nach Kriegsende wiederzusehen. Vier Jahre nach Kriegsende heiratet sie dann aber einen Freiburger Juwelierssohn, nachdem sie von ihm schwanger wurde. Seine Familie, insbesondere der Vater ist jedoch wenig begeistert, von ihr als Schwiegertochter, da sie als Flüchtling wenig repräsentativ ist.

Grundsätzlich fand ich die Rahmenhandlung sehr interessant, wie Ruths Familie auch nach Kriegsende lieber ihre jüdische Herkunft verschweigt und wie sie mit den Schuldgefühlen der Großmutter und des im Krieg gefallenen ältesten Sohnes umgehen. Aber auch, wie Ruths Schwester versucht, das Beste aus ihrem neuen Leben zu machen. Es kam aber auch immer wieder zu Begebenheiten, die ich nicht nachvollziehen konnte und die mir, insbesondere in der damaligen Zeit, kurz nach Kriegsende, unrealistisch erscheinen. Das betrifft auch den Ausgang der Geschichte. Auch das Verhalten der Charaktere war nicht immer komplett schlüssig. Der Schreibstil war grundsätzlich gut lesbar, manche Passagen hätten aber auch noch etwas komprimiert werden können.

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  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 15.07.2023

Neubeginn in der Pfalz

Gretas Versprechen
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Der dritte und letzte Teil der Winzerin-Trilogie des Autorinnen-Duos hinter dem Namen Nora Engel spielt im Jahr 2019. Greta ist mittlerweile seit fast 20 Jahren verschollen und nun ist Bruno gestorben, ...

Der dritte und letzte Teil der Winzerin-Trilogie des Autorinnen-Duos hinter dem Namen Nora Engel spielt im Jahr 2019. Greta ist mittlerweile seit fast 20 Jahren verschollen und nun ist Bruno gestorben, was dazu führt, dass Gretas und Brunos Töchter in ihre alte Heimat zurückkehren, um die Beerdigung und alles Weitere zu regeln. Alle drei Frauen bringen einige private Probleme mit in die alte Heimat, aus denen sie voreinander aber ein großes Geheimnis machen.

Ich habe mich sehr über das "Wiedersehen" mit allen Beteiligten gefreut, auch wenn der Anlass ihrer Rückkehr ein trauriger war. Zunächst brauchte ich etwas, um wieder in die Handlung hineinzufinden, da es mittlerweile schon wieder ein Stück her ist, dass ich den zweiten Teil gelesen habe. Ich würde auch auf jeden Fall empfehlen, erst die beiden Vorgängerbände zu lesen, sofern noch nicht geschehen. Der Schreibstil der Autorinnen war gut lesbar und es kam auch zu einigen Überraschungen. Die Atmosphäre rund um das Weingut wurde gut erfasst und auch die Protagonistinnen waren mir (weiterhin) sympathisch.

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Veröffentlicht am 10.07.2023

Viel mehr als nur Müllautos und Technik

Wieso? Weshalb? Warum? Rund um den Müll
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Bei diesem Kinderbuch handelt es sich um ein Buch aus der renommierten Ravensburger Reihe für Kinder, die etwa im Vorschulalter sind.

Diesmal geht es um ein Thema, das abgesehen von den faszinierenden ...

Bei diesem Kinderbuch handelt es sich um ein Buch aus der renommierten Ravensburger Reihe für Kinder, die etwa im Vorschulalter sind.

Diesmal geht es um ein Thema, das abgesehen von den faszinierenden großen Müllautos mit ihrer Technik, meist nicht so im Fokus und auf der Wunschliste der Kleinsten steht, das aber sehr wichtig ist. Im Buch geht es neben den technischen Details rund um die Müllabfuhr nämlich unter anderem um die Notwendigkeit von Mülltrennung und darum, was Plastikmüll anrichtet. Sehr wichtige Themen heutzutage, für die Kinder früh sensibilisiert werden sollten.

Das Ganze ist dabei gewohnt kindgerecht aufbereitet, mit vielen bunten und sehr ansprechend illustrierten Bildern, auf denen viel entdeckt werden kann und in einer altersangemessenen Sprache. Zudem gibt es natürlich die üblichen interaktiven Elemente zum Aufklappen, etc. Dennoch ist die Verarbeitung aber recht robust, sodass manchmal noch etwas ungeschickte Kinderhände unbesorgt zugreifen können, ohne, dass gleich etwas kaputt geht.

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Veröffentlicht am 09.07.2023

Eine ungewöhnliche Diva

Greta Garbo (Ikonen ihrer Zeit 9)
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Greta Garbos Filmkarriere begann damit, dass sie Werbeaufnahmen für das Kaufhaus machte, indem sie nach dem frühen Tod ihres Vaters arbeitete, weil ihre Familie dringend auf das Geld angewiesen war. Im ...

Greta Garbos Filmkarriere begann damit, dass sie Werbeaufnahmen für das Kaufhaus machte, indem sie nach dem frühen Tod ihres Vaters arbeitete, weil ihre Familie dringend auf das Geld angewiesen war. Im Kaufhaus lernte sie dann auch einen eher erfolglosen Regisseur kennen und drehte einen Film mit diesem, was dazu beitrug, dass sie ein Stipendium an der schwedischen Filmakademie bekam und dadurch weitere Kontakte in die Filmwelt knüpfte, die sie schließlich auch nach Hollywood brachten, wo sie aber privat und beruflich immer wieder mit sich haderte.

Ich fand es sehr interessant, mehr über diese große Schauspielerin der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu erfahren und ihre Persönlichkeit so besser kennenzulernen. Der Roman beruht fast ausschließlich auf Tatsachen und wirkt sorgfältig recherchiert. Der Schreibstil war gut lesbar, manchmal hätte man alles aber noch etwas komprimieren können, wenn Begebenheiten doch recht ähnlich waren.

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Veröffentlicht am 09.07.2023

Auf der Suche nach den eigenen Wurzeln

Die verlorene Tochter
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Die 30-jährige Lily erhält eine geheimnisvolle Schachtel, die eigentlich für ihre verstorbene Großmutter gedacht war und die zwei Hinweise in italienischer Sprache enthält. Sie möchte der Sache auf den ...

Die 30-jährige Lily erhält eine geheimnisvolle Schachtel, die eigentlich für ihre verstorbene Großmutter gedacht war und die zwei Hinweise in italienischer Sprache enthält. Sie möchte der Sache auf den Grund gehen und mehr darüber herausfinden, was das alles zu bedeuten hat und welche Geheimnisse es über die Vergangenheit ihrer Großmutter und deren Eltern gibt. Da ist es wie eine Fügung des Schicksals, dass sie beruflich auf einem Weingut in Italien zu tun hat und die Besitzerfamilie, insbesondere deren Sohn Antonio, sie bei ihren Nachforschungen unterstützt.

Mir hat der Roman gut gefallen, da ich es mag, wenn es zwei verschiedene Zeitebenen gibt und die Protagonistin aus der Gegenwart nach und nach immer mehr über die Vergangenheit erfährt. Lily war mir sehr sympathisch und auch die Handlungsorte in Italien empfand ich als reizvoll. Der Schreibstil der Autorin war anschaulich und gut lesbar.

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