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Veröffentlicht am 24.04.2022

Auf in ein neues Leben

Töchter der Speicherstadt – Der Duft von Kaffeeblüten
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"Töchter der Speicherstadt" ist als dreiteilige Saga rund um den Kaffeehandel in Hamburg im Zeitraum zwischen 1889 und 1989 konzipiert. "Der Duft von Kaffeeblüten" ist der erste Teil und beginnt damit, ...

"Töchter der Speicherstadt" ist als dreiteilige Saga rund um den Kaffeehandel in Hamburg im Zeitraum zwischen 1889 und 1989 konzipiert. "Der Duft von Kaffeeblüten" ist der erste Teil und beginnt damit, dass der Hamburger Kaffeehändler Johann Behmer im Jahr 1889 nach Brasilien reist, um eine Kaffeefarm zu erwerben und dort dann die viel jüngere Maria, die Tochter eines Farmbesitzers, heiratet und mit ihr zurück in die Familienvilla nach Hamburg kommt. Sein Bruder und dessen Frau reagieren nicht begeistert auf diese Heirat und machen Maria das Leben schwer, doch sie hat Kampfgeist und findet dennoch Anschluss und Unterstützer in der Hansestadt. Es folgen aber auch immer wieder Schicksalsschläge und Intrigen und schließlich auch der Erste Weltkrieg.

Mir hat die Geschichte rund um Maria und die Familie Behmer und Maria sehr gut gefallen. Es war interessant, noch mehr über Kaffee, den Handel damit und das Leben in Hamburg zu dieser Zeit zu erfahren. Die Handlung war spannend und fesselnd, lediglich mancher Zeitsprung war mir etwas zu groß oder hätte als Orientierungshilfe besser gekennzeichnet sein sollen. Der Schreibstil der Autorin ist anschaulich und ließ sich gut lesen. Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie es im zweiten Teil der Reihe mit Maria weitergeht.

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Veröffentlicht am 21.04.2022

Freunde mit gewissen Vorzügen

Sterne über Korsika
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Die 39-jährige Grundschullehrerin Viki nimmt sich ein Sabbatjahr, während dem sie sich auch klar darüber werden will, ob sie trotz ihrer Bindungsängste noch eine Familie gründen will. Durch einen Zufall ...

Die 39-jährige Grundschullehrerin Viki nimmt sich ein Sabbatjahr, während dem sie sich auch klar darüber werden will, ob sie trotz ihrer Bindungsängste noch eine Familie gründen will. Durch einen Zufall bekommt sie für die ersten Monate ihrer Auszeit die Chance, auf Korsika ein Mosaik für eine Hotellobby zu gestalten und begegnet dort einem Mann wieder, dem sie zuvor bereits unter recht ungewöhnlichen Umständen näher gekommen ist.

Mir hat es gefallen, mit Viktoria, die mir sehr sympathisch war, auch wenn ich mich nicht immer voll in sie hineinversetzen konnte, was ihre Angst vor festen Beziehungen angeht, nach Korsika zu reisen und mit ihr die Insel zu erkunden und mitzuerleben, wie ihr Mosaikprojekt nach und nach Gestalt annimmt. Es ist auf jeden Fall eine gute Dosis Lokalkolorit vorhanden und man bekommt auf jeden Fall Lust, diese rauhe Insel auch einmal selbst zu erkunden. Ursi Breitenbach schreibt sehr anschaulich und gut lesbar und auch die Handlung der Liebesgeschichte hat mich dazu gebracht, das Buch am Ende kaum noch aus der Hand zu legen.

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Veröffentlicht am 20.04.2022

Ungewöhnlicher Roadtrip

Die wundersame Reise der Bienen
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Anna hat einige Tage mit ihrem Freund an der Côte d’Azur verbracht, kurz vor dem Start des Fliegers zurück nach Hamburg hat sie aber eine Panikattacke und muss das Flugzeug verlassen, während ihr Freund ...

Anna hat einige Tage mit ihrem Freund an der Côte d’Azur verbracht, kurz vor dem Start des Fliegers zurück nach Hamburg hat sie aber eine Panikattacke und muss das Flugzeug verlassen, während ihr Freund wegen eines Geschäftstermins trotzdem fliegt. Da sie auch irgendwie zurück nach Norddeutschland kommen muss, sich aber weder in die Bahn, noch in ein Flugzeug traut, wo sie nicht aussteigen kann, wenn die Panik wieder hochkommt, landet sie über eine Mitfahrzentrale schließlich bei Harm, der zwischen Nizza und seiner Heimat Kiel Bienenköniginnen an französische Imker:innen ausliefert. So birgt ihre Reise viele interessante Begegnungen und Erlebnisse, bis sie recht abrupt endet.

Schon das Cover hat mir total gut gefallen, es ist wirklich hübsch gestaltet und die Bienen dienen ja nicht nur der Verzierung, sondern man erfährt im Laufe des Romans auch einiges über sie und das Imkern. Dadurch passt die Covergestaltung sehr gut zum Buch. Auch die Beschreibungen zu den einzelnen Stationen in Südfrankreich fallen sehr anschaulich aus und machen definitv Lust darauf, die Orte einmal selbst zu bereisen. Anna und Harm sind mir beide sympathisch und die Geschichte um die beiden gefällt mir. Liebe spielt auch eine Rolle, aber es wird nie zu kitschig und der Roman enthält zudem eine gute Dosis Tiefgang. Der Schreibstil der Autorin lässt sich angenehm lesen. Im empfehle den Roman daher sehr gerne weiter!

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Veröffentlicht am 20.04.2022

Neubeginn in der Eifel

Die Landärztin - Aufbruch in ein neues Leben
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"Die Landärztin - Aufbruch in ein neues Leben" ist der erste von zwei Teilen um eine junge Landärztin in der Eifel Anfang der 1950er Jahre.

Thea Graven steht eigentlich kurz vor dem Ende ihrer Facharztausbildung ...

"Die Landärztin - Aufbruch in ein neues Leben" ist der erste von zwei Teilen um eine junge Landärztin in der Eifel Anfang der 1950er Jahre.

Thea Graven steht eigentlich kurz vor dem Ende ihrer Facharztausbildung im Bereich Gynäkologie, als einem ihrer Vorgesetzten ein Fehler unterläuft, der einem Patienten das Leben kostet. Sie möchte nicht dazu beitragen dies zu vertuschen und verliert daraufhin ihre Stelle. Bei einem Besuch bei ihrer Familie in der Eifel sieht sie zufällig eine Annonce, dass ein Landarzt Unterstützung sucht und bewirbt sich bei ihm, was bei ihm und den Dorfbewohnern zunächst wenig Begeisterung auslöst, da sie ein Frau ist. Privat musste Thea auch bereits einen schweren Schicksalsschlag ertragen, da ihr Mann im Krieg gefallen ist und sie jung zur Witwe wurde. In der Eifel stehen ihr nun zumindest ihre beiden Schwestern zur Seite, während ihr Vater, der Chefarzt der örtlichen Klinik seit ihrer Heirat schlecht auf sie zu sprechen ist.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen, ich fand es interessant, mehr darüber zu erfahren, wie es vor über 50 Jahren in einer Landarztpraxis zuging und mit welchen Vorurteilen und Problemen vor allem Frauen damals zu kämpfen hatten. Die Protagonistin war mir sehr sympathisch und ich habe oft mit ihr mitgelitten oder mich mit ihr gefreut. Die Handlung des Romans war zudem auch sehr fesselnd, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die Autorin schreibt anschaulich und gut nachvollziehbar. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt auf den zweiten Teil.

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Veröffentlicht am 20.04.2022

Ein unvergesslicher Sommer

Man vergisst nicht, wie man schwimmt
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Christian Hubers neuestes Werk ist ein sehr lesenswerter Coming-of-Age-Roman um zwei männliche Jugendliche, die 1999 in einer Kleinstadt in der Oberpfalz mit Pommes im Freibad, der Skatebahn, der Playstation ...

Christian Hubers neuestes Werk ist ein sehr lesenswerter Coming-of-Age-Roman um zwei männliche Jugendliche, die 1999 in einer Kleinstadt in der Oberpfalz mit Pommes im Freibad, der Skatebahn, der Playstation im örtlichen Drogeriemarkt und gelegentlichem Kiffen leben und an einem der Spätsommerferientage ein Mädchen kennenlernen, das mit einem Zirkus herumreist und irgendwie anders ist, als die Mädchen, die sie kennen.

Der Roman katapultiert die Leser zurück in den Sommer vor der Jahrtausendwende, was auch bei mir viele Erinnerungen an diese Zeit und ihre Eigenheiten wieder wachgerufen hat. Auch damals beliebte Bands und ihre Songs spielen eine Rolle und liefern so einen stimmigen Soundtrack zum Roman. Neben dem Alltag von Jugendlichen in der bayerischen Provinz, geht es um wichtige Themen, wie Freundschaft und Loyalität und die Entwicklung von Selbstwertgefühl, auch ohne, dass man perfekt sein muss. Der Schreibstil ist sehr anschaulich, sodass man sich gut in die Zeit hineinversetzen kann und zudem gut lesbar.

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