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Veröffentlicht am 06.03.2021

Sorgfältig recherchierter Roman über den deutsch-französischen Krieg

Eine Liebe zwischen den Fronten
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Marie W. Peters historischer Roman „Eine Liebe zwischen den Fronten“ erschien pünktlich zum 150. Jahrestag der Kriegserklärung Frankreichs an Preußen am 19. Juli.

Im Jahr 1870 sorgt die „Emser Depesche“ ...

Marie W. Peters historischer Roman „Eine Liebe zwischen den Fronten“ erschien pünktlich zum 150. Jahrestag der Kriegserklärung Frankreichs an Preußen am 19. Juli.

Im Jahr 1870 sorgt die „Emser Depesche“ dafür, dass es zum Krieg zwischen Frankreich und Deutschland kommt und der junge preußische Stabsarzt Paul von Gerlau genau an dem Abend, an dem er sich mit der Französin Madeleine Téllier verloben will, seine Einberufung erhält, wodurch die beiden für eine lange Zeit getrennt werden und nicht wissen, ob sie sich überhaupt jemals wiedersehen werden, da ihre Länder nun „Feinde sind“. Zudem hat sich Madeleines Bruder Clément der Revolution verschrieben und will die Wiederherstellung der Republik mit allen Mitteln und ihre Mutter lebt so, als ob um sie herum nicht gerade Krieg wäre, nur ihr eigener Komfort ist ihr wichtig. Vom Krieg zwischen Deutschland und Frankreich ist aber auch das algerische Dienstmädchen der Familie Téllier direkt betroffen, da ihr Bruder Karim als Söldner auf der Seite Frankreichs kämpft.

Durch die verschiedenen Personen wechseln auch die Handlungsstränge, was für zusätzliche Spannung sorgt und dafür, dass man sich als Leser gut in die jeweilige Situation und die Personen hineinversetzen kann. Die Autorin hat extrem sorgfältig recherchiert, um in ihrem Roman dennoch historisch korrekte Fakten wiederzugeben und sie schildert die Grausamkeiten dieses Krieges ungeschönt, sowohl was die einfache Bevölkerung als auch was die Soldaten angeht.

Somit handelt es sich bei diesem Roman sicher nicht um leichte Kost für zwischendurch, aber um einen sehr spannenden und authentischen Einblick in eine ereignisreiche Zeit und man kann sich als Leser nach der Lektüre noch etwas besser erklären, warum das Verhältnis zwischen Deutschen und Franzosen trotz aller Gemeinsamkeiten historisch vorbelastet ist.

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Veröffentlicht am 06.03.2021

Eine Zugfahrt, die ist...

Das Glück in vollen Zügen
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Der Roman „Das Glück in vollen Zügen“ hat mich schon allein wegen seines doppeldeutigen Titels angesprochen. Zudem ließen Cover und Kurzbeschreibung einen kurzweiligen Liebesroman für sommerliche Lesestunden ...

Der Roman „Das Glück in vollen Zügen“ hat mich schon allein wegen seines doppeldeutigen Titels angesprochen. Zudem ließen Cover und Kurzbeschreibung einen kurzweiligen Liebesroman für sommerliche Lesestunden erwarten.

Protagonistin Marie wohnt traumhaft in einem kleinen, aber gut ausgestatteten Bauwagen direkt am Ammersee, in dem sie jeden Morgen vor der Arbeit erst einmal schwimmen gehen kann. Dort lebt sie, seit ihr Vater gestorben ist, das Haus ihrer Eltern befindet sich ebenfalls auf dem Seegrundstück. Seit sie wieder in ihrer alten Heimat wohnt, muss Marie mit der Bahn zu ihrem Traumjob nach München pendeln, aber das ist es ihr wert.

In dieser Bahn sitzt auch immer wieder Johannes, der sich mit viel Einsatz um seinen an Alzheimer erkrankten Vater kümmert, der immer stärker anbaut, sodass Johannes an seine Grenzen stößt. Marie geht er in der Bahn zunächst gewaltig auf die Nerven, da er ständig laut telefoniert und auch, dass er BMW arbeitet, findet sie erst einmal eher abschreckend, auch wenn sie sein Aussehen durchaus anspricht. Johannes möchte Marie gerne näher kennenlernen, traut sich aber erst nicht, dem ersten Schritt zu machen, zumindest nicht im Zug, sondern höchstens online.

So kommt es zu unterhaltsamen Verwicklungen und vielen amüsanten Situationen, dennoch weist der Roman aber auch eine gute Dosis Ernsthaftigkeit und Tiefgang auf. Der Schreibstil der Autorin ist sehr lebendig, anschaulich und gut lesbar und die Protagonist*innen haben zwar vielleicht manche Macke, aber insgesamt betrachtet, muss man sie einfach mögen. Dadurch, dass die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven von Marie und Johannes erzählt ist, kann man sich sehr gut in sie hineinversetzen.

Daher empfehle ich den Roman sehr gerne weiter, sowohl für die letzten Sommertage, als auch für einen Herbst- oder Wintertag auf dem Sofa!

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Veröffentlicht am 06.03.2021

Leidenschaft für Kaffee

Die Kaffeedynastie - Tage des Aufbruchs
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Corinne, Ende 20, steigt wegen des Schlaganfalls ihres Vaters früher als ursprünglich geplant mit in die Kaffeefirma ein, die ihr Großvater nach dem Zweiten Weltkrieg in Aachen gegründet hat. Ihr Bruder, ...

Corinne, Ende 20, steigt wegen des Schlaganfalls ihres Vaters früher als ursprünglich geplant mit in die Kaffeefirma ein, die ihr Großvater nach dem Zweiten Weltkrieg in Aachen gegründet hat. Ihr Bruder, der schon einige Jahre mit in der Führungsetage des Unternehmens tätig ist, ist davon und von ihren Ideen abseits des industriell hergestellten Kaffees wenig begeistert, womit sich Corinne aber nicht so schnell abfinden möchte. Die angespannte Stimmung zwischen den Geschwistern belastet die Familie aber zusätzlich zum schlechten Gesundheitszustand des Familienoberhaupts.

Auf einer zweiten Zeitebene geht es um Corinnes Großvater Eberhardt Ahrensberg, der während des Zweiten Weltkrieges als Jugendlicher damit begonnen hat, Kaffee zu schmuggeln und um dessen Vater, Corinnes Urgroßvater, der als überzeugter Nazi viel Schuld auf sich geladen hat. Eberhardt lässt das Zeit seines Lebens nie mehr los, aber auch der Kaffee begleitet ihn nach Kriegsende weiter, indem er zunächst wieder ins Schmuggel- und Schwarzmarktgeschäft einsteigt, um seine Familie zu ernähren.

Grundsätzlich gefällt mir die Konstruktion der Geschichte und ich fand es auch interessant, mehr über die Kaffeeherstellung, sowohl auf industrielle Weise als auch in kleinen Röstereien zu erfahren. Für meinen Geschmack hätte der geschichtliche Teil aber etwas ausführlicher gestaltet sein können, was die Kriegszeit angeht und die Geschichte hätte auch in diesem ersten Band schon bis zur Firmengründung reichen können, das wäre für mich persönlich etwas runder. Corinne als Protagonistin ist mir einerseits sympathisch wegen ihrer Einstellung zum Kaffee und ökologischem Wirtschaften und fairen Handel. Teilweise lässt die Autorin Corinne aber zu sehr in ihrem Selbstmitleid versinken, was die Konflikte mit dem Bruder angeht und wiederholt sich dabei auch teilweise. Zugleich erscheinen manche Wendungen dann doch sehr plötzlich und nicht ganz realistisch. Insgesamt ist es aber eine schöne Geschichte um die Liebe zum Kaffee und nicht nur zu diesem und ich würde auch gerne den nächsten Teil lesen und erfahren, wie es mit Corinne in der Gegenwart weitergeht und was ihrem Großvater in der Vergangenheit noch wiederfahren ist

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Veröffentlicht am 06.03.2021

Mord an der Ostsee?

Krabben-Connection
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Carmen lässt sich beim Einkauf mit ihren beiden Kindern von einem Angebot auf einer Müslipackung ködern, das einen kostenlosen Familienurlaub verspricht, wenn man 25 Packungen des Müslis kauft. Wie mit ...

Carmen lässt sich beim Einkauf mit ihren beiden Kindern von einem Angebot auf einer Müslipackung ködern, das einen kostenlosen Familienurlaub verspricht, wenn man 25 Packungen des Müslis kauft. Wie mit gesundem Menschenverstand bereits zu vermuten war, gibt es in den Sommerferien der Kinder dann natürlich nirgends mit dem Gutschein buchbare Unterkünfte, bis sie schließlich doch noch etwas in einer Pension an der Ostsee finden. Im Kleingedruckten steht dann aber nach der Buchung, dass auf den Gutschein noch einmal viel zu viel Geld für die verpflichtende Halbpension draufgelegt werden muss und bei der Ankunft vor Ort entpuppt sich die Unterkunft noch dazu als total heruntergekommen.

Dort in Hohwacht an der Ostsee verschwindet dann aber ein Münchener Geschäftsmann aus seinem Hotelzimmer und Kommissar Oke Oltmanns geht schnell von einem Mord aus, da der Tote für ein umstrittenes Bauvorhaben im idyllischen Örtchen verantwortlich war, gegen das sich auch eine Bürgerinitiative einsetzte. Zusätzlich sorgt die Urlauberin Carmen auch immer wieder für Unruhe im Polizeirevier.

Für meinen Geschmack hätten Carmen und ihre Familie aber auch weiter in den Hintergrund treten müssen, ich wurde ganz warm mit ihr, weil sie recht naiv rüberkommt und auch etwas anstrengend ist. Das war nicht alles mein Humor. Gut gefallen haben mir der Lokalkolorit durch den den Dialekt und die anschaulichen Schilderungen und natürlich der Naturschutzaspekt, da es ja weiterhin ein großes Thema ist, dass schöne Flecken Natur für Bauprojekte geopfert werden, egal ob an der Küste oder anderswo. Das ist auf jeden Fall ein wichtiges Thema. Und auch der Kriminalfall war spannend, er hätte eben nur noch mehr im Mittelpunkt stehen können.

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Veröffentlicht am 26.02.2021

Die Queen als Privatdetektivin

Das Windsor-Komplott
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Nach einer Feier in Schloss Windsor wird ein russischer Pianist unter peinlichen Umständen tot in seinem Gästezimmer dort aufgefunden, wovon die Öffentlichkeit natürlich wenig mitkriegen soll, weshalb ...


Nach einer Feier in Schloss Windsor wird ein russischer Pianist unter peinlichen Umständen tot in seinem Gästezimmer dort aufgefunden, wovon die Öffentlichkeit natürlich wenig mitkriegen soll, weshalb die Ermittlungen möglichst dezent ablaufen sollen, obwohl man zunächst Putin verdächtigt, alles beauftragt zu haben. Die Queen lässt der Tod des jungen Mannes in ihren vier Wänden aber auch nicht kalt und anscheinend ist die Detektivarbeit schon lange eine heimliche Leidenschaft der Regentin. Sie spannt kurzerhand ihre neue nigerianische Privatsekretärin als ihre Assistentin ein, was Ermittlungen außerhalb des Palastes angeht und so versuchen die beiden ungleichen Frauen, mehr über das Mordmotiv herauszufinden und auch der Polizei unauffällig auf die Sprünge zu helfen.

Ich fand diesen Krimi ungewöhnlich, aber sowohl unterhaltsam als auch bis zum Ende spannend. Der Charakter der Queen ist sehr detailliert und überzeugend ausgestaltet, mit allen bekannten Vorlieben und Macken und eben trotz ihres blauen Blutes auch manchmal recht menschlich. Rozie ist mir sehr sympathisch, wie sie recht unaufgeregt mit der Queen und anderen wichtigen Menschen umgeht, obwohl sie sich aus einfachsten Verhältnissen hochgearbeitet hat. Sehr gerne würde ich weitere Krimis mit dem ungewöhnlichen Ermittlerinnenduo lesen.
Nach einer Feier in Schloss Windsor wird ein russischer Pianist unter peinlichen Umständen tot in seinem Gästezimmer dort aufgefunden, wovon die Öffentlichkeit natürlich wenig mitkriegen soll, weshalb die Ermittlungen möglichst dezent ablaufen sollen, obwohl man zunächst Putin verdächtigt, alles beauftragt zu haben. Die Queen lässt der Tod des jungen Mannes in ihren vier Wänden aber auch nicht kalt und anscheinend ist die Detektivarbeit schon lange eine heimliche Leidenschaft der Regentin. Sie spannt kurzerhand ihre neue nigerianische Privatsekretärin als ihre Assistentin ein, was Ermittlungen außerhalb des Palastes angeht und so versuchen die beiden ungleichen Frauen, mehr über das Mordmotiv herauszufinden und auch der Polizei unauffällig auf die Sprünge zu helfen.

Ich fand diesen Krimi ungewöhnlich, aber sowohl unterhaltsam als auch bis zum Ende spannend. Der Charakter der Queen ist sehr detailliert und überzeugend ausgestaltet, mit allen bekannten Vorlieben und Macken und eben trotz ihres blauen Blutes auch manchmal recht menschlich. Rozie ist mir sehr sympathisch, wie sie recht unaufgeregt mit der Queen und anderen wichtigen Menschen umgeht, obwohl sie sich aus einfachsten Verhältnissen hochgearbeitet hat. Sehr gerne würde ich weitere Krimis mit dem ungewöhnlichen Ermittlerinnenduo lesen.

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