Platzhalter für Profilbild

JOKO

Lesejury Star
offline

JOKO ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit JOKO über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.12.2023

mehr Familiendrama als Krimi

Nur eine Lüge – Zwei Familien, eine tödliche Verbindung
0

Nach " Happy New Year" ist dies das zweite Buch der Autorin . Das erste Buch habe ich nicht gelesen, doch dieses Buch hat mir nur bedingt gefallen und konnte mich nicht unbedingt fesseln.

Der Prolog berichtet ...

Nach " Happy New Year" ist dies das zweite Buch der Autorin . Das erste Buch habe ich nicht gelesen, doch dieses Buch hat mir nur bedingt gefallen und konnte mich nicht unbedingt fesseln.

Der Prolog berichtet von dem Auffinden einer Leiche am Hochzeitstag von William und Emily.

Erzählt wird auf zwei Ebenen aus der Sicht verschiedener Protagonisten.
Vorausgegangen ist ein Unfall, bei dem die beiden Freunde Eric und William nach einer Party betrunken ins Auto steigen und einen schweren Unfall haben, bei dem Eric schwer verletzt wird und eine Querschnittslähmung davonträgt. Es wird aus der Sicht der verschiedenen Familienmitglieder aus Eriks Familie erzählt, wie sie mit diesem traumatischen Erlebnis umgehen und wie es dazu gekommen ist.

Der Plot lässt den Leser mit einer großen Frage der Handlung dieses Buches folgen. Um wen handelt es sich bei dem Toten und was ist passiert ?
Diese Frage hat mich durch dieses Buch getragen, weil ich unbedingt wissen wollte, was passiert ist. Doch meine Geduld wurde auf eine große Probe gestellt. IN Rückblicken erfahren wir, was passiert ist und in der Gegenwart, auf der Hochzeit von Emily, die William , Eriks früheren besten Freund geheiratet hat, wer die aufgefundene Leiche ist und wie es zu diesem Tod kam. Doch der Weg dahin war etwas zäh und konnte mich nicht über die ganze Zeit bei der Stange halten.

Das Ende ist dann schon überraschend und gut, aber um dahin zu kommen, braucht man schon einen langen Atem. 3,5 *

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.12.2023

wieviel kann ein Mensch ertragen ?

Das einzige Kind
0

Hera Lind ist mir durch ihre lustigen Frauenromane bekannt. Seit Jahren legt Sieben ihren Romanen den Fokus allerdings auf Tatsachenromane.Hier reiht sich auch dieses Buch ein.
Dieses Buch erzählt die ...

Hera Lind ist mir durch ihre lustigen Frauenromane bekannt. Seit Jahren legt Sieben ihren Romanen den Fokus allerdings auf Tatsachenromane.Hier reiht sich auch dieses Buch ein.
Dieses Buch erzählt die Geschichte des fünfjährigen Djoko, der im zweiten Weltkrieg in Jugoslawien zur Welt kam und in sehr ärmlichen Verhältnissen aufwuchs.Sein Vater kämpfte als Partisan gegen den Faschismus. Auf der Flucht vor der schwarzen Armee der Ustasha, verliert er innerhalb kürzester Zeit beide Elternteile und überlebt schwer verletzt.Auf seiner abenteuerlichen Flucht, die ihn bis nach Österreich führt, trifft er immer wieder auf. Menschen, die sich seiner annehmen und sich um ihn kümmern.

Als ich dieses Buch gelesen habe, in das ich zu Anfang wirklich sicher herein gefunden habe, dachte ich häufig, das kann doch ein einzelner Mensch und zudem ein Kind nicht alles erlebt haben.Doch der Klappentext zeigt, dass es sich hier um eine wahre Geschichte handelt.
Nach den schon erwähnten anfänglichen Schwierigkeiten, konnte mich dieses Buch dann auch wirklich fesseln und ich habe mich dann häufig dabei erwischt, an die Menschen in der Ukraine zu denken, die jetzt schon ihr zweitesWeihnachtsfest im Krieg feiern müssen.

„Nie wieder“, das haben wir uns geschworen und diese Parole hören wir immer wieder. Hoffen wir, dass wir dabei bleiben und eine gewisse Partei keinen weiteren Aufwind bekommt, denn dieses Buch zeigt sehr eindrucksvoll, welch hässliche Fratze der Krieg hat und welche Schicksale er hervorbringt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.12.2023

genialer Fortsetzunsband mit aktuellen Themen

Monster (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 11)
0

Nele Neuhaus ist eine von mir sehr geschätzte Autorin, die mit ihren Büchern immer wieder ins Schwarze trifft, so auch mit diesem.

In einem kleinen Ort in der Nähe von Frankfurt wird ein Teenager erdrosselt ...

Nele Neuhaus ist eine von mir sehr geschätzte Autorin, die mit ihren Büchern immer wieder ins Schwarze trifft, so auch mit diesem.

In einem kleinen Ort in der Nähe von Frankfurt wird ein Teenager erdrosselt aufgefunden, schnell ist ein Schuldiger gefunden, ein Asylbewerber, der schon mal wegen Vergewaltigung vor Gericht stand und plötzlich ist der Beschuldigte verschwunden, ist er geflüchtet ?
Die Hatz in den sozialen Medien kennt keine Grenzen.

Pia und Bodenstein haben es hier mit einem komplexen Fall zu tun, denn das Mädchen bleibt nicht die einzige Tote. Auf einer Landstraße wird ein Mann angefahren, der auf die Straße flüchtete. Er war barfuß und zeigt massive Bisswunden und andere Verletzungen. Wer hat sie ihm zugefügt und warum lief er einfach so auf die Straße .
Als Bodenstein, dann noch zu einer Geiselnahme gerufen wird, bei der er bei der Hinrichtung einer Kollegin zuschauen muss und knapp dem Tod entkommt, fragen sich die Kollegen, warum man so vieles nicht gesehen hat und ob man den anderen wirklich so gut kennt, wie man meint.

Der neue Thriller von Nele Neuhaus hat es in sich. Themen wie Rassismus, Selbstjustiz, unser Rechtssystem und viele mehr,lassen den Leser in die Abgründe der menschlichen Seele blicken.
Der Thriller ist sehr komplex und es gibt viele lose Fäden, die am Ende aber alle gut zusammengeführt werden. Das Ende ist dann sehr überraschend und zeigt einem auf,wie Vorurteile einen leiten können und gefährlich es sein kann, Menschen in ihrer Trauer allein zu lassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.11.2023

diese Frau kann schreiben

Vom Himmel die Sterne
0

" Vom Himmel die Sterne " von Jeanette Walls war für mich ein Ausflug in die zwanzigr Jahre des letzten Jahrhunderts nach Amerlika .
Es ist die Zeit der Prohibition und die Zeit der Männer in Amerika. ...

" Vom Himmel die Sterne " von Jeanette Walls war für mich ein Ausflug in die zwanzigr Jahre des letzten Jahrhunderts nach Amerlika .
Es ist die Zeit der Prohibition und die Zeit der Männer in Amerika. Erzählt wird die Geschichte von Salli Kincaid, die als Tochter des mächtigen Duke in einem kleinen County auf, die sich gegen die Prohibition stemmen. Der Duke ist der mächtige Mann des Ortes, den alle um Rat fragen und der sich sehnlichst einen Sohn wünscht, der ihn und seine Position beerbt. Mit zwei Frauen hat er es schon versucht, doch keine hat ihm einen Sohn geboren und von beiden hat er sich auf die eine oder andere Art getrennt. Mit seiner dritten Frau bekommt er endlich seinen ersehnten Sohn, doch Eddy ist nicht so, wie der Duke sich erhoffte. Seine Tochter Salli liebt er und weist sie in viele Geheimnisse seines Geschäfte ein, aber....., sie ist eben eine Frau.

Jeanette Walls erzählt hier die Geschichte eines unerschrockenen Mädchens , das ihren Ort und die Menschen , die dort leben liebt und achtet. Sie lebt ein sehr abenteuerliches Leben, wird aus ihrem Elternhaus verdammt, wiedergeholt, muss sich unterordnen und hat doch immer nur im Blick, dass sich alle wohlfühlen und zu einer großen Familie zusammenwachsen.

Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen, es war sehr abwechslungsreich und hat mich in das alte Amerlika geführt, in der die Männer das Sagen und Frauen keine rechte hatten, in der ein kleines County vom Wiskeybrennen und Wiskeyschmuggel leben, um ihre Familien durchzubekommen und wo zum Teil das Gesetz der Staße zählt und wer am cleversten und stärksten ist.

Sally stemmt sich dem allen entgegen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht ihre Geschichte zu verfolgen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.11.2023

Ausflug in die jüngste Vergangenheit

Keine Reue
0

Ellen Sandberg`s neues Buch " Keine Reue ", entführt den Leser in die jüngste Vergangenheit, nämlich in die achtziger Jahre, in der die RAF die BRD in Atem hielt.

Barbara Maienfeld lebt mit ihrem Mann, ...

Ellen Sandberg`s neues Buch " Keine Reue ", entführt den Leser in die jüngste Vergangenheit, nämlich in die achtziger Jahre, in der die RAF die BRD in Atem hielt.

Barbara Maienfeld lebt mit ihrem Mann, den sie seit Studienzeiten kennt und liebt, in einer Stuttgarter Altbauwohnung und arbeitet als Anwältin.
Durch ihren kostspieligen Lebensstil, den sie eigentlich verachten, stehen sie kurz davor ihre Wohnung zu verlieren. Sie bitten ihre Kinder um finanzielle Hilfe, die sie entweder nicht leisten können oder wollen, denn das Verhältnis zu ihren Kindern ist mehr als angespannt. Es muss also eine andere Lösung her und die führt zu alten Bekannten und einer gemeinsamen Vergangenheit.

Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, eine in den achziger Jahren des letzten Jahrhunderts, als die RAF die BRD mit ihrem Terror fest im Griff hatte und 2019 als Benn, der älteste Sohn von Barabra und Gernot, durch eine " Heldentat" die Aufmerksamkeit auf sich zieht, die für ihn allerdings gefährlich werden kann.

Der Leser erfährt viel über die Familie Maienfeld, über Gernots und Barbaras Vergangenheit, die eng mit der RAF verbunden ist, aber auch über das Familiengefüge, das mehr als fragil ist.

Spannung, aber auch interessante Einblicke in die Zeit der RAF, die ich in meiner Jugendzeit hautnah miterlebt habe, zeichnen dieses Buch aus.
Ellen Sandberg, alias Inge Löhnig, kann schreiben und die Darstellung der Figuren ist ihr gut gelungen.
Ich freue mich auf ihr nächstes Buch und empfehle dieses Buch nicht nur allen Geschichtsinteressierten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere