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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2026

spannende Fortsetzung mit neuer Besetzung

Tote Seelen singen nicht
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Ich bin ein bekennender Adler Olsen Fan und deshalb hat es mich sehr getroffen erfahren zu müssen, dass der Autor schwer erkrankt ist.An dieser Stelle, alles erdenklich Gute für ihn.

Als Fan seiner Bücher ...

Ich bin ein bekennender Adler Olsen Fan und deshalb hat es mich sehr getroffen erfahren zu müssen, dass der Autor schwer erkrankt ist.An dieser Stelle, alles erdenklich Gute für ihn.

Als Fan seiner Bücher war es dann aber sehr schön zu hören, dass diese Reihe trotzdem weitergeführt wird, mit zwei Co-Autoren.Das ist ja immer so eine Sache, denn bei Stieg Larsson hat es meiner Meinung nach nicht so gut geklappt. Hier muss ich aber sagen, dass Stine Bolter und Line Holm dieser Reihe einen neuen Kick gegeben haben.
Die letzten Bücher des Autors fand ich so lala, dieses hat mich wieder mehr überzeugt.

Das Sonderdezernat Q fährt nur auf halbe Flamme. Carl Mork hat nach seinem unverschuldeten Gefängnisaufenthalt nicht ins Sonderdezernat zurück gefunden, sondern schreibt und vermarktet seine Bücher. So ganz kann er das ermitteln aber doch nicht lassen. Übriggebliebene sind Assad und Rose. Gordon hat eine Stelle in Nordjütland angenommen. Doch Unterstützung naht in Person der Französin Helena Henry, die Rose von Anfang an als Konkurrentin ansieht.
Carl ist dann auch derjenige, der dem Sonderdezernat einen neuen Fall beschert. Eine alte Tonbandaufnahme gibt Rätsel auf. Ein Fall, der als begleiteter Suizid eingeordnet wurde,bekommt plötzlich eine andere Bedeutung und die Spur führt in ein Musikinternat.

Erst einmal war es wieder schön das Team des Sonderdezernats Q wieder zu treffen und ihre Ermittlungen, aber auch ihre Querelen untereinander zu erleben. Das hat teilweise schon Slapstickcharakter.Aber auch die Spannung erreicht hier wieder ein annehmbares Niveau.Die Mordserie zu verfolgen war wirklich mehr als spannend. Wer bleibt übrig und ist der Fall zu lösen und wird Carl Mørck zurückkehren?Wir werden es erleben, denn die Reihe geht weiter, wie der Cliffhanger am Ende zeigt.Ich bin gespannt.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

wenn das Leben dazwischenkommt

Eine von uns
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„Eine von uns“ von Amelie Fried, könnte gut unter der Überschrift „Wenn das Leben dazwischenkommt“ betitelt werden. Ein Buch bei dem man häufig denkt, manchmal kann eine Krise auch zur Chance werden, weil ...

„Eine von uns“ von Amelie Fried, könnte gut unter der Überschrift „Wenn das Leben dazwischenkommt“ betitelt werden. Ein Buch bei dem man häufig denkt, manchmal kann eine Krise auch zur Chance werden, weil man Prioritäten setzen muss und man danach Wichtiges von Unwichtigem trennen kann.

Nelly lebt mit ihren beiden Töchtern und ihrem Mann, der als Wirtschaftscoach viel Geld verdient, ein mehr als angenehmes Leben. Ihre beiden Töchter leben ein Prizessinnenleben, die Älteste Cleo konkurriert mit ihren Klassenkameradinnen um den besten Abschluss, natürlich auf einer Privatschule, um einen Platz auf einer Eliteuniversität zu ergattern. Darunter tut man es nicht. Ihre Schwester Emma bezeichnet sich als soziophob , hat arge Kontaktprobleme und entzieht sich durch ihre Malerei der Realität.
Als Tom, der Ernährer der Familie, durch einen schweren Unfall ausfällt,fällt das sorgsam aufgebaute Wolkenkuckucksheim wie ein Kartenhaus zusammen. Nelly, die nie eine Ausbildung gemacht hat und ihre Tage mit Shopping, Kosmetikbesuchen und Mamitreffen mit ihren reichen Freundinnen verbracht hat, steht plötzlich vor einem Scherbenhaufen nachdem sie erfährt, dass ihr „schönes Leben“ eine Luftblase war. Zurück bleiben ein Ehemann im Koma, von dem man nicht weiß, ob er wieder gesund wird und die Erkenntnis, dass er sie belogen hat, was ihre Vermögensverhältnisse angeht.
Sie zieht in eine Sozialwohnung und putzt fortan in den Häusern, in denen sie bisher ein und aus gegangen ist.Ihre beiden Töchter reagieren unterschiedlich. Cleo bringt ihre Wut mehrmals deutlich zum Ausdruck, Emma zieht sich immer mehr in sich selbst zurück.

Als Leser verfolgt man die Geschichte der Familie gespannt und hält teilweise auch mal den Atem an. Sicherlich könnte diese Geschichte auch filmisch umgesetzt als Samstagabendunterhaltung herhalten, doch das würde die Geschichte diskreditieren , denn solche Schicksale gibt es wohl immer wieder und was mir an diesem Buch so gut gefallen hat war, die Entwicklung der einzelnen Personen zu beobachten, die konfrontiert mit der harten Realität doch irgendwie alle die Kurve bekommen haben. Der eine hat etwas länger gebraucht als der andere jeder hatte seine individuelle Art damit umzugehen, die nicht immer einfach war, aber jeder hat für sich etwas Positives aus dieser Situation ziehen können, ist gereift und hat seinen Weg gefunden, den er sich selbst nach eigener Erkenntnis gesucht hat und sich nicht von seinem Umfeld hat aufzwingen lassen.
Die Erkenntnis, dass einen Egoismus und Streben nach Geld nicht immer glücklich macht war für Cleo dann wegweisend und vor allem befriedigend.

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht diesem Gesellschaftsroman zu folgen und auch hier noch mal die Erkenntnis zu gewinnen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt und dass „schmucke Fassaden“ auch Probleme nicht abhalten.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

spannender Regionalkrimi

Der Montag, an dem Emil verschwand
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„Der Montag an dem Emil verschwand“ ist ein Regionalkrimi der mir spannende Lesestunden beschert hat. Lisa Mond hat diesen Krimi mit viel Herzblut geschrieben und das merkt man ihm auch an.

Diese Geschichte ...

„Der Montag an dem Emil verschwand“ ist ein Regionalkrimi der mir spannende Lesestunden beschert hat. Lisa Mond hat diesen Krimi mit viel Herzblut geschrieben und das merkt man ihm auch an.

Diese Geschichte beginnt mit dem Albtraum jeder Mutter. Sie ist mit ihrem Kind auf dem Spielplatz, ist einen Moment unaufmerksam und dieser Moment genügt, denn ihr Sohn ist verschwunden. Ich möchte mir diese Situation nicht vorstellen, für den Plot eines Krimis gibt es aber keine bessere Ausgangsposition.Es bleibt auch nicht bei diesem einen Kind, kurz danach wird der achtjährige Matteo vermisst, der nach einem Besuch bei seinem Freund vermisst wird.
Ela Nowak, Mitte dreißig ,ist die zuständige Kommissarin in Mainz und vermutet schnell einen Serientäter hinter der Sache und ermittelt unter Hochdruck, auch im familiären Umfeld der Opfer. Jede Minute zählt und so stehen alle Mitarbeiter der Soko unter Erfolgsdruck.

Lisa Mond startet mit einem überzeugenden Plot und treibt den Leser mit viel Spannung durch den Fall. Auch das Privatleben von Ela spielt eine nicht unerhebliche Rolle, was mir gut gefallen hat und die Handlung auflockert.Sowieso ist Ela eine Sympathieträgerin,weshalb man ihren Ermittlungen gerne folgt. Ob sie den richtigen Täter findet, muss der Leser natürlich selbst herausfinden, es lohnt sich auf jeden Fall diesem Regionalkrimi zu folgen und ich hoffe, dass es noch Nachfolger dieser Reihe gibt.
Das Ende dieses Krimis fand ich mehr als gelungen und es bestärkt mich in der Hoffnung, dass es weitergeht.

Wer aus Mainz und Umgebung kommt wird hier sicherlich mehr als auf seine Kosten kommen,aber auch auf andere Krimiliebhaber, die nicht ortskundig sind, wartet spannende Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

für mich ein tolles Leseerlebnis

Einatmen. Ausatmen.
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„Einatmen Ausatmen“ von Maxim Leo, erschienen im @kiwi_verlag , war ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Ich liebe die Bücher dieses Autors, der aktuelle und auch auch tiefgründige Themen mit einer großen ...

„Einatmen Ausatmen“ von Maxim Leo, erschienen im @kiwi_verlag , war ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Ich liebe die Bücher dieses Autors, der aktuelle und auch auch tiefgründige Themen mit einer großen Portion Humor in seinen Büchern verarbeitet.

Marlene Buchholz ist auf ihrem Karriereweg auf dem Weg nach ganz oben. Sie soll CEO des Aviola Konzerns werden. Doch ihr Chef zweifelt an ihrer emotionalen Intelligent, vor allem was die Empathie ihren Untergebenen gegenüber angeht und so wird Marlene zu einem Achtsamkeitstraining in die brandenburgische Pampa geschickt.
Marlene, aufgewachsen bei einer fordernden Mutter, der sie nie genügte und sie immer zu Höchstleistungen anspornte und Eigenliebe und Achtsamkeit gegenüber den eigenen Ressourcen für Blödsinn hält und die Vergangenheit lieber negiert, als sich mit Traumata auseinandersetzt, hat ihr Leben nie in Frage gestellt. An erster Stelle stand die Arbeit, an zweiter die Arbeit und an Dritter die Arbeit.Privatleben ist überbewertet und so lebt Marlene in einem möblierten Appartement, dass sie zum Schlafen und Duschen nutzt.
Als pragmatische Person nimmt sie die Aufforderung zum Coaching stoisch auf, da es für ihre Karrriere wichtig ist, ohne sich viel aus diesem „Seelenstriptease„zu machen.

Alex Grow, der Besitzer des Coachingzentrums, hat mit seinen eigen Geistern der Vergangenheit zu kämpfen, aber auch mit realen, denn sein Zentrum steht kurz vorm Konkurs. Das Angebot von Marlenes Chef, dass wenn er Marlene fit macht für ihren Posten, ihm alle Mitarbeiter des Konzerns zum Coaching geschickt werden und er somit sein Lebenswerk rettet,kann er nicht ausschlagen, doch Marlene scheint ein harter Brocken zu sein.

Maxim Leo hat mich mit seinem neuen Buch zum lauten Lachen, aber auch zum Nachdenken gebracht.Viele Situation werden mit viel Witz und Situationskomik erzählt,was das Ganze sehr unterhaltsam
macht, die Bedeutung des Themas Achtsamkeit aber nicht herabwürdigt. Psychologische Themen wie Atemtraining, Traumabewältigung, Familienaufstellung, Waldbaden usw werden angesprochen, aber eben nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern so, dass man es gerne liest und auch zum Nachdenken kommt.
In einer Welt, in der viele in ihrem Hamsterrad festsitzen, ohne Rücksicht auf ihre Gesundheit, ist so ein Buch das auf so unterhaltsame Weise dieses Thema behandelt sehr wohltuend,
Ob man denn dann so schnell wie Marlene seinen Lebensweg umschmeißt sei dahingestellt, aber so erst sollte man manches in diesem Buch auch nicht nehmen, so habe ich den Autor, der vieles mit einem Augenzwinkern erzählt wenigstens verstanden. Trotzdem stellt es manches infrage und eröffnet andere Perspektiven und das mag ich an Büchern.
Für mich war Einatmen , Ausatmen ein sehr unterhaltsames Leseerlebnis das ich sehr gerne weiterempfehle,wie auch die anderen Bücher dieses Autor, die mir alle gut gefallen haben.

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Veröffentlicht am 03.04.2026

ein sehr berührendes Buch

Solange ein Streichholz brennt
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Solange ein Streichholz brennt“ von Christian Huber, erschienen im @dtv_verlag , erzählt eine zarte Liebesgeschichte und ein Leben am Rande der Gesellschaft.

Bohm ist 36 Jahre alt und lebt seit 5 Jahren ...

Solange ein Streichholz brennt“ von Christian Huber, erschienen im @dtv_verlag , erzählt eine zarte Liebesgeschichte und ein Leben am Rande der Gesellschaft.

Bohm ist 36 Jahre alt und lebt seit 5 Jahren auf den Straßen von Köln.Fox ist ein Straßenhund und entscheidet sich bei Bohm zu leben und so meistern die beiden ihr Leben gemeinsam.
Alina arbeitet als Fernsehjournalistin und bekommt ihre letzte Chance mit einer Reportage über das Leben auf der Straße und genau dies ist der Anknüpfpunkt, der beide Leben verbindet. Alina macht Bohm den Vorschlag eine Reportage über sein Leben am Rande der Gesellschaft zu drehen und ihn dafür zu bezahlen, doch Bohm lehnt ab. Erst als sein Freund Fox ärztliche Hilfe braucht, die sehr kostspielig ist, willigt Bohm ein und so lernt der Leser sowohl Bohm‘s Leben , als auch die sich langsam entwickelte Beziehung zwischen Alina und Bohm kennen.

Mich hat diese Geschichte, der ich sehr gern gefolgt bin, sehr stark berührt.
Wir alle sehen oft Menschen, die am Rande unserer Gesellschaft leben und gerade in der heutige Zeit werden es immer mehr.Oft sitzen sie in Einkaufsstraßen auf einer Decke, einen Becher für Spenden vor sich, manchmal auch einen Hund wie Fox neben sich. Die Menschen gehen häufig an ihnen vorbei, oft den Blick der Personen meidend oder kopfschüttelnd, wie jemand so leben kann. Wir machen uns häufig keine Gedanken darüber, welches Schicksal hinter diesen Leben steckt, denn ich denke freiwillig lebt niemand so und doch sind auch diese Menschen Teil unserer Gesellschaft, den man nicht einfach ignorieren kann, indem man den Kopf abwendet, oder sich loskauft durch eine Münze, die man in den Becher wirft und denkt “Gott sei Dank geht es mir besser „.

Welches Schicksal Bohm auf die Straße getrieben hat, erfahren wir erst am Ende des Buches und es ist ein Schicksal, dass viele ereilen könnte und sicherlich auch andere Gründe, die dazu führen können. Arbeitslosigkeit und damit verbunden Liquiditätsprobleme, die ,wenn man eine Wohnung sucht, gerade in heutigen Zeiten, sicherlich zu großen Schwierigkeiten führen können.

Ich fand es sehr gut, dass dieses Thema einmal in einem Buch aufgegriffen wurde und der Autor kann erzählen. Ich habe mich nicht eine Minute gelangweilt, habe Bohm im Laufe des Lesens immer mehr lieb gewonnen und fand auch das Ende sehr schön, weil es frei von Kitsch war.
Auch die Schilderung von Jacob, der in einer Nebengeschichte auftaucht, zeigt, dass ein Absturz in allen Variationen möglich ist, auch da, wo man es nicht vermutet.
Ich wünsche diesem Buch sehr viele Leser, auch deshalb, damit unsere Mitmenschen, die am Rande der Gesellschaft leben,stärkere Aufmerksamkeit bekommen und wir das nächste Mal hinschauen und vielleicht auch mal ein Gespräch beginnen, um dann zu erfahren, dass es Menschen sind, die unsere Aufmerksamkeit verdienen.

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