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Veröffentlicht am 05.06.2024

hat mich begeistert

Wir werden jung sein
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Ich habe schon einige Bücher von Maxim Leo gelesen und sie haben mir alle gefallen genauso wie sein neustes Buch " Wir werden jung sein".

Wer möchte nicht ewig nung sein, immer leistungsfähig, keine Alterswehwehchen, ...

Ich habe schon einige Bücher von Maxim Leo gelesen und sie haben mir alle gefallen genauso wie sein neustes Buch " Wir werden jung sein".

Wer möchte nicht ewig nung sein, immer leistungsfähig, keine Alterswehwehchen, immer straff und gutaussehend. Genau um dieses Thema geht es in diesem Buch und welche Konsequenzen so etwas hätte.

In einem Medikamentenversuch, der mit verschiedenen Probanten durchgeführt wird, die an einer Herzinsuffizienz leiden, stellt sich ein positiver Nebeneffekt ein, nämlich der, dass die Patienten nicht nur von ihrer Herzinsuffizienz genesen, sondern gleichzeitig auch immer jünger werden.

Anhand eines Siebzehjährigen, eines älteren Unternehmers, einer Leistungsschwimmerin und einer Frau, die schon seit Jahren versucht schwanger zu werden wird diese Geschichte erzählt, die ich nicht nur sehr interessant von der Thematik her fand, sondern auch sehr unterhaltsam umgesetzt.

Es tun sich beim Leser viele Fragen auf und auch wenn die Vorstellung sehr verlockend ist, immer jung zu sein und somit viele Krankheiten nicht zu bekommen, die sich unweigerlich mit dem Alter einschleichen, merkt man , dass dieser Zustand, wenn er denn die ganze Weltbevölkerung beträfe , eben auch viele unwilkommende Nebenerscheinungen hätte, sozial ,ökonomisch und auch demographisch.
Die Welt würde sich komplett ändern, würde auch viele Ganoven auf den Plan rufen, die versuchen würden dieses Medikament für ,ihre Belange auszunutzen.

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen, ich habe geschmunzelt, teilweise laut gelacht, aber eben auch viel Gedanken gehabt, die ich sehr intereassant fand.

Wieder ein tolles Buch dieses Autors.

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Veröffentlicht am 16.05.2024

ein ruhiger, sehr berührender Familienroman

Hallo, du Schöne
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William Water ist ein erfolgreicher Basketballspieler. Für ihn ist dieser Sport alles.Im Spiel findet er Anerkennung und sein Zuhause, alles , was er in seinem Elternhaus nicht findet.Nach dem Tod seiner ...

William Water ist ein erfolgreicher Basketballspieler. Für ihn ist dieser Sport alles.Im Spiel findet er Anerkennung und sein Zuhause, alles , was er in seinem Elternhaus nicht findet.Nach dem Tod seiner Schwester, die kurz nach seiner Geburt starb, ist er für seine Eltern nicht mehr wichtig. Lieblos und kühl ist sein Zuhause, nichts wohin man sich sehnt und wo man sich geborgen fühlen kann. Als dann ein Foul seiner Baketballkarriere ein Ende setzt, findet er in Julia Padavano und ihrer Familie all das, was er bisher so schmerzlich vermisst hat.Zusammenhalt, Verständnis,Zuneigung und Ein Zugehörigkeitsgefühl. Auch wenn in der Familie Padavano läuft auch nicht alles glatt läuft.Doch Julia, für die feststeht, dass sie William heiraten wird, steht ihre Zukunft fest. Karriere und Kinder, alles kein Problem. Doch als Julias Vater stirbt, scheinen alle Zukunftspläne von Julia Padavano zu zerbrechen und der Tod ihres Vaters bleibt nicht der einzige Schmerz.

Ruhig und bedächtig, aber trotzdem fesselnd erzählt Ann Napolitano ihre Geschichte über 20 Jahre hinweg über die Familie Padanano, besonders die der Schwestern .Aus verschiedenen Perspektiven erfährt der Leser einiges über die einzelnen Figuren, was sehr berührend, realistisch und für mich immer nachvollziehbar und daher realistisch war.Der Einblick in die Gefühlswelt der einzelnen Protagonisten hat mich einen großen Reiz der Geschichte dargestellt.
Man konnte erfahren, dass selbst so ein starkes Familiengefüge wie das der Padavano‘s zerbrechen kann, wenn geschwiegen wird und Wut , Trauer und Tragödien das Leben bestimmen.
Trotzdem ist es keine durchweg traurige Geschichte, denn es klingt überall Hoffnung durch, die wieder einmal zeigt, dass Liebe, Vergebung und Selbstbestimmung viel bewegen können und letztendlich zum Glück führen.

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Veröffentlicht am 14.05.2024

was für ein Buch

Demon Copperhead
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Wie kann man so ein Leben überleben. Diese Frage habe ich mir bei diesem Buch sehr oft gestellt. Barbara Kingsolver hat mit „Demon Copperhead“eine Adaption des Charles Dickend Romans „David Copperfield“geschrieben ...

Wie kann man so ein Leben überleben. Diese Frage habe ich mir bei diesem Buch sehr oft gestellt. Barbara Kingsolver hat mit „Demon Copperhead“eine Adaption des Charles Dickend Romans „David Copperfield“geschrieben und ich habe trotz der Schwere des Themas an jeder Seite geklebt, sie inhaliert und aufgesaugt.

Demons Leben ist von Anfang an ein Desaster. Vater tot, Mutter drogenabhängig, wird er in einer Trailersiedlung geboren. Mit 11Jahren kommt er in die Obhut von Pflegefamilien und eine Odyssee beginnt, die nicht selten unschön ist, aber Demon kämpft sich durch, bis dann sein eigener Kampf beginnt in Armut und mit Drogen.

Es war manchmal sehr schwer für mich Demons Geschichte zu folgen, da ich selbst Mutter bin und immer nur gedacht habe, war für Startchancen für das!eben hat man bei solchen Vorraussetzungen?Der Roman ist schon sehr sozialkritisch geschrieben und prangert die Opiodkrise in den Staaten an, die viele Menschen in die Abhängigkeit getrieben hat, ein sehr wichtiges Thema.

Trotz der Schwere des Themas, lässt sich das Buch durch den Humor und die Lebensfreude, die Demon immer wieder ausstrahlt , unterhaltsam lesen und die mehr als 800 Seiten fliegen nur so dahin.Man lacht und weint mit Demon und freut sich einfach, wenn es ihm gut geht und drückt ihm die Daumen, dass es so bleibt.

Ein toller, schrecklicher, berührender, einfach ein atemberaubender Roman der mir sicherlich lange in Erinnerung bleiben wird.

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Veröffentlicht am 14.05.2024

gute Unterhaltungslektüre

Das Licht in den Birken
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Neben ihre Marschlandkrimis , die ich wirklich sehr gerne lese, hat die Autorin jetzt nach“Die Rückkehr der Kraniche „ ihren zweiten Roman geschrieben.
„Das Licht in den Birken spielt in der Lüneburger ...

Neben ihre Marschlandkrimis , die ich wirklich sehr gerne lese, hat die Autorin jetzt nach“Die Rückkehr der Kraniche „ ihren zweiten Roman geschrieben.
„Das Licht in den Birken spielt in der Lüneburger Heide und hat mich wirklich gut unterhalten.

Thea, eine der Protagonistinnen dieses Romans , beschließt nach jahrzehntelangem Aufenthalt in Portugal, wo sie zuletzt als Ziegenhirtin gearbeitet hat, nach Deutschlang zurück zu kehren. Mit in ihrem alten Camper fahren ihre beiden Ziegen und so sucht sie sich als Bleibe in Deutschland ein kleines Haus auf einem Bauernhof, den der Besitzer Benno als „Lebenshof“für Tiere ausgebaut hat. Benno, ein wortkarger Mann, lebt nach der Trennung von seiner Frau und seinem Sohn zurückgezogen und hat wenig Kontakt zu anderen Menschen. Seit Corona und der Energiekrise hat er zunehmend Schwierigkeiten den Hof und das Futter für die Tiere zu finanzieren, weil die Spenden ausbleiben und sich mittlerweile Schulden angehäuft haben. Also vermieteter ein ausgebautes Nebengebäude an Thea, hat aber Schwierigkeiten mit ihrer quirlige und offenen Art umzugehen.
Zu diesem Duo stößt dann noch Juli, eine junge Frau, die nach dem Tod ihres Großvaters, zu Fuß in seine Lieblingsstadt Amsterdam wandern will, auch um dem angespannten Verhältnis zu ihrer Mutter zu entkommen. Auf dem Weg dahin hat sie einen Unfall und strandet auf Bennos Hof.
Alle drei haben ihre Päckchen zu tragen und versuchen doch durch gegenseitige Unterstützung ihre misslichen Lagen zu verbessern, allen voran, den Hof von Benno , der kurz vor der Zwangsversteigerung steht, zu retten.

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht diesen Roman zu lesen. Die Protagonistin werden sehr liebevoll und facettenreich beschrieben, man hat Bilder im Kopf, wie sich das Leben auf diesem Hof abspielt, was mir sehr gefallen hat, und es war sehr interessant zu verfolgen , wie sich jede Figur weiterentwickelt hat .
Der Schluss war mir dann doch ein bisschen zu schnell erreicht in Relation zu den ja nicht unerheblichen Problemen, die jede Einzelne hatte, da hätte ich mir etwas mehr Ausführlichkeit gewünscht und nicht dieses abrupte Friede-Freude- Eierkuchen, aber alles in allem hat Romy Fölck hier einen sehr unterhaltsamen Roman mit sympathischen Protagonisten geschrieben, den ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 14.05.2024

ein sehr berührendes Buch

Annas Lied
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„Anna‘sLied ist ein sehr emotionaler Debütroman des Jazz-Saxophonisten und Komponisten Benjamin Koppel, der mir bis dato unbekannt war. Seine Großtante ist die Protagonistin dieses Romans, der ihr Leben ...

„Anna‘sLied ist ein sehr emotionaler Debütroman des Jazz-Saxophonisten und Komponisten Benjamin Koppel, der mir bis dato unbekannt war. Seine Großtante ist die Protagonistin dieses Romans, der ihr Leben erzählt, das Ende der 20 er Jahre des letzten Jahrhunderts in Kopenhagen spielt.Sie wuchs dort als einziges Mädchen unter 4 Jungen auf und war sehr musikalisch, was wohl in derFamilie liegt.
Die jüdische Familie war aus Polen geflohen und in Kopenhagen gestrandet, weil das Geld für Amerika nicht mehr reichte.
Musik spielte, wie schon erwähnt, eine große Rolle in der Familie, besonders für Hannah, für die schon früh feststeht, dass sie später Pianistin werden will.Doch ihre Mutter hat andere Pläne, die sie mir Druck und psychischer Gewalt durchsetzt.
Hannah erfährt früh was es heißt eine Frau zu sein.Ihr Leben ist nicht einfach, wie sie in der Zukunft erfahren muss und nur durch die Musik, die ihre große Liebe ist, lässt es sich für sie ertragen.

Benjamin Koppel hat mit „Anna‘s Lied ein sehr eindringliches Bild seiner Großtante vor den Augen der Leser entstehen lassen.mit sehr lebendigen und facettenreichen Charakteren macht es diese Geschichte zu einem Roman, die ich nicht so schnell vergessen werde.Die Geschichte berührt und steht sicherlich für viele Frauen, die zu dieser Zeit gelebt haben und sich den Konventionen unterwerfen mussten.

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