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Veröffentlicht am 20.06.2025

ich wollte es mögen

Stromlinien
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" Stromlinien " von Rebekka Fraunk ist ihr zweites Buch und schon ihr erstes Buch hat viele positive Stimmen erhalten.
Als nun "Stromlinien" erschien und ein wahrer Hype das Buch begleitete, habe ich es ...

" Stromlinien " von Rebekka Fraunk ist ihr zweites Buch und schon ihr erstes Buch hat viele positive Stimmen erhalten.
Als nun "Stromlinien" erschien und ein wahrer Hype das Buch begleitete, habe ich es mir auch gekauft und ging voller Vorfreude ans Lesen.

Zu Anfang begleiten wir Enna durch die Flusslandschaft der Elbe. Schöne Landsschaftsbeschreibungen sorgten dafür , dass Bilder in meinem Kopf entstanden und ich voller Freude weiterlas.

Wir erfahren , dass das Zwillingspaar Enna und Jale, die bei ihrer sehr wortkargen Großmutter aufgewachsen sind, während ihre Mutter auf einer nahe gelegenen Gefängnisinsel ihre lebenslange Haftstrafe absitzt, ein sehr enges Verhältnis haben und kaum andere soziale Kontakte.
Sie fiebern auf den Tag hin , an dem ihre Mutter entlassen werden soll. Als der Tag endlich da ist, verschwinden sowohl Alea, die Mutter, als auch Jale, Ennas Zwillngsschwester. Gleichzeitig geschieht ein Mord in dem Ort, den die Politzei mit Alea in Zusammenhang bringt.

Enna macht sich auf die Suche ihre Schwester und Mutter zu finden und stößt dabei auf ein Familiengeheimnis.

Das Buch ,das Familiengeschichte und Krimi zugleich ist, wird auf zwei Zeitebenen erzählt, die Rückblenden zeigen, um die Zusammenhänge des Familiengeheimnisses zu klären.

Wie gesagt, war ich zu Anfang wirklich begeistert von dem Buch, den Landschaftsbeschreibungen und die geheimnisvollen Atmosphäre, die das Verschwinden von Schwester und Mutter hervorrief.
Doch im weiteren Verlauf der Geschichte zog sich das Geschehen immer mehr in die Länge, wirkte konstruiert und für mich manchmal nicht mehr nachvollziehbar.Warum wurde man für eine linksmotivierte Tat lebenslang eingesperrt und warum wurde nie mit den Kindern über ihre Mutter gesprochen, auch nicht als sie älter waren ?

Die Liebegeschichte, die nebenherläuft, scheint mir eher für jüngere Leser geschaffen, mich konnte sie nicht in den Bann ziehen, ebensowenig konnten mich die einzelnen Figuren so faszinieren, dass ich ihnen so richtig nahe kommen konnte. Der Erzählstil ist flüssig, aber der Inhalt hätte komprimiert werden können, dann wäre ich wahrscheinlich dran geblieben, so habe ich viel quergelesen.

Alles in allem eine Geschichte, die man lesen kann , aber nicht muss und durch die ich mich manchmal wirklich quälen musste. Schade !!

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Veröffentlicht am 16.06.2025

Ein toller Nachfolger

Die Sommergäste
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Letztes Jahr startete die neue Reihe um den „Martini Club“ von Tess Gerritsen mit dem Buch „Die Spionin“das ich sehr gern gelesen habe.Nun war ich gespannt, ob es so gut weitergeht mit der Reihe wie sie ...

Letztes Jahr startete die neue Reihe um den „Martini Club“ von Tess Gerritsen mit dem Buch „Die Spionin“das ich sehr gern gelesen habe.Nun war ich gespannt, ob es so gut weitergeht mit der Reihe wie sie begonnen hat und ich muss sagen, ja, der Nachfolger „Die Sommergäste“ konnte mich genauso überzeugen.

In einem kleinen Ort in Maine, Purity, startet die Sommersaison und die stellvertretende Polizeichefin Jo Thibodean rechnet mit mehr Straftaten, da mit den vielen Touristen, die dann in den Ort einfallen und ihre Sommerhäuser am Maiden Pond beziehen, auch immer allerlei Gesindel in den Ort kommt. Womit sie allerdings nicht gerechnet hat ist, dass die Tochter einer wohlhabenden Familie, den Conovers, verschwindet und auch nach Tagen nicht wieder auftaucht. Handelt es sich um eine Entführung oder ist sie im See ertrunken in dem sie kurz vorher schwimmen war? Als man den See absucht, findet man eine Tote, handelt es sich um Zoe?
Jo beginnt zu ermitteln und stößt auf viele Ungereimtheiten. Gott sei Dank steht ihr der Martini Club bei den Ermittlungen wieder zur Seite.

Genauso wie der erste Teil der neuen Thrillereihe von Tess Gerritsen, konnte mich auch der zweite Teil überzeugen. Eine Kombi aus Spannung und Humor zeichnet diese Reihe aus, die sich sehr flüssig lesen lässt.
Der Martini Club, bestehend aus 5 ehemaligen CIA Agenten , steht neben dem jeweiligen Fall im Mittelpunkt dieser Bücher. Fünf „Ermittler“, die sich regelmäßig zu Buchbesprechungen bei Longdrinks und Essen treffen und froh sind ihren Alltag durch tatkräftige Unterstützung der ansässigen Polizeichefin zu unterbrechen, die darüber nicht immer erfreut ist.
Wer jetzt aber glaubt, dass die Spannung aufgrund dieser Vorraussetzungen auf der Strecke bleibt irrt, denn auch der hier zu klärende Fall ist sehr spannend, komplex und zeigt viele Wendungen und eine Aufklärung auf, mit der ich nicht gerechnet hätte.
Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und es wird richtig spannend.

Sicherlich kann man diese Bücher nicht mit der Rizzoli/Isles Reihe vergleichen, da die Ermittler dafür zu unterschiedlich sind und diese Reihe eine gewisse Leichtigkeit mitbringt, die bei den Rizzoli/Isles Thrillern fehlt, aber ich finde , dass Tess Gerritsen hier eine tolle neue Thrillerreihe geschaffen hat, der ich gerne weiter folgen werde.

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Veröffentlicht am 12.06.2025

das Buch hat mich begeistert

Hier draußen
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„Hier draußen“ ist das Debüt von Martina Behm und sie hat meiner Meinung nach gleich ins Schwarze getroffen. Ich habe mich kaum von dieser Geschichte lösen können und sie innerhalb kürzester Zeit durchgelesen. ...

„Hier draußen“ ist das Debüt von Martina Behm und sie hat meiner Meinung nach gleich ins Schwarze getroffen. Ich habe mich kaum von dieser Geschichte lösen können und sie innerhalb kürzester Zeit durchgelesen.

Dreh,- und Angelpunkt dieses Romans ist Fehrdorf,ein kleiner Ort in Schleswig Holstein.Scheinbare Landidylle mit einigen Ferienwohnungen, denn von der Landwirtschaft kann nicht mehr jeder leben. In diesen Ort zieht es Ingo und Lara. Sie verkaufen ihr Reihenhaus in Hamburg, erwerben einen Resthof, weil es sich doch, vor allem mit zwei Kindern, viel entspannter auf dem Land leben lässt und renovieren ihn nach und nach.
Ingo pendelt zwischen seinem Startup in Hamburg und Fehrdorf. Eines Abends läuft ihm eine weiße Hirschkuh vor‘s Auto. Ein schlechtes Ohmen, denn man sagt“ wenn eine weiße Hirschkuh stirbt, stirbt derjenige der sie tötet innerhalb eines Jahres selbst“. Für Ingo und Uwe, der für das Wild in diesem Revier zuständig ist, ein Wendepunkt.

Was soll ich sagen? Ich habe es geliebt diese Geschichte zu lesen und hätte ewig weiterlesen können, weil die Autorin einfach eine tolle Beobachtungsgabe hat und einfach gut erzählen kann. Ich habe oft gelacht und auch ein paar Tränchen verdrückt, weil viele Dinge einfach so treffend und einfühlsam beschrieben waren und sie die Menschen so liebenswert gezeichnet hat.
Sie erzählt von Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben und nicht hinterfragt werden und auch von den „Zugezogenen“ erwartet werden. Da weiß jeder, wo sein Platz ist und was von ihm erwartet wird, in der Familie, aber vor allem bei Dorffesten und deren Vorbereitungen.Sie erzählt sehr humorvoll von Erfahrungen, die die „Städter“machen, die in eine vermeintliche Idylle gezogen sind und dann mit der Realität konfrontiert werden, aber auch , wie beide Seiten voneinander lernen können und Freundschaften schließen.
Wir erfahren als Leser aber auch von den einzelnen Bewohner dieses Dorfes , ihren Sorgen, Nöten und Wünschen privater oder beruflicher Natur und dabei wachsen einem die „Fehrdorfer“immer mehr ans Herz. Man erfährt wie sich die Landwirtschaft verändert hat, dass Generationennachfolge nicht mehr selbstverständlich ist und dass die vermeintliche Idylle auch Risse aufweist.

Ich könnte hier noch ewig weitererzählen, aber lest dieses Buch selbst. Wenn ihr nur ein wenig Interesse am Landleben und ihren Bewohnern habt, werdet ihr dieses Buch lieben. Für mich war es ein absolutes Lesehighlight.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

toller Unterhaltungsroman

Little Germany - Der Duft der Neuen Welt
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Ich liebe Auswanderungsromane,weil sie mir ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer vermitteln und Maria Nikolai hat diese Gefühle zu 100% bedient.In einer mehr als unterhaltsamen Art und Weise erzählt sie ...


Ich liebe Auswanderungsromane,weil sie mir ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer vermitteln und Maria Nikolai hat diese Gefühle zu 100% bedient.In einer mehr als unterhaltsamen Art und Weise erzählt sie in ihrer Dilogie, deren erster Teil hier vorliegt,von zwei Frauen,die den Weg in eine ungewisse Zukunft wagen.

Lissi arbeitet in Stuttgart als Hausmädchen und lässt sich vom Sohn ihres Arbeitgebers schwängern.Als ihre naive Vorstellung von einer Heirat mit dem Erzeuger des Kindes nicht aufgeht, sie entlassen wird und in die Fänge einer kriminellen Organisation gerät,die Neugeborene an zahlungskräftige Kunden verkauft,ist sie gezwungen bei Nacht und Nebel zu fliehen.Sie entscheidet sich das Land zu verlassen und in Amerika ihr Glück zu versuchen.Auf dem Schiff lernt sie Julia von Varell kennen,die unter falschen Versprechungen in eine Ehe gelockt wurde.Sowohl von ihrem Ehemann,als auch von ihrer Schwiegermutter wird sie in eine Rolle gedrängt,der sie sich nur durch Flucht entziehen kann,wenn sie nicht kreuzunglücklich werden will.Zusammen wollen Lissi und Julia den Weg in die neue Welt wagen und in Little Germany,einem Stadtteil New Yorks in dem überwiegend Deutsche leben,ihr Glück versuchen.Ausgestattet mit einem Backbuch ihrer Großmutter hofft Lissi auf eine Anstellung in einer Bäckerei und später auf Selbstständigkeit, denn Amerika ist doch das Land der ungeahnten Möglichkeiten.

Als Leser verfolgen wir die Geschichten der beiden Frauen,ihre Erfahrungen im neuen Land,ihre Erfolge ,aber auch ihre Schicksalsschläge,die ihr Leben in der neuen Welt begleiten.Das Buch endet mit einem Unglück das historisch verbürgt ist und als eins der größten Katastrophen vor 9/11 in die Geschichte Amerikas eingegangen ist.Ausserdem lässt ein Cliffhanger am Ende des Buches erwarten,dass es spannend weitergeht.

Ein Personenverzeichnis,Rezepte aus Lissi‘s Backbuch,Erklärungen historischer Zusammenhänge und ein Glossar ergänzen das Buch,das mir viele unterhaltsame Lesestunden geschenkt hat und das ich Lesern leichter Unterhaltung wärmstens empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 04.06.2025

zwei starke Frauen

Die Akte Schneeweiß
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"Die Akte Schneeweiß" ist ein neues Werk der Autorin Felicitas Fuchs, alias Carla Berling, die mich mit ihrer Müttertrilogie mehr als begeistern konnte.

Das neue Buch wird auf zwei Handlungsebenen erzählt. ...


"Die Akte Schneeweiß" ist ein neues Werk der Autorin Felicitas Fuchs, alias Carla Berling, die mich mit ihrer Müttertrilogie mehr als begeistern konnte.

Das neue Buch wird auf zwei Handlungsebenen erzählt. Die Geschichte beginnt mit Mathilde, die 1936 in einem jüdischen Haushalt arbeit und nebenbei im Fotolabor ihres Arbeitgebers aushilft und Filme entwickelt. Als ihr Arbeitgeber auf Grund der politishen Lage das Land verlässt, , empfiehlt er sie einem Freund, in dessen gynäkologischer Praxis sie als Assistentin anfängt und ihm auch bei Schwangerschaftsabbrüchen assistiert, die er an in Not geratenen Frauen, die durch Vergewaltigung oder andere Schicksalsschläge in Bedrängnis geraten sind. Ein gefährliches Unterfangen in dieser Zeit.
Als ihr Chef. der auch der Mann ist den sie heiraten möchte, stirbt, gerät sie ins Visier der Gestapo. Sie wird zur Mitarbeit gezwungen, die sie nicht nur an den Rand des Erträglichen bringt, sondern auch lebensgefährlich für sie ist.

Im zweiten Handlungsstrag, der uns ins Jahr 1963 führt, lernen wir Katja kennen. Ihr großer Traum ist es Krankenschwester zu werden und später Medizin zu studieren. Verständnis erfährt sie nur von ihrem Großvater, der aber urplötzlich verschwindet und keine Erwähnung mehr in der Familie findet.
Ihre Eltern halten ihren Berufswunsch für Unsinn, da sie ja sowieso irgendwann heiratet, eine Einstellung, die zur damaligen Zeit nicht selten war. Doch Katja macht sich unabhängig vom Elternhaus und macht ihren Traum wahr Gynäkologin zu werden, um Frauen zu helfen.

Dieses Buch konnte mich wieder genauso begeistern wie die Müttertrilogie. Die Handlungsstränge sind gut miteinander verknüpft, die Figuren gut getroffen und auch die Nebenhandlungen haben wir gut gefallen.
Was der Autorin immer wieder gut gelingt, die Atmosphäre der jeweiligen Zeit einzufangen. Angst und Schrecken in der Nazizeit und das konservative naive Weltbild der sechziger Jahre, gepaart mit der Ausbruchstimmung und dem festen Willen alles Vergangene zu vergessen und totzuschweigen.

Eine dicke Leseempfehlung für ein tolles Buch

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