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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2025

Magische cozy Geschichte

Rewitched
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„Rewitched“ hat mich schon auf den ersten Seiten mit seiner sympathischen Protagonistin Belle überzeugt. Ich mochte sie sofort, konnte ihre Ängste nachvollziehen und mich gut mit ihr identifizieren. Gerade ...

„Rewitched“ hat mich schon auf den ersten Seiten mit seiner sympathischen Protagonistin Belle überzeugt. Ich mochte sie sofort, konnte ihre Ängste nachvollziehen und mich gut mit ihr identifizieren. Gerade weil sie keine „typische“ Heldin ist, sondern so überhaupt nicht perfekt ist, wirkte sie für mich sehr authentisch.

Das Setting ist unglaublich stimmungsvoll – durch die herbstliche Atmosphäre konnte ich die bunten Blätter, den Wind und die Magie der Jahreszeit förmlich spüren. Auch der Schreibstil von Lucy Jane Wood war sehr angenehm zu lesen: locker, flüssig und genau richtig dosiert zwischen Humor, Emotionen und Spannung.

Das Magiesystem fand ich schön einfach und gut eingebunden. Es baut auf bekannten Mythen auf, die einem vertraut vorkommen und passt perfekt zur Urban-Fantasy-Richtung des Buches – hier war kein riesiges Worldbuilding nötig und genau das hat mir gefallen.

Die Nebencharaktere sind ein echtes Highlight. Besonders Belles Mutter hat mich regelmäßig laut lachen lassen, so herrlich schlagfertig und warmherzig wie sie ist. Auch die Geschichte um Arty war spannend und voller Rätsel, die mich neugierig gemacht haben. Bei der Auflösung am Ende habe ich manches geahnt, doch die wahren Gründe und vor allem der packende Showdown haben mich überrascht und begeistert. Auch die Auflösung rund um die Buchhandlung war für mich ein toller Moment – ich habe Belle innerlich angefeuert, als sie Christopher endlich die Meinung gesagt hat.

Das Ende ist etwas offen, aber da ein zweiter Band erscheinen soll, finde ich das absolut passend. Ich freue mich schon darauf zu sehen, welche Fäden dort wieder aufgegriffen werden. Einziger kleiner Kritikpunkt: Die Liebesgeschichte hat mich nicht wirklich erreicht. Da sie aber eher im Hintergrund blieb, hat das meinen positiven Gesamteindruck kaum geschmälert.

Fazit: „Rewitched“ ist ein atmosphärischer und humorvoller Auftakt voller Herbststimmung, liebenswerter Figuren und spannender Wendungen. Ein sehr gelungenes Urban-Fantasy-Abenteuer, das Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Temporeich, düster und voller falscher Fährten

Not Quite Dead Yet
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„Not Quite Dead Yet“ hat mich von der ersten Seite gepackt und nicht mehr losgelassen. Der Kniff, dass Jet nur noch 7 Tage zu leben hat, gibt der Geschichte ein gnadenlos schnelles Tempo – hier gibt es ...

„Not Quite Dead Yet“ hat mich von der ersten Seite gepackt und nicht mehr losgelassen. Der Kniff, dass Jet nur noch 7 Tage zu leben hat, gibt der Geschichte ein gnadenlos schnelles Tempo – hier gibt es keinen Platz für unnötiges „Bla bla“. Jede Szene zählt, jede Enthüllung treibt den Countdown voran und der Zeitdruck ist beim Lesen regelrecht spürbar.

Die Figuren sind herrlich vielschichtig – undurchsichtig genug, dass man wirklich jeden irgendwann verdächtigt. Jets Familie? Zum Großteil unsympathisch und kaum einzuschätzen. Freunde, Bekannte, Nebenfiguren – alle scheinen Geheimnisse zu haben und Holly Jackson versteht es meisterhaft, Zweifel zu säen.

Jet selbst ist keine typische Sympathieträgerin – und genau das mochte ich so an ihr. Ihr schwarzer Humor, ihre bissigen Kommentare und ihre schonungslose Ehrlichkeit haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Gleichzeitig ist es berührend zu sehen, wie sie in dieser kurzen Zeit aufblüht, echte Bindungen erlebt und das Leben auf eine Weise kennenlernt, die ihr vorher fremd war.

Und dann ist da Billie – das Herzstück der Geschichte. Die stillen, warmen Momente zwischen ihm und Jet waren für mich genauso fesselnd wie die spannungsgeladenen Szenen. Billie bringt Ruhe in Jets Chaos, während sie ihn gleichzeitig aus seiner Komfortzone zieht. Diese Dynamik hat mich oft sehr berührt.

Der Plot ist voll von Wendungen, Enthüllungen und verwobenen Geheimnissen. Auch wenn ich gegen Ende den richtigen Riecher hatte und die richtige Person sogar vor Jet verdächtigte, hat das der Spannung keinen Abbruch getan. Im Gegenteil - es war faszinierend, mitzuerleben, wie sich die Puzzleteile zusammenfügten, ohne dass alles sofort durchschaubar wurde. Das Ende war dabei absolut passend zum gesamten Fall – ein echter Full-Circle-Moment, der die Geschichte auf eine stimmige und befriedigende Weise abschließt.

Fazit: Rasantes Tempo, brillantes Figurenensemble, düsterer Humor und ein Plot, der einen bis zur letzten Seite fesselt. Dazu kommt Holly Jacksons einzigartiger, packender Schreibstil und ihr unglaubliches Talent, Thriller zu erschaffen, die einen komplett in den Bann ziehen. Genau deshalb gehört sie für mich zu den wenigen Auto-Buy-Autorinnen – ich kaufe jedes ihrer Bücher blind, ohne auch nur den Klappentext zu lesen.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Ein fesselndes Fantasy-Highlight!

Children of Blood and Bone
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Children of Blood and Bone hat mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen. Die Spannung war von Beginn an hoch, und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Besonders beeindruckend ...

Children of Blood and Bone hat mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen. Die Spannung war von Beginn an hoch, und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Besonders beeindruckend war das Magiesystem, das mit seinem afrikanischen Hintergrund und der Mythologie eine erfrischend neue Perspektive in die Fantasywelt gebracht hat.

Der Einstieg in die Geschichte war genau nach meinem Geschmack – man wird direkt ins kalte Wasser geworfen, ohne lange Erklärungen. Dieser Stil hat die Dynamik und Intensität der Geschichte perfekt unterstrichen. Auch die Charakterentwicklung hat mir sehr gefallen, besonders bei Zélie und Amari. Während Zélie von Anfang an eine unglaublich mutige und willensstarke Protagonistin war, hat sich Amari über die Zeit zur wahren Kämpferin entwickelt. Ihre Wandlung war für mich das absolute Highlight des Buches!

Allerdings gab es ein paar Punkte, die mir nicht so zugesagt haben. Die Liebesgeschichte konnte mich nicht überzeugen – sie wirkte für mich eher gezwungen und nicht wirklich nachvollziehbar. Tzain fand ich als Bruder furchtbar, da er gesellschaftlich privilegiert war und dennoch Zélie für alles verantwortlich machte, was schiefging. Besonders enttäuscht hat mich die Charakterentwicklung von Inan, die kaum vorhanden war – er machte einen Schritt nach vorne und dann direkt wieder zwei zurück. Generell hätte ich auf die männlichen Charaktere verzichten können. Zélie und Amari waren die wahren Heldinnen der Geschichte und haben bewiesen, dass sie keine Männer brauchen, um ihren Weg zu gehen.

Besonders hervorzuheben ist das Ende: Der König war ein rücksichtsloser und perfekter Bösewicht, was ihn umso glaubwürdiger machte. Der Twist am Schluss war großartig und hat mich vollkommen überrascht. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Zélie und Amari, ihre Annäherung und das Überwinden ihrer Konflikte, war unglaublich emotional und stark. Schließlich hinterlässt das Buch eine kraftvolle Message über Hass und Angst, die tief unter die Haut geht und zum Nachdenken anregt.

Fazit:
Children of Blood and Bone ist ein fesselndes Fantasy-Highlight mit einer einzigartigen Welt, einem starken Magiesystem und herausragenden Heldinnen. Die Charakterentwicklung von Zélie und Amari war besonders stark, während die Liebesgeschichte und einige der männlichen Charaktere mich nicht überzeugen konnten. Dennoch bleibt das Buch durch seine Spannung, seine emotionale Tiefe und seine gesellschaftlich relevante Botschaft absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Faszinierende Welt, spannende Spiele & herzerwärmende Verbundenheit

SOL. Das Spiel der Zehn
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Aiden Thomas hat mit "Sol – Das Spiel der Zehn" eine einzigartige und fesselnde Welt geschaffen, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Die Idee mit den verschiedenen Gottheiten und dem Klassensystem ...

Aiden Thomas hat mit "Sol – Das Spiel der Zehn" eine einzigartige und fesselnde Welt geschaffen, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Die Idee mit den verschiedenen Gottheiten und dem Klassensystem der Golds und Jades war beeindruckend, wodurch die Gesellschaftsstrukturen und Konflikte der Welt besonders spannend wirkten.

Die Spiele selbst waren unglaublich spannend geschrieben. Doch schnell wurde klar, dass es um weit mehr geht, als nur den Sieg. Die Herausforderungen, vor denen die Charaktere standen, beleuchteten größere Themen wie Mut, Zusammenhalt und Identität – ein Aspekt, der mich als Leserin tief bewegt hat.

Ein großes Highlight war der Found-Family-Trope rund um Teo, Nya und Xio. Die Dynamik zwischen den dreien war herzerwärmend. Ihre liebevollen Neckereien, die gegenseitige Unterstützung und der Zusammenhalt in schwierigen Momenten haben mich immer wieder lächeln und auch mitfühlen lassen. Diese Art von Verbundenheit in der Geschichte zu erleben, war einfach wundervoll.

Auch der Schreibstil hat mich überzeugt. Locker, leicht und dennoch bildhaft brachte er die Städte und Orte, die die Teilnehmenden bereisten, zum Leben. Ich konnte mir die Umgebung lebhaft vorstellen, was das Eintauchen in diese außergewöhnliche Welt noch leichter machte.

Besonders beeindruckt hat mich die Diversität in diesem Buch. Die Darstellung unterschiedlicher Identitäten und Orientierungen war so selbstverständlich und alltäglich, dass es sich einfach nur wunderbar anfühlte. Es ließ mich wünschen, dass auch unsere Welt eines Tages so weit kommt, diese Vielfalt als Normalität zu sehen.

Zusätzlich konnte mich die Handlung auch einnehmen, ganz besonders das Ende und der Plot-Twist mit dem ich definitiv nicht gerechnet habe. Das macht große Lust auf den zweiten Teil der Reihe.

Fazit:
"Sol – Das Spiel der Zehn" überzeugt mit einer einzigartigen Welt, spannenden Spielen und einer herzerwärmenden Found-Family-Dynamik. Der lockere und bildhafte Schreibstil sowie die Selbstverständlichkeit der Diversität machen das Buch zu etwas ganz Besonderem. Ein Highlight für alle, die fantasievolle Geschichten mit starken zwischenmenschlichen Bindungen lieben!

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Ein komplexes Ende

The Atlas Complex
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The Atlas Complex knüpft nahtlos an das Ende vom vorherigen Teil an und beeindruckt weiterhin mit Olivie Blakes einzigartigem Schreibstil. Ihre detailreichen, bildhaften Beschreibungen haben es mir leicht ...

The Atlas Complex knüpft nahtlos an das Ende vom vorherigen Teil an und beeindruckt weiterhin mit Olivie Blakes einzigartigem Schreibstil. Ihre detailreichen, bildhaften Beschreibungen haben es mir leicht gemacht, in die komplexe Welt einzutauchen, und der Stil war gleichzeitig angenehm und anspruchsvoll.

Besonders hervorzuheben sind die Charaktere, die im Mittelpunkt der Geschichte stehen und deren Entwicklung mich zutiefst fasziniert hat. Parisa, die ich im ersten Teil überhaupt nicht leiden konnte, hat sich in diesem Buch zu einer meiner Lieblingsfiguren entwickelt. Endlich durfte ich ihren inneren Kern entdecken, den sie so lange hinter massiven Mauern verborgen hatte. Ihre Verletzlichkeit und Stärke haben mich wirklich berührt.

Nico war seit dem ersten Band einer meiner Lieblinge, und auch in diesem Teil hat er mich nicht enttäuscht. Die kleine Liebesgeschichte mit Gideon war für mich ein absolutes Highlight und hat mein Herz schneller schlagen lassen.

Libby war ein weiterer interessanter Charakter. Ihre Schwierigkeiten, sich selbst zu finden und mit den Veränderungen klarzukommen, die sie durchgemacht hat. Ihre Reise zu sich selbst war voller Höhen und Tiefen und sie hat auch einige Entscheidungen getroffen, welche die Handlung beeinfluss hat.

Der Plot selbst trat in den Hintergrund und die Handlung schritt eher langsam voran. Doch für mich machte gerade diese Langsamkeit den Reiz aus, da sie Raum für die Charaktere und ihre Entwicklung lies. Die physikalischen und wissenschaftlichen Aspekte, die Olivie Blake so meisterhaft einwebt, verliehen der Geschichte eine zusätzliche Tiefe und Herausforderung, die ich genossen habe, auch wenn ich nicht alles verstanden habe.

Fazit:
The Atlas Complex ist eine vielschichtige, faszinierende Geschichte, die ihre Charaktere ins Zentrum rückt und sie mit großer Tiefe und Komplexität darstellt. Obwohl der Plot nicht der treibende Faktor war und die Handlung langsam voranschritt, blieb sie spannend und fesselnd. Alles in allem verstehe ich viele der negativen Bewertungen nicht, denn ich hatte sehr viel Spaß mit der Buchreihe.

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