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Veröffentlicht am 01.05.2025

Überraschend

The Surf House
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Nachdem Lucy Clarke in den letzten Jahren so viele hochgelobte Thriller geschrieben hat, wollte ich unbedingt ebenfalls eines ihrer Werke lesen. The Surf House hat mich restlos begeistert. Ich bin in jede ...

Nachdem Lucy Clarke in den letzten Jahren so viele hochgelobte Thriller geschrieben hat, wollte ich unbedingt ebenfalls eines ihrer Werke lesen. The Surf House hat mich restlos begeistert. Ich bin in jede einzelne Falle getappt, die sie brillant gestellt hat.

Bea, ein Model aus Zufall ist für ein Shooting in Marrakesch und will nicht mehr und kündigt mitten im Shooting. Kurze Zeit später wird sie ausgeraubt und ersticht dabei einen Komplizen. Ohne Pass und mit Blut an den Händen kann sie nicht zur Polizei. Marnie bekommt alles mit und nimmt sie mit auf ihr Surf House, das sie mit ihrem Freund seit einem Jahr betreibt. Dort darf sie für Mitarbeit leben. Beide behalten ihr Geheimnis für sich, bis die bedroht werden und gleichzeitig ein Mann kommt, der auf der Suche nach dem Verbleib seiner Schwester ist, die seit einem Jahr nicht mehr gesehen wurde. Zuletzt im Surf House...

Die Leiche, von der im Klappentext die Rede ist, kommt mir ein wenig zu spät im Roman. Erst nach der Hälfte, was für mich schon ein bisschen Spoiler ist, aber dafür ist der Thriller insgesamt einfach so spannend mit all ihren Wendungen, dass ich nichts anderes sagen kann, außer, dass ich unbedingt die weiteren Thriller Clarks lesen möchte.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Mittelmäßig

Sterne, die im Sommer tanzen
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Bei Sterne, die im Sommer tanzen handelt es sich um einen Roman in der Kulisse einer klassischen Dorfidylle. Stilistisch gibt es einen Perspektivwechsel von zwei Sprechern, die abwechselnd vorlesen. Positiv ...

Bei Sterne, die im Sommer tanzen handelt es sich um einen Roman in der Kulisse einer klassischen Dorfidylle. Stilistisch gibt es einen Perspektivwechsel von zwei Sprechern, die abwechselnd vorlesen. Positiv gestimmt haben mich die Situationskomik und humorvolle Dialoge. Die Protagonisten kommen zusammen, aber leider ist keine wahre Chemie zwischen ihnen langsam aufgebaut worden. Sie sind einfach nur wegen ihres Aussehens sofort scharf aufeinander. Dabei hätte es so viel Potenzial gehabt mit der Dorfgemeinschaft. Geheime Dates und all die romantischen Orte, die ein Dorf so bietet. Am meisten störte mich aber, dass in wenigen Szenen, Fisher Sages Wünsche und Aussagen übergeht, umdreht und seinen Willen durchsetzt. Frauen sollten aufhören solches Verhalten in Romanen zu pushen und als legitim zu verkaufen. Junge Frauen, die den Roman lesen, sind eventuell dadurch gefährdet, diese Ansicht zu adaptieren.

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Wer hat hier was geplant?

Die Yacht
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Ich habe letztes Jahr schon Goodwins Das Resort gelesen und war bis zur Hälfte absolut begeistert. Daher wollte ich ihr mit ihrem neuen Roman Dir Yacht eine neue Chance geben, mich diesmal komplett zu ...

Ich habe letztes Jahr schon Goodwins Das Resort gelesen und war bis zur Hälfte absolut begeistert. Daher wollte ich ihr mit ihrem neuen Roman Dir Yacht eine neue Chance geben, mich diesmal komplett zu überzeugen.

Hannah, eine junge Frau, die sich bisher im Leben immer durchkämpfen musste, ist mit sehr wohlhabenden Menschen befreundet, die entweder schon reich zu Welt kamen oder sich nach dem Uniabschluss ein Vermögen verdient haben. Nur ihr will der Schritt in die Kunstszene nicht gelingen.

An Silvester plant ihre beste Freundin Libby wie jedes Jahr eine Party, die zeigt, wie sie in Geld schwimmt. Diesmal fällt die Gästeliste aber Recht klein aus. Nur Hannah, Libby, ihr Ehemann Olly, die zweite beste Freundin Maggie und ihr Verlobter Leon und der beste Freund Harry sind von der Truppe.

Sie feiern feuchtfröhlich, wobei Hannah zunehmend bemerkt, wie sehr sich die anderen durch ihr Vermögen von ihr unterscheiden. Daher geht sie recht früh ins Bett, um am Neujahrstag direkt mit ihrem Auto wieder von Italiens Küste nach Großbritannien zurückzufahren. Am nächsten Tag jedoch bemerken sie, dass jemand die Leinen losgerissen hat und sie nun mitten im Meer schwimmen. Nach und nach kommt heraus, wie viel Schein ihre besten Freunde vor ihr verbergen. Denn die Yacht kann niemand steuern, es ist auch kein Sprit vorhanden und die Rettungsboote mussten den Partyutensilien weichen... Bald fehlt von der ersten Person jegliche Spur und es bleibt nicht dabei... Wie wollen sie mit ein paar Hors d’œuvre und ohne Kontakt zur Zivilisation überleben?

Der Roman ist so viel besser und spannender als ihr voriges Werk. Ich war von Anfang an als Hannah die Yacht betrat absolut gepackt und fieberte mit. Ich konnte gar nicht ausmachen, wer der Täter und was sein Motiv sein könnte. Ich schwankte zwischen mehreren, die es dann aber doch nicht sein konnten. Ich hätte liebend gerne 5 Sterne gegeben, wenn es kein finales Kapitel mit einem unwichtigen Ende gegeben hätte. Daher eine absolute Empfehlung für den Roman (und Skip vom letzten Kapitel).

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Zu schnelle Beziehung und endloses Drama

Ein Vorurteil kommt selten allein
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Ich habe das Hörbuch gehört. Die Sprecherin wirkt ein bisschen aggressiv und gleichzeitig gelangweilt und genervt beim Vorlesen. Der Roman ist vorhersehbar und bleibt nicht im Kopf. Für ein verregnetes ...

Ich habe das Hörbuch gehört. Die Sprecherin wirkt ein bisschen aggressiv und gleichzeitig gelangweilt und genervt beim Vorlesen. Der Roman ist vorhersehbar und bleibt nicht im Kopf. Für ein verregnetes Wochenende, perfekt, um den Kopf abzuschalten, ein sehr seichtes Buch zu lesen und wieder zu vergessen.

Lilly ist hypersensibel und lässt das andauernd an allen heraus und wirkt unsympathisch und dauerunzufrieden. Ansgar ist ebenfalls dauerunzufrieden und dauergeil auf Lilly. Sie kommen schon nach einem Viertel des Romans zusammen. Wo bleibt da die Spannung? Gilt das schon als Spoiler, obwohl ich normalerweise die Hälfte des Romans in Rezensionen erkläre und den Rest offen lasse. Und wer will einen Mann, der jede Woche eine andere Frau flachlegt?

Die geerbte Villa von Ansgar hat nur ein Badezimmer? Unrealistisch. Sie streiten sich peinlich über eine Rechnung im Supermarkt. Er will zahlen und sie kann nicht einfach Danke sagen.

Warum der Untertitel Shanghai Love Affairs 4 in Klammern? Ich weiß es nicht. Die Geschichte findet ausschließlich in Deutschland und einem Kurztrip in London statt.

Sie essen vorweg vegetarisch und kompensieren das aber mit zu viel Alkoholkonsum, so scheint es. Da passt der Satz “Dem Herrn sei gedankt.”, der kurz nach einem Alkoholexzess kommt, absolut nicht. Bisher waren beide null religiös, aber vielleicht meint Lilly mit Herr auch Ansgar? Auf jeden Fall wirkt sie nach einer richtig behämmerten Aktion absolut geistlos.

Warum die beiden aufeinander stehen, ist mir bis zum Schluss nicht aufgeleuchtet. Sie passen nicht zusammen. Er ist ein Playboy. Woher der plötzliche Wandel? Alles verläuft vielleicht ein bisschen zu schnell. Ein bisschen Langsamkeit und mehr Details und gleichzeitig weniger Bettgeschichten hätten der Geschichte zu mehr Glaubwürdigkeit verholfen. Und ein bisschen schwarze Kleidung und schwarzes Make Up macht aus einer Person nicht eine, die man nicht mehr erkennt…

Ich hatte die Hoffnung, dass es ein humorvoller Liebesroman mit vielen lustigen Wortgefechten wird, doch leider habe ich kein einziges Mal aufgelacht. Die Streitereien waren viel eher beißend und nervig. Ich habe mit den Augen gerollt und fühlte mich wie in einer toxischen Sitcom. Keine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Verzettelt

Die blaue Stunde
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Paula Hawkins hat sich in meinen Augen in ihrem neuen Werk Die blaue Stunde mit den vielen Charakteren ein bisschen verzettelt. Es ist seitenweise nichtssagend und langweilig. Daher wirkt es zäh und öde.

Es ...

Paula Hawkins hat sich in meinen Augen in ihrem neuen Werk Die blaue Stunde mit den vielen Charakteren ein bisschen verzettelt. Es ist seitenweise nichtssagend und langweilig. Daher wirkt es zäh und öde.

Es geht um eine tote Künstlerin, die in einem ihrer Werke einen menschlichen Knochen verwendet hat. Nun ist es an der Zeit herauszufinden, wem der Knochen gehörte und woher sie ihn hatte...

Es gibt zudem Handlungsort- und Zeitsprünge. Alles in allem sehr verwirrend. Man muss sich extrem gut konzentrieren, um mitzukommen und alles zu nachvollziehen zu können und merken. Ich will aber beim Lesen den Kopf abschalten und entspannen.

Persönlich finde ich es zudem extrem langweilig, wenn der Protagonist den Fall löst, indem eine andere Person einfach alles erzählt. Ich will lieber, dass er auf die Lösung durch Forschen und Recherchieren kommt.

Ich fand daher Woman on the train viel besser und spannender als diesen vor sich hin dümpelnden Roman.

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