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Veröffentlicht am 26.06.2021

Eine Wanderung quer durch Osteuropa

Klub Drushba
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Salentins 3. Werk ist ein autobiographisches Werk. Sie erzählt von ihrer monatelangen Wanderung quer durch Osteuropa im Jahr 2019.

Zunächst beginnt sie mit der Erzählung, was ihre Beweggründe für die ...

Salentins 3. Werk ist ein autobiographisches Werk. Sie erzählt von ihrer monatelangen Wanderung quer durch Osteuropa im Jahr 2019.

Zunächst beginnt sie mit der Erzählung, was ihre Beweggründe für die Wanderung waren: Ängste überwinden, etwas Neues wagen, etc.

Als sie dann wirklich alles zurücklässt, plant sie jedoch gleichzeitig alle paar Wochen sich mit Freunden aus Deutschland zu treffen, die sie ein Stück auf dem EB (Eisenach-Budapest) begleiten wollen. Meines Gefühls nach ist sie letztlich doch öfter mit einem/mehreren Freund/en unterwegs als tatsächlich alleine. Dennoch lernt sie auf dem Weg neue Freunde kennen und vor allem über sich selbst hinauszuwachsen.

Negativ: In einem Kapitel habe ich mehrere Seiten übersprungen, da sie hier völlig von ihrem Thema EB zu ihrer rebellischen Jugend abgeschweift ist.

Außerdem wurde mir gegen Ende das Historische (2.WK) auch zu viel. Ich hätte mich mehr über Action, Abenteuer, Land und Leute gefreut - so wie man es von den üblichen Ausreißer/Abenteurer/Traveller etc. Büchern kennt.

Noch dazu spricht sie vieles nur an aus ihrem Privatleben und führt es dann nicht ganz aus. Ich mag es nicht, wenn man über Exen spricht und ihnen die Schuld für die Trennung gibt und gleichzeitig aber dem Leser nicht Bescheid gibt, was genau der Auslöser war. So kann man seine eigene Meinung dazu nicht bilden. Es hätte also auch einfach ausgereicht zu schreiben: Es folgte eine Trennung. - Ohne jemandem die Schuld zuzuschieben. Erzähl alles oder nichts.

Fazit: Ich kann das Buch wärmstens jedem empfehlen, der ebenfalls eine lange Wanderung plant und sich etwas darauf vorbereiten will. Aus ihren Erklärungen und Fehlern kann man sicher viel für die eigene Expedition mitnehmen. Sie zeigt, dass man nicht unbedingt bewandert oder jung sein muss, um den Schritt zu wagen.

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Veröffentlicht am 20.06.2021

Für Südschwedenfans ein Muss

Ein Meer aus Licht und Farben
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Mit "Ein Meer aus Licht und Farben" beschreibt Lindström ihre vergangenen knapp 30 Jahre, die sie in Südschweden verbracht hat.

Sie beginnt damit, dass sie nach einer gescheiterten Beziehung ihre Koffer ...

Mit "Ein Meer aus Licht und Farben" beschreibt Lindström ihre vergangenen knapp 30 Jahre, die sie in Südschweden verbracht hat.

Sie beginnt damit, dass sie nach einer gescheiterten Beziehung ihre Koffer mitsamt ihrem 3-jährigen Sohn packt und nach Südschweden aufbricht, wo sie sich in ein kleine Häuschen verliebt hat. Nach der Eingewöhnungsphase, die sie ausschließlich durch die rosarote Brille sieht, beginnt sie aber auch die Schattenseiten Schwedens kennenzulernen.

Inhaltlich hat mir der Beginn mehr gefallen, da sie hier vor allem detaillierter über ihre Auswanderung berichtet hat. Vieles hat sie direkt mit Deutschland verglichen: Land, Leute, Kultur, Bürokratie etc.
Gegen Ende wurde es etwas schwammiger von den Details her, die Jahre flogen nur so dahin auf den Seiten, was aber daran lag, dass sie inzwischen schon fest in Schweden angekommen war und nun vor allem nur noch über private Probleme und Erfolge zu berichten hatte. Mir war da einfach ein Tick zu viel Liebe und Pferde eingebaut.

Interessant jedoch ein Reisebericht zu lesen, dessen Inhalt auf so einer großen Zeitspanne beruht. Mögen die Probleme damals akut und unüberwindbar scheinen, sieht man im Nachhinein, dass letztlich jedes Problem gelöst werden konnte.

Fazit: Für jeden Schwedenfan ein Muss. Für Menschen, die an das Auswandern denken sowieso. Sie erzählt über eine bürokratischen Hindernisse, die sich aber inzwischen in der EU sicherlich verändert haben.

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Veröffentlicht am 17.06.2021

Bestialisch, brutal, so wie man es gewohnt ist

Biaoren - Die Klingen der Wächter - Band 5
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Und es geht wieder rasant weiter. Es folgt ein harter, brutaler, bestialischer Kampf, Ayuyas Geschichte kommt zu einem krönenden Abschluss, den ich nicht spoilere.

Ansonsten tauchen wieder neue Charaktere ...

Und es geht wieder rasant weiter. Es folgt ein harter, brutaler, bestialischer Kampf, Ayuyas Geschichte kommt zu einem krönenden Abschluss, den ich nicht spoilere.

Ansonsten tauchen wieder neue Charaktere auf und noch mehr Hintergrundinformationen werden eingebaut, um der ganzen Geschichte Form und Tiefe zu geben.

In diesem Band hat mich eine Szene, in der zwei Szenen in einer Reihenfolge abwechselnd gezeigt wurden - wie eine entfernte Erinnerung, absolut vom Hocker gerissen. Es war beeindruckend, sein Können cineastisch.

Von Herzem zu empfehlen, die der Reihe seit Band 1 schon verfallen sind!

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Veröffentlicht am 17.06.2021

Setzt das bisher Brutale sehr in den Schatten

Biaoren - Die Klingen der Wächter - Band 4
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Es geht direkt packend weiter in dem 4. Band der Biaoren Reihe.

Ayuya kämpft sich durch die Wüste, um ihren Vater zu rächen und wird mit mehrere Pfeilen getroffen und von Pei gerettet.

Daoma trifft ...

Es geht direkt packend weiter in dem 4. Band der Biaoren Reihe.

Ayuya kämpft sich durch die Wüste, um ihren Vater zu rächen und wird mit mehrere Pfeilen getroffen und von Pei gerettet.

Daoma trifft die Entscheidung sie ebenfalls retten zu wollen.

Es wird brutaler und bestialischer als bisher. Es kommen natürlich altbekannte Charaktere, aber auch neue, um die Geschichte am Laufen zu halten. Ein großes Geheimnis rund um die Maske von Zhishilang wird enthüllt, die Geschichte rund um China der damaligen Zeit wird weiter ausgeführt.

Wer in Comics auf: Mord, Qual, Folter, Action und Historie abfährt, dem empfehle ich das Buch von ganzem Herzen. Auf jeden Fall sollte man aber die ersten 3 Bände vorher lesen. Es handelt sich um eine Reihe, die in sich geschlossen ist. Die Bände bauen also aufeinander auf.

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Veröffentlicht am 09.06.2021

Reicht nicht an Das Haus am Orangenhain heran

Sommerreise ins Glück
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In Sommerreise ins Glück geht es um zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, bis sie ein Schicksalsschlag so hart trifft, dass sie beide zwingt sich auf eine Reise zu begeben.

Auf der Reise ...

In Sommerreise ins Glück geht es um zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, bis sie ein Schicksalsschlag so hart trifft, dass sie beide zwingt sich auf eine Reise zu begeben.

Auf der Reise von Dublin nach Frankreich begegnen sie sich mehrfach und beschließen ihre Reisepläne gemeinsam zu bestreiten.

Grace, etwa kurz vor dem Renteneinstieg, mit 3 Kindern und einem Ehemann, der mit einer geheimen Aktion ihr Leben auf den Kopf gestellt hat und Deira, Ende 30/Anfang 40, die von ihrem Freund verlassen wurde, und so gern ein eigenes Kind hätte, stellen hier die Protagonistinnen.

So geht es längs durch Frankreich bis nach Südspanien.

Die Reise von Grace im Allgemeinen ist sehr literarisch belastet. Von der Kultur und den üblichen Sehenswürdigkeiten wird wenig berichtet. Das ist einmal etwas anderes, hat mich persönlich aber wenig angesprochen. Ich bin kein großer Hemmingway, etc. Fan.

Auf der anderen Seite habe ich mich bei Deira stets gefragt, warum sie bei ihrem großen Kinderwunsch nicht einfach ein Kind zu adoptieren in Erwägung zieht.

Zunehmend hat sich auch inhaltlich Vieles wiederholt, sodass ich immer größere Pausen beim Lesen eingelegt habe. Am Ende muss ich sagen: Es lag wohl nicht nur an den Störfaktoren, die ich hier genannt habe, sondern daran, dass ich mich einfach nicht mit beiden identifizieren konnte. Da bin ich aktuell noch zu jung und plage mich definitiv mit anderen Problemen.

Als Fazit gibt es ein schönes, offenes Ende, was mir jedoch zu glatt und perfekt ausgedacht war. Wer also auf fein ausgearbeitete Happy Ends steht, dem ist das Buch zu empfehlen. "Das Haus am Orangenhain" hatte mir letztes Jahr viel besser gefallen.

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