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Veröffentlicht am 28.03.2021

Oberflächliche Liebe

Cutie and the Beast 1
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Ich bin ein großer Fan des Verlags, jedoch definitiv Besseres gewohnt. "Cutie and the Beast" war ein Schuss in den Ofen.

Inhaltlich geht es um die 17-jährige Schülerin Momo, die sich in den 29-jährigen ...

Ich bin ein großer Fan des Verlags, jedoch definitiv Besseres gewohnt. "Cutie and the Beast" war ein Schuss in den Ofen.

Inhaltlich geht es um die 17-jährige Schülerin Momo, die sich in den 29-jährigen Wrestler Kuga verliebt. Beide starten sich auf twitter Nachrichten zu schreiben, bis sie sich nach einem Spiel zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht treffen - was gefühlt nur 30 Sekunden gedauert hat.
Auch ihr nächstes Treffen ist nur von kurzer Dauer und doch haben sich beide unsterblich verliebt...

Was mich hier am meisten gestört hat, war, dass die beiden Protagonisten sich nicht wirklich kennenlernen und dennoch die Beziehung sofort alle Stränge sprenkt. Etwas mehr Kennenlernen, hätte mir viel mehr gefallen. Zudem gab es zwei Punkte, bei denen ich mir dachte: Das ist ein schlechtes Vorbild für Jugendliche. Das sollte man kritisch hinterfragen und vor allem nicht so positiv darstellen oder unter den Teppich kehrend ignorieren.

Auch von den Zeichnungen her, bin ich viel mehr Talent gewohnt. Alles in allem waren diese nur blass und sehr schnell gezeichnet. Wirklich viel Tiefe sah man weder in den Zeichnungen noch in dem Inhalt.

Bin daher etwas enttäuscht und hatte definitiv mehr erwartet.

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Veröffentlicht am 25.03.2021

Romantisch und dramatisch

Leuchtturmträume
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"Leuchtturmträume" von Tanja Janz war mein erster Roman von und ich bin mit der Erwartung eines schon x-mal gelesenen 0815-Romans an das Buch heran gegangen und wurde dann absolut positiv überrascht, dass ...

"Leuchtturmträume" von Tanja Janz war mein erster Roman von und ich bin mit der Erwartung eines schon x-mal gelesenen 0815-Romans an das Buch heran gegangen und wurde dann absolut positiv überrascht, dass dem vom Prolog beginnend schon gar nicht so ist. Der Roman hat bei mir großes Potential in mein regal der Lieblingsbücher zu wandern.

Janz schreibt qualitativ und geht nicht auf die billige Schiene, nur weil es sich so gut verkauft.

Inhaltlich geht es um Trauerbewältigung. Seit ihrer Kindheit war Anneke mit ihrem Zwillingsbruder und seinem besten Freund Raik unzertrennlich, bis ein Unfall sie auseinandergerissen hat. Nach 4 Jahren kreuzen sich die Wege von Anneke und Raik dann wieder per Zufall in St Peter Ording...

Ich habe ein bisschen Zeit gebraucht, um in das Buch hineinzufinden - was vermutlich jedoch daran lag, dass ich in den letzten Tagen etwas kränkelte. Ab Seite 100 war ich dann gar nicht mehr zu bremsen, bis ich das Buch zu Ende gelesen hatte. Wenn man also einmal in der Geschichte drin und gepackt ist, ist der Roman wirklich wundervoll und Balsam für die Seele. Ich hatte wirklich zeitweise das Gefühl genau jetzt in St Peter Ording am Strand zu sein und die Sonne auf mir zu spüren.

Außerdem stärkte die Namenswahl der Charaktere den Glaubwürdigkeitsfaktor und all die Erzählungen von St Peter Ording. Das war mit Abstand eines der wenigen Bücher, bei denen ich garantieren kann, dass die Autorin sich mit dem Ort wirklich gut auskennt. Das nervt mich meist nämlich in Romanen, die in Metropolen stattfinden und die Autoren kennen einfach nichts außer dem London Eye, dem Central Park in NY,... Das frustriert einen, wenn man mental reisen will und selbst tatsächlich schon vor Ort war und ihn also kennt und genau weiß, dass man von XY nicht in 2 Minuten dann in YZ sein kann.

Super, finde ich auch, dass Janz im Anhang nicht nur die besten Tipps vor Ort gibt, sondern auch ein persönliches Tortenrezept beigefügt hat.

Wer einen mentalen, günstigen Urlaub braucht, dem ist dieser Roman absolut wärmstens zu empfehlen! Unbedingt mit einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee daneben genießen! Am besten auf dem Balkon oder im Garten :)

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Veröffentlicht am 20.03.2021

Mehr Autobiographie als Ratgeber

Rosarotes Glück
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Mit Rosarotes Glück liefert Sideropoulos leider nicht wirklich einen Ratgeber sondern mehr ihre Autobiographie. Und wenn das Buch darunter verkauft wre, wäre es wohl auch 5 Sterne geworden, aber so ist ...

Mit Rosarotes Glück liefert Sideropoulos leider nicht wirklich einen Ratgeber sondern mehr ihre Autobiographie. Und wenn das Buch darunter verkauft wre, wäre es wohl auch 5 Sterne geworden, aber so ist dem leider nicht.

Während 90% des Buchs ihre Biographie ausmacht, sind es leider nur etwa 10 Prozent tatsächliche Ratgeber. Und da hat sie einfach zu jedem Thema etwas zu sagen. Kindererziehung, Karriere, Freundschaft, Aufräumen, etc.

Was mich gestört hat, war, dass sie bei allen Themen wenigstens immer erwähnt hat, woher sie diesen und jenen Ratschlag hat, so erwähnt sie ihre von Marie Kondo kopierte Aufräummethode nicht namentlich. Das ist falsch und verlogen.

Auch stilistisch ging sie mir mit ihren Wiederholungen "Jakob sagt immer..." etwas auf die Nerven.
Von der Optik und Haptik und vom Design her ist das Buch wirklich sehr hochwertig und mit viel Liebe zum Detail hergestellt. Jedoch ist das den Designern zu verdanken. Susan selbst hätte sich einen großen Gefallen getan, wenn sie ebenfalls nach 1x runterschreiben sich das Buch noch einmal durchgelesen hätte. So hätte sie vielleicht ihre kleinen Details, die verwirrend sind, bemerkt und auch die undurchsichtige Chronologie etwas aufgearbeitet. Zudem hätte sie sich bei den Ratschlägen vielleicht wirklich nur auf ihr größtes Problem "Glück" und "Mila-Desaster", wodurch sie in eine tiefe Sinnkrise gefallen ist, fokussieren können.

Jedoch würde ich beispielsweise kaum etwas von ihren Erziehungsmethoden annehmen (auch wenn ich kinderfrei bin), denn sie selbst hatte in ihrer Kindheit wirklich alles bekommen und hat so niemals mit Konsequenzen zu leben oder Fehlschläge einzustecken gelernt. Ihre Eltern haben sie dabei unterstützt die Schule zu schwänzen, um auf Konzerte zu gehen. Und das lobt sie dann auch noch statt jetzt im Nachhinein als Erwachsene das kritische zu hinterfragen... Daher war dann natürlich ihre Flop-Serie so ein großes Desaster auf einmal. Sie kannte so etwas ja in ihren ersten 35 Jahren noch gar nicht!

Das wahre, harte Leben kennt sie bis dahin einfach nicht. Schon in ihrer Kindheit hat sie 4x (im Sommer und Winter im Camp für Juden, im Sommer parallel wie auch immer auch stets wochenlang im Urlaub bei der Tante in Griechenland und dann noch im Oktober zu ihrem Geburtstag in Tel Aviv -hier das Detail: Wie lang ist ihr Sommer, wenn sie sowohl in einem Camp als auch in GR bei einer Tante ist?!) im Jahr Urlaub gemacht. Mit so einer Person kann ein einfacher Bürger sich einfach nicht identifizieren. Da kann sie auch nicht wirklich diesen Menschen Ratschläge erteilen.

Auch die Sprüche, die in dem Buch herausstechen sind meist nur bekannte Kalendersprüche, die ich auf Instagram schon x-fach gesehen habe. Bspw: "Leben ist das, was passiert, während du fleißig dabei bist, andere Pläne zu schmieden." Gibt es sicher 1Mio mal auf Insta. Wirklich innovativ ist sie also nicht. Und gleichzeitig ist es etwas doppelzüngig von ihr hin und wieder Social Media auch noch zu kritisieren.

Die einzigen zwei Dinge, die ich daher aus dem Buch mir mitnehme sind die Ratschläge "Jetzt" (Verschiebe nichts auf gleich oder morgen etc.) und "Feile an deinen Stärken, statt deine Schwächen zu beheben, was nur frustriert und du deine Stärken womöglich gleichzeitig verlierst." Daher auch nur 2 Sterne. Wenn man allein die Ratgeber, die sie erwähnt liest, hat man sicher mehr davon als von ihren Zusammenfassungen, die aufgrund ihrer Knappheit nicht langfristig im Hirn bleiben werden. Ein griechisches Kochbuch von ihr mit kurzen Anekdoten aus ihrem Leben darin hätte mir besser gefallen.

Empfehlenswert nur für wahre Fans.

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Veröffentlicht am 18.03.2021

Zunächst zäh, am Ende zu kurz

Die Verlorenen
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Ich brauchte wirklich Tage, bis ich in dieses Buch fand. Aber als ich dann endlich mitten in der Geschichte war und gepackt wurde, kam mir die Geschichte zu schnell zum Schluss. Ein weiteres Kapitel hätte ...

Ich brauchte wirklich Tage, bis ich in dieses Buch fand. Aber als ich dann endlich mitten in der Geschichte war und gepackt wurde, kam mir die Geschichte zu schnell zum Schluss. Ein weiteres Kapitel hätte ich mir eher zusätzlich ans Ende gewünscht statt der recht langen, langweiligen Einleitung.

Inhaltlich geht es um London mitten im 18. Jahrhundert. Bess erwartet unverheiratet ein Kind von einem Mann, der verheiratet ist, wovon sie jedoch nichts ahnt. Als sie ihre Schwangerschaft bemerkt und Daniel wieder aufsucht, erfährt sie, dass er verstorben ist. Aufgrund ihrer armen Lage, ist sie gezwungen direkt nach der Geburt weiterzuarbeiten und kann daher nicht auf ihr Baby aufpassen, sodass sie den einzigen Ausweg darin sieht ihr Baby in einem Kinderheim abzugeben.

Als 6 Jahre später, ihre Clara groß genug ist, um ihr bei der Arbeit auszuhelfen, will Bess ihr Mädchen wieder abholen und erfährt, dass Clara schon vor 6 Jahren von ihr abgeholt wurde... Wo ist sie?

Stilistisch schreibt Halls Halls sehr malerisch. Der Roman ist in der Ich-Person geschrieben, wobei der komplette Roman in vier Abschnitte gegliedert ist und die beiden weiblichen Protagonisten Bess und Alexandra sich mit dem Erzählen abwechseln.

Ich liebe ja gute, romantische Romane aus der vergangenen Zeit mit echten Gentlemen und echten Gefühlen, die sich langsam aufbauen. Und genau das liefert Stacey Halls fast perfekt. Die Liebe kam mir am Ende viel zu kurz und knapp. Da wäre ein etwas zeitlich versetzter Epilog ideal gewesen, um diese Perfektion zu erreichen.

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Veröffentlicht am 10.03.2021

Als sarkastisches Geschenk ideal

Nichts
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Wer kennt es nicht? Die Freunde, Familienmitglieder und Bekannte, die Geburtstag feiern und sich NICHTS wünschen? Da gerät man entweder an den Rand der Verzweiflung und findet nichts oder kauft tatsächlich ...

Wer kennt es nicht? Die Freunde, Familienmitglieder und Bekannte, die Geburtstag feiern und sich NICHTS wünschen? Da gerät man entweder an den Rand der Verzweiflung und findet nichts oder kauft tatsächlich nichts und wird dumm angesehen von den Gästen...

Um genau dieses Problem zu lösen hat Caroline Stern ein äußerst kreatives Werk geschrieben: NICHTS. Dieses Buch besteht somit tatsächlich nur aus dem Titel, der dann auch zu seinem Wort steht. Es steht nichts auf den 60 Seiten. Ich persönlich werde es als Notizbuch verwenden.

Fazit: Dieses Buch ist empfehlenswert für alle, die ein Geschenk für Menschen suchen, die sich nichts wünschen. Das Cover ist mir persönlich zu dunkel, jedoch kann ich das Schwarz nachvollziehen, denn die meisten Frauen finden dann für Frauen doch noch etwas Passendes. Von Nagellack, Deko etc. kann eine Frau ja niemals genug haben. Bei Männern ist das tatsächlich eine kniffligere Angelegenheit. Daher passt das elegante, zurückhaltende, dunkle sehr.
Für Frauen lieber auf eine andere Coverfarbe zurückgreifen.

Es scheint auch super anzukommen, wenn man bedenkt, dass ich schon ein Exemplar der 2. Auflage ergattern konnte.

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