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Jenny_Colditz

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2022

Informativ, aber emotionslos

Lady Churchill
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Jeder kennt den Namen Churchill, jeder denkt sofort an den älteren gebrechlichen Mann welcher England aus dem Krieg holte. Eine große Figur, eine beeindruckende Gestalt. Aber kennt jemand dessen Frau?
Ich ...

Jeder kennt den Namen Churchill, jeder denkt sofort an den älteren gebrechlichen Mann welcher England aus dem Krieg holte. Eine große Figur, eine beeindruckende Gestalt. Aber kennt jemand dessen Frau?
Ich nicht, muss ich ehrlich gestehen. DAs wollte ich ändern, und erhoffte mir private Einblicke.
Diese bekam ich auch. Eine Frau welche ich so nicht erwartet habe. Frau Churchill hatte mich mehrfach überrascht. Ihre psychischen Leiden, ihre Aufopferung für ihren Mann und dessen Politik, ihre Position im Krieg und dessen Auswirkungen, ihre vielen Projekte und vieles weiteres.
Man bekommt in einer Art Zeitsprung gewisse Phasen ihres Lebens mit, die Geburt ihrer 5 Kinder, der Tot von Bekannten und Verwandten, ihren Umgang damit. Den ersten sowie zweiten Weltkrieg, Winstons politischer Aufstieg, sein tiefer Fall und erneuerter Aufstieg. Und man bekommt den Eindruck, nur anhand des geschriebenen, das sie zwar sagt das sie sehr gefühlvoll ist, aber bei mir als Leser kam dies leider nicht an. Ich habe sie als sehr emotionslos wahrgenommen, vor allem ihren Kindern gegenüber. Die Figuren erhielten zwar viel Tiefe, blieben trotzdem blass und kalt zurück. Sie muss eine starke Frau gewesen sein, mit all dem was sie erlebt hat, an der Seite eines so wichtigen Mannes, in einer so schwierigen Zeit. Leider konnte die Autorin dies nur nicht ganz so gut aufs Papier übertragen. Auch die Hörbuchsprecherin konnte vieles davon nicht transportieren. Ihre Stimmlage war zu 90% völlig emotionslos. DAs passte zwar zum 'Inhalt, aber nicht zur Art des Buches.

Es war definitiv informativ, aber nicht aufwühlend. Es hat mich kurzweilig unterhalten, wird aber nicht in Erinnerung bleiben.

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Veröffentlicht am 06.03.2022

Actionreich ohne wirkliche Tiefe

Das schwarze Herz des Winters – Unholy
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Puhhh, es ist schwer zu sagen ob ich die Story mochte oder nicht.

Zu aller erst hatte ich Schwierigkeiten mit den Namen der Figuren. Dadurch das diese für mich so schwer waren, konnte ich sie mir nicht ...

Puhhh, es ist schwer zu sagen ob ich die Story mochte oder nicht.

Zu aller erst hatte ich Schwierigkeiten mit den Namen der Figuren. Dadurch das diese für mich so schwer waren, konnte ich sie mir nicht merken und wusste in der Regel nicht wer wer ist und mit wem dieser anbandelt.
Auch erhielten die Figuren keine Tiefe, weswegen die Gefühle untereinander mehr Tell then show war. Man wusste sehr frühzeitig welches Pärchen sich findet, aber nicht da man die Gefühle nachvollziehen oder verstehen konnte, sondern da es hierzu sehr offensichtliche Hinweise gab. Ich habe diese Gefühle nicht nachvollziehen können, es bliebt mir bis zum Schluss schleierhaft worauf diese Zuneigung baute.

Die Magie war mal was neues. Die Gebete zu unterschiedlichen Göttern und die daraus resultierende Macht sehr interessant. Aber auch hier waren es mir zu viele Namen. Absolutes Infodumping, mehr oder minder, denn man erfuhr divers osteuropäisch klingende Namen in einer langen Reihenfolge, aber dann nicht mehr. Keine weiteren Erklärungen oder ähnliches. Sehr Schade, denn es war eine wirklich neue Idee.
Die zweite Art der Magie war für mich noch unverständlicher, da sie an Logik nur so mangelte. Blutmagie, ja klar braucht man dafür Blut ist ja logisch. Aber das der Magier dafür sich regelmäßig die Pulsadern aufschneidet, Literweise Blut verliert und daran nicht stirbt, sondern nur einen Schluck Wasser trinkt um zu gesunden... Joar... das entspricht keinerlei Logik. Es ist das unlogischste was ich seit langem gelesen habe und es verärgerte mich sehr. Da auf diesen Umstand immer wieder verwiesen wurde.

Das Setting erinnerte mich an Russland. Auch die Namen vieler Figuren ließen dies erahnen. Vielleicht ist es jetzt ganz einfach der falsche Zeitpunkt für das Buch, aber es hinterließ einen faden Beigeschmack, weswegen ich es nicht 100% genießen konnte. Gepaart mit vielen Logikfehlern und völlig frei jeglicher Tiefe der Charaktere war es zwar vergnüglich. Wer aber genaueres wissen möchte, mit Figuren mitfühlen will und Hintergründe entdecken will, ist hier leider falsch. Das Buch bietet Spannung, auch einen Plotttwist welcher mich überraschte und jede Menge Actionszenen welche wirklich gut waren, darüber hinaus aber leider nicht mehr.

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Veröffentlicht am 27.02.2022

Grandioses Finale

Andrew im Wunderland (Band 2): Toranpu Town
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Ich Liebe die Idee von Andrew im Wunderland. Wer braucht schon Alice wenn man einen Nerd bekommen kann?

Wieder einmal taucht Andrew in das geschehen rund um Ludens City ein. Und alleine schon wie dies ...

Ich Liebe die Idee von Andrew im Wunderland. Wer braucht schon Alice wenn man einen Nerd bekommen kann?

Wieder einmal taucht Andrew in das geschehen rund um Ludens City ein. Und alleine schon wie dies geschieht und das typische "was bisher geschah" haben mich innerhalb Sekunden wieder voll in die Geschichte tauchen lassen. Aber auch viele der PC Games Anspielungen habe ich geliebt "WoW for Life", Sowie ein paar Anspielungen auf die eigenen Bücher, clever.

Der Humor war göttlich, aber auch die ernsten leisen Töne gingen nicht spurlos an mir vorbei. Es wird viel nachgedacht, über das Warum und Wieso und das "und Jetzt?". Es wird gelacht, geweint, getobt, geliebt, es gehen Teetassen kaputt und Leute werden verrückt und die Weltanschauung wird auf den Kopf gestellt. Ich liebe es das so viel auf engen Raum passiert, man ist wie das weiße Kaninchen, immer im Stress. Man hat eine Ahnung worauf es hinausläuft und trotzdem war ich vom Ende doch arg überrascht.
Ich liebe den Schreibstil des Buches. Die Gedanken Andrews sind nicht immer jugendfrei, und auch nicht bänkerisch hochdeutsch. So dass viele lustige kurze Anekdoten entstehen. Die Sprache von ihm eher salopp, Vincent würde dies nicht sonderlich schätzen. Aber genau das macht für mich persönlich den Charme aus und das Buch zu einem absoluten Highlight.

Wer Alice mag, wird Andrew lieben.

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Veröffentlicht am 27.02.2022

Starker Anfang, langsamer Weiterverlauf

Die Flamme im Eis
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Zu Anfang war ich sehr begeistert. Die Beschreibung der tanzenden Menschen in den Flammen. Die Erklärungen über die Königin und die 4 Mädchen welche aller 10 Jahre ins Schloss gehen.
Auch das erste zusammentreffen ...

Zu Anfang war ich sehr begeistert. Die Beschreibung der tanzenden Menschen in den Flammen. Die Erklärungen über die Königin und die 4 Mädchen welche aller 10 Jahre ins Schloss gehen.
Auch das erste zusammentreffen der 4 Elemente. Und ab dann?
Passierte meines Gefühl nach nichts mehr. Die Charaktere wurden zu Anfang gut beschrieben, erhielten aber keine weiterreichende Tiefe. Und wenn eine Geschichte aus nur 3 wichtigen Figuren und 3 Nebenfiguren besteht, und dir alle egal sind, kommt leider Langeweile auf. Ich habe mir keinem Mitgefiebert. Gefühle waren für mich überhaupt nicht nachvollziehbar, nach nur 1 Treffen spreche ich nicht von bester Freundin und bin mega enttäuscht wenn diese mir wenig Vertrauen entgegenbringt aus Angst um ihre Familie. Es ist eher eine völlig normale Handlung, unsere Prota sieht dies anders und kommt auf eine Gedanken und Äußerungen welche mich arg mit den Augen haben rollen lassen.

Das Buch und der Schreibstil sind sehr jung und einfach belassen. Es wird viele Fans finden, da bin ich mir sicher. Vielleicht bin ich einfach zu alt für solche doch sehr jugendlichen Storys und kann unsterbliche Liebe und Freundschaft nach nur 1 Augenblick nicht 100% nachvollziehen. Für alle welche sich das kindliche Träumen erhalten haben ist dies Buch eine gute Abwechslung und verspricht ein paar vergnügliche Lesestunden.

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Veröffentlicht am 10.02.2022

Molly, eine der besten Charaktere seit Jahren

The Maid
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Cosy Crime wie ich es besser nicht kenne.

Molly ist eine Figur welche man direkt ab der Seite 1 ins Herz schließen muss. Sie ist etwas ganz besonderes, was ich so auch noch nie gelesen habe. Mit leicht ...

Cosy Crime wie ich es besser nicht kenne.

Molly ist eine Figur welche man direkt ab der Seite 1 ins Herz schließen muss. Sie ist etwas ganz besonderes, was ich so auch noch nie gelesen habe. Mit leicht autistischen Zügen kämpft sie sich durchs Leben. Mit einem riesen großen guten Herzen, keinerlei Hintergedanken oder bösen Absichten. Nur das putzen der Zimmer im Sinn, um den Zustand der Perfektion wiederherstellen zu können. Und so groß wie ihr Herz ist, sieht sie auch ihre Gegenüber. Keinem traut sie böses zu, sieht nur das gute. Also warum sollte sie nicht die heimlich versteckte Waffe aus der Lüftung holen? Sie ist zu gutgläubig und das nutzen leider viele aus. Teilweise tut sie mir echt leid und man bekommt das Gefühl Molly vor allem und jedem beschützen zu wollen.

Dieses Buch und allen voran Molly beweist Eindrucksvoll das es nicht immer die starke, laut schreiende Deus Ex Machina sein muss um einem das Herz zu stehlen. Es kann auch die kleine putzende, immer lächelnde sein. Ich hoffe jeder rückt nach dem lesen, zukünftig im Aufzug ein Stück zur Seite wenn die putzenden Damen vor der Tür warten und noch genügend Platz ist. Molly wird es euch danken ;)

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