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Veröffentlicht am 15.05.2026

Zu schnell, zu viel Spice und zu wenig Sport

Crushed On Ice
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Vom Cover her war ich zunächst echt angetan, der Farbschnitt und die gesamte Farbgestaltung sind gerade für eine Sports Romance mit (vermeintlichem) Eishockey Bezug gut gelungen. Auch wenn im Buch dann ...

Vom Cover her war ich zunächst echt angetan, der Farbschnitt und die gesamte Farbgestaltung sind gerade für eine Sports Romance mit (vermeintlichem) Eishockey Bezug gut gelungen. Auch wenn im Buch dann leider nur sehr wenig wirklich von Sport Aspekten verarbeitet wird. Und ich muss sagen, ein bisschen befremdlich finde ich es schon auch, dass da jetzt extra so Sticker/Banner mit "Ohne KI" (zumindest online) hinzugefügt werden, sollte das nicht selbstverständlich sein ? Aber gut, das ist ein ganz anderes Thema...

Meine Erwartungen an dieses Buch waren ehrlich schon gut hochgesteckt, gerade in dem Hype rund um Romances aus diesem Bereich irgendwie ja auch nicht verwunderlich. Ich muss aber leider sagen, dass mich hier etwas ganz Anderes, es triffts fast perfekt, überrumpelt hat. Angesichts der Kürze des Buches war mir schon klar, dass nicht lange um den heißen Brei herum geredet werden wird, aber so rasand und in dieser Intensität hätte ich trotzdem nicht mit dem Spice gerechnet. Und dabei hat mich eigentlich gar nicht so sehr gestört, dass es schon so früh zur Sache ging, sondern eher, dass Cammie, die uns in den ersten Seiten als total introvertiert und schüchtern vorgestellt wird innerhalb so weniger Seiten eine nahezu 180 ° Drehung vollführt, was für mich leider sehr an der Authentizität und Nachvollziehbarkeit der Geschichte genagt hat. Chase hatte da schon eine etwas besser nachzuverfolgende Entwicklung, auch wenn ich ihn zwischendrin echt gerne geschüttelt und geschriehen hätte: "Denk nach! Kommunizier doch ordentlich" Da hat mir Brody ( ein Freund) von ihm von den Charakterzügen und vom allgemeinen Gehabe her schon viel eher zugesagt. Mehr Tiefgründigkeit, zwischendrin auch mal mehr mit dem Kopf als mit anderen Körperteilen denken, er hat einfach eine gute Balance mit sich gebracht. Ein wenig versöhnt hat das Ende mich dann schon auch noch, mit kleinen Schritten wird die Beziehung realistischer und nachvollziehbarer, man kann auch die Entwicklung von Cammie und Chase besser verstehen, aber leider wurde das am Anfang schon so mit einem überhöhten Tempo erschwert, dass ich insgesamt leider sagen muss, dass es kein Buch war, das ich unbedingt erneut lesen müsste.

Ich kann mir vorstellen, dass es Personen gefällt, die allgemein Bücher dieser Art, bei denen ein zügiges Tempo ohne zunächst eine klare Nachvollziehbarkeit erkennen zu lassen vorgelegt wird, mögen. Und man sollte sich bewusst sein, dass Sport Romance hier nur sehr am Rande passt, in den letzten Kapitel ein bisschen...

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Nicht nur etwas für den Frühling!

Picking Daisies on Sundays
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Es handelt sich hier um eine, meiner Meinung nach ganz besondere Art des Friends to Lovers Trope. Es ist eine ganz interessante Mischung aus diesem Trope und zusätzlich noch dem Faking Dating to lovers ...

Es handelt sich hier um eine, meiner Meinung nach ganz besondere Art des Friends to Lovers Trope. Es ist eine ganz interessante Mischung aus diesem Trope und zusätzlich noch dem Faking Dating to lovers trope. Aber durch diese enge Verbindung der Beiden, die zunächst komplett abgebrochen und dann später wieder neu aufgenommen wird, sind die Dynamiken meiner Meinung nach nochmal zusätzlich interessant.
Denn unsere Hauptcharaktere Levi und Daniella ( auch Daisy genannt und so hat auch der Titel nochmal eine zweite Ebene) kennen sich schon seit ihrer Kindheit und zumindest von ihrer Seite aus waren auch mal noch mehr als nur freundschaftliche Gefühle da. Ihre Freundschaft ist dann aber nach ihrem Abschluss eher unschön auseinandergegangen und nun treffen sie sich ( zufällig würde ich jetzt nicht ganz sagen,...) nach vier Jahren Funkstille wieder, denn Levi braucht ihre Unterstützung. Sie soll auf einer Hochzeit seine Fake Freundin spielen, auch um seinen (vermeintlichen) Traumjob zu bekommen.
Lange Rede kurzer Sinn, dieses Arragement bringt so einiges an Gefühlen, Gedanken, Zweifeln, etc. auf beiden Seiten wieder hoch und gemeinsam navigieren sie sich mal gelungerner, mal etwas tollpatschiger durch all die, an manchen Stellen wirklich sehr amüsanten Situationen, in die sie so geraten.
Die Charaktere sind wirklich sehr hübsch angelegt und auch die Entwicklungen, die sie gemeinsam durchlaufen sind authentisch und gut nachzufühlen angelegt.

Insgesamt ein sehr charmanter Roman, der zum Wohlfühlen einlädt und das nicht nur wenn im Frühling, die ersten Gänseblümchen ihre Köpfchen aus der Wiese strecken. Und der natürlich mit seinem Cover und dem super niedlichen Farbschnitt auch ein Hingucker im Bücherregal ist.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Berührende Gedanken, die aber leider teils schon mal so verarbeitet wurden

Die Mitternachtsreise
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Nachdem mich "Die Mitternachtsbibliothek" mit alle ihren Impulsen sehr berührt hatte, war ich nun natürlich voller Vorfreude und hatte aber natürlich auch gewisse Erwartungen an dieses Buch.
Die Geschichte, ...

Nachdem mich "Die Mitternachtsbibliothek" mit alle ihren Impulsen sehr berührt hatte, war ich nun natürlich voller Vorfreude und hatte aber natürlich auch gewisse Erwartungen an dieses Buch.
Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist wieder ein wunderbar geschriebener Text, der hier nun von Erinnerungen, verpasste Chancen und der Frage, wann ein Leben eigentlich gelungen ist.
Dazu begleitet der Leser Wilbur, der am Ende seines Lebens eine berührende Reise in die Vergangenheit antritt und dabei die prägendsten Momente seines Lebens noch einmal durchlebt.
Die Atmosphäre, die Haig hier erzeugt ist sehr gelungen und auch gerade die Betonung dessen, dass nicht nur die großen, bedeutenden Entscheidungen, sondern auch die kleinen, zunächst unbedeutend scheinenden Momente einen wichtigen Einfluss haben.
Aber ich schwanke tatsächlich, wie ich eine ganz bestimmte Tatsache noch einorden soll: denn die Gedankengänge und Impulse erinnern an manchen Stellen wirklich sehr an "Die Mitternachtsbibliothek". Das ist einerseits eine schöne Verbindung/eine Brücke, die zwischen den beiden Büchern geschlagen wird. Andererseits hatte ich an manchen Stellen auch schon ein wenig das Gefühl, das die Gedankengänge und Formulierungen aus dem "ersten" Buch einfach nochmal wiederholt ( drastisch formuliert; nochmal aufgewärmt) wurden.

Insgesamt für mich ein tolles Buch, das wirklich tolle Impulse gibt und zum Nachdenken anregt. Es muss aber im Kopf behalten werden, dass wenn man "Die Mitternachtsbibliothek" bereits gelesen hat, die Neuartigkeit der Gedankengänge teils leider nur noch eingeschränkt vorhanden ist.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Emotionale Spannungen einer dysfunktionalen Familie

Summer Storms
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Im Zentrum dieses Buches steht eine große Familienzusammenkunft nach dem Tod des Familienpatriarchen, bei der längst verdrängte Konflikte, Loyalitäten und Geheimnisse an die Oberfläche kommen.
Gerade ...

Im Zentrum dieses Buches steht eine große Familienzusammenkunft nach dem Tod des Familienpatriarchen, bei der längst verdrängte Konflikte, Loyalitäten und Geheimnisse an die Oberfläche kommen.
Gerade die Dynamiken zwischen den Geschwistern, die unter dem Einfluss des Vater doch ganz unterschiedlich erwachsen geworden sind bzw. wie Alice ( die Hauptprotagonistin), die sich dem frühstmöglich entzogen hat, mit dem anderen agiert, sind sehr schön ausformuliert. Die Charaktere sind allesamt sehr interessant angelegt, auch wenn ich so Einiges nicht ganz nachvollziehen konnte. Und so ginges mir auch mit der Atmosphäre, die auf der abgeschiedenen Insel aufgebaut wurde, sie war super interessant, hätte für mich aber noch mehr Potential gehabt.
Und damit komme ich auch schon dazu, warum mir dieses Familiendrama zwar grundsätzlich schon gefallen hat, es mich aber dennoch nicht ganz überzeugen konnte.
Denn so hübsch die sommerliche Atmosphäre auch ist, dem angekündigten Romance-Strang konnte ich nicht wirklich folgen, es wirkten an manchen Stellen doch sehr gezwungen/konstruiert. Und auch die "Auflösung" des Erbschaftsdramas fand ich eher mittelmäßig befriedigend. Ohne zu viel zu verraten, hätte ich nach einfach nach dem "Aufwand" , der für die Neuauflage der "Storms-Olympiade" betrieben wurde, einfach ein schlüssigeres Ende erwartet.

Alles in allem ein Familiendrama, das durchaus lesenswert ist und auch eine sommerliche Atmosphäre mit sich bringt. Dabei aber leider den Romance-Strang zu konstruiert verarbeitet, an manchen Stellen einfach zu gezwungen wird und auch am Ende nicht ganz zufriedenstellend abschließt.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Intensiver Roman, bei dessen Umsetzung es aber leider hapert

Die Dinner Party
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Die Covergestaltung und auch der Klappentext hatten mich wirklich sehr angesprochen, weswegen ich super gespannt auf diese Geschichte war, vielleicht war auch das eins der "Probleme", dass ich einfach ...

Die Covergestaltung und auch der Klappentext hatten mich wirklich sehr angesprochen, weswegen ich super gespannt auf diese Geschichte war, vielleicht war auch das eins der "Probleme", dass ich einfach sehr hohe Erwartungen hatte.
Denn die angekündigte Themensetzung rund um Beziehungen, Macht und die Verdrängung von Gewalt haben mich auf einen eindrücklichen und nachhallenden Roman vorbereitet, was leider nur teilweise zutraf.

Während die beklemmende Atmosphäre, die immer mehr aufgebaut wurde und auch die psychologische Grundidee mir wirklich sehr zusagte, wurde ich mit den Charakteren, insbesonders Fran nie wirklich warm.
Denn auch wenn durch die Ich-Perspektive ihrerseits eine gewisse Nähe erzeugt werden sollte, war die Erzählweise meiner Meinung anch an einigen Stellen doch sehr konstruiert und auch etwas sprunghaft zwischen den (zeitlichen) Ebenen. Dadurch wirkte es einfach nicht mehr natürlich, sondern zunehmend immer gekünstelter und verkrampfter.
Und leider waren auch Passagen dabei, die mich zwischenzeitlich wirklich viel Überwindung gekostet haben überhaupt noch weiter zu lesen. Dieser ganze "Arbeits-Smalltalk", der z.B. seitenweise ausgebreitet wurde hatte für mich einfach nicht wirklich einen Mehrwert.

Alles in allem ein Buch, das durchaus einiges an wichtigen Thematiken aufgreift und verarbeitet, dabei aber leider nicht durchgängig spannend bzw. fesselnd ist.

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