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Veröffentlicht am 01.04.2026

Schöne Grundidee, verworrene Umsetzung

You and Me - Die zweite erste Liebe
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Das Buch kommt zunächst von Cover und Leseprobe wie ein unterhaltsamer und zugleich nachdenklicher Liebesroman über die Frage, wie sehr kleine Entscheidungen ein ganzes Leben verändern können, daher. Es ...

Das Buch kommt zunächst von Cover und Leseprobe wie ein unterhaltsamer und zugleich nachdenklicher Liebesroman über die Frage, wie sehr kleine Entscheidungen ein ganzes Leben verändern können, daher. Es sollen anhand der Geschichte von Jules und Adam Themen wie Romantik, Zeitreisen und auch allgemeine Alltagssorgen miteinander verbunden werden.

Dazu werden die Geschehnisse im Wechsel aus beiden Perspektiven erzählt. Nur leider blieben die beiden Charaktere für mich über die gesamte Geschichte hinweg eher unnahbar und unsympathisch. Ich wurde einfach nicht warm mit diesem Ehepaar.

Das zentrale Gedankenexperiment ( und später dann ja auch real werdend) ist grundsätzlich super interessant: Was wäre, wenn man die Vergangenheit noch einmal anfassen und neu ordnen könnte? Und so ein wenig zieht das Buch daraus auch seine ( leider nur wenigen) starken Momente, es regt teils zum Nachdenken über verpasste Chancen, egal ob in der Liebe oder in anderen Bereichen des Lebens an. Aber die Entwicklungen, die mit diesem Element vorangetrieben werden, wirken an einigen Stellen leider sehr konstruiert und klischeebehaftet. Und leider trägt der an manchen Stellen sprachlich doch etwas sehr überladene Schreibstil nicht gerade dazu bei, dass man sich gut im Buch selbst zurecht findet.

Insgesamt sicherlich ein Buch, das Menschen, die Romane über zweite Chancen und das große "Was wäre wann ?" gefallen kann. Ich durfte an einer Leserunde hierzu teilnehmen und dabei u.A. auch herausfinden wie unterschiedlich die Wahrnehmung sein kann. Für mich persönlich war es aber leider nichts. Das große Potential der Grundidee wurde einfach zu klischeehaft und meiner Meinung nach nicht vollständig ausgeschöpft, u.A. auch weil ich nicht mit den beiden Hauptpersonen und ihren Entscheidungen mitfühlen konnte.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Grandioses Setting, etwas überstürztes Ende

Missing Page - Tödliche Worte
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Eindeutig ein spannender Young-Adult-Thriller, der seine Leserinnen und Leser direkt in seine düstere, abgeschottete Atmosphäre zieht. Das Setting macht allgemein meiner Meinung nach einen sehr großen ...

Eindeutig ein spannender Young-Adult-Thriller, der seine Leserinnen und Leser direkt in seine düstere, abgeschottete Atmosphäre zieht. Das Setting macht allgemein meiner Meinung nach einen sehr großen Reiz dieses Buches aus: ein abgeschiedenes Herrenhaus, das schlechte Wetter und das seltsame Verhalten der unterschiedlichen Figuren gepaart mit einer Mischung aus Isolation und Geheimnis sind sehr gut gelungen Man hat beim Lesen oft das Gefühl, selbst mit im Haus zu sein und niemandem ganz trauen zu können.

Auch die Charaktere sind sehr gut anlegt, wobei ich einen Moment gebraucht habe um mit Toni als Hauptperson warm zu werden. George dagegen war mir gleich sympathisch, wobei ich die Liebesgeschichte zwischen den Beiden doch etwas konstruiert fand.

Die Geschichte in sich ist schön erzählt, sie baut stetig mehr Spannung auf und durch die Hinweise, die auch dem Leser nur stückchenweise präsentiert werden, kann man sehr gut miträtseln. Wobei mir im Buch teilweise doch etwas schnell Rückschlüsse gezogen werden und Rätsel gelöst. Und so ging es mir dann auch mit der Auflösung. Ich kann es nicht genau in Worte fassen, aber irgendwas fehlte für mich. Vielleicht war ich aber auch vom Hype des ersten Buches der Autorin einfach auf etwas Fulminanteres eingestellt.

Was auch unbedingt noch genannt werden muss, ist das Buchdesign ( zumindest in der ersten Auflage sieht das so aus/ist das alles beinhaltet ). Das Page-Overlay, der Farbschnitt und die aufwendig eingebauten Elemente ( ein Fenster, das man tatsächlich öffnen kann, was ich aber nicht getan habe, irgendwas sträubt sich da in mir) machen den Roman nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch zu etwas Besonderem.

Insgesamt ein Buch, das nicht nur im Regal hübsch aussieht, sondern auch eine tolle Geschichte beinhaltet, die den Leser zum Miträtseln anregt, wobei meiner Meinung nach die Auflösung dann doch etwas überstürzt ist.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Slow Slow-Burn

Summer Tides
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Starten wir zunächst mit dem Cover, was wirklich sehr passend zur Geschichte ist und sich auch sehr gut für eine ganze Reihe, immer mit zur Jahreszeit passenden Farben eignet. Auch der Farbschnitt passt ...

Starten wir zunächst mit dem Cover, was wirklich sehr passend zur Geschichte ist und sich auch sehr gut für eine ganze Reihe, immer mit zur Jahreszeit passenden Farben eignet. Auch der Farbschnitt passt mit den Möwen perfekt zur maritimen Atmosphäre, in der die Geschichte spielt.

Wir begleiten Scarlett nach St. Ives, an die Küste Cornwalls wo sie mit einem alten Strandkiosk einen Neustart, nicht nur für ihre berufliche Laufbahn sondern auch für ihre Selbstfindung starten möchte. Dabei stolpert sie über Jonah, einen Rettungsschwimmer, den das Fernweh und die Sehnsucht nach einem ungebundenen Leben antreibt. Zwischen den beiden wächst langsam eine immer stärkere Anziehung, die aber noch durch die Tatsache, dass Scarlett in London noch einen Freund hat ( der ihr aber echt nicht gut tut) und Jonah verschiedenste Gründe hat sich auf niemanden zu sehr einzulassen, erschwert und noch zusätzlich verlangsamt wird.

Und da ist tatsächlich auch mein größter Kritikpunkt an dieser Geschichte. Ich wusste ja, dass es sich um eine Slow- Burn Geschichte handelt, aber so slow hätte es dann auch nicht sein müssen. Zeitweise möchte man die beiden Hauptcharaktere einfach nur schütteln und sagen: " Jetzt kommuniziert doch mal ordentlich". Ein weiterer Punkt, der mir aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass super viele Themen angerissen werden, aber viele nicht zu Ende geführt werden. Ganz prominent ist da Scarletts Charakterentwicklung in der wirklich Potential gewesen wäre, die aber leider auf einem naiven Niveau stecken bleibt.

Als Auftakt einer Reihe meiner Meinung nach okay, man bekommt schonmal einen ersten Eindruck der Atmosphäre, der Menschen, etc.. Mich persönlich konnte die Liebesgeschichte hier nicht ganz abholen, dazu war sie teilweise zu zäh.

Für Personen, die Slow Burn (und dabei Betonung auf dem "Slow") mögen und bereit sind zu Gunsten einer schönen Atmosphäre, die sich über mehrere Bände hinwegzieht, einige Lücken in der Handlung zu tolerieren, ein schönes Sommerbuch.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Gut Ding will Weile haben

Die Känguru-Rebellion (Die Känguru-Werke 5)
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Wahnsinn, wenn man sich überlegt, dass die ersten ( im Print erschienenen) Geschichte mit und über das Känguru schon 2009 erschienen sind. Und hier sind wir nun 17 Jahre später und es gibt immer noch Einiges ...

Wahnsinn, wenn man sich überlegt, dass die ersten ( im Print erschienenen) Geschichte mit und über das Känguru schon 2009 erschienen sind. Und hier sind wir nun 17 Jahre später und es gibt immer noch Einiges zu erzählen.
Ich muss gestehen, dass ich lange gar nichts von dieser Reihe wusste und irgendwann so 2017/2018 zufällig von ner Freundin mit rein gezogen wurde und seitdem ein riesiger Fan bin; Bücher und Hörspiele teilweise Wort für Wort mitsprechen und ( unabsichtlicherweise) auch immer wieder einfach so im Alltag zitieren kann.Und dieser Sog war auch nun im fünften Band eindeutig zu spüren.
Man merkt aber, dass das Känguru und seine Ansichten sich über die Jahre auch gewandelt haben. Am Anfang der Reihe wirkte es auf mich häufig eher meckernd und erstmal immer dagegen um sich abzugrenzen und hier beschließt es, ähnlich wie auch schon mit der Gründung des Asozialen Netzwerkes, aktiv mit einer Rebellion ( in Form eines Art Kettenbriefs, der sich durch das gesamte Buch zieht) einzugreifen. Und auch wenn die einzelnen Episoden, teils auch aus Sicht des Kängurus geschrieben, in sich abgeschlossen sind, wirkt dieser Plan wie ein roter Faden.
Über die grandiose humoristische Aufarbeitung unterschiedlichster Themen glaub ich muss ich wenig schreiben; es ist bekannt wie Kling mit einer Mischung aus albernen Wortspielen, absurden Einfällen und sehr präzisen Beobachtungen des deutschen Politiktreibens einfach stets kurzweilige Lektüren, die dennoch auch stark zum Nachdenken anregen, schafft.

Auffällig fand ich hier aber abschließend, dass ich irgendwie das Gefühl hatte, dass dieser fünfte Teil nochmal politischer und programmatischer war als seine Vorgänger. Ein Fakt, der ja stets in seinen Texten mitschwang, mir aber hier irgendwie besonders beim Lesen ins Auge stach. Ob positiv oder negativ lässt sich schwierig einordenen.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Noch eine neue Stufe skandinavischer Spannungsliteratur

Dunkelmann
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Die dunkle, mysteriöse Atmosphäre, die einem schon vom Cover her entgegenstrahlt, wird auch innerhalb der Geschichte sehr gut umgesetzt.
Das Wesen dieses Buches als ein hochaktueller Spionagethriller, ...

Die dunkle, mysteriöse Atmosphäre, die einem schon vom Cover her entgegenstrahlt, wird auch innerhalb der Geschichte sehr gut umgesetzt.
Das Wesen dieses Buches als ein hochaktueller Spionagethriller, der eine gute Balance zwischen packender Unterhaltung und politischer Realität findet, fesselt von der ersten Seite an.
Die Geschichte arbeitet mit verschiedenen Perspektiven, die nach und nach immer mehr zu einem Gesamtbild werden. Was als scheinbar kleiner Verdacht beginnt, eskaliert sich mit der Zeit immer mehr.
Besonders gelungen ist hier auch die Darstellung der Geheimdienstarbeit. Es wird nicht mit den klassischen Klischees und übertriebener Action, sondern mit weitgehend glaubwürdiger Ermittlungsarbeit, politischen Reiberein und auch psychologischem Druck gearbeitet. Da merkt man richtig, dass diese Materie den Autoren ( im Speziellen natürlich einem konkret) nicht unbekannt ist. Auch die Figuren sind so gezeichnet, dass man gut mit ihnen mitfühlen kann.
Und die Einbindung aktueller Themen wie u. A. geopolitischer Machtkämpf und natürlich Chinas immer wachsender Einfluss passt logischerweise sehr gut dazu.

Als kleineren Kritikpunkt muss ich aus meiner persönlichen Perspektive sagen, dass ich bei all den, zeitweise schon eher komplexen politischen Hintergründen nicht mehr ganz mitgekommen bin und mich so teilweise etwas schwer getan habe in der Geschichte zu bleiben.

Insgesamt aber ein super spannender Thriller, der gerade durch das Insiderwissen natürlich nochmal zusätzlich aufgewertet wird. Für alle, die politische Thriller und/oder skandinavische Krimis ( die Atmosphäre ist halt echt nochmal besonders) mögen durchaus eine Empfehlung.

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