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Veröffentlicht am 14.07.2025

Ein eindrücklicher Roman, der teilweise etwas verwirrend wirkt.

Die Probe
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Katie Kitamuras Roman „Die Probe“ erzählt von einer berühmten Schauspielerin mittleren Alters, deren Alltag durch die Begegnung mit dem jungen Schauspielschüler Xavier aus den Fugen gerät. Xavier behauptet, ...

Katie Kitamuras Roman „Die Probe“ erzählt von einer berühmten Schauspielerin mittleren Alters, deren Alltag durch die Begegnung mit dem jungen Schauspielschüler Xavier aus den Fugen gerät. Xavier behauptet, ihr Sohn zu sein, obwohl die Protagonistin sicher ist, nie ein Kind bekommen zu haben. Diese verstörende Behauptung wirft sie aus der Bahn und zwingt sie, ihre Vergangenheit, ihre Ehe mit dem erfolglosen Schriftsteller Tomas und ihr Selbstbild zu hinterfragen. Kitamura inszeniert ein zunächst etwas seltsam anmutendes Kammerspiel, in dem die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, zwischen Schein und Sein verschwimmen. Die Autorin legt dabei besonderen Wert auf die Ambivalenz und Offenheit der Erzählung: Was ist Interpretation, was Realität? Wer sind wir füreinander, und wie sehr bestimmen Erwartungen von außen unser Selbstbild. Die Atmosphäre ist von subtiler Spannung geprägt, die Figuren agieren wie auf einer Bühne, stets auf der Suche nach Authentizität und Wahrheit. Insgesamt ist Kitamuras Stil präzise und eindringlich, die Figurenzeichnung nuanciert, auch wenn die Atmosphäre teilweise etwas verwirrend wirkt. 

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Gefühlsgeladener Coming‑of‑Age‑Roman

Furye
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In „Furye“ erzählt Kat Eryn Rubik die Geschichte einer erfolgreichen Musikmanagerin, die nach einem mysteriösen Autounfall an der Küste mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird. Der Unfall eines engen ...

In „Furye“ erzählt Kat Eryn Rubik die Geschichte einer erfolgreichen Musikmanagerin, die nach einem mysteriösen Autounfall an der Küste mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird. Der Unfall eines engen Freundes zwingt sie zurück in ihre Heimatstadt – und in eine Rolle, die sie einst als Teil der Furien eingenommen hat. Die Ich-Erzählerin bleibt namenlos, doch ihre innere Zerrissenheit wird umso greifbarer. Zwischen Schuld, Erinnerung und der Frage nach Vergebung entfaltet sich eine psychologisch dichte Geschichte.Rubik verbindet gekonnt die Spannung eines Thrillers mit poetischer Tiefe. Ihr Stil ist sowohl kraftvoll als auch sensibel, durchzogen von melancholischer Sommerstimmung und einer leisen, fast elegischen Nostalgie. Die Kulisse am Meer verstärkt das Gefühl einer schwebenden Vergangenheit, die nicht loslässt. Besonders eindrucksvoll ist, wie Rubik die Themen Schuld, Identität und Selbstvergebung in eine atmosphärisch starke Handlung einbettet. 

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Veröffentlicht am 30.06.2025

Vielschichtiges und hochaktuelles Werk

Standing Ovations
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Charlotte Runcies Debütroman „Standing Ovations“ ist ein sehr interessantes Werk, das sich mit Machtmissbrauch, weiblicher Wut und den Grenzen künstlerischer Kritik auseinandersetzt. Im Mittelpunkt steht ...

Charlotte Runcies Debütroman „Standing Ovations“ ist ein sehr interessantes Werk, das sich mit Machtmissbrauch, weiblicher Wut und den Grenzen künstlerischer Kritik auseinandersetzt. Im Mittelpunkt steht die Performerin Hayley Sinclair, die nach einer vernichtenden Theaterkritik eine nächtliche Begegnung mit dem Kritiker Alex Lyons hat. Inspiriert von diesem Erlebnis verarbeitet Hayley ihre Gefühle in einer neuen Show, die schnell zum kulturellen Phänomen wird und eine Bewegung auslöst, in der Frauen kollektiv ihre Stimme erheben.Runcie gelingt es, Themen wie Misogynie, Machtdynamiken in der Kunstwelt und die Fragilität öffentlicher Urteile zu einer scharfsinnigen Gesellschaftsanalyse zu verweben. Die Sprache des Romans ist präzise und pointiert, die Dialoge – vor allem zwischen Hayley und Alex – sind bissig und lebendig.Kritisch anzumerken ist, dass die Handlung stellenweise vorhersehbar wirkt und die Komplexität der Thematik gelegentlich zu vereinfachenden Lösungen führt. 
Besonders empfehlenswert ist der Roman meiner Meinung nach für Leserinnen und Leser, die gesellschaftskritische Literatur mit einem feministischen Fokus schätzen.

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Veröffentlicht am 21.06.2025

Kurzweiliger Thriller für Fans psychologischer Spannung

Die Villa am See (Psychothriller)
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'Die Villa am See" von Rose Hard ist ein Psychothriller, der mit einer spannenden Ausgangslage beginnt: Die Protagonistin Jessie erwacht nach einem Autounfall ohne Gedächtnis in einer abgelegenen Villa ...

'Die Villa am See" von Rose Hard ist ein Psychothriller, der mit einer spannenden Ausgangslage beginnt: Die Protagonistin Jessie erwacht nach einem Autounfall ohne Gedächtnis in einer abgelegenen Villa am See. An ihrer Seite ist ihr Verlobter David, doch schnell wird klar, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Die Atmosphäre ist von Beginn an düster und beklemmend, die Isolation in der Villa verstärkt das Gefühl der Unsicherheit.

Rose Hard versteht es, die Lesenden mit Andeutungen und falschen Fährten in die Irre zu führen. Die Handlung lebt von Jessies Unsicherheit und der Frage, wem sie trauen kann. Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten, auch wenn ein paar Wendungen überraschend und teils etwas konstruiert wirken.

Der Schreibstil ist flüssig und sorgt für einen schnellen Lesefluss, auch wenn gelegentliche Wiederholungen und kleinere Logikfehler den Lesegenuss leider etwas trüben.

Insgesamt ist "Die Villa am See" ein toller Psychothriller, der vor allem durch seine unheimliche Atmosphäre und das undurchsichtige Figurenensemble überzeugt

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Veröffentlicht am 17.06.2025

Spannender Fall, der zum Nachdenken anregt

Im Finsterwald
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"Im Finsterwald" ist ein spannender und vielschichtiger Krimi. Das Buch lebt von seiner suggestiven Sprache, seinen psychologisch fein gezeichneten Figuren und einem subtilen Spiel mit Angst, Erinnerung ...

"Im Finsterwald" ist ein spannender und vielschichtiger Krimi. Das Buch lebt von seiner suggestiven Sprache, seinen psychologisch fein gezeichneten Figuren und einem subtilen Spiel mit Angst, Erinnerung und Naturmystik. Die Handlung schreitet ruhig, aber stetig voran, (teilweise zieht es sich leider etwas ) und belohnt geduldige Leser:innen mit einem tiefgründigen, dramatischen Finale, bei dem ich mir nach wie vor noch ein wenig unsicher bin, was genau ich davon halten soll.
Besonders hervorzuheben ist auch die subtile Art, mit der Hermanson das Unheimliche in den Alltag einwebt und den Leser bis zum Schluss im Unklaren lässt, was tatsächlich geschehen ist.
Ein empfehlenswerter Roman für alle, die literarische Spannung mit Tiefgang suchen – eine fesselnde Reise ins Dunkel, bei der man nie genau weiß, ob der wahre Schrecken draußen oder in uns selbst lauert.

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