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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.11.2018

Emotional und aufwühlend

Wie das Feuer zwischen uns
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"Wie das Feuer zwischen uns" erzählt eine Liebesgeschichte, die kompliziert, sehr emotional und aufwühlend ist. Es geht um Alyssa und Logan, die schon jung ihre eigenen Päckchen zu tragen, aber in dem ...

"Wie das Feuer zwischen uns" erzählt eine Liebesgeschichte, die kompliziert, sehr emotional und aufwühlend ist. Es geht um Alyssa und Logan, die schon jung ihre eigenen Päckchen zu tragen, aber in dem anderen Trost gefunden hatten... bevor ihr Glück zerstört wurde. Jahre später treffen sie sich wieder und es ist offensichtlich, dass sie immer noch Gefühle füreinander haben, doch die Situation ist nach wie vor alles andere als einfach und es wäre für beide ein großes Risiko, erneut das Wagnis einer Beziehung einzugehen.

Mir hat sehr gefallen, wie vielschichtig die Protagonisten dargestellt wurden; sie haben, ebenso wie viele der Nebencharaktere, ihre Stärken und Schwächen und es war leicht, mit ihnen zu fühlen und sich in sie hineinzuversetzen. Die Autorin mutet ihnen einiges zu, stellt ihnen Hindernisse in den Weg, treibt sie bis an ihre Grenzen und schickt sie auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Die Höhen und Tiefen, die die Figuren durchlebt haben, wurden wahnsinnig echt und greifbar geschildert, sodass ich wirklich mit ihnen gelitten habe. Sie machen durchaus Fehler und ich hatte ein paar Probleme damit, wie Logan gelegentlich mit Alyssa umgegangen ist, doch alles in allem fand ich beide sehr sympathisch und man kann ihr Handeln immer verstehen, selbst wenn man sich wünscht, dass alles anders kommen würde. Die Erlebnisse der Charaktere haben mich sehr mitgenommen und es gab einige Szenen, bei denen mir die Tränen gekommen sind, da so viele Schicksalsschläge auf sie einprasseln und sie durchgängig gegen die Umstände und ihre eigenen Dämonen zu kämpfen haben. Ich habe definitiv gehofft, dass sie trotz allem irgendwie ihr Glück finden würden, auch wenn sich alles gegen sie verschworen zu haben schien.

Die Geschichte befasst sich mit einigen ernsten Themen, darunter Drogensucht, und diese wurden sensibel und einfühlsam behandelt. Cherry hat gut und ohne Beschönigungen dargestellt, welche furchtbaren Konsequenzen sich daraus ergeben können und wie schwer es sein kann, den Kreislauf zu durchbrechen und sich ein neues Leben aufzubauen. Dies war realistisch und hat mir deshalb gefallen, doch davon abgesehen gab es auch einige lebensbejahende oder friedliche Augenblicke, was ich ebenfalls gut fand, da es leicht gewesen wäre, ein deprimierendes, trostloses Buch zu schreiben. Dies ist "Wie das Feuer zwischen uns" allerdings auf keinen Fall, ganz im Gegenteil. Die Erzählung ist ohne jeden Zweifel emotional und voller Höhen und Tiefen, aber sie ist zugleich wirklich schön und es war bewundernswert, wie sehr die Figuren um ihr Glück und die Erfüllung ihrer Träume gekämpft haben. Deshalb bekommt das Buch von mir 4,5/5 Sternen.

Veröffentlicht am 31.10.2018

Weitgehend gelungene Fortsetzung mit einer etwas schwächeren dritten Geschichte

Dream Maker - Lust (The Dream Maker 2)
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Es fällt mir schwer, den zweiten Sammelband der "Dream Maker"-Reihe zu bewerten, was vor allem daran liegt, dass ich die drei Geschichten unterschiedlich gut fand. Die erste - "Mailand" - hat mir sehr ...

Es fällt mir schwer, den zweiten Sammelband der "Dream Maker"-Reihe zu bewerten, was vor allem daran liegt, dass ich die drei Geschichten unterschiedlich gut fand. Die erste - "Mailand" - hat mir sehr gefallen und auch "San Francisco" mochte ich weitgehend, doch die dritte der Erzählungen hat mich nicht hundertprozentig überzeugt. Dies lag vor allem daran, dass es mir so vorkam, als würde der Konflikt künstlich in die Länge gezogen werden. Es war verständlich, dass Parker, der in dieser Hinsicht ein gebranntes Kind ist, von den Vorkommnissen verletzt war und seine erste Reaktion war ebenfalls glaubwürdig und realistisch, doch im Laufe der Geschichte fand ich es immer weniger nachvollziehbar, dass er dem klärenden Gespräch weiter aus dem Weg gegangen ist und stattdessen über destruktives Verhalten nachgedacht und sich selbst gequält hat. Die Aussprache hätte ihn verletzen können, ja, doch so hat sein Handeln dafür gesorgt, dass "Montreal" mich nicht richtig packen und begeistern konnte. Hinzu kam auch, dass ich den Auftrag nicht besonders spannend fand, aber dafür muss ich sagen, dass die Ereignisse am Ende auf jeden Fall neugierig darauf machen, was im nächsten Band passieren wird.

Die anderen beiden Erzählungen haben mir, wie bereits erwähnt, gefallen und vor allem die erste war wirklich gut. Die Kunden waren ein bisschen schwierig und die Aufträge interessant sowie in mancher Hinsicht ganz anders als die im vorherigen Buch, was für Abwechslung gesorgt hat. Ich mochte außerdem, wie es bei Parker und Skyler weiter ging und Carlan hat die Entwicklung ihres Verhältnisses überzeugend und zugleich schön dargestellt. Ich fand die Schauspielerin schon in "Sehnsucht" sehr sympathisch und dieser Eindruck hat sich hier nur verstärkt. Ich mochte, dass nicht alles glatt lief, beide Fehler gemacht und sie sich manchmal falsch benommen haben, doch aufgrund der jeweiligen Charakterisierung der beiden und ihrer vergangenen Erfahrungen war das alles zu erwarten und die Autorin hat gut herausgearbeitet, wieso sie zusammen passen und dass sie einander trotz allem glücklich machen können. Es gibt natürlich wieder einige erotische Szenen, doch ich mochte vor allem die liebevollen oder alltäglichen Momente, die von enormer Bedeutung waren.

Ebenfalls gefallen hat mir, dass bekannte Figuren wieder aufgetreten sind und der 'Money Maker' etwas mehr in den Fokus gerückt ist, sodass man mehr über ihn, seine Vergangenheit und seine Zukunftspläne erfahren hat. Das war definitiv interessant und ich fand es schön, dass die Freundschaft der drei Männer wieder eine große Rolle gespielt hat. Ich hoffe, das wird in der Fortsetzung wieder der Fall sein, vor allem, da Royce und Bo beide toll zu sein scheinen und ich ihnen ein privates Glück gönnen würde.

"Dream Maker - Lust" bekommt von mir 3,5/5 Sternen. Die ersten beiden Geschichten hätte ich mit knappen 4 Sternen bewertet, doch die dritte hat mich leider lange nicht richtig überzeugt und ich fand das Verhalten des Protagonisten nicht immer nachvollziehbar. Trotzdem bin ich sehr gespannt, wie es weiter gehen wird, gerade, da das Ende dieses Buches viel offen lässt.

Veröffentlicht am 31.10.2018

Sehr gute Fortsetzung

Die Luna-Chroniken 2: Wie Blut so rot
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Da "Wie Monde so silbern" mir wirklich gut gefallen und das Ende des Buches auch einige Fragen aufgeworfen hatte, war ich sehr neugierig auf die Fortsetzung. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass ...

Da "Wie Monde so silbern" mir wirklich gut gefallen und das Ende des Buches auch einige Fragen aufgeworfen hatte, war ich sehr neugierig auf die Fortsetzung. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass Cinder in diesem Band eine eher untergeordnete Rolle spielen würde, aber stattdessen wird ihre Geschichte in "Wie Blut so rot" parallel zu den Erlebnissen von Scarlet weiter erzählt, was ich auf jeden Fall gut fand; es war interessant zu sehen, wie sie mit den alles verändernden Erkenntnissen, mit denen sie konfrontiert wurde, umgegangen ist und es gab ein paar brenzlige Situationen, sodass ich um sie gebangt und gehofft habe, dass ihr nichts zustoßen würde. Ihre Lage scheint beinahe ausweglos zu sein und ich bin sehr gespannt darauf, was noch passieren und ob sie ihr Ziel erreichen wird, vor allem, da ihre Gegenspielerin eine ernsthafte Bedrohung ist.

Auch der Handlungsstrang um Scarlet, deren Großmutter verschwunden ist, konnte mich von Anfang an fesseln und ich fand sie sehr sympathisch. Sie ist ein gut ausgearbeiteter Charakter mit Stärken und Schwächen und ich mochte, dass sie sich in vielerlei Hinsicht von Cinder unterscheidet. Ihre eiserne Entschlossenheit, die sie dazu getrieben hat, unter keinen Umständen aufgeben zu wollen, war bewundernswert, da sie einen sehr beschwerlichen Weg beschreiten musste. Ihr wurde einiges zugemutet und viel abverlangt, wodurch die Geschichte mitreißend und packend war; zudem gab es einige emotionale Momente, sodass es leicht war, mit ihr zu fühlen und zu hoffen, dass alles gut gehen würde. Die Nebencharaktere fand ich ebenfalls interessant, ganz besonders Wolf, der geheimnisvoll und schwer zu durchschauen ist, was die Dynamik zwischen ihm und Scarlet faszinierend macht.

Es hat ein bisschen gedauert, bevor das Buch richtig an Fahrt aufgenommen hat, aber davon abgesehen war die Handlung weitgehend fesselnd und auch abwechslungsreich; bei dem ersten Band hatte ich noch das Gefühl, dass die Geschichte teilweise vorhersehbar war, doch hier war das nicht mehr der Fall. Die Autorin konnte mich mit einigen Entwicklungen überraschen, am Ende haben sich die Ereignisse geradezu überschlagen und der Konflikt hat sich hier erneut zugespitzt, weshalb ich unbedingt wissen möchte, wie es weiter gehen wird. Ich will den dritten Band definitiv bald lesen.

Veröffentlicht am 29.10.2018

Sehr emotionale, mitreißende Liebesgeschichte

All In - Tausend Augenblicke
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"All In - Tausend Augenblicke" erzählt eine emotionale, bewegende und mitreißende Geschichte. Es geht um Kacey, die zwar sehr stark ist, aber ihre eigenen Dämonen hat, und Jonah, der ebenfalls mit einigen ...

"All In - Tausend Augenblicke" erzählt eine emotionale, bewegende und mitreißende Geschichte. Es geht um Kacey, die zwar sehr stark ist, aber ihre eigenen Dämonen hat, und Jonah, der ebenfalls mit einigen gewichtigen Problemen kämpfen muss. In vielerlei Hinsicht sind die beiden das genaue Gegenteil voneinander: Sie ist oftmals sehr direkt, selbstbewusst und zudem ein Rockstar (auch wenn sie mit diesem Leben nicht wirklich glücklich ist), geht oft feiern und versucht, sich mit Alkohol von der Realität abzulenken. Er widmet seine ganze freie Zeit der Glasbläserei, hat einen strikt durchgeplanten Alltag und ist im Vergleich zu ihr sehr besonnen und ruhig. Auf den ersten Blick haben sie nicht viel gemeinsam, aber all diese Unterschiede sorgen dafür, dass sie einander perfekt ergänzen; dadurch können sie einander geben, was sie brauchen, und es war schön zu sehen, wie sie das Leben des jeweils anderen bereichert haben.

Es gab zu Beginn ein paar Szenen, die ich nicht hundertprozentig realistisch fand, wenn man die Umstände bedenkt, doch Scott hat die besondere Verbindung zwischen den Protagonisten von Anfang an sehr gut dargestellt. Durch viele kleine Momente hat sie gezeigt, wie zwischen ihren Charakteren Vertrauen, Freundschaft und schließlich romantische Gefühle entstanden sind und die Tiefe dieser Emotionen wurde unglaublich echt und greifbar geschildert, ganz zu schweigen davon, dass die einzelnen Szenen toll beschrieben wurden, sodass ich mir sie leicht vorstellen konnte. Es war daher alles andere als schwer, sich in Jonah und Kacey hineinzuversetzen, mit ihnen zu fühlen, zu bangen und zu hoffen. Die Probleme, mit denen sie zu kämpfen hatten, wurden realistisch, schonungslos und zugleich einfühlsam thematisiert und gerade in den letzten Kapiteln gab es einige Szenen, die mir die Tränen in die Augen getrieben haben. Das Buch schickt den Leser auf eine Achterbahn der Gefühle und sowohl die schönen, glücklichen und unbeschwerten als auch die traurigen und schwierigen Augenblicke sind der Autorin sehr gelungen.

Für meinen Geschmack gab es gerade später ein paar erotische Szenen zu viel, auch wenn das den emotionalen Momenten keinen Abbruch getan hat, und ich muss sagen, dass die Andeutungen bezüglich der Entwicklungen im zweiten Band mich nicht begeistern konnten, wobei das nur ein kleiner Kritikpunkt ist. Ich bin von dem Konzept der Fortsetzung noch nicht ganz überzeugt, aber da "Tausend Augenblicke" mir gut gefallen hat, will ich sie auf jeden Fall lesen. Der erste Band hat mich sehr bewegt, die Handlung konnte mich überzeugen, die Emotionen der Figuren wirkten echt und ich fand die Protagonisten sympathisch; ich kann mir nicht vorstellen, dass dies bei "Zwei Versprechen" anders sein wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Gefühl
Veröffentlicht am 20.10.2018

Eine berührende Geschichte

Cinder & Ella
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"Cinder & Ella" beginnt damit, dass das Leben der Protagonistin, Ella, sich von Grund auf verändert. Sie ist in einen Autounfall verwickelt, bei dem ihre Mutter stirbt, weshalb sie nun bei ihrem Vater ...

"Cinder & Ella" beginnt damit, dass das Leben der Protagonistin, Ella, sich von Grund auf verändert. Sie ist in einen Autounfall verwickelt, bei dem ihre Mutter stirbt, weshalb sie nun bei ihrem Vater und dessen neuer Familie leben muss, obwohl sie ihn seit Jahren nicht gesehen hat. Zudem wird sie selbst schwer verletzt und trägt Narben und bleibende Verletzungen davon, was ihr einige Probleme bereitet.

Obwohl ich die Liebesgeschichte, die in diesem Buch erzählt wird, sehr berührend fand, muss ich sagen, dass die Darstellung dieser körperlichen Behinderung und ihrer Folgen mir am besten gefallen hat. Es war für mich ein origineller Ansatz, um das Aschenputtel-Motiv zu verarbeiten, die Autorin hat eindringlich geschildert, wie hart es für Ella war, mit ihrer neuen Realität umzugehen, und es war bewundernswert, wie sie sich durch ihr absolutes Tief durchgekämpft hat. Ich fand gut, dass ohne Beschönigungen damit umgegangen wurde, wie viel sich durch solch schwerwiegende Verletzungen verändern kann, nicht nur in Bezug auf die Belastungen im Alltag, sondern auch, was die Reaktion der Mitmenschen betrifft.

Es war schrecklich zu sehen, wie die Protagonistin gemobbt und verspottet wurde und dass andere sie als gezeichnet und voller Makel wahrgenommen haben, aber wirklich beklemmend und herzzerreißend war es, wie sehr sie selbst unter ihren Narben gelitten hat. Oram hat dies sensibel und einfühlsam behandelt und das komplexe Innenleben ihrer Hauptcharaktere wurde ausgiebig thematisiert. Besonders gut und realistisch war, dass diese veränderten Umstände für keine der Figuren leicht waren, schon gar nicht für Ellas Familie. Zwar war es keineswegs richtig oder fair, wie sie teilweise behandelt wurde, doch ich mochte, dass verdeutlicht wurde, in welchem Ausmaß alle dazu beigetragen haben, wie schwierig und verkrampft die Lage sein konnte. Ich fand gut, wie der Konflikt am Ende aufgelöst wurde und es war schön, die Weiterentwicklung einiger Charaktere zu verfolgen.

Wie bereits erwähnt hat mir auch die Romanze von Ella und ihrem Chat-Freund Cinder sehr gefallen. Es war schade, dass man ihr Kennenlernen und die Entstehung ihrer Freundschaft nicht verfolgen konnte, da das Buch Jahre nach ihrem ersten Gespräch einsetzt, aber die enge Verbindung zwischen ihnen war dennoch offensichtlich und es wurde glaubwürdig dargestellt, dass zwischen ihnen eine tiefe Freundschaft und romantische Gefühle entstanden sind. Die Parallelen ihrer Geschichte zu den "Aschenchroniken", der liebsten Buchreihe der beiden, wurden gut herausgearbeitet und es gibt ein paar emotionale, berührende Momente, die sehr schön waren. Zudem waren die Wortgefechte, die sie sich geliefert haben, amüsant. Zwischendurch war das Buch ein bisschen kitschig, allerdings hat mich dies nicht gestört, weil es zu der irgendwie märchenhaften Stimmung gepasst hat. Vor allem das Ende war unglaublich bewegend und ich hätte gerne gleich den zweiten Band gelesen, um Brian und Ella weiter zu begleiten.