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Veröffentlicht am 28.02.2026

Macht hat ihren Preis

The Poet Empress
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Wei wächst als einfache Reisbäuerin auf und scheint zunächst weit entfernt von Macht und Einfluss. Doch ihr Weg führt sie an den kaiserlichen Hof, wo Intrigen, politische Machtspiele und persönliche Abgründe ...

Wei wächst als einfache Reisbäuerin auf und scheint zunächst weit entfernt von Macht und Einfluss. Doch ihr Weg führt sie an den kaiserlichen Hof, wo Intrigen, politische Machtspiele und persönliche Abgründe über Aufstieg oder Fall entscheiden. Zwischen Loyalität, Ehrgeiz und moralischen Abgründen muss Wei ihren eigenen Platz finden.

Dieses Buch hat meine Erwartungen NULL erfüllt – und mich dabei komplett zerstört.

Ich hatte mit einer eher romantisch geprägten Geschichte gerechnet: eine junge Frau niedriger Herkunft, die das Herz des Prinzen gewinnt, gemeinsam mit ihm Intrigen übersteht und sich in einer feindlichen Umgebung behauptet.

Bekommen habe ich: Machtspiele. Intrigen. Brutalität. Grausamkeit. Moralische Abgründe. Eine Geschichte, die deutlich macht, dass Macht ein schleichendes Gift ist.

The Poet Empress klingt edel und romantisch – doch hier wird nichts beschönigt. Menschen tun einander Schreckliches an. Und nicht ihren Feinden sondern der eigenen Familie. Und oft nicht aus Bosheit – sondern aus Überzeugung. Oder Angst. Oder "Notwendigkeit". Meistens jedoch weil das Umfeld es erwartet.

Weis Entwicklung von der Reisbäuerin zu einer Frau, die nicht nur Kaiserin wird, sondern Kaiserin sein will, ist beeindruckend. Ihre innere Zerrissenheit ist greifbar.
Der Zwiespalt bezüglich Terren und dem „richtigen Weg“ ist absolut nachvollziehbar.

Und genau da liegt der Kern: kann erlebtes Leid eine Entschuldigung für Grausamkeit sein?

Und Terren... Er ist beim besten Willen kein Mann, den man heiraten möchte. Grausam und brutal. Ein Monster.
Und trotzdem – auf verstörende Weise – nachvollziehbar. Was ihm angetan wurde, hinterlässt tiefe Spuren.

Und dann steht da noch die Frage im Raum: Ist der vermeintlich „gute Prinz“ wirklich die bessere Wahl?

Fazit
Ein düsteres, beeindruckendes Meisterwerk.

Dieses Buch fragt nicht, ob du dich wohlfühlst. Es fragt:
Was ist gut?Was ist böse?
Heiligt der Zweck die Mittel?

Und es gibt keine einfachen Antworten und bleibt im Gedächtnis. Ich habe jede einzelne Seite geliebt.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Wundervolle Fortsetzung

Heaven Official's Blessing
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Nachdem die Hauptcharaktere am Anfang dieses Bandes getrennte Wege gehen, erhält Xie Lian einen neuen Auftrag, der ihn in die Geisterstadt - also Hua Chengs Reich - führt.

Wir lernen einige neue Charaktere ...

Nachdem die Hauptcharaktere am Anfang dieses Bandes getrennte Wege gehen, erhält Xie Lian einen neuen Auftrag, der ihn in die Geisterstadt - also Hua Chengs Reich - führt.

Wir lernen einige neue Charaktere kennen, deren Eigen- und Besonderheiten durch die wundervollen Zeichnungen toll hervorgehoben werden. Auch die Stimmungen in den unterschiedlichen Szenen ist insbesondere durch die Farbgebung fantastisch dargestellt und fast greifbar.

Wieder eine meisterhafte Um- und Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Gelungener Auftakt

Vesselless – Mein verräterisches Herz
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Mir war leider nicht bewusst, dass ich hier einen Reihenauftakt lese, ich habe daher lange auf etwas mehr Handlung gewartet und vielleicht erklärt das auch, warum ich am Ende mehr Fragen als Antworten ...

Mir war leider nicht bewusst, dass ich hier einen Reihenauftakt lese, ich habe daher lange auf etwas mehr Handlung gewartet und vielleicht erklärt das auch, warum ich am Ende mehr Fragen als Antworten hatte.

Nichtsdestotrotz: Nizzara ist eine starke, vielschichtige Protagonistin. Ihr innerer Konflikt zwischen Liebe und Hass gegenüber ihrem Vater ist gut dargestellt, ebenso ihr Widerstand trotz drohender Konsequenzen. Gleichzeitig ist sie stellenweise fast schon frustrierend selbstaufopfernd – nach allem, was ihr angetan wird, will sie immer noch alle beschützen.

Dagen mochte ich ebenfalls, nur konnte ich ihn nie wirklich als „böse“ wahrnehmen. Dafür ist er zu reflektiert und zu bemüht, den Menschen seines Königreichs zu helfen. Das Enemies-to-Lovers-Motiv fühlte sich deshalb für mich nicht ganz stimmig an.

Das Konzept mit den Geistern in den Vessels ist spannend und atmosphärisch. Bei den Glo-Steinen und den Dimensionen blieb für mich allerdings einiges unklar. Der Perspektivwechsel zwischen Nizzara und Dagen hat den Figuren dafür spürbar mehr Tiefe gegeben.

Anfang und Ende sind packend, der Mittelteil zieht sich etwas und wiederholt sich stellenweise – ein, zwei Kämpfe weniger hätten gereicht. Zudem ist die Geschichte teils recht brutal und blutig.

Fazit:

Starke Figuren und eine spannende Grundidee, aber mit leicht holprigem Tempo und nicht ganz rundem Worldbuilding. Irgendwie gut – nur nicht komplett überzeugend

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Düstere Spannung zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Ein Pakt aus Asche und Blut
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Ein Pakt aus Asche und Blut erzählt eine düstere Geschichte, die gekonnt zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechselt. Besonders gefallen hat mir, wie sich die einzelnen Figuren und ihre Schicksale nach ...

Ein Pakt aus Asche und Blut erzählt eine düstere Geschichte, die gekonnt zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechselt. Besonders gefallen hat mir, wie sich die einzelnen Figuren und ihre Schicksale nach und nach miteinander verknüpfen – dieser langsame Aufbau hat mich gut in die Atmosphäre des Romans hineingezogen.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, die Spannung bleibt über weite Strecken erhalten. Die Erzählung auf zwei Zeitebenen sorgt für Abwechslung, wobei mir der Handlungsstrang in der Vergangenheit etwas besser gefallen hat. Die Charaktere wirken überwiegend authentisch, ihre Entwicklungen sind nachvollziehbar, und auch die Auflösung, wer letztlich "der Böse" ist, fand ich überzeugend umgesetzt.

Ab etwa der Hälfte wurde die Handlung für meinen Geschmack allerdings etwas vorhersehbar, dadurch fehlte mir ein klarer Höhepunkt. Nicht ganz schlüssig war für mich außerdem, woher Friedrich plötzlich sein umfangreiches Wissen über Zauberei / Alchemie bezieht. Außerdem hätte ich gerne noch etwas darüber gelesen, wie es mit Helene weiter ging.

Trotz dieser Kritikpunkte hat mich Ein Pakt aus Asche und Blut gut unterhalten. Die düstere Stimmung, der leichte Gruselfaktor und die Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart bleiben im Gedächtnis und machen das Buch lesenswert.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Zwischen Alltagssorgen und leiser Hoffnung

Der Laden in der Mondlichtgasse
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Der Laden in der Mondlichtgasse von Hiyoko Kurisu ist ein ruhiges Wohlfühlbuch, das in mehreren Kurzgeschichten von Menschen erzählt, die mit alltäglichen Sorgen und Problemen zu kämpfen haben und dabei ...

Der Laden in der Mondlichtgasse von Hiyoko Kurisu ist ein ruhiges Wohlfühlbuch, das in mehreren Kurzgeschichten von Menschen erzählt, die mit alltäglichen Sorgen und Problemen zu kämpfen haben und dabei auf einen geheimnisvollen Laden und seinen Fuchsgeist-Besitzer Kogetsu treffen.

Die einzelnen Kurzgeschichten greifen typische Probleme des Alltags auf – Unsicherheiten, zwischenmenschliche Missverständnisse und Gefühlschaos. Die darin enthaltenen Botschaften sind klar, deutlich und sicherlich auch bewusst belehrend formuliert. Gleichzeitig sind sie aber warmherzig verpackt und vermitteln Hoffnung, dass sich viele Schwierigkeiten durch Vertrauen, Ehrlichkeit und offene Kommunikation lösen lassen.

Besonders positiv hervorzuheben ist die letzte Geschichte, in der erklärt wird, warum der Fuchsgeist den Menschen hilft, die zu ihm finden. Diese Hintergrundgeschichte schafft eine schöne inhaltliche Verbindung zwischen den zuvor eher für sich stehenden Erzählungen.

Kleine Abzüge gibt es für die häufigen Wiederholungen: Der Laden und sein Besitzer Kogetsu werden in fast jeder Geschichte erneut und oft mit sehr ähnlichem Wortlaut beschrieben. Zudem wirkt der Schreibstil an manchen Stellen etwas hölzern, was vermutlich auf die Übersetzung zurückzuführen ist.


Fazit:

Ein emotionales, liebevoll gestaltetes Buch für zwischendurch, das mit klaren Botschaften und einer ruhigen Atmosphäre zum Nachdenken einlädt und sich besonders für kurze Leseauszeiten eignet.

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