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Veröffentlicht am 06.06.2017

ich fühlte mich toll unterhalten

Fußballmütter
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Im Kinder- und Jugendfußball gibt es eine Gefahr: Eltern!
(Bild am Sonntag, 14.12.2014)

Ich wollte diese Geschichte lesen, weil ich selbst Mutter bin, allerdings sind meine beiden Töchter inzwischen ...

Im Kinder- und Jugendfußball gibt es eine Gefahr: Eltern!
(Bild am Sonntag, 14.12.2014)

Ich wollte diese Geschichte lesen, weil ich selbst Mutter bin, allerdings sind meine beiden Töchter inzwischen erwachsen. Eine davon hat Handball gespielt und ich fühlte mich, als ich den Klappentext dieses Buches gelesen hatte, sofort an die Zeit erinnert, als ich selbst noch Handballmutti war.

Es geht um Carolin, frisch geschieden. Die sich von ihrem Ex ziemlich über den Tisch hat ziehen lassen und die jetzt mit ihrem Sohn Luis eine kleine, möblierte Wohnung bezogen hat. Zumindest aber ist Luis ihr geblieben. Auch wenn das gemeinsame Sorgerecht besteht, kümmert ihr Ex sich herzlich wenig. Hält sich nicht an die vereinbarte, gemeinsame Zeit, mit seinem Sohn, weil er nur noch Augen, für seine Neue mit Sohn hat und arbeitstechnisch anscheinend auch sehr engagiert ist.

So kommt es eines Tages, dass Luis den Wunsch äußert, Fußball zu spielen. In dem ansässigem Fußballverein gibt es, in seinem Jahrgang, die F1 und die F2. Da Luis Anfänger ist, kommt er in die F2, was wirklich ein Chaoshaufen ist. Völlig schonungslos wird Carolin in das Amt einer Fußballmutter eingeweiht und was noch schlimmer ist, in der F1 spielt auch noch der Sohn, ihrer Nachfolgerin. Ärger vorprogrammiert!

Wer glaubt, dass das allein die Geschichte ist, hat weit gefehlt. Hier passieren noch so viele lustige und komische Dinge, dass ich häufig lachen musste. Hanna Dietz hat dabei einen tollen Schreibstil, der flüssiges und schnelles Lesen ermöglicht. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten.

Ein Scheidungs- und Liebesbuch der besonderen Art, mit jeder Menge Spaß, wobei es scheinbar oft, beim Kinderfußball, unter den Eltern, so abläuft. - Leider!

Die Kapitel beginnen immer mit originalen Zeitungsberichten,  ähnlich, wie ich sie oben auch als Überschrift gewählt habe.

Werden die Eltern denn nie erwachsen?

Das Ende hat mir am allerbesten gefallen, ich war tatsächlich so aufgeregt, wie bei einer Weltmeisterschaft, die ich im Fernsehen verfolge. Ganz brav habe ich aber nicht dazwischen gerufen.

Veröffentlicht am 29.05.2017

eine Geschichte zum Miträtseln, spannend bis zum Schluss

Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst.
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Da ich zu den wenigen gehöre, die „ Girl on the train“ so gar nicht mochte und auch abgebrochen hatte, wollte ich der Autorin nochmal eine Chance geben. Somit erwartete sehnsüchtig ihr zweites Buch „Into ...

Da ich zu den wenigen gehöre, die „ Girl on the train“ so gar nicht mochte und auch abgebrochen hatte, wollte ich der Autorin nochmal eine Chance geben. Somit erwartete sehnsüchtig ihr zweites Buch „Into the water“. Die Geschichte klang zumindest, auch schon vom Klappentext her, interessanter für mich.

Die erwachsene Julia kehrt nach Beckford zurück, weil ihre ältere Schwester Nel verstorben ist und eine 14jährige Tochter zurück gelassen hat. Man sagt sie sei gesprungen. Was das bedeutet, weiß nur Julia und die Einwohner dort.

Eigentlich wollte sie nie wieder an diesen Ort zurückkehren, mit all seinen fürchterlichen Erinnerungen.

Diese Geschichte ist ein Rätsel. Als Leser wird man mit Menschen, die dort leben, konfrontiert und jeder hat irgendein Geheimnis. Man ahnt schnell, dass Nel sich wahrscheinlich nicht selbst umgebracht hat, sondern dass irgendjemand dafür verantwortlich ist. Nur wer? Hat Nel zu viel gewusst, über Drowing Pool, wie die Einwohner die Stelle nennen, wo schon viele Menschen vorher ums Leben gekommen sind?

Mir hat, im Gegensatz zum Debütroman, diese Geschichte wesentlich besser gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und einfach. Kurze Kapitel ermöglichen ein zügiges Lesen, wobei es zu häufigen Charakterwechseln kommt. Das machte es wiederum etwas schwerer, sich in der Geschichte zurechtzufinden. Besonders zu Anfang. Nachdem man aber die Charaktere ein wenig kannte, machte es Spaß und man wollte wissen, was genau Nel widerfahren ist.

Ein spannendes und solides Buch, so finde ich. Stimmungsmäßig zwar ein bisschen düster, aber bei dieser Geschichte wahrscheinlich durchaus beabsichtigt. Für alle die, die gerne bis zum Schluss miträtseln wollen.

Vielen Dank an Paula Hawkins, dass sie mich dieses Mal überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 29.05.2017

Humorvoll und traurig, aber auch ehrlich, herrlich - schön!

Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt
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Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt?

„Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“, ist mein erstes Buch der Autorin, aber ich kann verraten, es wird nicht mein Letztes sein.

Wie bringe ich nun aber die ...

Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt?

„Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“, ist mein erstes Buch der Autorin, aber ich kann verraten, es wird nicht mein Letztes sein.

Wie bringe ich nun aber die Euphorie, die ich beim Lesen des Buches empfunden habe, am besten rüber? Erst einmal…

…es geht um Bea, die sehr organisiert ist, To-do Listen schreibt, einen Freundschaft-Plus-Freund hat und in einem Verlag, Abteilung Liebesromane, arbeitet. Sie müsste somit eigentlich wissen, wie man Liebe schreibt. Eines Tages wird sie dazu verdonnert, den übellaunigen und unzuverlässigen Autor Tim Bergmann, der einen erfolgreichen Fantasy-Roman geschrieben hat oder nennen wir es richtigerweise
DYS-TO-PIIIIIE, auf einer Lesungstour zu begleiten.
Ihr Leben könnte fast nicht schlimmer sein, würde Tim nicht eine Aura umgeben, deren selbst Bea sich kaum entziehen kann.

Klingt alles ganz einfach – schüchterne Frau trifft auf selbstbewussten Mann, der dazu noch ziemlich gutaussieht. Sie verbringen einen Monat zusammen, verlieben sich und so schreibt man eben Liebe.

Nein, so einfach ist es dann eben doch nicht, denn hier geschieht viel mehr. Beide haben ein Geheimnis, das es kaum zulässt, dass sie einander näher kommen können und Beide ahnen nicht, dass dieses Geheimnis sie auch irgendwie verbindet.

Bei dieser Geschichte hatte ich ein Dauergrinsen im Gesicht, welches mir aber auch manches Mal entglitten ist, durch die provokant, ehrliche Art von Tim und durch die Geheimnisse, die Beide verbinden. Dadurch bekommt die Geschichte sogar auch Tiefgang. Tim war mein absoluter Lieblingscharakter in dieser Geschichte. Nicht so ein aalglatter Typ, der keine Ecken und Kanten hat. Und ich gebe zu, weil die Autorin genug Platz für eigene Kreativität gelassen hat, bei Tim gingen bei mir, gedanklich, echt die Pferde durch. Vielleicht ergeht es euch auch so, beim Lesen, dieses tollen Buches.

Ich möchte euch diese Geschichte nämlich sehr ans Herz legen, wenn ihr auch Geschichten mögt, wo man herzhaft lachen kann und im nächsten Augenblick traurig ist. Wo ihr weiter lesen könnt, obwohl man Fremdschämen hat, dann jedenfalls, ist dieses Buch genau richtig für euch.

Ob die Beiden es aber herausfinden, wie man denn nun Liebe schreibt, müsst ihr selbst erlesen, ich weiß es jetzt…

So ------> LIEBE <3

Ich möchte mich bei der Lesejury und dem LYX Verlag, bzw. Bastei Lübbe Verlag bedanken, für das zur Verfügung gestellte Manuskript/Buch. Ganz besonders aber bei Kristina Günak, für diese wunderbare Geschichte und, dass sie uns so nett begleitet hat, in der Leserunde.

#liebeschreibtmanlübbe

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Veröffentlicht am 21.05.2017

Was war, bzw. ist das?

Sweetbitter
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Was ist, bzw. war das?

Gerade eben habe ich das Buch beendet und mir genau das gedacht. Eigentlich habe ich mir diese Frage aber, schon ziemlich schnell, zu Anfang des Buches, gestellt und nur tapfer ...

Was ist, bzw. war das?

Gerade eben habe ich das Buch beendet und mir genau das gedacht. Eigentlich habe ich mir diese Frage aber, schon ziemlich schnell, zu Anfang des Buches, gestellt und nur tapfer durchgehalten.

Beginne ich aber erstmal damit, was ich mir von diesem Buch erhofft habe.  Nachdem dieses Buch in Amerika sehr gehyped wurde und diese Welle dann auch hier her schwappte, war ich voller Vorfreude auf dieses Buch. Selbst die New York Times schrieb „ Sweetbitter wird eine Menge Leute hungrig machen“…

…mit dieser Erwartung, auf ein sehr beliebtes Buch, tauchte ich ab, in die Geschichte. Ich dachte, Sex, Drugs & Rock ‘n Roll… Eine junge Frau geht nach New York, kämpft ums Überleben, bekommt einen Kellner Job, in einem  angesehenen Lokal, lernt dort das New Yorker Leben kennen und lieben. Vielleicht verliebt sie sich und untermauert wird das Ganze mit leckeren Gerichten aus der Küche.
Im Groben war es das auch, ABER…

…ES WAR SO LANGWEILIG!

Wir begleiten Tess über vier Jahreszeiten durch das New Yorker Alltagsleben, vor allem aber Nachtleben. Kulinarisch werden einem zu den bestimmten Jahreszeiten, Gerichte aus der Saison serviert. Tess, (als Leser erfährt man übrigens , nach über der Hälfte erst , wie sie heißt) kämpft sich tatsächlich durch. Vor allem nachts wenn die „Geregelten“ schlafen. >>Die Geregelten, sind Menschen, die täglich arbeiteten, von neun bis siebzehn Uhr, Sie lebten im Einklang mit der Natur, wachten und schliefen mit der Sonne, Essenszeiten, Geschäftszeiten – die Welt richtete sich nach ihren Tagesablauf. Die besten Märkte, Top Konzerte, Straßenfeste, ja die schönsten Feiern überhaupt waren an Samstagen und Sonntagen. Die Geregelten füllten Kinos, Vernissagen und Töpferkurse. Sie schauten Fernsehserien genau dann, wenn sie ausgestrahlt wurden. Sie hatten ganze Abende totzuschlagen. Sie schauten den Super Bowl und die Oscars, sie reservierten Tische zum Abendessen, dann aßen sie zu normalen Zeiten. Die ganze Stadt war ausgestattet mit Komparsen für den Film, in dem sie die Hauptrolle spielten. << (Auszug aus dem Buch)
Tess und alle anderen aus dem Lokal gehören nicht dazu. Sie waren die Gastro-Leute – so gierig, wenn die Geregelten ins Bett gingen. sie lassen es dann immer ordentlich krachen. Ziehen eine Line nach der anderen, besaufen sich und haben Sex. An sich könnte es eine gute Geschichte sein, würde sich dieser Ablauf nicht ständig wiederholen. Arbeiten, Feierabend, sich zu dröhnen, Rausch ausschlafen und wieder arbeiten…

Dazu kommt der Schreibstil, der mir leider auch nicht zusagte. Zu abgehackt und manchmal wusste ich nicht mal, von wem die Rede war.
Fairness halber muss ich aber sagen, dass es zum Ende hin etwas besser wurde, aber für mich nicht ausreichend, für eine bessere Bewertung.

Meine Antwort auf die Pressestimme der New York Times…

…wahrscheinlich war ich zu satt oder es war einfach nicht mein Geschmack. Wie Stephanie Danler selbst sagt, in dieser Geschichte, „ Es gibt Leute, die Muscheln lieben und die, die sie eben nicht mögen.“ – So ist das nämlich mit dem Geschmack!

Ich danke dem Aufbau Verlag, für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar, so konnte ich meine Neugierde beruhigen und  mir zumindest selbst ein Bild machen. Den Hype um dieses Buch kann ich aber jetzt nicht mehr nachvollziehen.

Veröffentlicht am 13.05.2017

Spannend, bis zum Schluss!

Black Memory
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Wie schlimm muss es sein, wenn man nicht weiß, wer man ist? Sich an nichts erinnern kann und nicht weiß, wem man nun vertrauen kann? Ist das nicht schon schlimm genug?

Wenn man aber nun erfährt, dass ...

Wie schlimm muss es sein, wenn man nicht weiß, wer man ist? Sich an nichts erinnern kann und nicht weiß, wem man nun vertrauen kann? Ist das nicht schon schlimm genug?

Wenn man aber nun erfährt, dass man ein 5-jähriges Kind entführt haben soll, von dem jede Spur fehlt, was sich dann auch noch als eigene Tochter herausstellt, der angebliche Ehemann sich rätselhaft verhält, ist das nicht dann purer Horror?

Für mich ist so etwas unvorstellbar!

Der Ärztin Clare ist genau dieses widerfahren. Die Geschichte beginnt damit, dass sie verwundet in einem kleinen Boot, in Indonesien, wach wird und gerettet wird. Man bringt sie dort zur Polizei, wo sie kurz darauf erfährt, dass sie auf der Fahndungsliste steht, weil sie ein Kind entführt haben soll.
Die englische Botschaft setzt sich aber für sie ein und sie darf zurück nach England, wo der wirkliche Horror aber erst beginnt.

Wer ist sie? Warum war sie in Indonesien? Wer ist der Mann an ihrer Seite? Warum hat sie angeblich ihre Tochter entführt und wo ist sie jetzt?

Fragen über Fragen ziehen sich, gut inszeniert, durch diese spannende Geschichte. Janet Clark versteht ihr Handwerk sehr gut, den Leser in die Irre zu führen und an sich selbst zu zweifeln. Alles ist aber sehr gut durchdacht.

Mir erging es, wie vielen Lesern dieses Buches. Man ist so misstrauisch allem gegenüber, dass man gar keine Ahnung hat, wer gut oder böse ist und wie die Geschichte ausgehen könnte. Deswegen bleibt es auch spannend, bis zum Schluss.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig, wobei auch immer mal wieder Fachjargon, wenn es um medizinische Dinge geht, darin vorkommt. Man sollte das also mögen.

Letztendlich hat dieser Thriller seine Wirkung nicht verfehlt. Er ist spannend, ist zum miträtseln und macht einen auch nachdenklich, was die Zukunft uns alles noch präsentieren wird.

Und das wiederum ist nicht unvorstellbar, für mich – leider!

Ich danke Janet Clark, für diese spannende Geschichte und dem Heyne Verlag, für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar.